Zitat

In dem Maße, in dem das Handwerk durch die Konkurrenz der Industrie ausgerottet wird und in dem der kleinere Unternehmer, einschließlich des Bauern, existenzunfähig wird, sind wir alle ganz einfach gezwungen, uns in unserer Lebensführung den Wünschen der Großproduzenten zu fügen, die Nahrungsmittel zu fressen und die Kleidungsstücke anzuziehen, die sie für uns für gut befinden, und das Allerschlimmste ist, wir merken kraft der uns zuteil gewordenen Konditionierung gar nicht, dass sie dies tun.

Konrad Lorenz, Die acht Todsünden der zivilisierten Menschheit, 1973

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

4 Kommentare zu „Zitat“

    1. Ich meine gar nicht, ich zitiere. 😉

      Mancher Konsumhype ist in meinen Augen schon gruselig. Muss naturlich jeder selber entscheiden.
      Und das, was uns für gut verkauft wird, muss es noch lange nicht sein. Wir werden von der Werbung schamlos belogen und das macht uns nicht mal mehr was aus, weil wir es ja gewohnt sind. Schon komisch, eigentlich. Nicht?

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      1. Du zitierst aber nicht einfach nur um heute was schlaues gepostet zu haben! 😉

        Es muss uns ja nichts ausmachen, wenn wir uns dessen bewusst sind. Konsum macht glücklich, wenn ich das weiss, kann ich doch damit umgehen.
        Du rennst ja auch nicht nach jeder Werbung in den Laden und kaufst, was du gesehen hast. Oder?^^

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      2. Darum gehts ja gar nicht. Ich meinte, dass uns selbst das für gut verkauft wird, bei dem die Produzenten genau wissen, dass es eben nicht wirklich gut ist. Als Endverbraucher, Konsument also, hat man bei so vielen Dingen ja gar keine Möglichkeit, sich nachhaltig über ein Produkt zu informieren. Wenn wir Glück haben, kommt mal zufällig etwas ans Tageslicht. Und das ist durchweg negativ.

        Wir können uns ja kaum noch etwas vorstellen, das wir gern hätten, das es nicht gibt, weil wir diese Stangenware schon so sehr verinnerlicht haben, dass uns sowohl Phantasie als auch das Gespür für das, was wir brauchen, abhanden gekommen und durch nette Aufmachungen oder tolle Versprechungen ersetzt wurde.
        Wer damit glü+cklich ist, der soll es sein. Dagegen sag ich nix.

        Fällt dieses Großproduzententum aber irgendwann doch mal auseinander, stehen wir alle da wie der Ochs vorm Berg. Und die nächste Weltwirtschaftskrise kommt bestimmt. 😉

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