Chronische Unlust

Eigentlich sollte an dieser Stelle jetzt mein dritter Teil zu meiner Hausarbeit stehen. Nämlich über Lotto. Ich hab gestern sogar schon damit angefangen. Heute wollte ich eigentlich (I love this word) weiter machen und dit Ding veröffentlichen.

Aber weißte was? Ich hab keine Lust. JA, ich gebe es offen zu. Wer kennt ihn nicht, diesen erfrischenden Elan am Anfang des Semesters (meinetwegen auch am Anfang des Schuljahres oder für Berufstätige die Version: nach einem wohlverdienten Urlaub), der einen schwören und sich fest vornehmen lässt, dass man sich diesmal mehr Mühe gibt, alles besser wird, nix mehr verschoben wird, dass man fleißig und lernwillig und überhaupt perfekt sein will? Er packt mich jedes Mal wieder und ich falle jedes Mal wieder darauf rein. So rase und mache und tue ich, bereite vor, bin vorbildlich, staune über mich selbst und über meinen neuen Fleiß.

Doch dann: BADÖMM! Wie ein Donnerschlag kommt die große Unlust, die einen einhüllt, ans Bett oder Sofa fesselt und den Blick von bedeutungsschweren Sachtexten zu sinnlosen Fernsehsendungen, bunten Zeitschriften, lustigen Internetseiten und (anti)Social Networks lenkt.

Verdammt noch eins! Aber was habe ich gelernt? Man soll nicht nur durchpowern, sich auch mal Pausen gönnen und wenn man mal ne längere Pause braucht, dann ist das auch okay. Schließlich ist dunkler, kalter Winter und eigentlich müsste ich circa 12 Stunden am Tag schlafen, schließlich bin ich ein Naturwesen, das nur im echten Sonnenlicht lebenstauglich ist!

Und so schnappe ich mir Süßkram, glotze hohlköpfig auf den Fernseh- oder Computermonitor und lasse mich seicht berieseln und nehme zwischenzeitlich 3 bis 5 Kilo zu, über die ich spätestens im Januar wieder jammere.

Zum Glück ist das Jahr ja bald rum, dann kann ich mich wieder neu selbst belügen mit guten Vorsätzen, die nie ein Mensch einhält und Plänen, auf die ich bald auch keine Lust mehr haben werde.

In diesem Sinne: bis die Tage, ich bin dann mal faul.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

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