Trump und ein bisschen Sonnenschein

„Was glaubst Du eigentlich, wer die Wahl in den USA gewinnen wird?“

„Definitiv Hillary, davon bin ich fest überzeugt.“

„Also wenn Du Dir da mal nicht zu sicher bist. Ich glaube, Trumps Gewinnchancen werden allgemein stark unterschätzt.“

„Ach was, der müsste ja sämtliche Swing-Staaten für sich gewinnen und das ist so wahrscheinlich, wie dass es morgen in Jena schneit oder Thügida ihren Reichskristallnacht-Fackelmarsch wegen Gewissensbissen absagt.“

 

Na, immerhin gab’s keinen Schnee.

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Und nach George W. Bush dachten alle, schlimmer könne es nicht mehr kommen.

Tip: Basilikumsamen als Getränkzugabe

Eine einfache Anleitung für das nächste Kultgetränk

Es mag verrückt und ungewöhnlich klingen, aber es ist etwas, das ich in einem kleinen Shop in England gefunden und lieben gelernt habe. In eben jenem standen kleine bauchige Fläschchen mit ungewöhnlich aussehendem Inhalt. Das Etikett sagte „Basil Seed Drink”, Basilikumsamengetränk.

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Da ich von Natur aus ein sehr neugieriges und visuell beeinflussbares Wesen bin, wollte ich diesem kleinen merkwürdigen Etwas eine Chance geben und siehe da: ich war positiv überrascht.

Nun ist es etwas teuer und glasmüllproduzierend, sich diese kleinen Schätze en masse zu kaufen (und irgendwie muss ich ja auch meinen ohnehin schon schweren Koffer wieder nach Deutschland bugsieren) und so durchforstete ich das Internet nach einem Rezept.

Die gute Nachricht: es ist sehr einfach, dieses Getränk selber herzustellen. Die schlechte Nachricht: es macht leider süchtig. Aber als seit wenigen Wochen rauchfreier Mensch kann ich ruhig ein Laster haben, nicht wahr?

Hier die Details:

Man braucht dazu

  • 1/3 Tasse Zucker*
  • 2 Tassen Wasser
  • 1 TL Honig
  • 4 TL Basilikumsamen
  • wahlweise Saft, frisch gepresst oder aus dem Laden ODER kalter Tee

Zuerst wird das Wasser erhitzt, um dann den Zucker und Honig hineinzugeben und aufzulösen. Anschliessend fügt man die Basilikumsamen hinzu und lässt sie für zwei bis drei Minuten köcheln.

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Nun lässt man die Masse abkühlen (die zugegebenermaßen an Froscheier erinnert) und mischt sie schließlich mit einem Saft der Wahl oder Tee. Je nachdem wie süß der Saft ist und wie süß man das Getränk gern mag, kann mehr oder weniger Zucker verwandt werden.

Das Getränk stammt ursprünglich aus Thailand. Nach thailändischer Tradition ist es gut für eine natürliche Verdauung und soll gar beim Abnehmen helfen. Mit Blick auf den Zuckergehalt wage ich dies jedoch zu bezweifeln.

Doch es schmeckt und ist sicher ein Hingucker auf der nächsten Party. Halloween steht vor der Tür, da könnte ich es mir super als kleines Gimmick vorstellen. Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Viel Spaß beim Ausprobieren!


*Nach eigener Testung muss ich sagen, dass diese Mischung doch schon sehr süß ist. Ich empfehle daher bei Verwendung von Saft als Beimischung, die Zuckermenge auf 2-3 EL zu reduzieren.

Hello from the other side

Eine kurze Wortmeldung aus dem Süden Englands

Okay, keine weit entfernte andere Seite, nur die andere Seite der Nordsee. Ja ganz recht, ich verweile im United Kingdom, genauer gesagt England und ganz genau genommen bin ich gerade in Reading (sprich: Redding) und dachte, ich sollte mal wieder von mir hören lassen. Ist ja nun auch schon eine ganze Weile her seit dem letzten Beitrag.

Wie geht es euch? Was macht das Leben?

Ich selbst kann mich nicht beklagen. Meine Noten sind gut, das Unileben ist hart, macht aber dennoch Spaß. Es hat mich jedoch zugegebenermaßen an den Rand meiner Leistungskraft gebracht, als ich während des Semesters und unzähliger Vor- und Nachbereitungen noch Hausarbeiten schreiben musste. Doch -und deswegen beschwere ich mich nicht- das war meine eigene Schuld, hatte ich jene Arbeiten doch so weit hinaus geschoben, dass ich sie schlichtweg nicht zum Erstabgabetermin einreichen konnte.

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See in Reading nahe der Uni

Das nächste Semester wird sicherlich härter, schließlich habe ich dann nicht nur eine Hausarbeit neben dem Semester, sondern auch die Arbeit als Fachschaftsrätin. Aber was soll’s; ich denke, solange es Spaß macht und nicht Überhand nimmt, sodass meine Noten darunter leiden, ist es schon okay, wenn ich ein bisschen im Stress. Meine Noten und Vor- und Beiträge haben sowohl meine Dozenten als auch -und das ist viel schwieriger- mich selbst zufrieden gestellt.

Und das ist genau der Grund, weshalb ich mir eine mehrwöchige Auszeit gegönnt habe. Da ich eine Handvoll Engländer kennengelernt habe, ist es mir möglich, sogar einen ganzen Monat hier zu bleiben, ohne meine theoretischen und nichtexistenten Ersparnisse aufzubrauchen. Ich halte mich im Süden des Landes auf; meine Stationen waren bisher Poole, London und nun Reading, ein Besuch in Winchester ist außerdem geplant sowie eine zweite Tour nach London.

Eine Weile ist mir noch vergönnt, bis ich mich auf den Nachhauseweg begebe und direkt mit dem nächsten Semester starte.

Wie war euer Sommer? Was habt ihr erlebt?

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Blick vom Turm der Westminster Cathedral auf London

She’s alive!

Mensch, wie sieht’s denn hier aus? Alles verstaubt und voller Spinnweben!

Tut mir leid, dass ich mich so lange nicht habe blicken lassen. Aber das Leben, ihr wisst, wie es manchmal sein kann, nicht wahr? Das Studium hat mich im Würgegriff und nebenbei warten unzählige Abenteuer auf mich; vor allem sind es aber Pflichten, die mich in Beschäftigung halten.

Vermutlich wird es in nächster Zeit auch eher schlimmer als besser; ich habe so viel um die Ohren, dass ich wichtige private Dinge einfach vergesse. Oder ich denke dran, komme aber einfach nicht dazu, mich darum zu kümmern. Shame on me!

Wie dem auch sei: mir geht’s gut. Bis auf ein bisschen Schlafmangel und viel Stress gibt es nichts Anormales. Nein, es läuft sogar ausgezeichnet; gute Nachrichten haben mich erreicht; Offenbarungen meine Zukunft betreffend – nah wie fern. Doch darüber berichte ich, wenn die Zeit reif ist.

Bis dahin wünsche ich euch tolle Erlebnisse, schöne Tage und Nächte, viel Erfolg bei euren Vorhaben und viel Liebe in allen Dingen. ♥

Bis bald!

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Random Facts #114

1 Human Terrain System war eine Militäroperation der USA, die von 2007 bis 2014 im Irak und in Afghanistan stattfand. Es markierte einen Wechsel von Waffengewalt zu Netzwerken: Anthropologen wurden in verschiedene Dörfer geschickt, um die Verbindungen der Bewohner zu erforschen, um so die sozialen Netzwerke der Gemeinden auszumachen, sodass das Militär gezielt „Knotenpunkte entfernen“, also Menschen töten kann, um besser an Ziele wie damals Osama Bin Laden zu gelangen.

2 Bamboo Harvester war das darstellende Pferd der Serie Mr. Ed. Er starb 1968, was von der Öffentlichkeit nicht bemerkt wurde. Stattdessen wurde ein anderes Pferd als Mr. Ed 1978 beerdigt. 1990 wurde ihm zu Ehren ein Grabstein an seinem Sterbeort aufgestellt. Dieses zeigt das falsche Todesdatum 1979. mister_ed

3 Janina Altmann ist eine 1931 geborene polnisch-israelische Chemikerin und Holocaust-Überlebende. Sie wurde im Zwangsarbeitslager Janowska inhaftiert und konnte 1943 fliehen. Sie wurde in Krakau von verschiedenen Familien versteckt. Michał Borwicz, der ihre Flucht aus dem Lager ermöglicht hatte, überzeugte sie, ihre Erlebnisse aufzuschreiben, die sie 1946 veröffentlichen konnte. Mit den Augen einer Zwölfjährigen setzt an, wo Anne Franks Tagebuch aufhört, nämlich „als es kein Verbergen mehr gibt und das Kind schutzlos den Gefahren und den schrecklichen Erlebnissen im Lager ausgesetzt ist.“ (F.Krause) janina_altman

4 König Kyros II gilt als erster Herrscher, der ein Menschenrechtsdekret bestimmte. 539 v.Chr. soll er bestimmt haben, dass alle Sklaven befreit werden, jeder Mensch seine Religion frei wählen dürfe und es keinen Rassenunterschied gebe.

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5 Die Kinder aus Charlie und die Schokoladenfabrik repräsentieren die sieben Todsünden.

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6 Der wahrscheinlich älteste Streetartist der Welt ist Grace Brett. Die 104-jährige häkelte ganze Gegenden in Schottland ein. “I liked seeing my work showing with everyone else and thought the town looked lovely.”

7 Der längste Satz in einem Buch besteht aus 823 Wörtern, geschrieben von Victor Hugo im Roman „Les Miserables“. ebcosette