Lydia Benecke: Psychologie des Bösen

benecke

Am gestrigen Samstag Abend besuchte ich den Vortrag „Die Psychologie des Bösen“ von Lydia Benecke. Frau Benecke ist Diplom-Psychologin und arbeitet als Therapeutin in einer Ambulanz für Sexualstraftaten. Wie sie erklärte kommen diejenigen zu ihr, die eine Sexualstraftat begangen haben und etwa als Bewährungs- oder Entlassungsauflage eine Therapie machen sollen.

Frau Benecke ist unter anderem für ihre Bücher „Auf dünnem Eis“, „Sadisten“ und „Psychopathinnen“ bekannt. Außerdem tritt sie häufiger in Interviews in TV und Radio an die Öffentlichkeit, engagiert sich in der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V.) für die Auflösung von Verschwörungstheorien und ist Jugendschutzbeauftragte der SMJG, ein Verein zur Aufklärung Jugendlicher über Sex und BDSM.

Der Vortrag

Im Vortrag „Die Psychologie des Bösen“ geht es um Psychopathen. Im Laufe des Abends wird erklärt, was Psychopathen sind und welche falschen Ideen es in der Gesellschaft davon gibt. Die große Frage des Abends lautete also: Was sind Psychopathen wirklich und wie kann man sie erkennen?

Dabei geht Frau Benecke auf zwei aktuell erforschte Arten von Psychopathen ein: die funktionalen Psychopathen, die kaum bis gar nicht empathisch sind und die andere Gruppe der dysfunktionalen oder instabilen Psychopathen, die zu der allen Psychopathen gemeinsamen Narzissmusstörung auch Borderline aufweisen.

Beide Arten bekommen jeweils knapp 1.5h des Abends, woraus sich 3 Stunden Vortragzeit ergeben. Damit hatte ich nicht gerechnet und war entsprechend mental gar nicht darauf vorbereitet. Aber ich habe mich auch zu keiner Zeit gelangweilt, wurde müde oder war überfordert.

Anhand von realen Beispielen aus Medien und ihrer eigenen Arbeit mit Straftätern erklärte Frau Benecke die verschiedenen Merkmale bildhaft und einleuchtend.

Mein Eindruck

Wie schon erwähnt wurde mir zu keiner Zeit langweilig. Der Vortrag war gut strukturiert und durch die Beispiele verständlich und locker. Es wurde keine Wissenschaftssprache verwandt, die nicht erklärt wurde, aber auch nicht mit Begriffen gespielt, die sonst in den Medien gerne (falsch) verwendet werden. Insofern hat Frau Benecke da einen guten Mittelweg gefunden. Ich habe zwar eine Person während der Pause sagen hören, dass sie ein paar Wörter nicht verstanden hat, aber ich denke, da muss man dann Abstriche machen. Es ist nicht schlimm, wenn man einmal über ein Wort stolpert. Das schreibt man sich auf und schaut es bei Gelegenheit nach. So lernt man auch noch etwas. Irgendwo muss man bei einem solchen Vortrag ja ansetzen und ich denke, es war recht niedrigschwellig.

Die Länge hat mich wie gesagt überrascht, mit 3 Stunden hätte ich -besonders bei Vortragsbeginn um 20 Uhr- nicht gerechnet. Zum Glück musste ich nicht arbeiten und hat Papa die Püppischicht in der Nacht übernommen. Das hätte ich aber dennoch in Kauf genommen, denn es war ja nur ein Mal. Für nächstes Jahr weiß ich dann bescheid.

Der Veranstaltungsort war so lala. Die Stuhlreihen standen sehr eng, sodass es eine Qual war, einmal aufzustehen und sich durch die Reihe zu quetschen. Bei 300 vorrangig weiblichen Besuchern sind 4 Toiletten auch suboptimal. Auch wäre es schön gewesen, nicht draußen in der Kälte auf Einlass warten zu müssen, doch der Empfang ist direkt hinter der Tür. Das hätte ich anders gelöst.

Ansonsten war der Saal gut, die Akustik war super und die Beleuchtung angenehm. Der Aufbau der Bühne war sehr ansprechend mit Frau Benecke vorne rechts mit Stehlampe, Sofa, Tisch und Laptop und der Leinwand hinten mittig, sodass auch weiter hinten gut mitgelesen werden konnte (denke ich -ich saß in fünfter Reihe).

Die Parkmöglichkeiten sind vor Ort auch eher mittelmäßig; nicht weit entfernt gibt es jedoch Parkplätze und Tiefgaragen.

Fazit

Alles in allem bin ich sehr begeistert und freue mich über diesen sehr schönen Abend. Besonders hat den mir übrigens das liebe engelchenve versüßt, die mich nicht nur chauffierte, sondern auch gut unterhielt.

Ich kann nur empfehlen, einmal einen solchen Beitrag zu besuchen. Es gibt für dieses Jahr noch Tickets für diverse Orte und unterschiedliche Themen. Und wer auf der offiziellen Seite sein Ticket kauft, spart sogar Geld. (P.S.: Das zugesandte Ticket hat ein extra Feld für Autogramme.)

Links:

Offizielle Facebook Seite von Frau Benecke

Facebook Community Seite

Offizielle Homepage


Bild: Screenshot von Amazon.de zum Suchbegriff „Lydia Benecke“, 14.04.2019, 12:11 Uhr. Link führt zur Quelle. Kein Affiliate-Link, ich verdiene daran nichts. Die Bücherei um die Ecke hat die Bücher sicher auch.

2 Kommentare zu „Lydia Benecke: Psychologie des Bösen

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