Fort

Ich hatte ein wenig getrunken. Ein ganz klein wenig nur, ehrlich. Denn sich betrinken, das macht man ja nicht, wenn man noch fährt. Gerade nachts. Allein in der Dunkelheit.
So fuhr ich die Straße entlang, fast gar nicht beschwipst. Diesen Weg kannte ich wie meine Westentasche. Nicht, dass ich je eine Weste besessen hätte, ergo auch nie eine Westentasche. Aber ihr wisst ja, wie das mit Sprichwörtern ist. Die sterben nie!

Die Kurven schlängelten sich durch den Wald. Wie immer im Herbst bei Nacht war es neblig. Ich fuhr ein wenig zu schnell. Im Radio lief irgendein Lied, ich weiß nicht mehr welches. Ist ja schon so lange her und ich war auf die Straße konzentriert.

Am Ende des kleinen Waldstückchens lichtete sich der Nebel – ich erschrak! Was war das? Ein Mann? Ein Greis? Ein Geist! Eine gespenstische Erscheinung am Wegesrand. Ich sah mich schon in einem Rätsel – wahr oder erfunden? – aus X Factor, moderiert von Riker, also quasi, denn so hieß Jonathan Frakes ja nicht wirklich. Vor Schreck stand mein Mund offen. Ich schaute in den Rückspiegel, um zu erkennen, woran ich gerade vorbei gefahren war. Tatsächlich, ein geisterhafter Greis, der mir nun hinterher lachte. Oder schrie er?

Plötzlich ruckelte es. Ich versuchte zu bremsen. Doch dann kam der Baum.

8 Kommentare zu „Fort

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