Vorbilder: Anita Roddick

Anita Roddick ist die erste, die ich euch in dieser Reihe vorstellen möchte.

Sie war die Gründerin von The Body Shop, der heute weltweit mehr als 2800 Filialen in 65 Ländern umfasst. Anita Roddick wurde 1942 in Littlehampton geboren, quasi inmitten des zweiten Weltkrieges. Ihre Eltern waren italienische Einwanderer; deren Lebensgeschichte war ein wichtiger Einfluss für ihr eigenes Werden.

Sie schien schon früh zu wissen, was sie wollte. Sie studierte Lehramt, zog durch die Welt, lebte im Kibbuz, arbeitete in der UN für Frauenrechte.

Als ihr Mann 1976 selbst für 2 Jahre auszog, um zu reisen, eröffnete sie kurzerhand ein kleines Lädchen, um sich und ihre Kinder zu versorgen. Sie stellte dafür aus einfachen Dingen, die sie größtenteils in der Küche finden konnte, natürliche Kosmetik her. Anfangs hatte sie nur wenige Produkte, die sie in verschiedene Größen abfüllte, um ihr Angebot größer aussehen zu lassen. Alles war selbstgemacht.

Sie konnte sich keinen Chemiker leisten, also verkaufte sie das Parfum pur, damit die Kunden es sich selbst nach Belieben untermischen konnten. Überhaupt gelang es ihr, aus allen Miseren etwas Positives herauszuziehen. Die Klage über den Namen ihres Unternehmens -ihr Laden befand sich zwischen zwei Bestattungsunternehmen, weswegen „The Body Shop“ für Unmut sorgte- verwandelte sie in Werbung.

Neben dieser Eigenschaft verfügte sie auch über starke Prinzipien. So war sie von Anfang an gegen Tierversuche, die sie selbst als obszön bezeichnete. Außerdem gestaltete sie jährliche Wohltätigkeitskampagnen und propagierte darüber hinaus Faritrade und setzte sich für langfristige Verträge mit den Zulieferern ihrer Zutaten ein. Somit handelte sie in hohem Maße ethisch- als eines der ersten Kosmetikunternehmen. Auch die Verpackungen sollten umweltfreundlich sein. Es sollten nicht nur Umwelt und Tierwohl geschützt werden, sondern auch diejenigen fair bezahlt, die den Profit überhaupt erst ermöglichen: die Händler in der dritten Welt.

Was kann man also von Anita Roddick lernen?

Sie machte aus wenig viel, ließ sich nie unterkriegen oder beirren, war menschlich und gerecht und verfügte über ein starkes Selbstbewusstsein, wobei sie gleichzeitig aber wusste, wann sie aufhören oder zurücktreten musste. Daher ist sie für mich ein gutes Vorbild.

Anita Roddick starb 2007. Ihr Unternehmen wurde an L’Oreal verkauft (ich bin sicher, damit wäre sie niemals einverstanden gewesen!)

Wer mehr über diese beachtenswerte Frau erfahren möchte, dem lege ich diese Doku mit einigen Anekdoten ans Herz:

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

4 Kommentare zu „Vorbilder: Anita Roddick“

  1. Hm? Warum kann ich bei Deinem aktuellem Beitrag kein Kommentar hinterlassen? Egal, dann mache ich es hier.
    Wollte nur eben sagen: Keine Zeit haben…wie gut ich das kenne in letzter Zeit…
    Deshalb kann ich ich Dich sehr gut verstehen und möchte nur einen ganz herzlichen Gruß hinterlassen . Halt die Ohren steif, Du schaffst das alles! Wünsche Dir viel Kraft und Erfolg!

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    1. Vielen Dank liebe Ayse!
      Ja, du kannst da ja gut mitfühlen. Wir habens schon nicht leicht, was? 😉

      Weiß auch nicht, warum man da nicht kommentieren kann. Ich habe es als Kurzmitteilung statt als normalen Beitrag veröffentlicht. Aber Chasolie hat das System ja auch geknackt. 😀 Vielleicht muss man WordPressler sein?

      Ich wünsche dir auf jeden Fall ein schönes Wochenende und ausreichend Verschnaufpausen!

      Gefällt mir

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