Die erste Woche

Über Tag 1 und Tag 2 habe ich ja schon ein bisschen was geschrieben.

Ich muss ja sagen, Tag 3, auch alleine, war noch ein bisschen härter als Tag 2, da ich nicht nur schwierige Anfragen rein bekam, sondern mich auch mit ein, zwei verärgerten Menschen beschäftigen musste. Es waren zum Glück dann alle Mitarbeiter da, sodass ich das ganz gut verteilen konnte, was ich nicht lösen konnte. Delegieren muss man sich ja auch zutrauen, irgendwie. Aber ich finde, ich habe das ganz gut hinbekommen.

Dennoch gab es an Tag 3 eine Hiobsbotschaft. Eine Anweisung von ganz oben besagt, dass ab Montag alle Büros 12 Stunden täglich besetzt zu sein haben. Macht auch total Sinn… *hust*
Das heißt für uns konkret: Schichten. Ich sitze also ab nächster Woche bis 19 Uhr im Büro und trudele dann gegen halb oder um 9 daheim ein. Danach ist der Tag ja auch gelaufen. Und morgens kann man auch nicht wirklich was erledigen, denn wenn ich los muss, hat vieles erst kurz oder noch gar nicht geöffnet. Mal sehen, ob das immer so bleibt oder nicht; im Kollegium war man sich einig, dass es nur wieder eine Schnapsidee eines durchgedrehten alten Mannes ist, dem leider 80% des Unternehmens gehören und die Regelung bald wieder zurückgenommen wird. („Bald“ heißt vielleicht Oktober oder November.) Bei uns geht es ja noch, aber was das in Büros wird, die nur einen oder zwei Mitarbeiter haben…

An Tag 4 und 5 war ich zum Glück nicht mehr alleine in der Verwaltung, denn die Azubine, die mich einlernt, war auch wieder da. Sie zeigte mir viele neue Sachen, die ich mir natürlich ebenso brav aufgeschrieben habe.

Auch war ich nicht mehr so geschafft wie am ersten Tag, sondern sogar in der Lage, noch etwas im Haushalt zu machen, ein bisschen zu spazieren und dergleichen. Man könnte sagen, ich gewöhne mich langsam ein.

Dementsprechend war die erste Woche dann doch nicht so schlimm, wie ich noch am Montag vermutet hatte. Ich lerne noch, ich mache hin und wieder Fehler, aber das ist ok und völlig normal.

Ja, doch, ich glaube das ist was. 🙂

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

7 Kommentare zu „Die erste Woche“

  1. Das mit den zwölf Stunden Schichten ist echt saudämlich. Wieviel Fahrtweg hast du denn? Bei allem mit mehr als ner Stunde ist der Tag ja definitiv gelaufen und danach klingt es schon arg :/

    „Geschafft sein“, kenn ich sehr gut. Bin momentan auch platt wie ein Schnitzel. 🙂

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    1. Halt, Moment, da habe ich mich falsch ausgedrückt. Die Büros sollen 12 Stunden besetzt sein, was aber nicht heißt, dass jeder 12 Stunden da ist. Sind schon auch die üblichen 9 Stunden (1h „Pause“), nur kommen die einen früher und gehen eher und bei den anderen andersrum.

      Mit Zug und Straßenbahn bin ich etwa eine Stunde unterwegs.

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      1. Wir tauschen schon immermal. Aber wenn ich um 7 früh da sein muss, kannst du mich danach eigentlich auch in die Ecke stellen. Der Zug fährt um 6, d.h. ich muss 4.30-45 Uhr aufstehen (muss ja auch noch zum Bhf. kommen)

        Ist ja eigentlich gehüpft wie gesprungen. Aber naja, wird schon werden.

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  2. Schau Dir genau und mit einer gewissen defensiven Grundhaltung Alles an.
    Vieles (und Viele) entpuppt sich im Laufe der Zeit erst noch als das, was es wirklich ist.

    Und ich bin mir sicher, dass Du das gut machen wirst und die Dinge richtig zu bewerten weißt :-).

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    1. Danke. Aber das ist mir schon klar. Ich beobachte immer erst einmal eine Weile. (Deswegen denken viele anfangs auch, ich sei eine ganz Ruhige 😀 )

      Habe 4 Monate Probezeit und kann währenddessen jederzeit kündigen, wenns mir reicht. 😉

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