Im Auftrag des Herrn

Nee, nicht Gott. Sondern Capt’n K. Er hat ein Stöckchen in die Runde geworfen (mir dabei einen bekloppten 90er- Ohrwurm verpasst) und alle, die bis zum Schluss lesen, dazu verdonnert aufgefordert, es aufzunehmen. Und da ich natürlich mal wieder zu neugierig war und bis zum Schluss gelesen habe, bin ich dran.

Vorab: Nein, echt jetzt, das wird kein Stöckchen- und Fotoblog. Es bot sich bloß an. Ich wollte doch gar nicht…ich schwör! Dafür gelobe ich nun feierlich, dass ich diesen Monat keinen weiteren Stock mehr aufnehmen werde. Vielleicht. Ähem.

1. Fast die gesamte Menschheit ist aufgrund einer mysteriösen Seuche ausgelöscht. Sie und Ihr nächster Verwandter sind womöglich die einzigen Überlebenden, Sie hören jedoch noch von einer eventuellen letzten menschlichen Kolonie 6000 km entfernt. Was werden Sie  tun?

Erstmal heulen. Dann überlegen, wie ich zu meiner Mutter gelange (nächste Verwandte), die immerhin 130km entfernt wohnt, wenn keine Bahn fährt. Dann würde mir einfallen, dass es wohl okay sein dürfte, ein Auto zu klauen. Danach würden wir nochmal zusammen heulen, weil wir wenigstens uns noch hätten. Und dann würden wir abwägen: Allein versorgen, Essen anbauen und sowas? Oder doch wagen, selbst infiziert zu werden, um andere Menschen zu finden?

2. Denken Sie zurück an den letzten Streit mit Ihrem Partner. Um was ging es und wer hat „angefangen“?

Äh. Öh. Also wir zicken uns zwar gelegentlich an, aber so richtig streiten, das kommt echt selten vor. Vermutlich ging es beim letzten Streit um irgend etwas Banales, das können wir gut. Also um Banalitäten streiten. Und vermutlich habe ich angefangen, denn ich diskutiere Dinge gern aus, um sie aus der Welt zu schaffen, während der Liebste eher versucht, sie auszusitzen. 😉

3. Wieviele Stunden schlafen Sie durchschnittlich pro Nacht und haben Sie das Gefühl, es ist zu wenig oder zu viel?

Durchschnittlich so ca. 6 Stunden, aber ich wache oft zwischendurch auf. Deswegen habe ich auch das Gefühl, dass es zu wenig ist. Und das ist vermutlich auch der Grund, warum ich ab und an dann mal 10 Stunden durchschlafe.

4. Wie viele Sinne hat der Mensch?

Neben den üblichen 5 würde ich mindestens noch denn Sinn für die Wahrnehmung von Emotionen anderer (also Empathie) und den „Sinn“ für Ahnungen anführen. Manch einer weiß einfach oft schon viel eher als alle anderen, wie etwas ausgehen wird, was geschehen wird etc. Und ich denke schon, dass das eine Art Sinn ist.

5. Tragen Sie ein Foto Ihres Lebensgefährten / Ihrer Lebensgefährtin bei sich? (Nicht auf dem Handy.)

Also wenn Handy nicht zählt, dann nein. Aber ich habe sein Bild auf meinem Schreibtisch. Da bin ich ja eh meistens.

6. Welche Gegenstände aus Ihrem Zuhause würden Sie sofort auf den Müll werfen, wenn Ihr Partner / Ihre Partnerin nicht wäre?

Den Fernseher. Guter alter Röhrenfernseher, hat seinen Charme und so. Mag das olle Ding ja auch. Schwärzestes Schwarz etc. Aber er hat diesen ekelhaften Piepton, ist außerdem relativ klein (für heutige Verhältnisse) und verbraucht viel Strom.

7. Waren Sie schon einmal ernsthaft in Versuchung, Ihren Partner / Ihrer Partnerin zu „betrügen“ (Sex mit Anderen) und haben es dann NICHT gemacht? Und wenn, warum nicht?

Nein, für sowas habe ich ein viel zu großes Gewissen. Sowas wäre für mich ein Beziehungsaus und die Beziehung ist mir dafür echt zu wertvoll.
Ich bin außerdem ein ekelhaft moralischer Mensch. Nervt mich selber manchmal.

8. Wenn Sie verheiratet / in fester Beziehung sind: Wie schlafen Sie nachts / schlafen Sie ein? „Löffelchen“, „Hintern an Hintern“, möglichst ohne Körperkontakt,…?

Ohne Körperkontakt, bitte! Fand ich es am Anfang doch wundervoll, aneinander gekuschelt einzuschlafen, so finde ich es heute unbequem, viel zu warm (bäh, Wärme im Schlafzimmer, ihgitt!) und nervig.

9. Befindet sich etwas sehr Altes in Ihrem Besitz? Wenn ja, was und warum und wie alt ist es?

Der Freund hähähähä.
Der älteste Gegenstand dürfte ein Buch sein.
Ich habe nachgesehen, es ist das Buch „Deutsche Literaturgeschichte“ von Dr. Karl Storck. Es ist von 1908 und hat einen schönen Leineneinband. Ich habe es mal auf einem Flohmarkt gekauft. Als Bibliophil steht man halt drauf. 😉

10. Wie lange kommen Sie mit 100 Euro im Geldbeutel aus?

Den würde ich vermutlich ewig mit mir herumtragen aus Angst, dass ganz unerwartet ein guter Zweck dafür eintreten könnte, öfter mit dem Gedanken spielen, ihn auszugeben und es dann doch nicht tun und irgendwann einen Leichtsinnsanfall bekommen und ihn für irgend welchen Schund ausgeben. Und dann würde ich mich noch monatelang darüber ärgern, ihn nicht aufs Sparbuch gepackt zu haben, obwohl ich das doch eigentlich vorhatte.

11. Angenommen, Sie sehen „da hinten“ den Typ im schwarzen Hemd und sind sich zu 83,7 % sicher, das ist Capt’n K., würden Sie ihn ansprechen? Wenn ja, was sagen Sie?

Kommt drauf an, wie ich drauf bin. Auch wenn man es mir nicht glaubt und alle immer lachen, wenn ich sage, dass ich schüchtern bin, so fällt es mir manchmal unglaublich schwer, Menschen anzusprechen. Wenn ich aber einen guten Tag habe, würde ich auf die gute alte Nickelmasche anspaziert kommen, große Rehäuglein machen, mein freundlichstes Lächeln aufsetzen (scheiße, ich bin so freundlich!) und ganz höflich fragen „Entschuldigung, wenn ich Sie so überfalle, aber sind Sie nicht der Capt’n?“

Puh, schon rum? Das waren mal ganz andere Fragen und sehr interessante.

Statt nun noch einmal 11 Dinge über mich zu erzählen, gebe ich euch lieber ein paar Random Facts:

  1. 1934 wurde ein Gesetz in GB erlassen, das besagt, falls es das Monster von Loch Ness tatsächlich geben sollte, es dann unter Naturschutz stünde.
  2. Der 100jährige Krieg dauerte 116 Jahre.
  3. Bekassine, Mauswiesel, Schlingnatter, Forelle, Sumpfwiesenperlmuttfalter, gebänderte Flussköcherfliege, Speer-Azurjungfer, Höhlenpilzmücke, Leineschaf, Europäische Auster, Gemeine Tapezierspinne und die Zweifarbige Schneckenhaus-Mauerbiene sind alle Tiere des Jahres 2013.
  4. Leonardo da Vinci war der erste, der herausfand, dass die Ringe im Baumstamm für das Alter des Baumes stehen.
  5. Der Dosenöffner wurde erst 45 Jahre nach Erfindung der Konservendose erfunden.
  6. Die Band Duran Duran hat ihren Namen von einem Astronauten aus dem Jane Fonda Film “Barbarella” aus dem Jahr 1968.
  7. Tony Blair machte seiner Frau einen Heiratsantrag als diese gerade die Toilette und das Bad putzte. Alter Romantiker!
  8. Vermieten heißt auf niederländisch ‚verhuren‘.
  9. Wenn man bei Microsoft Word „=rand()“ eingibt und dann auf Enter drückt, erscheint ein vorgefertigter Text.
  10. Deutschland hat den zweitgrößten Pro-Kopf-Verbrauch an Bier mit 107 Litern pro Person pro Jahr. Nur die Tschechen bechern mehr.
    Immerhin haben wir 1300 Brauereien in Deutschland, die etwa 5000 verschiedene Biersorten herstellen.
  11. Ungefähr 1/4 der US-Amerikaner hat deutsche Vorfahren.

11 Fragen denke ich mir vielleicht später aus. Ansonsten fordere ich euch auf: Hol das Stöckchen! Ja Feini!

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

3 Kommentare zu „Im Auftrag des Herrn“

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