Mein Praktikum im Museum

Jetzt ist mein letzter Beitrag schon wieder eine Weile her und auch die Freitagsfragen sind mehrmals ausgefallen. Sorry an alle, die darauf warten. Es ist etwas vorgefallen, das mir sehr weh getan hat und ich bin noch nicht bereit, darüber zu schreiben. Doch was ich eigentlich gerade mache, davon möchte ich ein wenig berichten, denn das ist mal wieder etwas anderes.

Ich habe ein Praktikum angefangen. In einem kleinen Stadtmuseum verbringe ich die nächsten Wochen und lerne bereits jetzt zum Start der zweiten Woche einige Dinge, die ich noch nicht konnte. Meine erste Aufgabe war es, einen Gedichtband eines regionalen Dichters, der hauptberuflich Zimmermann war, zu transkribieren. Transkribieren heißt hier, dass ich seine Gedichte, die in Sütterlin geschrieben sind, in heutige Schrift übertrage.

Dafür musste ich erst einmal Sütterlin lernen und das fiel mir am ersten Tag sehr schwer. So sieht das aus:

(Bild Von Sebastian Wallroth – Eigenes Werk, Gemeinfrei, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=21564970)

So brauchte ich für die erste Seite, die ich transkribiert habe, knapp 3,5 Stunden. Am nächsten Tag ging es schon viel schneller und jetzt kann ich die Schrift problemlos lesen. Gut, manchmal hänge ich doch noch am einen oder anderen Wort, aber das ist ja bei Schreibschrift normal, nicht wahr?

Eine weitere Aufgabe bestand darin, Fotos vom Bestand der Bügeleisen und von Schenkungen zu machen.

Ich habe völlig unterschätzt, wie lange das dauert! Nach den Schenkungen, hier auf dem Bild ist eine Filmdose für einen DDR-Projektor zu sehen, und nach knapp 40 Bügeleisen, die zwischen 50 und 500 Jahren alt sind, waren bereits 3 Stunden vergangen. Die Schenkungen kommen ins interne Register, die Bügeleisen wandern auf die Seite der Europeana.

Dort gibt es allerhand historische Gegenstände zu sehen, also falls ihr euch für etwas interessiert, etwa für Bügeleisen, dann seid ihr dort super aufgehoben.

Freitag und heute mache ich Homeoffice und recherchiere für eine kommende Ausstellung zum Teddybären und nach einer Anleitung für den Bau eines Modellhauses aus der Steinzeit. Also falls für das Haus jemand Quellen hat… 😉

6 Kommentare zu „Mein Praktikum im Museum

  1. Hinsichtlich der ausgefallenen Freitagsfragen und der Pause seit Deinem letzten Beitrag brauchst Du Dir gar keine Gedanken machen, da ist Dir niemand ernsthaft böse. Und wer das doch ist, hat ganz andere Probleme. 😉

    Das Transkribieren erinnert mich an mein Praktikum im Niedersächsischen Staatsarchiv, da habe ich etwas Ähnliches gemacht. Hach, war das herrlich: Zwei Wochen umgeben von alten Dokumenten, Büchern, Landkarten etc. Man hätte mich dort einschließen können. 🙂

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      1. Das lese ich natürlich ungern.

        Und ich möchte auch davon absehen, Dich mit nichtssagenden Kalendersprüchen mit Würgereizgarantie zu malträtieren, aber sei dennoch versichert, dass ich Dir alles Gute wünsche und hoffe, dass sich die nötige Kraft für alles bald wieder anfindet.

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  2. Noch mehr klingt gar nicht schön. Klar habe ich die Freitagsfragen vermisst, aber ich wußte ja auch was passiert ist und dachte mir schon, dass Du momentan für alles einen Kopf hast, aber bestimmt nicht dafür. Also alles gut in der Hinsicht. Bei allem anderen drücke ich Dir die Daumen, dass es bald besser wird.
    Sütterlin kannte ich von meiner verstorbenen Oma und konnte das mal recht gut lesen, allerdings schreiben nie. Danke für das Alphabet und die Arbeit hört sich spannend und abwechslungsreich an. Toll!

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