Vorstellungsrunde (1)

Montag, 14 Uhr. Ich treffe zur vereinbarten Zeit bei der Firma, die mich zu einem Vorstellungsgespräch eingeladen hat, ein. Ich bin nervös, da es mein erstes Vorstellungsgespräch seit 8 Jahren ist. Doch ich sehe gut aus: Kleidung, Haare, Makeup, Nägel: alles sitzt, ist sauber und ordentlich. Und ich bin vorbereitet, habe mich über die Firma informiert, wie viele Mitarbeiter sie hat, wo sie ihren Hauptsitz hat und seit wann es sie überhaupt gibt. 1984 – älter als ich.

Ich habe mich auch über meine Gesprächspartnerin, Frau A., erkundigt. Sie ist jung, Leiterin mehrerer Filialen in der Umgebung und am Telefon habe ich bereits gemerkt: sie ist auch unglaublich nett. Sie heißt ebenfalls Nicole, was einfach ein gutes Omen sein muss. 😉

Nachdem ich ein wenig auf sie gewartet habe und meine Apfelschorle, die mir die ebenfalls sehr liebe und sehr junge Mitarbeiterin gebracht hat, ausgetrunken habe, holt mich Frau A. ab und führt mich in ein kleines aber helles Büro, das wie das restliche Gebäude hohe Decken und Zierleisten hat und mir total gut gefällt.

Sie erzählt ein wenig von sich und geht geschickt zur ersten Frage über: warum gerade diese Branche? Was weiß ich darüber? Meine Antwort gefällt ihr, sie erweitert sie noch um ein paar Kleinigkeiten. Ich erzähle von meinem Lebenslauf und kann sowohl Lücken als auch Fehlschläge gut erklären. Auch meine Erklärung, was mich jetzt in diese Richtung, die scheinbar doch anders ist als was ich bisher gemacht habe, nimmt sie mit einem Nicken auf.

Ich bin noch immer nervös, aber selbstsicher. Dass das mein erstes Gespräch seit langer Zeit ist und ich entsprechend aufgeregt bin sage ich ihr auch. Aber sie nimmt mir mein letztes bisschen Angst, indem sie mir sagt, dass man mir das gar nicht anmerkt.

Überhaupt scheint das Gespräch gut verlaufen zu sein, denn sie hat mich zu zwei Tagen Probearbeit eingeladen. Die Termine dafür habe ich auch schon und ich muss ehrlich sagen: ich freue mich darauf! Das Team schien so nett, die Atmosphäre und das Arbeitsklima angenehm. Genau so wünsche ich mir das!

Darüber hinaus ist die Vergütung gut, die Übernahmechancen sind groß und die Aufstiegschancen ebenfalls. Es gibt weiterführende Seminare in einer großen deutschen Stadt und die Auszubildenden werden gut integriert. Naja und die Arbeitszeiten sind ebenfalls gut. Und es gibt keine Wochenenddienste.

Ich bin also gespannt. Es klingt vielversprechend. Nach der Probearbeit weiß ich mehr.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

8 Kommentare zu „Vorstellungsrunde (1)“

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