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1.) Welches ist Dein liebstes Märchen?

Für jemanden, der Kulturgeschichte studiert, sollte das vielleicht nicht so sein, aber: ich kenne außer der Disney-Märchen kaum welche. Gelesen schon gar nicht. Ich weiß, dass mir der Däumling als Kind sehr gefallen hat und an den erinnere ich mich auch noch vage.

In einem Seminar haben wir vor Kurzem über „Tischlein deck dich“ gesprochen. Wusstet ihr noch von der Fabel am Ende? Sieht es nicht aus, als gehörte das eigentlich gar nicht dazu? Die Theorie besagt, dass da einfach Dinge zusammengeworfen wurden bzw. angehängt. Märchen wurden ja von Person zu Person weitergegeben und erst die Grimms haben es geschafft, das mal aufzuschreiben. (Zumindest im deutschsprachigen Raum.) Entsprechend wurden je nach Publikum und auch Laune des Erzählers Dinge abgeändert, dazugedichtet oder ausgelassen. Märchenforschung ist eigentlich interessant.

2.) Magst Du Buchverfilmungen?

Ich hatte früher ein Problem damit, wenn ich eine ganz andere Vorstellung von Dingen hatte, als sie im Film umgesetzt wurden. Heute finde ich das spannend, weil das einerseits etwas über die Filmproduzenten aussagt, andererseits auch etwas über die Gesellschaft und/ oder den Markt.

Am einfachsten geht man damit um, erst den Film zu schauen und dann die Bücher zu lesen. Ein gutes Buch erkennt man schließlich daran, dass man zwar das Ende schon kennt, aber trotzdem weiterlesen möchte.

3.) Befasst Du Dich mit den Künstlern Deiner Lieblingsmusik?

Ja, schon. Wenn man nicht gerade fremdgeschriebene Popmusik hört, kann man sich durch die Kenntnis des Interpreten noch weitere Interpretationsebenen erwerben, was auch wieder spannend ist.

4.) Die Wahl der Qual: Ein Leben ohne Kunst oder ein Leben voll herzloser Kunst?

Lieber herzlose Kunst als gar keine, auch wenn das natürlich nicht das Ideal ist.

6 Kommentare zu „Antworten

    1. Das ist mir schon klar, trotzdem drückt Disney da noch mal einen ganz eigenen Stempel drauf und ist insofern ein eigenes Ding. Kulturwissenschaftlich interessant ist, dass dadurch eine Globalisierung eines sonst in vielen Ländern unterschiedliche erzählten Märchens geschafft werden kann.

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      1. Mir ist auch klar, dass dir das klar ist. 😉 Nur hatte ich mich gefragt, ob du tatsächlich eher die Disney-Adaptionen statt den Originalen kennst. Ich kenne die Gebrüder Grimm nämlich besser als die Märchen von Disney. Von Disney hab ich viel mehr anderes geschaut.
        Oh ja, das ist wirklich interessant. ICh bin ja auch kulturwissenschaftlich unterwegs.

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      2. Oh hmm, ich glaube das hält sich die Waage. Allerdings kann ich mir Geschichten besser merken, wenn ich sie gesehen habe, statt „nur“ gelesen. Zumal ich die Disneymärchen als Kind auch nicht bloß jeweils einmal geschaut habe. 😀

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