Vom Bloggen

Irgendwie hat niemand Bloggen als Hobby bei den letzten Freitagsfragen gewählt, oder habe ich etwas überlesen? 😀

Zum Bloggen gekommen bin ich damals, als ich mit meinem besten Freund durch die Straßen zog, wir unserer Phantasie freien Lauf ließen und Geschichten von einer furzenden, rülpsenden, sich durch die Weltgeschichte …äh… tollenden Brüllmaus ersponnen.

Inzwischen sind die Einträge lange im Nirvana verschwunden, doch der Blog blieb. Einige Male haderte ich mit ihm, verlor die Lust, geriet in Sinn- und Schreibkrisen, doch ich kam immer wieder zurück in mein Häuschen, das klein und bescheiden, aber eben deswegen doch so gemütlich ist. Hin und wieder schauen liebe Menschen vorbei und lassen einen frisch gebackenen Kuchen a.k.a. einen Kommentar da, worüber ich mich jedes Mal wieder sehr freue. Wirklich freue!

Jene Gemeinschaft, die sich doch in Kleinbloggershausen irgendwie bildet, finde ich auch an der Bloggerei so faszinierend. Man kennt sich, obwohl man sich (mit Ausnahmen) nie begegnet ist und es gibt auf mehreren Ebenen einen Austausch. Man kann voneinander lernen, miteinander Gutes wie Schlechtes teilen, findet Rückhalt oder erfährt eben doch einmal einen Dämpfer, wenn man es zu bunt treibt. (Blogstreitereien konnte ich bisher glücklicherweise immer aus dem Weg gehen. Schlammschlachten sind jetzt nicht so meins.)

Zwischenzeitlich verzweifelte ich ein wenig, weil ich so gar kein Thema für mich finden konnte. Aber das ist dann wieder doch mein Thema, denn ich schreibe über alles, was mich bewegt. Ob es persönliche Begebenheiten sind oder (sozial)wissenschaftliche Abhandungen, Politik und Weltgeschichte oder ein ausprobiertes Rezept.

Was ich jedoch auslagern werde sind Tipps und Erfahrungen rund ums Kind, denn das ist dann doch zu spezifisch für diesen Blog. Und so werden sich hoffentlich bald Windeltests, Berichte und die besten Geschenkideen im eigens errichteten und noch vollkommen leeren Zweitblog finden. (Der jetzt schon einen Monat alt ist. Oh man.)

Was würde ich Neubloggern raten?

Fangt einfach an. Oder aber macht euch einen Plan. Das kommt ganz darauf an, welcher Typ ihr seid und welches Thema der Blog haben soll. Ist es ein Tagebuchblog? Dann fängt man vielleicht mit einer Vorstellung an. Wer schreibt da überhaupt und was macht den Schreiberling aus? Gibt es etwas besonderes, das andere vielleicht nicht haben? Oder schreibt sich jemand etwas von der Seele?

Ein festgesetztes Thema sollte dann doch geplant werden, während ein Selbstportrait hier dagegen geschrieben werden kann, aber nicht muss.

Löscht keine Beiträge, sondern schaltet sie auf privat, wenn sie nicht (mehr) gefallen.

Seid nicht zu streng mit euch. Täglich schreiben ist kein Muss und es sollte auch nicht zum Zwang werden.

Ein Blogthema kann man ändern.

Verbindet euch, lest bei anderen Bloggern, kommentiert, sagt hallo. Das ist nicht nur freundlich, sondern macht euch sichtbar.

Pics or it didn’t happen.

Wählt ein Theme, das gut lesbar ist. Und achtet auf Rechtschreibung und Grammatik.

Das Allerwichtigste ist jedoch: Habt Spaß dabei!

7 Kommentare zu „Vom Bloggen

    1. Einen Oma-Blog würde ich doch gerne lesen, denn die Sicht der Großeltern bekommt man nur selten. Ich stelle mir das toll vor. Man kann das Kind verwöhnen, hat nicht den täglichen Alltagsstress und vor allem hat man schon Erfahrung und das „Schlimmste“ schonmal durch und weiß, dass es gar so schlimm vielleicht doch nicht ist. Oder noch viel schlimmer.

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  1. „Lösch keine Beiträge“ – da sagst du was. Habe die Tage mal die auf die Festplatte gezogenen Posts aus meiner Anfangszeit gelesen. Ein reines „ich erzähle aus meinem Familienalltag“-Blog. Der Junior war damals in der ersten Klasse und hat sich (zu Recht!) mit deutlichen Worten Luft gemacht, weil die Klasse Besuch von der Puppenfee und nicht von Armin Veh bekam. Wir haben Tränen gelacht, als ich ihn an die Episode erinnert habe. 😉

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