Von Wohnungsbränden

Letzte Nacht hatte ich einen Albtraum über Wohnungsbrände und beim langsamen Erwachen teilte mein Hirn mir mit, ich solle einen Blogeintrag dazu verfassen. Da es ein wichtiges Thema ist, höre ich darauf.

In diesem Beitrag soll es um die häufigsten Brandursachen in Wohnungen gehen und darum, wie man sie verhindert.

Die Küche

Nicht selten beginnen Wohnungsbrände in der Küche. Als Kind habe ich fast einmal ein Feuer entfacht, als ich einen Topflappen auf eine noch heiße Herdplatte gelegt habe. Es reichte aus, dass sie noch heiß war und musste nicht eingeschaltet sein. Das klappt bei Gasherden umso besser, weswegen Geschirrtücher und dergleichen immer in sicherer Entfernung aufgehängt werden sollten.

Der häufigste Küchenbrand findet seine Ursache aber in Fettbränden. Die entstehen, wenn das Fett oder Öl im Topf zu heiß wurde und man etwas hinein gibt, besonders wenn es Wasser enthält. Fettbrände darf man niemals mit Wasser löschen, denn das gibt eine Explosion. Stattdessen muss man einen Deckel auf den Topf oder die Pfanne setzen, da dieser die Sauerstoffzufuhr abbricht und das Feuer erstickt; auch wenn das Überwindung kostet, es ist die beste Möglichkeit. Außerdem sollte der brennende Topf von der heißen Kochplatte genommen werden.

Elektrizität

Elektrische Geräte verursachen rund 1/3 aller Wohnungsbrände. Sie sind eine Gefahr, wenn sie unsachgemäß angeschlossen sind, Defekte haben oder sie falsch benutzt werden. Auch Geräte die heiß werden, wie etwa Bügeleisen, Glätteisen, aber auch Kühlschränke. Letztere sollten einen gewissen Abstand zur Wand haben. Man geht von ca. 10 cm aus, damit die Luft gut zirkulieren kann.

Defekte Kabel sind ebenso gefährlich. Nicht immer sieht man sie, aber man kann sie gut feststellen, wenn das angeschlossene elektrische Gerät nicht mehr einwandfrei funktioniert, also z.B. das Handy nicht mehr vernünftig lädt oder das Radio anfällig auf Bewegungen reagiert – das könnte ein Wackelkontakt sein.

Sehr fies sind gebrochene und geflickte Leitungen in den Wänden. Die bemerkt man meistens erst, wenn das Feuer schon ausgebrochen ist. Diese sollten deswegen immer mal wieder kontrolliert und eventuell ausgetauscht werden. Wer also ein Haus hat, ist gut beraten, den Elektriker alle paar Jahre einmal durchchecken zu lassen. Das Geld dafür ist gut investiert – ein neues Haus inklusive Haushalt ist teurer. Ganz zu schweigen von der eigenen Gesundheit.

Unachtsamkeit

Auch Unachtsamkeiten können zu Wohnungsbränden führen. Etwa brennbare Materialien zu nah an Wärmequellen, wie oben genannt der Topflappen auf der heißen Herdplatte. Auch Spraydosen oder brennbare Flüssigkeiten vor der Heizung sind nicht zu unterschätzen. Kerzen sollten niemals unbeaufsichtigt brennen. Ein Wohnungsbrand in der Nachbarschaft entstand dadurch, dass ein Mieter vor der brennenden Kerze eingeschlafen ist, die auch noch zu nah an der Gardine stand. Die gesamte Wohnung und zwei Wohnungen darunter waren komplett zerstört – durch Feuer, die beiden anderen aber hauptsächlich durch Löschwasser. Es war pures Glück, dass niemand verletzt wurde; der Vorfall geschah mitten in der Nacht. Der Klassiker der fehlerhaft gezündeten Silvesterraketen steht uns bald wieder bevor.

 

Fallen euch noch andere Quellen ein?

Schaut doch mal wieder nach den genannten Gefahrenquellen. Stay safe!

4 Kommentare zu „Von Wohnungsbränden

  1. Ich habe auch oft von Bränden geträumt. Das das Haus im Traum für das Ich steht und ein Brand für Konflikte, fand ich es auch wahnsinnig spannend, mich mit diesem Aspekt zu beschäftigen. Ansonsten ist Feuer für mich echt DER Alptraum schlechthin, weshalb ich beispielsweise viele Geräte an Steckdosen mit Kippschaltern habe und nachts aus mache.

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    1. Ich hatte es schon 2 mal, dass in der direkten Nachbarschaft eine Wohnung gebrannt hat. Absoluter Albtraum. Und wenn man sich dann so vorstellt, dass man alles verliert, was man nicht noch schnell packen konnte, was bei uns Püppi und vermutlich ausschließlich Püppi wäre… gruselig.

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      1. Als ich noch sehr klein war, brannte direkt nebenan ein Gemeindezentrum nieder. Wir standen am Fenster und mein Vater warnte mich eindringlich, nicht mit Feuer zu spielen, denn dann könnte sowas passieren. Sehr anschaulich. Ich habe heute noch ein Bild vor Augen, das sich in meine innere Netzhaut eingebrannt zu haben scheint. Ich sehe noch die riesigen Holzbalken vom Dachstuhl, wie sie verkohlt und vom Feuer zerfressen, zusammen gebrochen waren. Diese Lektion habe ich nie vergessen… Und ja, es muss unglaublich gruselig sein.
        Gleichzeitig hat Feuer aber auch eine gewisse Faszination, das ist auch nicht zu leugnen…

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  2. Als ich klein war, hatten wir einen Weidekorb, in den wir immer den Fön gelegt haben. War keine besonders gute Idee, nach dem Fönen war das Ding so überhitzt, dass der Korb abgefackelt ist …
    Zum Glück ist nichts Schlimmeres passiert.

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