(B)Rennen

Ich brenne, brenne immerzu,

Doch bald bin ich ausgebrannt.

Ich renne, renne immer weiter,

Doch da vorn‘ schon hab‘ ich mich verrannt.

 

Ich kämpfe, kämpfe, kämpfe,

Immer nur gegen mich.

Doch dann ist da diese Frage:

Warum kämpf‘ ich eigentlich?

 

Ist es ein einsames Spiel?

Ein Hauch einer Chance?

Sünde ohne Reue,

Oder pure Nonchalance?

Wenn ich denke, warum bin ich?

Warum bin ich, wie ich bin?

Zählt das auch zu meiner Freiheit?

Und wo bleibt dabei der Sinn?

 

Ich rede, rede, rede,

Ohne Komma oder Strich,

Und dann schweige, schweige, schweig‘ ich

Und dann fühle ich mich nicht.

 

Und dann schwebe, schwebe, schweb‘ ich

Mit den Gedanken gar so fern.

Doch mein Herz, das ist am Boden,

Weit entfernt von meinem Hirn.

 

Bin ich traurig oder glücklich?

Bin ich groß oder verschwind‘ ich?

Bin ich beklemmt oder weit offen?

Muss ich sorgen, kann ich hoffen?

Krieg ich den Kopf je wieder leer

-und wo kommen diese Stimmen her?

 

Ich denke, denke, denke,

Denke, denke, denke, denk‘;

Und dann merk ich: ich beschränk‘ mich;

Renn‘ mir selber hinterher.

 

Und ich renne, renne weiter,

Ohne Ziel und ohne Sinn.

Doch auch wenn ich mich verrenne,

Schmeiße ich nicht einfach hin.

 

Ich renne, renne, renne,

Nein ich gebe niemals auf!

Denn ich finde mich nur selber,

Wenn ich immer weiter lauf‘.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

2 Kommentare zu „(B)Rennen“

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