Spenden wird in Frankreich Pflicht

In Frankreich wurde durch den Senat beschlossen, dass Supermärkte keine Lebensmittel mehr wegwerfen dürfen. Dadurch soll bis 2025 die Abfallmenge halbiert werden.

UnserDing fragte auf Facebook:

Brauchen wir das Gesetz auch?

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Kurze Blogpause

Meine Lieben, leider muss ich den Blog ein bisschen ruhen lassen. Ich bin aktuell so beschäftigt, dass ich nicht einmal die Zeit fand, diesen Artikel wie geplant am Samstag zu schreiben und veröffentlichen.

Neben der Klausurphase, für die ich einfach noch viel lernen muss, einem Abschlussreferat, das noch gehalten werden will und anderen kurzfristigen Seminaraufgaben haben wir heute eine Küche bekommen, die aus so vielen Einzelteilen besteht, dass sowohl Wohnzimmer als auch Küche gerade wie das dreidimensionale Pendant zu Tetris aussehen.

Und da Bloggen keine leidige Pflicht werden, sondern ein schönes Hobby bleiben soll, mache ich hier kurz den Riegel davor. Aber nur kurz, denn am Sonntag den 21.02. werde ich wieder da sein.

Zwischenzeitlich freue ich mich über den 300. Follower! Ich bin beeindruckt und hätte nie gedacht, dass sich so viele Menschen hierher verirren würden. Danke! Und willkommen allen neu Dazugestoßenen.

Während der Pause könnt ihr gern im Archiv stöbern, die Top-Beiträge bewerten oder euch in der Blogroll austoben.

Habt eine schöne Zeit, lasst es euch gut gehen, bleibt oder werdet gesund und bis in 3 Wochen!

Cheerio!

Throw Back Thursday: #aufschrei

Nee, das wird jetzt keine neue Reihe (glaub’ ich) und auch keine Challenge oder Blogspiel. Eher eine lose Gedankensammlung.

Ich klickte mich gerade durch die „was heute geschah“-Funktion bei Facebook und stieß dabei auf ein paar meiner älteren Artikel. Wisst ihr noch?

#aufschrei

Zu dem Thema (das jetzt schon unglaubliche 3 Jahre her ist!) postete ich damals relativ spät in der Debatte meinen #Aufschrei-Nachzügler, zu dem ich heute gemischte Gefühle habe. Einige Punkte sehe ich noch heute so und ein paar Textstellen gefallen mir. (Ich bin selbstkritisch und finde viele Texte von mir heute furchtbar, aber manchmal freue ich mich über den einen oder anderen Beitrag. Diesen finde ich teils gut gelungen.) Andererseits fallen mir retrospektiv ein paar Punkte auf, die ich mittlerweile anders sehe.

Ein Beispiel: Betrunkene Männer, häufig die alten und die mit geringen IQ, aber auch solche, von denen man es nicht unbedingt erwartet, sind meiner Erfahrung nach unberechenbar. Als Frau sollte man dann wirklich nicht alleine sein. Denn vom Pöbeln zum Sprücheklopfen, ja bis hin zum Grabschen ist alles möglich.

Äh…ja. Nee. Das war schon irgendwie saublöd formuliert. Heute würde ich entgegnen, dass auch betrunkene Frauen ziemlich unberechenbar sind und es egal ist, wer da besoffen übergriffig wird, denn es sind ja doch trotzdem Arschkrampen. Alkohol verstärkt nur gewisse Verhaltensweisen und senkt die Hemmschwelle. Egal ob Frau oder Mann oder Katzenmensch. (Außerdem ist das mit dem IQ und dem Alter echt unschön. Schäm’ dich, Nickel aus 2013!)

Ich schreibe aus dieser Sicht, weil ich nunmal eine Frau bin und nicht wirklich etwas zur umgekehrten Konstellation (Frau belästigt Mann) sagen kann.

Mittlerweile wurde mir leider berichtet von männlichen Freunden, die von betrunkenen Mädels so offensiv bedrängt wurden, dass es nicht mehr okay war.

Was ist heute aus #aufschrei geworden?

 

Vereinzelt sehe ich alle paar Monate mal einen Tweet zur Thematik. Ich denke aber oft über Sexismus in der Gesellschaft nach. Das hat meistens einfach seinen Grund in universitären Themen, ging mir aber auch bei der Arbeit im Supermarkt durch den Kopf. Mit einem Kommilitonen redete ich neulich darüber, nachdem er mir die Tür aufhielt und ich ihm erzählte, dass es Frauen gibt, die sich dadurch beleidigt fühlen. (Was ich absurd finde. Ich halte übrigens auch Türen auf. Auch Männern.)
Im Gesprächsverlauf stellte er irgendwann die kritische Frage, weshalb sich manche/viele/einige Frauen auf Parties wie Freiwild anziehen und geben. Darüber habe ich lange nachgedacht.

Im ersten Moment dachte ich reflexartig an die Minirockdebatte und war sauer – schließlich sollen Frauen anziehen dürfen was sie wollen, auch wenn es nur ein etwas breiterer Gürtel ist! Nach längerer Problemwälzung jedoch fragte ich mich, ob ich -als Frau- mich wirklich aufreizend kleiden möchte, wenn ich auf Parties gehe, oder ob es nicht doch ein gesellschaftlicher oder ein latenter intrinsischer Zwang, also „unbewusst“ von mir ausgehend, ist.

Für den gesellschaftlichen Zwang oder Gruppenzwang würde sprechen, dass ich mich auf Parties selbst dann aufhübsche, wenn ich einfach nur weggehen und Spaß haben möchte und auf ein sexy Outfit, Make-Up und unbequeme Schuhe überhaupt keine Lust habe, da ich sonst negativ auffallen oder als verschrobene Alte gelten würde. (Wobei: Ist das so?)

Der latent intrinsische Zwang heißt, dass ich anhand meiner Kleidung positiv wahrgenommen werden möchte. Zudem ist es ein Abchecken des „Marktwertes“: wenn ich wollen würde, könnte ich jemanden abschleppen/ würde ich abgeschleppt werden? Hat nicht zwingend mit Untreue zu tun, sondern dem Bedürfnis nach Bestätigung; einem ganz einfachen Ich-Bedürfnis also.

Im Prinzip ist beides relativ egal und kann positiv oder negativ oder gar nicht gewertet werden: es ist eben so. Doch lässt es mich den Satz „Frauen sollen anziehen dürfen, was sie wollen“, was an sich richtig ist, in seinen Bestandteilen aber kritisierbar, ein wenig anders betrachten. Wobei ich jetzt vom Thema #aufschrei abgewichen bin. Sorry for that.

 

Und dann war da die Silvesternacht 2015.

Die anschließenden Diskurse über #einearmlaenge, Frauenbild und Männerrollen haben gezeigt, dass das Thema noch lange nicht in einem Konsens mündete. Stattdessen wurde es auf eine neue Ebene gebracht, nämlich der Frage, wie Sexismus und Kulturkreise korrelieren oder ob es da überhaupt gültige Aussagen zu treffen gibt. Von rechten Hetzern wurde das Thema missbraucht, um Stimmung gegen immigrierte Männer zu machen und einen Vorwand zu haben, Abschiebungen voran zu treiben und Integration (sowie den Willen dazu, von beiden Seiten aus: wir erinnern uns – Integration ist keine Einbahnstraße, siehe Punkt 2) zu verhindern.

Nach #einearmlaenge merkte mein Kommilitone noch etwas an, das mich nachdenken ließ: Er sei schockiert über die Aussage mehrerer Freundinnen, sie haben eigentlich immer eine latente Angst, wenn sie weggehen, dass ihnen etwas passieren könnte. Und ich muss sagen: kann ich bestätigen. Auch wenn ich nicht explizit denke, dass ich vergewaltigt werden könnte, so plane ich doch etwa, mit wem ich mich treffe oder welche Gegenden ich nachts meide und wie ich sicher nach Hause komme. Eine Zeit lang hatte ich sogar grundsätzlich Pfefferspray dabei, wenn ich wusste, dass ich alleine spät nach Hause kommen würde.

 

Abschließend könnte man also sagen, dass #aufschrei eigentlich noch immer debattiert wird, nur in anderen Versionen. Zum Beispiel auch wie im obigen Tweet, was uns meiner Meinung nach um ein paar Jahrzehnte zurück wirft. So verbot beispielsweise ein ehemaliger Arbeitskollege seiner Tochter, Mitte 20, im kurzen Rock (a.k.a. über den Knien endend) aus dem Haus zu gehen. Hallo Minirockdebatte und Opferschuld.

Ob die Fortführung des Themas gut oder schlecht ist -oder gar nichts von beidem- muss jeder für sich entscheiden. Ich glaube, dass es aber schon bei vielen in meinem Umfeld dazu beigetragen hat, empfindlicher auf Sexismus zu reagieren. Jedoch ist dies eine ganz subjektive Einschätzung.

Bei mir beobachte ich schon eine andere Sicht auf Frauenrechte und Männerbilder, die ich jedoch immer weiter mit mir verhandle. Dabei bin ich kritischer geworden, fordere nicht mehr polternd mehr Gleichberechtigung um jeden Preis, sondern differenziere heute anders.

Wie geht es euch damit? Hat #aufschrei bei euch etwas bewirkt? Geht euch die Debatte auf den Senkel? Prallt das an euch ab?

Schweigen ist Gold!

Dozentin: „Wer weiß noch, wie die französische Fachschrift heißt?”

Kommilitone: „Annales oder so.”

Dozentin: „Ja richtig. Super!”

Alle klatschen.

Ich, verpeilt: „Aber er hat doch nur anal gesagt?!”

Der Blick der Dozentin war…zauberhaft. Ich sollte öfter mal die Klappe halten und nicht aussprechen, was ich gerade denke.

Andererseits: Ich möchte auch einmal Beifall dafür bekommen, dass ich „anal” sage.

Random Facts #106

1 Wissenschaftler vermuten einen weiteren Planeten in unserem Sonnensystem. Er wurde jedoch nicht entdeckt, sondern berechnet. Bisher beobachteten Astronomen Phänomene, die sie sich nur durch das Vorhandensein eines weiteren Himmelskörpers erklären konnten, der Einfluss durch Anziehungskräfte ausübt. Den Berechnungen zufolge sei der Planet neunmal so schwer wie die Erde, entsprechend groß (etwa 2- bis 4-mal) und seine Umlaufbahn um die Sonne so enorm, dass er 10 Millionen 10.000 bis 20.000 Erdenjahre für eine Umrundung brauche. (Edit: Sorry, in meinem Kopf war nur noch „etwas mit 10″ gespeichert. Hat aber niemand gemerkt. :D )

2 Carl August von Sachsen-Weimar holte sich Goethe als Rat in die Rechtsjury, da er aufgrund Goethes Werke, vor allem den Jungen Werther, davon ausging, dass Goethe ein liberaler Philanthrop sei. Goethe jedoch sprach sich entgegen Carl Augusts Hoffnungen für die Todesstrafe aus. Lediglich die Verhandlungen gestalteten sich fortschrittlicher, da man nun auch nach den Gründen für eine Tat forschte.

3 Auf der Grenze zwischen Dänemark und Kanada liegt die Hans-Insel. In regelmäßigen Abständen besucht das Militär eines der Länder die Insel, entfernt die Fahne der Gegenseite, steckt die eigene auf und hinterlässt eine Flasche Dänischen Schnaps bzw. Kanadischen Whiskey.

hansisland

4 Das moovel lab hat eine interaktive Karte ins Netz gestellt, in der die Wege nach Rom aufgezeigt werden. Tatsächlich führen viele Wege nach Rom: allein in Europa gibt es 486.713 Straßen mit dem möglichen Ziel Rom. Die hübsch illustrierte Karte kann man sich auch ins Wohnzimmer hängen.

5 Das Wort GHOTI ist ein fiktives Wort aus dem Englischen, das George Bernard Shaw zugeschrieben wird. Shaw kritisiert hiermit die fehlende Logik der englischn Schriftsprache auf humorvolle Weise. Gothi könne hiernach wie fish ausgesprochen werden:
GH wie [⁠f⁠] aus rough, O wie ​[⁠ɪ⁠]​ aus women und TI wie ​[⁠ʃ⁠] aus nation. Weitere Persiflagen sagen aus, dass das Wort nicht ausgesprochen werden könne oder etwa, dass man das englische potato auch ghoughphtheightteeau schreiben könne.

6 Gürteltiere haben immer und ausschließlich identische Vierlinge. Außerdem sind die Weibchen in der Lage, die Schwangerschaft bis zu zwei Jahre hinauszuzögern, währenddessen die Föten in ihrer Entwicklung stoppen. Weiterhin können die Tiere schwimmen und ihren Atem bis zu 6 Minuten anhalten. Insekten riechen sie bis zu 20 Meter Entfernung. Im Tageslicht können sie dafür schlecht sehen, da es ihre empfindlichen Augen blendet. Zudem sollte man Gürteltiere nicht essen: Forscher fanden heraus, dass sie oft Träger von Lepra sind.

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7 Wenn man die abgeschnittenen Enden von Pak Choi in Wasser stellt, treiben sie wieder aus. bok-choy-ps
Genauso kann man mit Stangensellerie, Romanasalat und Frühlingszwiebeln verfahren.