Konzertrückblick: Ektomorf

Das Konzert ist ja doch schon eine Weile her, es war am 2.5. Trotzdem kann ich mich noch gut daran erinnern und tue es auch gerne, denn es war spitze!

Die erste Band hat direkt reingehauen: May the Silence Fail

Großartige Band, tolle Liederauswahl und WAHNSINNIGE Bühnenpräsenz! Man hat den Mädels ihren Spaß an der Bühne angemerkt und es hat mich direkt mitgezogen. Technisch waren sie auch einwandfrei. Der Gesang war klar, das Growlen..äh…growlig und die Akustik war sehr gut ausbalanciert. Ich kann gar nicht fassen, dass ich diese Band aus Stuttgart mit ihren li… ich wollte sagen weinroten Oberteilen vorher gar nicht gekannt habe.

May the Silence Fail - Leider kein fotographisches Meisterwerk. Die Qualität wurde erst mit steigendem Alkoholpegel besser.
May the Silence Fail – Leider kein fotographisches Meisterwerk. Die Qualität wurde erst mit steigendem Alkoholpegel besser.

 

Die zweite Band war Vengince.

Auch diese Band hat mir ausgesprochen gut gefallen. Besonders fasziniert hat mich dabei der Gegensatz zwischen Sänger und Gitarristen.

Vengince Jena 2014

Der Sänger: ein großer, breitkreuziger Mann, bei dem du den Eindruck bekommst, dass er deinen Erst-, Zweit- und Drittgeborenen frisst, wenn du ihm sein Bier wegnimmst. Dagegen der wuschelige, Gitarre spielende Bär, der sich nen Ast freut über jeden Ton aus seinem Musikinstrument.

Jedenfalls ebenfalls machtvolle, starke Musik mit durchdachten Riffs und Songlines, serviert mit brachialer Stimmgewalt und einer Prise Witz. Zusammen mit den Mädels von May the Silence Fail konnte ich jedenfalls gut dazu abgehen und meine eigene Stimme üben. 😀

 

Band drei: Hopelezz

Hopelezz – Hoffnungslos. Da war der Name leider Programm. Genauso schlecht wie die Schreibweise ihres Bandnamens (ernsthaft Leute, diese Schreibweise ist etwas für 14-jährige Teeniemädchen, die im Internet nach Freunden und einem Bollo suchen, knuff!) empfand ich ihre Musik. Während der Sänger wie ein Eichhörnchen auf Speed über die Bühne hüpfte, vergaß der Rest der Band, wie man diese Instrumente, auf denen sie lieber noch ein paar Monate geprobt hätten, spielt.

Zugegeben, sie taten mir schon leid, als sich die Menge zurückzog und lieber auf der Raucherinsel oder an der Bar herumhing, statt sich der Band zu widmen. Ich jedenfalls hätte da weder Bock noch Motivation gehabt, weiter zu spielen. Aber Himmelherrgott: bleibt doch bitte noch ein wenig von der Bühne fern! Ja, gute Ansätze waren schon da und nette Ideen für Lieder auch. Doch Sound wie Singstimme waren einfach unsauber. Da gibt es nix zu beschönigen. Nur noch mehr zu proben, proben, proben.

Muss ja mal einer sagen, gell.

 

Und dann waren sie da.

The one and only.

Ektomorf!

Was für eine Wohltat. Was für eine Kraft.

Band drei hatte dafür gesorgt, dass mein Alkohollevel weiter anstieg, weswegen ich mutig genug war, um in die erste Reihe zu gehen. (Ganz praktisch, wenn man sich am Bühnenrand festhalten kann.) Jaja, gewagt für eine Zwergin wie mich, sich da einfach VOR den Moshpit zu stellen. Aber meine zwei Bodyguards haben ganze Arbeit geleistet, sodass ich nicht einen einzigen Tritt, Schlag oder Schubser abbekam. Danke Jungs! ♥

Was soll ich sagen? Ich habe mich total verausgabt. Das letzte bisschen Stimme, das ich noch hatte, widmete ich dieser Band. Und ganz nebenbei sind noch ein paar nette Fotos rausgekommen.

Das ist doch schon Kunst, hey?!
Das ist doch schon Kunst, hey?!

 

So nah war ich dran!
So nah war ich dran!

 

Dafür habe ich sogar einen Blick in die Kamera bekommen. Thanks, man! ♥
Dafür habe ich sogar einen Blick in die Kamera bekommen.
Thanks, man! ♥

Ektomorf Jena 2014

CAM02379

Der Abend war genial und mal ehrlich: 19€ für 4 Bands. Spitzen Preis!

Ein Ergebnis des Abends war der üble Kater am nächsten Tag. Aua aua.

Ein anderes war, dass ich in meiner ersten Woche im Praktikum so gut wie keine Stimme hatte. Das bisschen, das übrig geblieben war, klang wie eine abgehalfterte Hafennutte.Macht sich super, so beim Telefondienst…

Aber fuck it, das war es wert!

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

3 Kommentare zu „Konzertrückblick: Ektomorf“

  1. Bei mir hat die „Silence“ jetzt nicht „gefailt“ – habe mich noch nicht getraut, mir die Clips anzuhören 😉

    Freut mich aber, wenn Du ne gute Zeit hast – dann ist das (fast) immer wert.

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    1. Oh Liebes, ich glaube die Musik ist nix für deine zarten Öhrchen. 😉

      Gute Zeiten geben Halt. Vor allem dann, wenn’s gerade holpert. Deshalb sollte man sie imemr festhalten. Mit Fotos, mit Blogeinträgen oder mit Gute-Zeiten-Gläsern, in die man mit guten Erinnerungen beschriebene Zettelchen wirft, um sie am Ende des Jahres noch einmal durchzugehen. 🙂

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