’13

Bald ist es vorbei, das Jahr 2013. Schon wieder 12 Monate, die einfach so dahinrauschten, ohne dass man sie hätte festhalten können. Sie ziehen vorbei und man fragt sich, wohin die Zeit nur geht. Gerade freute man sich noch über den Frühling nach einem viel zu langen und dunklen Winter, da schwitzte man sich halb zu Tode, weil plötzlich Sommer war. Eben noch schlürfte man genüsslich ein kühles Bierchen auf dem Balkon fletzend um 22 Uhr und erfreute sich am langsam kommenden Sonnenuntergang, schon steht man plötzlich 19 Uhr im stockdunklen Zimmer und tastet nach dem Lichtschalter und dem Heizungsknauf.

Jahresenden machen mich immer furchtbar melancholisch. Ich denke daran, was ich erlebt habe, was ich gerne erlebt hätte und worauf ich lieber verzichtet hätte. Jedes Mal muss ich mich immer so sehr anstrengen, mich an möglichst viel zu erinnern, damit das Jahr im Rückblick nicht zu leer wirkt.

Die negativen Erinnerungen wegzuwischen muss ich mich jedes Mal wieder bemühen. Dieses Jahr hatte so viele. Die unzähligen schweren Krankheiten in der Familie. Selbst meine geliebte Hündin war so krank, dass ihr Überleben so lange auf der Kippe stand: Infusionen, Operationen, Bluttransfers, Hoffen. Ede, der uns verlassen hat und hier ein großes Loch hinterließ. Der ganze Mist mit den Geldsorgen, die einfach niemals enden. So viele Freunde sind weggezogen oder haben es angekündigt und haben damit meine Angst verlassen zu werden vollkommen ausgereizt. Das Hochwasser mit all seinen Folgen, sowohl finanziell für so viele Menschen als auch ganz persönlich der Abschied vom Volksgarten. Die „Nickel ich bring mich jetzt um“-SMS eines Freundes, den ich noch aus unbeschwerten Zeiten kenne.

Doch ich habe gelernt an das Positive zu denken und es nicht zu übersehen. Meine Hündin Sina wurde nach langem Kampf wieder gesund.

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Auch in meiner Familie sind alle wieder auf die Beine gekommen oder sind noch dabei. Ich hatte so viele schöne Stunden in Gesellschaft meiner liebsten Freunde, war auf atemberaubenden Konzerten wie Agonist, Vader, Arkona. Ich habe Menschen wiedergesehen, die ich so lange nicht gesehen hatte! Der Trip mit dem Brüllmann nach Halle war wundervoll. Ich habe 2 weitere Semester erfolgreich abgeschlossen. Eine liebe Freundin hat einen lieben Mann geheiratet und ist mit ihrem Wunschkind schwanger geworden. Wir haben ein so schönes Terrarium eingerichtet, in das schon bald die Frösche umziehen können. Ich habe viele nette Menschen kennen gelernt und auch wenn ich mit den meisten keinen weiteren Kontakt habe oder sie gar nicht mehr wieder gesehen habe, bin ich doch dankbar, dass sie meinen Weg gekreuzt und Augenblicke versüßt haben.

Und dann gibts ja auch noch einige Dinge, auf die ich mich noch dieses sowie nächstes Jahr freue. Der Einzug dieses wunderprächtigen Kerlchens:

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Jemand ne Namensidee? Noch heißt er Henry…

…und der Umzug meiner Schweinchen in den Meerschweinpalast, den wir ihnen in den nächsten Tagen noch bauen werden. Außerdem bekommen wir vielleicht nächstes Jahr Geckos. Und ich LIEBE Geckos!  Zuerst kommt natürlich noch Weihnachten und mein Geburtstag, den ich in heimeliger Athmosphäre verbringen werde. Verschenken und beschenkt werden. Noch mehr Zeit mit lieben Freunden. Und dann noch die Studie im Lehrforschungsseminar über politische Milieus thüringer Jugendlicher.

So, jetzt, wo ich das geschrieben habe, bin ich doch wieder optimistisch und sehe positiv in die Zukunft. Das nächste Jahr darf ruhig kommen, aber vorher putze und sortiere ich wie jedes Jahr, um frisch und sauber ins neue Jahr zu starten.

Und falls ich zwischenzeitlich nicht mehr dazu kommen sollte, weil ich vollkommen ausgeplant bin, wünsche ich euch ein wunderschönes Weihnachtsfest mit euren Lieben, eine stressreduzierte Zeit zwischen den Feiertagen und einen guten Start ins Jahr 2014! Und ein ganz großes Dankeschön, dass ihr hier mitgelesen und kommentiert und diesen Blog damit bereichert habt!

Eure Brüllmaus

maus

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

2 Kommentare zu „’13“

  1. Ich werde auch immer melancholisch zum Jahresende, jedes jahr auf’s neue. Und je älter ich werde, ändern sich meine Wünsche zum neuen Jahr. Ich wünsch mir nur noch Gesundheit, Gesundheit, Gesundheit…für mich und meine Lieben und dass ich niemanden verliere.

    Ich wünsche uns allen das Beste. Und natürlich den Weltfrieden:)

    Hier sind ganz viele Namen für männliche Meerschweinchen, guckst Du:

    http://www.meerschweinsite.de/meerschweinchennamen.php

    LG

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    1. Ohhh vielleicht ist da ja was dabei. Ich müsste mir dann nur noch einen Adelstitel ausdenken, denn die Mädels haben auch einen: Bettina von Waydenthal und Wilhelmine von Rabensteyn 😀

      Ich drück uns auch die Daumen, dass 2014 ein gutes Jahr wird.
      So und nun üben wir schonmal, in der Datumsleiste eine 14 zu schreiben. 😀

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