Was es Neues gibt

Ja, ich weiß, ich habe schon eine Weile nicht mehr geschrieben. Tut mir leid. Aber ich komme einfach zu nix.

Dafür will ich euch jetzt aber endlich einmal das Neueste erzählen.

Wie fängt man da an? Am besten gerade heraus, oder?

Ich habe gekündigt.

 

Natürlich habe ich nicht nur einfach so gekündigt und auch nicht ohne Ass im Ärmel.

Zum Warum: Jetzt kann ich es ja sagen. Mein Praktikum war bei einer Zeitarbeitsfirma. Allein das war ja für jemanden wie mich schon heißes Pflaster. Wobei ich sagen muss, dass man echt viele falsche Vorstellungen von der Zeitarbeit hat. So schlimm, wie alle denken, ist es gar nicht.

Trotzdem habe ich gekündigt, denn -und das gebe ich offen zu- Dienstleistung is‘ mir nix. Die Tätigkeit im Büro war an sich echt super und das kann ich mir durchaus für länger vorstellen. Aber Dienstleistung? Himmelherrgottarschundzwirn! Gibt es etwas Nervigeres als Dienstleistung? Da merkt man erst einmal, was für Arschlöcher, Vollpfosten und RTL-Opfer es da draußen gibt! Ich hätte da so viel zu berichten! (Vielleicht hole ich das mal nach, wenn ich Zeit habe. Mal sehen.)

Dazu kam, dass ich fast 12 Stunden jeden Tag unterwegs war. Nennt mich verwöhnt, faul oder sonstwas, aber ein wenig Freizeit zu haben, das ist mir schon wichtig. Ich will ja nicht leben, um zu arbeiten, sondern arbeiten, um gut leben zu können. Das Leben ist ja kurz genug, gell.

 

 

Aber wie gesagt: ein Ass im Ärmel hatte ich. Denn zu Hause sitzen, nichts tun und kein Geld haben kam für mich nicht in Frage. Daher arbeite ich seit dieser Woche -wenn man es genau nimmt, eigentlich seit Sonntag- in einer neuen Position. Was mache ich da? Ich sitze an einem Messsystem und überwache und sichere die Qualität von medizinischen Produkten.

Ist eigentlich eine schöne Arbeit. Man sitzt, man hat Zeit mit den Kollegen zu quatschen, Musik zu hören und vor sich hin zu schwitzen. Denn das ist das einzige Manko: es ist echt warm! Man befindet sich in einem ca. 35°C warmen Reinraum und trägt dabei Kittel, Mundschutz, Kopfhaube und Latexhandschuhe und schwitzt einfach wie blöde.

Ich habe nun auch meine erste Nachtschicht erlebt. Die erste Nacht war grauenvoll und ich war danach gar kein richtiger Mensch mehr. Aber mittlerweile geht es ganz gut. Klar, man merkt ab ca. 4 Uhr, dass man sich gar nicht mehr konzentrieren kann und durch die letzte Stunde quält man sich doch sehr. Aber man gewöhnt sich ja echt an allem. Auch am Dativ. (Huhu, Captain! 😀 )

 

Den Job mache ich jetzt bis nächstes Jahr, zahle nebenbei ein bisschen meine durch das Studium angehäuften Schulden ab und bewerbe mich zu nächstem Lehrjahr ganz neu und frisch und rechtzeitig. Schließlich sind jetzt die wirklich guten Ausbildungsstellen schon weg und man begnügt sich mit Restern.

Achja, noch etwas: ich arbeite mit dem Brüllmann zusammen, der jetzt mein Schichtleiter ist. Super Sache das.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

11 Kommentare zu „Was es Neues gibt“

    1. Lehrstellen am besten nicht so weit weg, gerne Büro und sonst bin ich relativ offen.
      Und auf Arbeit ist es wegen der Maschinen im Reinraum so heiß. Bald gibt es vielleicht ein neues Belüftungssystem. Mal sehen. Alles wird gut. 🙂

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  1. Siehste und für mich wäre Nachtschicht nix. 😉
    Sagt eine, die quasi in der Dienstleistung arbeitet.

    Aber hey, ist doch okay, wenn Du es gemerkt hast und auch noch eine Alternative hattest. Besser, als wenn man sich jeden Tag total gefrustet zur Arbeit schleppen muss.

    LG

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  2. Ahhhh, das mit dem BMM hatte ich mir schon FAST gedacht beim Lesen Deines posts……Es ist doch gut, wenn der Partner auch auf der Arbeit der Chef ist (ich weiß, wovon ich rede ;-).

    Das mit den 35°C musst Du positiv sehen:
    Schwitzen ist eine der bequemsten Varianten, Kalorien zu verbrennen :-D.

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    1. Warum „auch“?
      Im Privatleben gibt es bei uns keinen Chef.

      Was heißt BMM? Ich kenn nur BMW. ^^

      Und nur beim Schwitzen verbrennt man nicht wirklich was, wenn man dabei bloß sitzt. Das Einzige, was man verliert, ist Wasser. Und das reichlich! Heidewitzka. Vielleicht stelle ich mir auch ein Bier hin, so wie es die Glasbläser machen. So wird eine sehr genaue Qualitätskontrolle eben….spannend. ^^

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