And a happy new year

Neujahrswunsch und ein erster Jahresausblick

Ich freue mich, dass ihr auch im neuen Jahr hereinschaut und hoffe, dass ihr gut in 2017 gerutscht seid. Auβerdem wünsche ich euch neben Freude, Erfolg und tollen Momenten vor allem Gesundheit, denn das ist das wichtigste.

Im neuen Jahr kommen viele Veränderungen auf mich zu und das macht mich ein bisschen ängstlich; gleichzeitig freue ich mich aber auch auf ein paar groβe Ereignisse und bin sehr gespannt.

Die erste Herausforderung wird der Umzug in eine eigene Wohnung. Das ist meine erste Wohnung, in der ich allein leben werde – wenn auch auf Zeit, „nur” für ein halbes Jahr. Bisher wohnte ich immer in WGs oder eben mit dem Brüllmann; nun kommt das eigene Nest und die Frage, wie ich mich machen werde. Allein kann ich nämlich nicht gut und musste ich ja auch nie. Abgesehen von meiner allerersten WG, eine 2er-WG, in der meine Mitbewohnerin in den ersten Monaten nur zu ein paar Wochenenden anwesend war, weil sie auswärtig arbeitete. Und diese Zeit war keine glückliche – jedoch hatte ich zu jener Zeit noch keinerlei Freunde und Bekanntschaften in Jena, sodass ich neben der Uni höchstens im Geschäft menschlichen Kontakt hatte (wobei ich damals noch jedes Wochenende zu meinen Eltern fuhr. Ach, wie sich die Dinge wandeln.)

Über meine Freunde in und um Jena bin ich unheimlich froh, gerade jetzt in dieser Zeit des Wandels, die eben nicht nur Gespanntsein mit sich bringt, sondern auch Angst, Unsicherheit und psychischen Stress. Was ich nun jedoch lernen muss, ist um Hilfe zu bitten. Das fällt mir schwer; ich möchte niemandem zur Last fallen. Dennoch werde ich Hilfe brauchen und daher über meinen Schatten springen. Vielleicht ist das ja dieses Erwachsenwerden.

Sie ist noch da!

Nein, ich habe das Bloggen nicht aufgegeben, ich habe nur, ja sagen wir eine Pause ungewisser Länge eingelegt. Ob ich jetzt wieder so richtig und öfter mal blogge, das weiβ ich noch nicht; da müssen wir mal schauen, okay?

In meinem Leben hat sich sehr viel getan und vieles kommt auch noch.

Etwa haben der Bruellmann und ich uns getrennt – in beidseitigem Einverständnis und das ist auch gut so. Bei Promis würde man das jetzt wohl unüberwindbare Differenzen nennen. Entkauderwelscht soll das heiβen, dass wir uns einfach auseinander gelebt haben. Kommt vor, davon geht die Welt nicht unter. Wir hatten viele schöne Momente und auch ein paar dunkle, so wie das in Beziehungen halt ist. Ich hoffe, dass wir Freunde bleiben können, denn als das funktionieren wir noch ziemlich gut, finde ich. Bisher sieht’s da ganz gut aus.

Unimäβig ist gerade Ebbe, was durch viele Fehlzeiten und ein paar nichterbrachte Leistungen bedingt ist. Ich muss die Suppe, die ich mir da eingebrockt habe, demnächst wieder gerade biegen, oder so. Schauen wir mal. Mag jemand Daumen drücken?

Physisch wie psychisch geht es mir aktuell eher so lala. Ich fühle mich oft alleine (will aber auch niemandem zur Last fallen), was aber auch nicht wundert, wenn ich den einen oder anderen Tag nicht aus dem Bett komme. Ist jetzt aber eher physisch begründet, also keine Sorge, ich bin kein Fall für den Psychologen. Da gehe ich erst im Januar wieder hin.

Und zu guter Letzt habe ich ein Geheimnis. Ich würde es nur zu gerne erzählen, doch würde das einiges aktuell einfach noch sehr viel komplizierter als ohnehin machen. Aber dafür ist es ja ein Geheimnis, nicht wahr?

Ich hoffe, ihr vermisst mich nicht zu sehr. Dass es jetzt keinen Adventskalender gab ist schade (und wurde auch schon angemerkt), aber vielleicht können wir uns ja nächstes Jahr wieder zusammen finden? Oder wir erschaffen einen Osterkalender. Sind ja innovativ, gell.

Liebste Grüβe nach wo immer ihr auch lest,

lasst es euch gut gehen und bis bald!

Eure nickel

Trump und ein bisschen Sonnenschein

„Was glaubst Du eigentlich, wer die Wahl in den USA gewinnen wird?“

„Definitiv Hillary, davon bin ich fest überzeugt.“

„Also wenn Du Dir da mal nicht zu sicher bist. Ich glaube, Trumps Gewinnchancen werden allgemein stark unterschätzt.“

„Ach was, der müsste ja sämtliche Swing-Staaten für sich gewinnen und das ist so wahrscheinlich, wie dass es morgen in Jena schneit oder Thügida ihren Reichskristallnacht-Fackelmarsch wegen Gewissensbissen absagt.“

 

Na, immerhin gab’s keinen Schnee.

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Und nach George W. Bush dachten alle, schlimmer könne es nicht mehr kommen.

Tip: Basilikumsamen als Getränkzugabe

Eine einfache Anleitung für das nächste Kultgetränk

Es mag verrückt und ungewöhnlich klingen, aber es ist etwas, das ich in einem kleinen Shop in England gefunden und lieben gelernt habe. In eben jenem standen kleine bauchige Fläschchen mit ungewöhnlich aussehendem Inhalt. Das Etikett sagte „Basil Seed Drink”, Basilikumsamengetränk.

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Da ich von Natur aus ein sehr neugieriges und visuell beeinflussbares Wesen bin, wollte ich diesem kleinen merkwürdigen Etwas eine Chance geben und siehe da: ich war positiv überrascht.

Nun ist es etwas teuer und glasmüllproduzierend, sich diese kleinen Schätze en masse zu kaufen (und irgendwie muss ich ja auch meinen ohnehin schon schweren Koffer wieder nach Deutschland bugsieren) und so durchforstete ich das Internet nach einem Rezept.

Die gute Nachricht: es ist sehr einfach, dieses Getränk selber herzustellen. Die schlechte Nachricht: es macht leider süchtig. Aber als seit wenigen Wochen rauchfreier Mensch kann ich ruhig ein Laster haben, nicht wahr?

Hier die Details:

Man braucht dazu

  • 1/3 Tasse Zucker*
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 TL Honig
  • 4 TL Basilikumsamen
  • wahlweise Saft, frisch gepresst oder aus dem Laden ODER kalter Tee

Zuerst wird das Wasser erhitzt, um dann den Zucker und Honig hineinzugeben und aufzulösen. Anschliessend fügt man die Basilikumsamen hinzu und lässt sie für zwei bis drei Minuten köcheln.

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Nun lässt man die Masse abkühlen (die zugegebenermaßen an Froscheier erinnert) und mischt sie schließlich mit einem Saft der Wahl oder Tee. Je nachdem wie süß der Saft ist und wie süß man das Getränk gern mag, kann mehr oder weniger Zucker verwandt werden.

Das Getränk stammt ursprünglich aus Thailand. Nach thailändischer Tradition ist es gut für eine natürliche Verdauung und soll gar beim Abnehmen helfen. Mit Blick auf den Zuckergehalt wage ich dies jedoch zu bezweifeln.

Doch es schmeckt und ist sicher ein Hingucker auf der nächsten Party. Halloween steht vor der Tür, da könnte ich es mir super als kleines Gimmick vorstellen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!


*Nach eigener Testung muss ich sagen, dass diese Mischung doch schon sehr süß ist. Ich empfehle daher bei Verwendung von Saft als Beimischung, die Zuckermenge auf 2-3 EL zu reduzieren.

Hello from the other side

Eine kurze Wortmeldung aus dem Süden Englands

Okay, keine weit entfernte andere Seite, nur die andere Seite der Nordsee. Ja ganz recht, ich verweile im United Kingdom, genauer gesagt England und ganz genau genommen bin ich gerade in Reading (sprich: Redding) und dachte, ich sollte mal wieder von mir hören lassen. Ist ja nun auch schon eine ganze Weile her seit dem letzten Beitrag.

Wie geht es euch? Was macht das Leben?

Ich selbst kann mich nicht beklagen. Meine Noten sind gut, das Unileben ist hart, macht aber dennoch Spaß. Es hat mich jedoch zugegebenermaßen an den Rand meiner Leistungskraft gebracht, als ich während des Semesters und unzähliger Vor- und Nachbereitungen noch Hausarbeiten schreiben musste. Doch -und deswegen beschwere ich mich nicht- das war meine eigene Schuld, hatte ich jene Arbeiten doch so weit hinaus geschoben, dass ich sie schlichtweg nicht zum Erstabgabetermin einreichen konnte.

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See in Reading nahe der Uni

Das nächste Semester wird sicherlich härter, schließlich habe ich dann nicht nur eine Hausarbeit neben dem Semester, sondern auch die Arbeit als Fachschaftsrätin. Aber was soll’s; ich denke, solange es Spaß macht und nicht Überhand nimmt, sodass meine Noten darunter leiden, ist es schon okay, wenn ich ein bisschen im Stress. Meine Noten und Vor- und Beiträge haben sowohl meine Dozenten als auch -und das ist viel schwieriger- mich selbst zufrieden gestellt.

Und das ist genau der Grund, weshalb ich mir eine mehrwöchige Auszeit gegönnt habe. Da ich eine Handvoll Engländer kennengelernt habe, ist es mir möglich, sogar einen ganzen Monat hier zu bleiben, ohne meine theoretischen und nichtexistenten Ersparnisse aufzubrauchen. Ich halte mich im Süden des Landes auf; meine Stationen waren bisher Poole, London und nun Reading, ein Besuch in Winchester ist außerdem geplant sowie eine zweite Tour nach London.

Eine Weile ist mir noch vergönnt, bis ich mich auf den Nachhauseweg begebe und direkt mit dem nächsten Semester starte.

Wie war euer Sommer? Was habt ihr erlebt?

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Blick vom Turm der Westminster Cathedral auf London