You can’t break a dead girl’s heart

(Zombina and the Skeletons)

Es ist zu lange her, seit ich zum letzten Mal etwas mit Inhalt postete. Das tut mir leid. Wirklich. Ich blogge gern und ich möchte bloggen, aber es geht einfach nicht.

So wie vieles andere gerade einfach nicht geht.

Genießen zum Beispiel. Oder Konzentration. Das ist nicht gut. Eigentlich ist das ein ziemlich sicheres Anzeichen dafür, dass es mir nicht gut geht.

Manchmal möchte ich gerne empfinden, aber dann bekomme ich wieder Angst, weil Gefühle immer gleich so extrem sind, wenn sie mal durchkommen. Also blocke ich sie weiter ab, bis sie doch irgendwann unerwartet und unvorbereitet durchbrechen und umso intensiver sind, desto länger ich sie verborgen hielt. Teufelskreis.

Gerade bin ich angetrunken (unzählbare Captain Rum Cola und ein paar Heineken. Und Vodka Cola. Weil.) und habe Zugriff auf meine Emotionen. So will ich die Chance nutzen und sie einmal kommunizieren. Die Gefühle, nicht die Rum-Cola.

Denn wisst ihr, es ist schlimm. Gerade, als ich erkannte, dass ich meine Emotionen zurückhalte, habe ich mindestens drei Wochen keine Therapie. Aber gerade jetzt, da ich das eben erkannte, kommen die Gefühle wieder. Heftig. Schmerzvoll.

Ich bin viel traurig. Aber nur, wenn ich alleine bin. Wenn ich nachts am Rechner sitze und Zeit für mich habe. Wenn ich zu müde für meine Fassade bin.

Diese Schauspielerei, die ist schlimm. Keiner würde denken, dass ich depressiv bin. Ich scherze viel. Ich lache viel. Ich scheine fröhlich und lustig und unterhaltsam. Aber tief in mir drin, ganz weit verborgen, ganz weit unten, da bin ich traurig. Da trauere ich. Da komme ich über so viel nicht hinweg, was ich erlebt und gefühlt habe. Was ich unterdrückt habe.

Das Erwachsenwerden an sich ist mir ein Problem. Die vielen Sorgen und die dagegen lächerlichen Rechte, die man als Kind immer haben wollte und die sich dann als enttäuschende Mogelpackung herausstellen, sobald man sie hat.

Die schwindenden Freunde.

Der beste Freund, dem ich zu fordernd und zu uncool bin, um mich zu einem Konzert mitzunehmen, das mir so unfassbar wichtig war; das noch vor wenigen Jahren zweifelsohne UNSER Konzert des Jahrhunderts gewesen wäre. Der beste Freund, der mich auslädt und mir damit mein Herz zerreißt, ohne es zu verstehen. Mich belügt und dann ein Fass aufmacht, weil ich sauer und verletzt bin und ihn doch nicht verstünde.

Der andere beste Freund, der scheinbar irgend ein Herzschmerz-und-Allgemeinkrisen-Dingens erlebt und mich nicht teilhaben lässt, obwohl es mir so wichtig wäre, für ihn da zu sein.

Die unzähligen Freunde mit den Worten „wir bleiben in Kontakt“, von denen ich alle paar Monde etwas höre, die ich aber nie sehe, obwohl ich sie vermisse.

Meine Angst, im neuen Lebensweg wieder zu versagen, wie ich schon so oft versagt habe.

Die Angst davor, mich dadurch finanziell so zu verrennen, dass es keinen Ausweg mehr gibt, als einen unbefriedigenden Job annehmen zu müssen, weil mich ungelernt sonst niemand haben will.

Die Last, niemanden zu haben, bei dem ich mich ausheulen kann und alles beim Brüllmann zu lassen, bis er eines Tages die Nase voll hat von mir.

Alleinsein.

Verlassenwerden.

Und weil das alles viel zu viel ist, um es gerade zu verarbeiten, stecke ich es wieder weg und tue so, als wäre alles ok.

Einen wunderschönen guten Tag. Sammeln Sie Treuepunkte?

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

4 Kommentare zu „You can’t break a dead girl’s heart“

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