Tag der Erde

23 Apr

Das gestrige Google Doodle hat mich mal wieder entzückt.

Google zeigte sich mit verschiedenen animierten Doodles von seiner netten Seite.

Jemenchamäleon Kugelfisch Mistkäfer Ohrenqualle Schneeaffe Zimtkolibri

Und so wünschten Jemenchamäleon, Kugelfisch, Mistkäfer, Ohrenqualle, Schneeaffe und Zimtkolibri einen schönen Tag der Erde.

Kein Geld vorhanden

22 Apr

Der folgende Text bezieht sich auf den Artikel “Computer gegen Computer” von Nina Apin und Astrid Geisler, erschienen in der taz vom 19./20./21. April 2014.

Kinderpornografie ist ein fürchterliches Thema. Es beklemmt, es macht betroffen, es weckt Scham und Wut und Hilflosigkeit und Trauer. Doch es ist ein Thema, das keinesfalls hintenunter fallen darf.

Leider tut es das aber. Das beweist das im oben genannten Artikel erklärte Dilemma.

Es geht darum, dass beschlagnahmte Festplatten kaum noch gründlich kontrolliert werden können. Nicht verwunderlich, wenn man bedenkt, dass die Speicherkapazitäten von Festplatten und Co. immer größer werden, während man Dateien immer kleiner komprimieren kann. Statt fünfhundert Bildern sind es jetzt vielleicht fünftausend, zehntausend, die sich im verdächtigen Ordner befinden. Pädophile Pornoglotzer sind Datenmessies. Man weiß ja nie, wann man an die nächsten Bilder kommt. Bloß nix löschen!

Trotzdem: man muss sich das mal vorstellen. Da gehen ganze Festplatten ungesehen zurück an den Verdächtigen, weil ja auch irgendwann mal gewisse Fristen vorüber sind. Unzählige Täter, die ohnehin schon schwer auszumachen sind, kommen ungeschoren davon, obwohl man sie schon fast an den Eiern hatte.

Ein Hauptproblem dabei sind die Möglichkeiten der Ermittler. Ihre Software ist veraltet und erkennt viele Bilder nicht. Außerdem müssen auch über die erkannten kinderpornographischen Bilder immer nochmal Spezialisten drüber schauen. Das kostet nicht nur Zeit und Geld. Man muss sich diese psychische Herausforderung nur mal vorstellen: da schaut man den halben Tag auf Bilder, die Hass, Ekel und Betroffenheit auslösen. Sowas packt man auch als ausgebildeter und supervidierter Profi nur schwer.

Eine Lösung für dieses Problem gibt es bereits. Sie heißt “content moderated system” und bezeichnet ein selbst lernendes System, das bereits auf Plattformen wie Youtube verwendet wird und relativ einfach angepasst werden könnte. Diese Anpassung wurde mit 2,5 Millionen Euro veranschlagt. Ein Klacks dürfte man meinen, zumal dieses System dann für die gesamte EU zugänglich und nutzbar wäre. Doch -und damit sind wir bei der Überschrift- es wurde im Europaparlament abgelehnt. Es sei zu teuer. Vor allem Deutschland hat sich geweigert.

Ich bin einfach nur entsetzt. Ich kann es nicht fassen. Was sind das für Prioritäten?!

Ein weiterer Schocker: Sogenannte “Posing-Bilder”, die nackte Kinder ablichten, sind nach wie vor legal. Ein Gesetzesentwurf wurde zwar vorgestellt, doch dass dies erst im Jahre 2014 geschieht, ist doch ein Unding. Und auch nur auf den Fall Edathy hin. Es muss wohl immer erst etwas Medienwirksames passieren… KOTZ!

foto76 / freedigitalphotos.net

foto76 / freedigitalphotos.net

Hypersensibel

21 Apr

Ich bin hypersensibel. Es fällt mir schwer das zuzugeben. Es fiel mir auch schwer, das zu erkennen. Ich brauchte 25 Jahre dafür. Aber ja, jetzt wo ich es weiß, ist so vieles einfacher geworden. Weil ich es mir erklären kann. Weil ich mich selbst etwas mehr verstehe und damit auch meine Umwelt besser.

Wenn ich jemandem aus dem Stegreif und ohne Wikipedia erklären müsste, was das überhaupt ist, Hypersensibilität, dann fiele mir das gar nicht so einfach. Weil ich es nicht WEISS, sondern weil ich es FÜHLE. Ich ERLEBE es.

Es fängt damit an, dass ich erst vor gar nicht so langer Zeit erfahren musste, dass andere Menschen Musik gar nicht so intensiv erleben wie ich. Das richtige Lied und ich bin weg – im Kopf wie im Herzen. Es reicht eine einzige Melodie, um meine Stimmung um 180° zu drehen. Wenn ich ein Lied mit jemandem teile, dann teile ich nicht nur ein Lied. Dann teile ich Gefühle, tiefste Emotion. Dann hör dir verdammt nochmal den Text an, spüre die Melodie in deinen Fasern! Genau DAS fühle ich gerade!

Ähnlich geht es mir mit Büchern und Filmen. Ich begleite die Protagonisten nicht, ich BIN die Protagonisten. Ich mache alles durch, was sie durchmachen. Ich bin mittendrin statt nur dabei. (Woher kommt das nochmal?)

Noch viel intensiver wird es natürlich bei realen Personen. Wie oft habe ich geweint und bin verzweifelt, wenn mir jemand etwas Schlimmes anvertraut hat? Wie oft kam ich tagelang nicht aus meinem Loch, weil es jemand anderem gerade schlecht ging? Habe gespürt, was in jemandem vorging, ohne dass er etwas sagen musste? Habe mich davon anstecken lassen? Das heißt jetzt nicht, dass man mir nix erzählen darf. Im Gegenteil. Ich habe nur eben eine andere Art, es zu verarbeiten. Ich kann vielschichtige Gefühle wiedergeben und sie sogar erklären. Weinen ist dabei nur mein Ventil und keine Schwäche. Und aus dem Erzählten anderer kann ich nicht nur ihnen oft ganz gute Problemlösungen bieten, sondern meistens auch noch eine “Lehre” für mich herausziehen. Quasi eine Win-Win-Situation, wenn auch gerne langwierig und erst einmal schmerzhaft. (Woran ich mich zunehmend gewöhne.)

Und wie oft habe ich noch Wochen nach einem Erlebnis davon gezehrt? Wie lange hängen mir Geschehnisse nach?

Wurde nicht verstanden, weil ich die Welt nicht nur sehe, sondern sie zuallererst fühle?

All das ist nicht einfach. All das macht meinen Alltag oft unnötig kompliziert und ja, oft leide ich deswegen. Manchmal möchte ich meine Fühler einfach abknicken, meine ewigen Gefühle, die so stark sind, einfach abschalten. Einfach mal nur mich selbst spüren und nichts anderes.

Doch andererseits, so schmerzhaft diese Gabe ist, so ist es dennoch eine Gabe. Sie macht mich besonders. Sie zeichnet mich aus. Sie erlaubt mir eine andere Sicht auf die Welt, die andere nicht haben. Ich sehe MEHR. Natürlich muss ich dadurch auch mehr verarbeiten und das ist nicht immer leicht.

Ich liebe es dennoch. So viel Gefühl. Oh, so viel Gefühl! Es zeigt mir, dass ich lebe. Ja verdammt, ich lebe! Und ich liebe! Intensiv!

Random Facts #38

20 Apr DSC00926

1. Auf dem 2500 Jahre alten mumifizierten Körper einer sibirischen Prinzessin wurden Tattoos gefunden.

2. Das Land, in dem es die meisten Suchanfragen für Schwulenpornos gibt, ist Pakistan.

3. Es wurde nachgewiesen, dass in den 60ern hohe amerikanische Militärführer Terroranschläge und Morde an Zivilisten planten, um Stimmung für einen Krieg gegen Kuba zu machen.

4. Nach dem II. Weltkrieg ordnete Eisenhower an, dass alle Bewohner Gothas sich das Konzentrationslager in Ohrdruf ansehen müssen. Nachdem der Bürgermeister und seine Frau dem nachkamen, gingen sie nach Hause und erhängten sich.

5. Die Geschäftsführerin der gemeinnützigen Organisation Susan G. Komen for the Cure hat einen Jahresverdienst von etwa 700 Millionen Dollar. Das sind ungefähr 250.000 Dollar mehr als in vergleichbaren non-profit-Organisationen.

6. Bei einem Versuch mit schnell alternden Mäusen, deren Lebenserwartung etwa 21 Tage beträgt, wurden den Mäusen Stammzellen von jüngern Mäusen injiziert, ungefähr vier Tage vor ihrem geschätzten Tod. Das hat bewirkt, dass sich ihre Lebensspanne verdreifachte und sie bis zu 71 Tage alt wurden. Das ist ungefähr so, als würde ein Mensch statt etwa 80 Jahren ganze 200 Jahre alt werden.

7. Belugawale können menschliche Stimmen imitieren.

Frohe Ostern!

19 Apr

Nachdem jeder schon Freitag damit anfing, frohe Ostern zu wünschen, was für mich ein Unding ist, da der Freitag für mich irgendwie nicht so 100% zu Ostern gehört, was aber eine persönliche Empfindung ohne theoretische Grundlage darstellt, wobei theoretische Grundlagen in religiösen Themen ja so ne Sache sind, möchte ich euch nun mit diesem wundervollen Schachtelsatz frohe Ostern, ein tolles verlängertes Wochenende und allem voran eine erfolgreiche Eiersuche wünschen.

Und für die, die “Eiersuche” zweideutig verstanden haben und noch einen Rhythmus zur Erfüllung dessen brauchen, habe ich da mal etwas herausgekramt:

So oder so wünsche ich euch allen eiweißreiche Tage und eine schöne Zeit.

Als Weihnachtskind verkneife ich mir jetzt allerdings den “Wer Ostern mit den Eiern spielt, hat Weihnachten die Bescherung”- Spruch. Was jetzt ein Paradoxon darstellt, da ich es ja doch gesagt habe. Hach.

Gefunden auf lachhaft-cartoons.de

 

 

Whenever you need somebody

18 Apr

Ein kleines Spiel zwischendurch. Gesehen bei Exhausted.

Wenn ihr mitmachen wollt:

  • Findet heraus, welches Lied an eurem Geburtstag auf Platz 1 der Charts war. (Ich habe das hier ganz gut gefunden, ist aber nur für Deutschland.)
  • Sucht das Lied.
  • Verlinkt es.
  • Berichtet in den Kommentaren davon.

Mein Lied ist “Whenever you need somebody” von Rick Astley. Ich bin erstaunt, wie gut dieses Lied eigentlich zu mir passt. Denn ich bin immer jemand gewesen, der sich sehr um das Wohl anderer kümmert und stets für ein Problemgespräch offen ist. Habe da wohl etwas zu genau auf das Radio im Kreissaal gelauscht. ;)

 

Rick- Whenever You Need Somebody von val6210


 

Ich hab leider überhaupt keine Ahnung, ob ihr das Video sehen könnt oder nur ein Link erscheint. Bitte gebt mir doch kurz Bescheid. Danke.

Free in Mind and Universal

14 Apr

Der liebe knallharte Ulf hat da ein Projekt am Laufen, das ihr euch mal anschauen solltet.

Es handelt sich um einen Dokumentarfilm über die Entstehung des Albums “Wolkenstein” der Band Porter. Das Album selbst wurde schon via Crowfunding finanziert, das heißt durch Spenden von Fans und anderen Unterstützern. Mit dem Geld wird die Produktion von Tonträgern ermöglicht, die dann eben rausgehen an alle, die die Musik mögen.

Der Film soll jetzt genauso greifbar gemacht werden, ganz unkommerziell und unabhängig. Und der ist dann nicht nur was für die Portermusikfans, sondern auch für Interessierte von Film- und Albenentstehung und Finanzierungsmöglichkeiten kreativer Projekte.

Schaut doch mal rein, lest euch ein bisschen ein und vielleicht könnt ihr sogar ein paar Groschen dalassen.

Ansonsten: teilen, teilen, teilen. ;)

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