Joy I

Ein Geburtsbericht

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Das Mäusekind ist da!

Nun gut, nächste Woche wird es bereits einen Monat alt, doch wie man sich sicher vorstellen kann, war ich bisher zu beschäftigt für eine Zwischenmeldung. Nun will ich einmal über die Geburt berichten.

Der Beginn

Alles fing damit an, dass an drei aufeinanderfolgenden Tagen ein Storch durch das Viertel flog. Zugegeben, ich würde mir selbst nicht glauben, hätte ich es nicht mit eigenen Augen gesehen, doch tatsächlich war es genau so und nicht anders.

Am dritten Abend der Storchensichtung also hatte ich nicht nur unglaublichen Hunger, sondern auch wollte das Mäuschen gern geboren werden. So geschah es, dass mir inmitten einer Fressorgie an Pizza mit extra viel Käse nur gesunden Lebensmitteln die Fruchtblase platzte, ohne dass ich es merkte.

Es ist mitnichten so wie im Fernsehen dargestellt, dass es einen Knall gibt auf den ein Schwall Fruchtwasser und innert kürzester Zeit die Geburt folgen. Ausnahmen gibt es, doch manchmal kommt es vor, dass die Blase nur anreißt und statt eines Wasserschwalls ein laues Tröpfeln einsetzt.

Ich war nicht sicher was vorging und verspürte zudem bereits ein leichtes Ziehen, sodass ich beschloss sicherheitshalber ins Krankenhaus zu fahren. Mir war klar dass es noch einige Stunden dauern würde, bis ich das winzige Kindlein im Arm halten könnte, sollte es tatsächlich losgegangen sein. Mr. English war jedoch sofort aufgeregt, packte schnell die restlichen Sachen, die man im Kreissaal gebrauchen könnte und verfrachtete mich ins herbeigerufene Taxi.

Im Krankenhaus angekommen wurden die Wehen langsam stärker, ließen sich jedoch gut veratmen und waren -im Nachhinein betrachtet- nicht der Rede wert. Ich wurde gefragt ob denn schon Fruchtwasser käme und antwortete wahrheitsgemäß, dass ich leider keine Ahnung hatte. Nun muss man wissen, dass es hier einen einfachen Test gibt mit dem sich überprüfen lässt, ob es sich um Fruchtwasser handelt oder nicht. Dieser wurde bei mir nicht gemacht. Warum? Keine Ahnung.

Da ich nur leichte bis mittelstarke Wehen hatte, die eher unregelmäßig waren, beschloss ich wieder nach Hause zu fahren, um dort Vorarbeit zu leisten, statt in einem ungemütlichen Krankenhauszimmer. Hier wollte ich mich eigentlich noch einmal ausruhen und ein wenig schlafen, doch das war leider nicht mehr möglich. Mr. English hatte allerdings kein Problem einzuschlafen.

So atmete ich alleine vor mich hin*, bis ich irgendwann solche starken Schmerzen hatte, dass ich den lieben Mäusepapa eher unsanft aus dem Schlaf holte („Wie kannst Du nur schlafen?!“) und den Krankenwagen rief.

Da war ich bereits bei Wehen alle drei bis vier Minuten.

*(Sorry an meine Nachbarn für das ziemlich laute Atmen und vorgeburtliche Stöhnen.)

Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

8 Kommentare zu „Joy I“

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