On the Road again

Kaum daheim, blieb mir nur Zeit, die verrauchten Klamotten in die Wäsche zu werfen, den Brüllmann gleichzeitig zu begrüßen und für eine Weile zu verabschieden und den Koffer wieder mit frischer Kleidung zu füllen.

Ein familiärer Notfall zwingt mich dazu, mich erneut dem großen Metalldrachen zu stellen. Ich werde für eine Woche oder länger in meinem Elternhaus bleiben. Meine Mutter hatte einen Unfall, mein Stiefvater ist selbst noch im Krankenhaus (weit weg; schlechte Nachricht von DIESEM Post am Donnerstag) und Haus, Hof und Tiere wollen versorgt und gepflegt werden.

Ich habe Angst, das gebe ich zu. Meine Allergien werden mir mitsamt Asthma das Atmen zur Hölle machen. Ich werde allein und auf mich gestellt sein. Ich weiß noch nicht, wie ich mich durch den Alltag kämpfen soll, wenn ich ohnehin schon angeschlagen bin.

Ein Problem wird auch der Holzofen sein. Er heizt nicht nur das Haus, sondern auch das Wasser. Kein Feuer ist keine Option. Jedoch ist meine Mutter beim Holzmachen verunfallt. Das heißt, es ist nicht mehr genug Holz da. Das heißt, ich muss Holz machen. An einer Maschine, die ich nicht bedienen kann. An der einige hundert Kilogramm schweren Maschine, die meiner Mutter den Fuß zertrümmert hat. Prost Mahlzeit. Bei diesem Telefonat heute im Zug war ich schlagartig nüchtern.

Mein größtes Problem bin ich aber selbst. Wie soll ich es da bloß eine Woche mit mir allein aushalten? Auweia!

Zu meinem Glück habe ich jedoch Rückhalt und Unterstützung. Darüber bin ich unaussprechlich dankbar. Ich kann es wirklich nicht genug betonen. Danke an alle, die mich aufbauen!

Bitte seht mir nach, wenn ich mich nur sporadisch um Kommentare kümmern kann. Internet werde ich nämlich auch nur sporadisch haben. Und ja, die Kommentarfunktion spinnt eventuell. WordPress stellt irgendwas um. Ich kann daran nix ändern. Sorry.

Versuche mich jetzt mal zusammen zu reißen, den Arsch zusammen zu kneifen und das irgendwie durchzustehen.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

7 Kommentare zu „On the Road again“

  1. Uäh. Das klingt gruselig. Wünsche dir viel Kraft. Soll ich dir ein Paket mit Feuerholz schicken? Solltest in der Nähe sein kann ich auch liefern. Vielleicht können die Nachbarn dir helfen? Solltest du moralische Unterstützung via was brauchen, deine zimmernachbarin hat meine handynummer 🙂

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    1. Vielen lieben Dank. Das Holz wird kein Problem, beziehungsweise lasse ich es nicht zu einem werden.
      Wird schon alles. Ich habe wunderbare Freunde. In solchen Momenten wie diesen wird einem das bewusst. Ich bin so dankbar!

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  2. Da ich nicht weiß, wo Du Dich jetzt aufhältst, liebe Nickel, weiß ich leider auch nicht, ob ich persönlich etwas für Dich tun kann… Solltest Du Dich im norddeutschen Raum befinden, lass es mich wissen, dann komme ich vorbei und helfe Dir so gut ich kann… Ansonsten schicke ich Dir gerne meine Handynummer per Mail. Ich hab zumindest ein offenes Ohr, wenn Du Dir Schrott von der Seele heulen mußt.
    Liebe Grüße von Felina, die Dich ganz fest drückt.

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  3. Haus, Hof und Tiere?! o_O So richtig? Also mit mehr als Katze und Hund und vielleicht einem Wellensittich? Mein lieber Schwan…. Abgesehen von den Umständen klingt es aber auch sehr idyllisch… lesen, Gedanken sortieren, ich könnte das gut gebrauchen. Allerdings ohne Verluste von Füßen. Tut mir wahnsinnig leid für deine Mutter, ich hoffe das wird wieder und heilt ohne Folgeschäden. Kopf hoch!

    PS: Selbst unbekannterweise, sollte der Hof in meiner Nähe liegen, lass es mich wissen, im Versorgen von Tieren bin ich spitze!

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    1. Nee, nicht mehr als Katzen und Hunde. Aber das reicht. Vor allem mit meiner Allergie.

      Manche nennen es idyllisch. Ich finde es irgendwie stressig. Daheim, in der Stadt, muss ich nicht so viel machen. ^^ Ich bin doch von Natur aus so faul. Aber geht schon.

      Meiner Mutter geht es schon wieder besser. Ich hab sie sogar schon aus dem Krankenhaus abholen können. Leider kann ich nicht bloggen. WordPress lässt mich zwar kommentieren, aber nicht bloggen. -.-

      Und vielen Dank für dein Angebot! Aber wir kommen schon zurecht. Ich musste mich nur dran gewöhnen. Oder tu es noch.

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