Die Gefahr liegt in der Stille

Diesen Post habe ich gestern gegen MMitternacht verfasst, ehe WordPress der Meinung war, einfach mal nicht mehr mitspielen zu müssen. 

Der erste Tag im emotionalen Outback ist so gut wie vorüber.

Ich habe viel geschafft. Mehr als ich mir selbst zugetraut hätte. Die Tiere sind versorgt, meine Hündin verarztet. Ich habe Mutters Auto zum Laufen gekriegt (das ist nämlich alt und zickig, wenn es ein paar Tage steht) und die Klospülung repariert, die sich wohl vor Schreck aushakte. Aufräumen, putzen, Wäsche waschen und Feuer machen waren auch noch drin.

Ich hatte tagsüber wirklich keine Zeit, mir zu viele Gedanken um alles zu machen, sondern habe einfach gewerkelt. Mit meiner Mutter konnte ich auch telefonieren, morgen besuche ich sie.

In kurzen Momenten des Zweifelns dachte ich an das wundervolle Hamburgwochenende. Das waren zwei wundervolle Tage. (Ich spreche für mich. Der Eine oder andere mag vielleicht nicht so glücklich gewesen sein, was mein persönliches Erlebnis aber nicht minder schön macht.)

Die Hafenrundfahrt, bei der ich einfach mal abschalten konnte. Über dem Hafen stehen und mir Hamburger Luft um die Nase wehen lassen. Leckeres Essen und frischester Fisch. So viel tanzen, noch mehr lachen und total verliebt in den Augenblick sein. Wundervolle Menschen kennenlernen oder wiedersehen. Starke Schultern und liebevolle Worte in einem kurzen Moment der Dunkelheit.

An all das kann ich denken, wenn mit der Nacht die Stille hereinbricht und ich allein in der Küche vor dem Ofen sitze.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

3 Kommentare zu „Die Gefahr liegt in der Stille“

  1. Hallo Du
    schön dass Du schon so viel erledigt hast. Viel Energie in den nächsten Tagen und auch mal die Zeit abzuschalten.
    Hamburg war wirklich das was Du beschreibst „zwei wundervolle Tage“.

    Wenns zu still wird, dann lass einfach Dein wunderbare Lachen die Sonne scheinen.
    Ich wünsch Dir eine gut Zeit!

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  2. Ich find so Tage gar nicht schlecht; einfach funktionieren und Dinge erledigen. Hauptsache Du hast eben diese Rückzugsmomente, aus denen Du kraft schöpfen kannst. Irgendwas ist immer und ich frage mich oft, ob wir mit der Zeit lernen damit umzugehen oder ob wir einfach ein bisschen abstumpfen. Wie dem auch sei, pass auf Dich auf!

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  3. Ich hatte lange Zeit Angst vor der Stille und dann hat sie mich gelehrt sie zu nutzen. Ich würde zwar nicht sagen, dass ich meditiere, aber wenn die Gedanken fließen kommt doch auch viel Gutes bei raus und mancher Knoten entwirrt sich von selbst… oder? 😦

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