Blogparade Küchenkräuter

Keine Angst, das mutiert jetzt hier nicht zu einem reinen Photoblog, es passt nur derzeit so gut. (Wehe es meckert einer darüber! Aber dann is hier Rimini, sag ich!)

Durch einen Artikel von Mama Mia bin ich auf die Küchenparade im Küchen Atlas Blog aufmerksam geworden und wollte sehr gerne einmal mitmachen.

Blogparade: KüchenkräuterEs gab auch ein paar Anregungen, die ich gerne aufgreifen möchte:

  • Zieht ihr Kräuter selbst oder kauft ihr sie „fertig“ gewachsen ein? Wenn ihr sie kauft: Als Bund oder im Topf?
  • Wo und wie baut ihr sie an, wenn ihr das tut?
  • Wie bewahrt ihr gekaufte Kräuter auf, wenn ihr sie nicht frisch erntet?
  • Habt ihr spezielles Küchengerät für die Verarbeitung?
  • Welches ist euer Lieblingskraut?
  • Und vielleicht habt ihr sogar ein spezielles Kräuterrezept, welches ihr uns verraten wollt?

Nun versuche ich mich einmal an den Fragen. Los geht’s!

Selbst ziehen oder kaufen?
Ich ziehe die Kräuter selbst. Das macht Spaß und gibt das gute Gefühl,
selbst etwas erschaffen zu haben. Ich weiß dann auch einfach, woher die Kräuter kommen, dass sie düngerfrei und ungespritzt etc. sind. Es gab aber auch schon den Fall, dass ich nach einem eingegangenen Kräuterbusch loszog, um meine gute Laune zu retten und dann doch zu gekauften Kräutern zurückgegriffen habe. Dann aber im Topf, da habe ich einfach mehr von. Im Winter gibt es dann getrocknete Kräuter aus dem Laden, falls meine eingefrorenen Vorräte nicht ganz reichen. Bestimmte Kräuter kaufe ich aber generell immer, da ich mich (noch) nicht an den eigenen Anbau gewagt habe; dazu zählt zum Beispiel Lorbeer. Übrigens geht auch Tausch: So habe ich etwa meiner Mutter ein Erdbeerpflänzchen mitgebracht und dafür frische Schnittlauchpflänzchen aus dem Garten bekommen.

Blühender Schnittlauch. Die Blüten sind auch essbar!
Blühender Schnittlauch. Die Blüten sind auch essbar!

Wo und wie anbauen?
Zunächst ist die Qualität des Saatguts entscheidend. Gutes Saatgut kriegt man nicht im Discounter oder Billigladen. Auch in Gartenmärkten muss man sich Zeit nehmen, um die Samen unter die Lupe zu nehmen. Wichtig ist zum Beispiel, keine F1-Hybride zu kaufen, da diese steril sind. Die richtige Marke findet man nach ein paar Mal ausprobieren. Es gibt aber auch ganz tolle Bio-Samenhändler im Internet, einfach mal googlen. (Ich empfehle Dreschflegel, da es dort auch alte, vergessene Sorten gibt, die durchaus sehr reizvoll sind und ich von der Qualität überzeugt bin.)
Im Frühjahr werden geeignete Kräuter vorgezogen und zwar auf der Fensterbank. Nach den Eisheiligen kommen die Töpfe auf den Balkon. Was nicht vorgezogen werden muss, kommt direkt in Töpfe oder Kästen. Da unser Balkon von Insekten gern besucht wird, muss ich mir auch keine Sorgen um die Bestäubung machen. So kann ich mit etwas Glück Kräutersamen für später sammeln.
Ich säe jedes Jahr neu an und ernte im Herbst die Reste, falls es noch welche gibt.

Dill, ja Dill, soviel man will!
Dill, ja Dill, soviel man will!

Aufbewahrung der schon geernteten Kräuter
In aller Regel ernte ich während des Kochens frische Kräuter, weil sie dann einfach aromatischer sind. (Und so ein bisschen Kräuterernte im Kochprozess hat etwas unglaublich Sinnliches.) Wird es aber beispielsweise kälter und die Kräuter wollen nicht mehr so richtig und ich muss abernten, dann hacke ich sie klein und friere sie ein. Nur Chilis werden getrocknet und dann gehackt, um Samen zu entnehmen und sie kochfertig zu machen.

Spezielles Küchengerät für Kräuter
Ich besitze nichts, was man so bezeichnen könnte. Gehackt werden Kräuter mit einem einfachen Messer; was noch besser geht ist meine Küchenschere, die ich nur für Lebensmittel verwende. Damit kann man Kräuter einfah ruckzuck in den Kochtopf schnibbeln.

Einfach mal die Kresse halten.
Einfach mal die Kresse halten.

Mein Lieblingskraut
Ich habe kein Lieblingskraut, denn ich mag Kräuter generell sehr gerne und verwende sie sehr oft. Meiner Meinung nach lebt und fällt ein gutes Essen von Kräutern und Gewürzen; ganz ohne ist für mich einfach kein Kochen, sondern Erwärmen. Ich verwende gerne Dill, Petersilie, Schnittlauch, Basilikum, Thymian, Rosmarin, Zitronenmelisse… Quasi ein Sammelsurium aus „traditionellen“ und mediteranen Kräutern. Je mehr Auswahl, desto besser!

Petersilie
Petersilie

Ein spezielles Kräuterrezept: Gedünsteter Dill-Lachs
Einfach aber genial. Alles was man braucht ist ein Lachsfilet (frisch von der Fischtheke) und frischen Dill, dazu ein paar Tropfen Olivenöl. Der Lachs wird auf ein Backblech mit Backpapier gelegt. Nun zieht man eine ganz feine Spur Öl über den Fisch, hauchdünn, bloß nicht zu viel! Danach gibt man eine Prise Salz darüber und bedeckt den Lachs mit ein paar Zweigen Dill. Bei 180°C wird er nun 10 bis 15 Minuten im Ofen gelassen, bis er gar ist. Und dann ist er auch schon fertig. Dazu empfehle ich Wildreis.
Wer gerne Sauce dazu mag, der wird diese hier lieben: Man braucht etwa 500g Tomaten und eine halbe Zwiebel. Die Zwiebel wird kleingehackt und angebraten, die Tomaten kommen dann gestückelt hinzu. Salzen, eventuell Petersilie dazu geben und bei geschlossenem Deckel köcheln lassen, bis die Tomaten zerfallen sind. Zwischendurch muss man immer wieder umrühren, damit die Tomaten nicht anbrennen. Nun wird die entstandene Sauce mit einem Teelöffel Zitronensaft und einer Prise Zucker abgeschmeckt. Nicht mehr und nicht weniger. Diese Sauce schmeckt wirklich sehr gut zum Dill-Lachs. Und es ist alles so einfach!

Das dynamische Trio, das zu fast allem passt.
Das dynamische Trio, das zu fast allem passt.

Was habe ich dieses Jahr angebaut?
Bisher fühlen sich 2 Töpfe Petersilie, 2 Töpfe Kresse, ein Topf Dill und ein Topf Schnittlauch sehr wohl. Da sich der Winter so hingezogen hat, bin ich dieses Jahr etwas spät dran. Ausgesät sind jetzt noch Basilikum, Thymian, Bohnenkraut und Zitronenbasilikum.

So schön war der Basilikum letztes Jahr.
So schön war der Basilikum letztes Jahr.

Ich hoffe mein Beitrag hat euch gefallen. Und nun setze ich mich auf den Balkon, genieße die Sonne und den Duft meiner Kräuter 😉

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

7 Kommentare zu „Blogparade Küchenkräuter“

  1. Bei euch scheint noch die Sonne? Wie gemein, hier ist grad ein Gewitter vorbeigezogen. Die Photos find ich wieder sehr gelungen! Bei mir will dieses Jahr einfach nix wachsen oder blühen, außer meinen Orchideen.

    Liebe Grüße,
    N.

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    1. Dankesehr. Warte, ich schieb dir ein bisschen Sonne vorbei. 😉
      Siehst du, meine Orchideen denken gar nicht erst ans Blühen. Lass und zusammentun und einen Mittelweg finden, dann sind wir beide zufrieden 😀

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  2. Jup ich liebe Kräuter aber so schöne Bilder wie Deine bekomme ich in diesem Jahr hin, bis auf gestern (die Sonne zeigte sich, ich gleich in meinen Pachtgarten) haben wir hier nur alles grau in grau, düster und sehr nass, heute regnet es seit ich um 6:30 die Augen aufgemacht habe, l G Regina

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    1. Jupp, die heute doch wieder fehlende Sonne macht mich jetzt irgendwie doch ein wenig grummelig. Da war es gestern so schön und heute das. Na immerhin konnte ich diesen einen sonnigen Tag nutzen, um Photos zu schießen 😀
      Ich male mir einfach eine Sonne mit Window Colors. Püh.

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    1. Zum Glück gibts das Problem im 7. Stock nicht. 😀
      Meine Mutter hat darüber aber auch shcon geschimpft. Allerdings sind es da die eigenen Katzen… Riecht halt auch so gut!

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