Der Anti-Urlaub

Kennt ihr das? Ach, was frage ich. Natürlich kennt ihr das. Man hat Urlaub, aber eigentlich macht man ihn gar nicht. Entweder weil viel ansteht, man viel erledigen muss oder man endlich mal das erledigen will, wofür man sonst immer vorgeschoben hat, keine Zeit zu haben.

Letzteres ist im brüllschen Hause in den vergangenen zwei Wochen geschehen. Aber es war super. Der Brüllmann hat bis heute zwei Wochen Urlaub gehabt. In dieser Zeit hätte ich eigentlich (uh, das böse E-Wort) an meinen Hausarbeiten schreiben müssen, doch da ich mich schlicht nicht vernünftig konzentrieren kann, wenn ich nicht allein daheim bin, habe ich mich einfach mal zurück gelehnt und nix gemacht. Naja, zumindest nicht für die Uni.

Denn sonst waren wir gut beschäftigt. So haben wir etwa das Arbeits- und Meerschweinzimmer komplett ausgeräumt, entrümpelt und ganz neu wieder eingeräumt. Auch die Schweinchen haben jetzt ein neues Gehege, das ich jedoch noch modifizieren muss. Irgendwie haben wir jetzt viel mehr Platz, obwohl nicht weniger Möbel hier drin stehen. Aber wir haben den Platz besser ausgenutzt und das macht sich schon allein durch ein besseres Gefühl bemerkbar. Platz für Ideen, yeah!

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Des Weiteren haben wir unseren schwedischen Raumteiler, den wir als Regal im Flur nutzen, ausgeräumt, entrümpelt und ganz neu wieder eingeräumt. Ihr seht, wir haben es mit dem ausräumen, entrümpeln und ganz neu wieder einräumen. Is ja auch schön. Also danach. Ich bin sowieso ein Fan von Umräumen. Ich hab schon früher, als ich noch bei meinen Eltern wohnte, gelegentlich einen Rappel bekommen und mein Zimmer komplett umgeräumt. Das befriedigt so ein bisschen das Gefühl von Umziehen-Wollen, was ich noch viel toller finde als umräumen, aber in Jena nicht so einfach möglich ist.

Aussortiert haben wir auch wieder und vieles auf verschiedenen Plattformen inseriert. Wenn man zu viel Kram hat, ist das ja wie Ballast. Und wenn man den los wird, ist das so ein Gefühl von Freiheit. Wobei ich doch immer noch mit dem kleinen Messi in mir kämpfe. „Das könnte ich aber noch gebrauchen. Och nein, das is doch sooo schööön! Oh ich weiß noch, damals, als ich das kaufte…“ Seufz.

Übrigens habe ich auch mit Geocachen angefangen. Bisher war ich immer skeptisch, weil ich Suchen normalerweise hasse wie die Pest und schonmal grummelig aggressiv werde, wenn ich etwas nicht finden kann. Aber zusammen macht das richtig Spaß. Zufälligerweise ist gerade die Aktion „31 Days of Geocaching“ und man bekommt für jeden Tag ein Abzeichen. Wenn das mal kein Anreiz ist.

So ganz gar nichts für die Uni habe ich ja doch nicht gemacht, denn ich habe noch weiter gegrübelt, welches Lehrforschungsseminar ich bloß nehmen soll. Es stehen 3 in meiner engeren Auswahl. Das ist eine Entscheidung, die man schon gut durchdenken sollte, da man ein ganzes Jahr (also 2 Semester und nicht nur eines, wie sonst) damit beschäftigt ist und darüber auch noch eine Arbeit schreibt, die man in der Regel dann auch zur Bachelor-Arbeit umschreibt (oh Gott, das Ende rückt näher) oder es zumindest kann. Und dann ist man ja auch in den Semesterferien damit beschäftigt, da sollte man das Thema schon gut finden. 😉
Alle drei Angebote haben ihre Vor- und Nachteile, aber eben alle andere, sodass mir die Auswahl so schwer fällt.
Ab Montag, also morgen, ist Einschreibung. Ab da habe ich noch bis Anfang Oktober Zeit, mich zu entscheiden. Hach. Wenn es nur nicht so schwer wäre.

Naja, der Anti-Urlaub ist nun jedenfalls beendet und ab morgen hänge ich mich wieder in meine Hausarbeiten. Muss ja schließlich bis Ende September mit allen fertig sein und ein bisschen freie Zeit will ich dann auch noch haben.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

5 Kommentare zu „Der Anti-Urlaub“

  1. Schau mal an, noch ein Meerie-Fan! 🙂 Sieht aus,als hättet Ihr Teddy-Schweinchen?! Wir haben hier 2 Teddies und 1 Glatthaar. Und endlos Spaß mit diesen Kleinnagern. Tag für Tag.

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    1. Nein, wir haben keine Teddies, obwohl ich die so unglaublich niedlich finde.
      Meine drei sind allesamt Glatthaarschweinchen, wobei der ‚Meerkeiler‘ 🙂 einen Wirbel auf dem Kopf hat. Ich vermute, dass er ein American Crested ist, aber ich kenne mich mit den Rassen nicht so gut aus.

      Und den Spaß kann ich durchaus bezeugen! 😀

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  2. Man verbindet Urlaub ja immer gleich mit wegfahren-/fliegen, Strand, Meer o.ä. , im Idealfall ist es ja auch so.
    Aber Urlaub kann natürlich auch für andere, untypische Dinge genutzt werden. Soll ja schon mal vorkommen:) Und kann auch mal ganz sinnvoll sein, wenn auch nicht unbedingt erholsam. Ja, nu… ne?:)

    „Geocachen“… hmm..auch wieder so ein Populärausdruck für unsere gute , alte Schnitzeljagd/Schatzsuche (Alternative: Extrem-Schatzsuching..*g* )
    Hatte ich bis jetzt noch nie von gehört, aber bei Dir lernt man ja nie aus, gell?:)

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    1. Der Brüllmann ist vor nun 3 Jahren darauf gekommen und hat es für sich entdeckt. Vorher kannte ich Geocaching auch noch nicht. Es ist shcon wie Schatzsuche, nur dass man eben ein GPS-Gerät dabei hat. Und dann gibt es noch verschiedene Arten. Rätsel-Caches, welche mit kleinen, großen oder riesigen Dosen, bei denen man was austauscht, welche in der Filmdose, wo man sich nur einträgt und die guten alten Earth-Caches, bei denen man ein paar Fragen beantwortet und sich und/oder sein GPS-Gerät vor erfragter geographischer Besonderheit fotographiert, um zu beweisen, dass man dort war. Leider werden von den Earth-Caches aber keine neuen mehr akzeptiert, für die interessiere ich mich nämlich. :/

      Ich muss ja sagen, so richtig Urlaub, also der mit verreisen, hatte ich schon viele Jahre nicht mehr. Das letzte Mal vor 8 oder 9 Jahren, als ich mit dem Leistungskurs nach England fuhr und in einer Gastfamilie untergebracht war. So richtig Urlaub war das aber auch nicht. Hach.

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  3. Wie gut ich das kenne… Aber der Urlaub bietet sich ja auch an, all die liegen gebliebenen Sachen einmal aufzuarbeiten, von daher ist das völlig legitim. Trotzdem, ich schaffe es manchmal nicht mal nach Feierabend wirklich die Füße hochzulegen, vor allem nicht, wenn ich meine super motivierten Tage habe 😀

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