Zwangspause

Manchmal muss es einfach sein. Manchmal muss man einfach mal abschalten, die Arbeit ruhen lassen und den Kopf frei bekommen. Das habe ich in den letzten Tagen sehr gemerkt.

Der Knoten im Kopf wurde immer größer, ich wurde immer unkonzentrierter und die Texte aus meiner Feder hatten keinen Reiz und keinen Charme mehr. Und nachdem ich 2 Nächte so gut wie gar nicht und auch noch sehr schlecht geschlafen habe, wurde mir klar, dass ich einen Gang runter schalten muss.

Ich wollte meine Hausarbeit und mein Essay bis Donnerstag fertig haben und abgeben. Ich wollte es perfekt machen, mit dem Esprit, den meine Hausarbeiten haben und den Eigenheiten, die ich ihnen gebe, wie man mir einst sagte. Ein Dozent sagte einmal, ich würde die Dinge anders angehen und gut, dachte ich mir, dann ist das halt so. Anders fetzt.

Und weil ich verdammt nochmal Perfektionistin bin, ist der Druck, den ich mir selbst mache und den ich auch brauche, ohnehin hoch. Aber dass er so durch die Decke schießen würde, hätte ich nicht gedacht. Die Zeit ist einfach zu kurz.

Also habe ich mir heute einen Tag Zwangspause auferlegt, während der ich nicht über mein Thema nachdenke (das ist echt schwer) und ohne schlechtes Gewissen einfach mal rumhänge, schöne Bücher lese und tolle Serien schaue. Und es wirkt. Mein Kopf ist wieder leichter, mein Blick offener und die Konzentration kehrt zurück.

Also schreibe ich morgen frisch und mit neuer Energie weiter, kümmere mich nicht um meine persönliche Deadline und gebe die Texte eben nach Ostern ab. Was solls. Schließlich habe ich ja auch noch ein Leben.

P1020458

Advertisements

Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

6 Kommentare zu „Zwangspause“

  1. Ach ich sehe, du hast dir schon eine Pause gegönnt. Sehr gut! Mir hilft es ab und an, eine dreiviertel Stunde zu schreiben und dann eine Viertelstunde etwas völlig anderes zu tun, das mir total Spaß macht. Oft ist es, an einem Bild weiterzumalen. Irgendwie wird da ein anderes Gehirnareal gebraucht, und das andere entspannt sich. Pausen sind auch sowieso wichtig für die Gehirnzellen, das Gelesene und Geschriebene muss erstmal „verdaut“ werden, und oft ergeben sich dann andere Ideen oder Blickwinkel. Viel Schwung für morgen wünsche ich dir! Morgen vormittag werde ich auch an einem trockenen Kapitel nagen. Und die Dinge anders oder besser individuell machen – das kenne ich auch. Liebe Grüße, Mara.

    Gefällt mir

    1. Oh, wenn ich öfter Pausen mache, geht die ganze Konzentration flöten. Wenn ich richtig im Flow bin, kann ich auch mal 3 oder 4 Stunden durchschreiben, aber das geht dann auch echt an die Grenzen. Weiß gar nicht, wie ich das im Abi in Deutsch und Englisch gemacht habe, da musste man ja auch seine 6 Stunden rumbringen.

      Aber stimmt, in den Pausen was völlig anderes zu machen ist ne gute Idee. Malen und schneidern und so werde ich definitiv auch in meiner einen freien Woche machen. Eine Woche. Heul. Andere haben mehr.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s