Blogstöckchen gefangen!

Bei der lieben Anna von Weib and the City bin ich über folgendes Blogstöckchen gestoßen und da ich in letzter Zeit mal wieder so richtig Lust hatte, eines zu beantworten, habe ich es mir geschnappt und hierher getragen.

1.Hältst du dich für einen guten Menschen?

Was ist denn ein guter Mensch? Das ist schon sehr subjektiv, finde ich. Für mich ist das jemand der versucht, anderen zu helfen, ein offenes Ohr für seine Mitmenschen hat und nicht nur an sich denkt. Ich zähle mich zu dieser Gruppe, soweit eine Selbsteinordnung da möglich ist, ohne mich bemühen zu müssen, denn das sind für mich einfach „normale“ Dinge im Umgang miteinander.

Erinnert mich auch an einen total bescheuert verwendeten Begriff, den des Gutmenschen. Wenn „linksgrünversifte“ Leute, die sich in meinen Augen vor allem durch Solidarität, Verständnis und Menschenverstand auszeichnen, als Gutmenschen „beschimpft“ werden, ja wofür stehen dann die Rechten, die sie als solche zu diffamieren versuchen?

2.Was sammelst du?

Beim Umzug erneut festgestellt: Bücher. Furchtbar, wenn man die alle irgendwie in eine neue Wohnung bekommen muss. Aber ohne Bücher fühlt sich eine Wohnung einfach nicht als meine Wohnung an.

Ansonsten versuche ich, meinen Krimskrams so gering wie möglich zu halten.
Mr. English’s Habseligkeiten passten erstaunlicherweise in 2 Taschen.

3.Über welches Thema schwadronierst du am liebsten?

Eigentlich alles mögliche. Mein Studium macht mir Freude und ich finde die meisten Themen dort spannend. Politik (immer wieder ein Aufreger jeden Tag…), Forschung (vor allem medizinische, computertechnische und astrologische Entdeckungen bringen mich immer wieder zum Staunen), hin und wieder auch mal ein bisschen Plauderei

4.Ich bin die gute Fee, was wünscht du dir?

Dass mit meinem Zwerglein alles gut wird.

5.Auf was in deinem Leben könntest du am ehesten und auf was am wenigsten verzichten?

Am ehesten wohl auf Facebook, am wenigsten auf meine Liebsten.

6.Was bedeutet Liebe für dich?

Geborgenheit, Gemeinsamkeit, Zuhausefühlen, Freundschaft, Verbundenheit…

7.Wie gehst du mit Traurigkeit um?

Das kommt auf die Art der Traurigkeit an. Ist es einfach mal wieder die übliche Tiefphase, die ich gelegentlich eben habe, lenke ich mich ab, treffe Freunde, höre fetzige Musik, tu mir etwas Gutes.

Hat sie einen konkreten Grund, spreche ich darüber, auch wenn es mir schwer fällt und vor allem lasse ich sie zu. Das Zulassen war ein großer Schritt für mich in der Trauerbewältigung, danach ging es langsam aber stetig besser.

8.Was würdest du mit einem Sabatical anfangen?

Serviceblog:

Das Sabbatical oder das Sabbatjahr ist ein Arbeitszeitmodell für einen längeren Sonderurlaub.

Der aus den USA stammenden Begriffs sabbatical, nach dem biblischen Sabbatjahr, wurde von Professoren an US-amerikanischen Universitäten für ein Forschungssemester oder Freisemester geprägt.

Im weiteren Sinne beschreibt Sabbatical/Sabbatjahr oder auch gap year einen Zeitraum der Teilzeitarbeit oder Auszeit.

Quelle: Wikipedia

Ich hatte ein ähnliches Jahr unfreiwilligerweise bereits, als ich mein Soziologiestudium nicht bestand und mir überlegen musste, was ich nun mit meinem Leben anfangen soll. In dieser Zeit habe ich sehr viel über mich selbst gelernt und vor allem, was ich nicht will.

Ein richtiges, geplantes und gewolltes Sabbatical würde ich nutzen, um die Welt kennen zu lernen und mit Mr. English und dem Zwerglein zu reisen. Ich wollte ja schon immer mal in so viele Regionen der Erde und deren Kulturen kennenlernen, das Essen, das Leben, den Puls. Ich denke, auch dabei kann man über sich selbst so einiges in Erfahrung bringen – und vor allem sieht man danach sein eigenes Leben und die Arbeit ganz anders.

9.Du bist wieder 18 und musst die Entscheidungen für deine Zukunft treffen, wie würdest du dich entscheiden?

Ich habe viele Dinge getan, die man wohl als Fehler bezeichnen könnte, bin durch unzählige Hürden marschiert, hatte tolle und schlimme Zeiten. Ich könnte schon lange mit dem Studium fertig sein, hätte ich gleich gefunden, was ich jetzt mache. Doch andererseits denke ich, dass gerade diese Umwege mich am meisten geprägt haben und ich das, wa sich habe, erst dadurch zu schätzen weiß.

In Anbetracht dessen würde ich vielleicht ein, zwei Dinge und Menschen auslassen und mehr auf mich selbst als auf andere hören, aber das meiste genau so nochmal machen, auch wenn’s schwer war.

10.Du kannst entweder 500 Euro im Monat mehr verdienen oder deine Arbeitszeit um fünf Stunden pro Woche kürzen, was tust du?

In meiner aktuellen Situation nähme ich die 500€. In einem Vollzeitjob jedoch entschiede ich mich für die fünf geschenkten Wochenstunden (ist doch bei gleicher Bezahlung, nicht?), denn Zeit schätze ich höher als Geld.

11.Welche Songs wünscht du dir für deine Beerdigung?

So für den Einstieg eher „normal“ melancholische Lieder, etwa When Doves Cry, die Nirvana-Version von The man who sold the World, später dann was Nettes von Volbeat, vielleicht Warrior’s Call, und I am a Revenant von den Distillers denn wer mich kennt weiß, dass ich bis zum Schluss Kämpfer und Rebell bin und gegen Ende dann erheiternde Musik wie Another One bites the Dust. Und als letztes Lied bitte For tonight you’re only here to know, ja auch wieder Distillers. Und auf der Aftershowparty dann bitte ordentlich Grimes, bissl Metal, bissl HipHop und ganz viel Party, ok? Und singt auf jeden Fall mal alle zusammen Bohemian Rhapsody für mich, danke.

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

3 Kommentare zu „Blogstöckchen gefangen!“

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