Mindful Analysis Tag 1

Ich habe mir neulich, als ich auf den Zug warten musste, weil ich den eigentlichen verpasst hatte, eine Zeitschrift gekauft, die ich schon einmal in einem Blog gesehen und gerne haben wollte. Die Zeitschrift heißt „Flow“ und bietet allerlei Kreatives und Inspirierendes. Und in dieser Ausgabe ist ein kleines Schreibheftchen dabei mit 30 Fragen für 30 Tage. Da hab ich mir gedacht, dass ich diese Fragen doch eigentlich auch hier auf dem Blog beantworten könnte. Und wenn ihr mal bei Flow reinschauen wollt, könnt ihr euch ja mal ihre Webseite anschauen. Flow hat im Übrigen auch eine App im Google Play Store und beim Apfel.

 

Tag 1: Was hast du heute getan und was wirst du heute noch tun?

Heute Vormittag war ich auf dem hiesigen Einwohnermeldeamt. Zum Glück haben die auch am Samstag geöffnet, denn nach der Arbeit Öffnungszeiten einzuhalten ist schwierig. Ich war etwas spät dran (etwa 11 Uhr, bis 12.30Uhr ist geöffnet; der Holundersekt gestern war wohl ein bisschen viel.)

Am Schalter sagte mir die Empfangsdame, dass sie mir eher davon abraten würde, heute noch den Antrag zu stellen, da die Wartezeit ziemlich lang ist, weil so viele Leute da sind. Aber es ging nicht anders, schließlich kann ich das ja nicht ständig hinaus schieben; ich beschloss zu warten. 21 Leute vor mir!

Ich verkürzte mir die Wartezeit ein bisschen, indem ich durch die Stadt schlenderte. Als ich vom Geldabheben wiederkam, lief ich gerade in dem Moment am Rathaus vorbei, als ein Brautpaar aus den Türen trat. Ich hatte mir schon gedacht, dass geheiratet wird, denn vor dem Rathaus standen zwei Körbe mit weißen Tauben. Ich blieb stehen und hörte mir die letzten Zeilen (den Rest hatte man schon drinnen gesagt) der Trauungsrede an und wartete ab, bis das Brautpaar die Tauben fliegen ließ. Es war ein schöner Anblick und ja, ich hatte auch ein bisschen Pipi in den Augen. Natürlich hab ich auch fotografiert:

CAM02530.2

Übrigens schwöre ich, keinen Filter über das Bild gelegt zu haben oder irgend etwas eingestellt zu haben. Meine Handykamera war wohl selbst gerührt…

 

Mit einem Lächeln auf den Lippen zog ich weiter, um mir ein Softeis zu kaufen (Vanille-Schoko) und über den Markt zu schlendern. Ich liebe den Markt um diese Jahreszeit. Überall Blumen und Gemüsepflänzchen, Blumensträuße und Kuchen und Käse. Ich nahm mir zwei Tomatenpflänzchen mit, beides alte Sorten. Die eine ist eine Harzfeuer, die andere wurde Urtomate genannt. Freue mich schon darauf, wenn sie unserem Balkon wieder zuwuchern. Die vom letzten Jahr wurde über 3 Meter hoch.

Um dann doch nicht meine Nummer im Amt zu verpassen, ging ich zurück und setzte mich in den Warteraum. Ich beobachtete ein bisschen die Leute. Schon lustig, wie ähnlich sich die Menschen in solchen Situationen sind. Alle, die überhaupt redeten, haben geflüstert. Manche lasen Bücher, andere spielten auf dem Handy. Jeder schaute beim Ertönen des Signals für die nächste Nummer an die Anzeige, selbst wenn ihre eigene Nummer noch weit entfernt war. Ich kam etwa zu Nummer 40 zurück. Meine Nummer war die B52. 😉

Als ich drankam, ging es doch recht fix. Während der nette Herr alles Notwendige ausfüllte, fragte ich ihn ein wenig. Ich war da, um mein Führungszeugnis zu beantragen. Aber da gibt es ja viele verschiedene! Ich fragte ihn, was eigentlich die Unterschiede zwischen den einzelnen Arten sind und er erklärte ein wenig.

Bevor ich nach Hause fuhr, ging ich noch einmal auf den Markt, denn da war eine alte Frau, die sehr schöne Blumensträuße verkaufte. Ich habe es gerne, wenn frische Blumen auf dem Tisch stehen. Weiß auch nicht warum oder woher das jetzt kommt, aber ich kaufe letzter Zeit doch häufiger mal ein Sträußchen. Ist einfach schön und heimelig. Und ich freue mich drüber.

Zum Glück erwischte ich noch den letzten bunten Strauß. Genauso, wie ich auch den letzten Früchtekuchen beim Bäckerwagen erwischte. Puh!

In der Straßenbahn nach Hause lauschte ich dem Gespräch einer Gruppe Rucksacktragender. Sie wollten zusammen wegfahren; eine kleine Gruppe bunt gemischter Menschen, die sich fröhlich über frühere Reisen und spätere Reisepläne unterhielt. War ein bisschen neidisch, als eine der Mädels erzählte, dass sie nach Skandinavien fliegen wird, um dort einen Freund zu treffen, mit dem sie im Camper quer durchs Land tuckern wird. Wundervoll! Bin sofort dabei!

Daheim freute ich mich darüber, dass Schatzi die ganze Wohnung blitzblank geputzt und ein wenig das Wohnzimmer aufgeräumt hatte. Guter Mann!

Wir aßen und schauten die ersten beiden Folgen der dritten Staffel von Star Trek. Diese fiesen Borg! Leider bin ich während der zweiten Folge eingeschlafen.

Nun schreibe ich hier, es gibt gleich Kaffee und den Kuchen vom Markt.

Heute Abend wollen wir zum Emergenza gehen. Das ist ein Bandkontest von Nachwuchsbands im Rockbereich. Heute ist das Semifinale. Es spielen noch 7 Bands. Ich bin sehr gespannt darauf.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

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