Aufwärts

Diese Woche war ich zu Hause. Hausarbeiten schreiben. Ich dachte, das dürfte ja in dieser einen Woche zu erledigen sein, wenn ich da ganz ungestört für ein paar Stunden am Tag arbeiten kann. Pustekuchen. Püppi hat sich und mir eine kleine Fiesigkeit aus dem Kindergarten mitgebracht, und so hingen wir beide viel über der Schüssel, schliefen uns aus und kuschelten ganz viel. Tja, die 1. Hausarbeit ist immerhin bei 1/3 und die zweite steht im Konzept. Für nächste Woche konnte ich mir auch noch einmal eine freie Woche schaffen. Zwar mit zwei Exkursionen. Auch wenn das jetzt alles nicht so lief wie geplant. Aber endlich wieder intensive Püppizeit, nachdem das aufgrund meiner Arbeitszeiten im Praktikum kaum geht, tat sehr sehr gut. Beiden. Es zeigte mir außerdem, dass Vollzeit zu arbeiten zumindest bis zum Schuleintritt für mich so nicht in Ordnung geht. Was ich nie gedacht hätte. Ich bin immerhin so aufgewachsen, dass meine Mutter jede Woche ihre 40h runter riss und danach genauso geschafft war wie ich heute, wenn ich nach Hause komme. Das will ich nicht. Obwohl das für mich selbstverständlich war, schließlich muss ich ja Geld verdienen und selbständig sein. Wie das mal wird muss ich sehen. Muss aber auch nicht heute entschieden werden. Wer weiß, in was ich noch hinein stolpern werde.

Auch diese Woche hatte ich ein Vorstellungsgespräch, auf das ich mich wahnsinnig freute. Ohne lange drum herum zu reden: Es war erfolgreich! Bald kann ich als Hiwi (Hilfswissenschaftlerin, offiziell studentische Hilfskraft) anfangen. 40 Stunden im Monat. Ich könnte bis zu 80 erhöhen oder auch weniger arbeiten, wie ich das möchte oder brauche. Nach meinem Bachelor kann ich dort weiter bleiben und als wissenschaftliche Hilfskraft ein bisschen mehr Geld verdienen. Was es nun dingfest gemacht hat für mich: ich werde auch meinen Master hier machen. Das war in der Schwebe. Und von Geld abhängig. Wie viel ich darüber erzählen werde, muss ich mir noch überlegen, fest steht aber, dass es unheimlich spannend ist und für mich und überhaupt eine einmalige Chance. Eventuell bekomme ich sogar einen Fuß in eine Tür, die zu einer späteren Karriere führt. Kann noch immer kaum glauben, dass ich an diese Stelle gekommen bin, geschweige denn sie auch tatsächlich bekommen habe.

Privat läuft es auch besser. Der Püppipapa hat eine Wohnung gefunden, überlegt aber noch, ob er nach Ende meines Praktikums schon oder erst nach meiner Bachelorarbeit auszieht. Auch ist er nicht mehr so gegen einen erneuten Versuch wie er zuvor war. Ich habe ihn also genau da, wo ich ihn haben wollte, was aber ganz und gar nicht manipulativ verstanden werden sollte. Dass er auszieht, ist unabdingbar, das muss ich schon sagen. Auch ich brauche diesen Abstand und auch ein bisschen Zeit, um Dinge zu verarbeiten und wieder zu mir selbst zu finden. Dass es aber nicht heißt, dass alles für immer und ewig vorbei ist, beruhigt mich.

Was mich auch über alles freut ist die Tochter meiner Herzfreundin, die vor 2 Wochen gesund und wunderschön zur Welt kam. Zwar kann ich sie wegen unserer aktuellen Seuche hier nicht wie geplant besuchen. Doch das heißt ja nur, dass ich mich noch ein bisschen länger drauf freuen kann, sie kennen zu lernen. 😉

So, auch wenn es aufwärts geht, habe ich doch trotzdem noch unheimlich Zeitdruck. Ihr möget mich bitte entschuldigen.

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