Status Quo

Seit gestern sind die Meerschweinchen wieder da, die für 6 Wochen bei meiner Mutter zum Urlaub waren. 😀 Geplant waren 3, aber ihr wisst ja wie das ist mit Plänen und dem Leben.

Über unsere Eingewöhnung hatte ich neulich berichtet. Die dritte Woche war etwas schwieriger, hatte ich zumindest den Eindruck. Püppi wollte partout nicht mitessen, obwohl sie sonst ein ausgezeichneter Esser ist. Die anderen Kinder sind ihr aber einfach zu viel. Wir Eltern fühlen uns gerade ein bisschen ratlos, wie wir sie dabei unterstützen können, sich besser an den Kindergarten, vor allem aber an die Kinder zu gewöhnen und ihre Scheu zu verlieren.

Freitag hatte ich diesbezüglich einen sehr schlechten Tag. Am Morgen habe ich mich ernsthaft gefragt, ob es einfach zu früh ist. Ob wir es später noch einmal versuchen sollen. Ich brachte sie dann zum Kindergarten, wo sie laut weinend und schreiend wieder von den Armen der Erzieherin in meine Arme wollte. Das hat mir so sehr weh getan, dass ich einfach weinen musste. Natürlich nicht vor Püppi, aber dann draußen im Vorraum.

Dort wartete gerade eine andere Mutti auf ihr Kind und sah mich. Sie sprach mich an und tröstete mich und erzählte mir, dass sie Erzieherinnen wirklich sehr liebevoll mit ihr umgehen und sie die ganze Zeit über immer bei ihnen auf dem Arm oder auf dem Schoß ist. Sie geben ihr viel Zeit und haben viel Geduld. Zwar hatte ich das im Gefühl und habe das auch gesehen, aber es war schön, es noch einmal von jemand anderem bestätigt zu bekommen. Meine Zweifel waren dann auch weg, als sie mir sagte, dass es ganz vielen Kindern so geht und gerade die dritte Woche wohl eine schlechte Woche ist.

Ich hoffe sehr, dass es langsam besser wird, denn das zerreißt mir das Herz, sie so zu sehen. Mr. English hat mir angeboten, sie zu bringen und ich hole sie ab, was ich dankbar angenommen habe. Wie gesagt, ich bin einfach sehr emotional und leide sehr mit, was es ihr vermutlich auch nicht leichter macht. Kinder fühlen sowas, selbst wenn man versucht zu lächeln.

Im Fitnessstudio lief es dafür ausgezeichnet. Mein Plan ist jetzt, 3x pro Woche hin zu gehen und mein Programm für ca. 3 Wochen zu machen und mir dann ein anderes erstellen zu lassen. An einigen Geräten konnte ich schon jetzt, nach nur einer Woche, jeweils 5kg auflegen. Unfassbar, wie schnell das geht. Ausdauertechnisch hatte ich Samstag einen schlechten Lauf, mein Asthma hat einfach gestreikt und der Muskelkater in den Beinen half auch nicht. Die Bizepsmaschine macht mich genauso fertig, weil mein Bizeps so schwach ist, dass ich selbst die lächerlichen 2,5kg nicht schaffe, 15 mal zu heben. Der Trizeps war dafür stärker als noch am Mittwoch. Wie gesagt, unfassbar wie schnell das geht.

Was ich aber sagen kann, ich habe zwar an Trainingstagen unfassbaren Hunger, habe aber schon ein halbes Kilo verloren und fühle mich bereits grundsätzlich besser. Meine Rückenschmerzen sind kaum noch vorhanden, ich bin ausgeglichener und positiver und nach dem Training gar euphorisch. Außerdem schaffe ich danach mehr Haushaltsaufgaben als die gesamte Woche über. Hat ja auch etwas gutes. 😀

Leider werde ich auch sehr müde an diesen Tagen, sodass ich kaum in der Lage war, letzte Woche an der Hausarbeit zu schreiben, die ich eigentlich gestern beenden wollte. Meh. Ich habe mir aber fest vorgenommen, an den Tagen ohne Training konsequent in die Bibliothek zu gehen und daran zu arbeiten. Tschaka! Ich will ja auch mal so richtig frei haben, gell.

Habt eine wundervolle Woche!

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Mein Erlebnis mit der AOK Plus

Eine andauernde Geschichte

Fast mein ganzes Leben lang war ich in ein und derselben Krankenversicherung versichert. Ausnahme bildete nur eine kurze Episode während einer (später abgebrochenen) Ausbildung, weil diese Krankenkasse die einzige war, die auf mich zukam – als 18-jährige ohne Internet und Ahnung war ich darüber sehr dankbar.

Diese langjährige Begleiterin aka Versicherung hat mich aber in den letzten Jahren durch stetig steigende Anteile und schlechter werdenden Service sowie die Tatsache, dass ich nicht immer über Preissteigerungen informiert wurde und dann Mahnungen bekam über ausstehende Beträge, mehr und mehr enttäuscht. Sie war eine der teuersten (studentischen) Versicherungen und bot dafür im Gegenzug nicht so viele Angebote zur Prävention wie andere Krankenkassen.

Bei der AOK Plus war ich zwischenzeitlich auch einmal kurz für ein paar Monate, vielleicht auch ein ganzes Jahr, ich kann es nicht mehr genau sagen, denn das ist schon eine Weile her. Ich hätte mich früher an die Szene in einem ihrer Büros erinnern sollen, als ich mit der Frage, ob es für Asthmatiker geeignete Sportangebote in der Stadt gäbe, hinein ging und mit einer Informationsbroschüre über COPD (!) heraus kam. Dann wäre mir dieses Spektakel in einer ohnehin stressigen Zeit vielleicht erspart geblieben.

Ein hervorragender Start

Bevor ich die Versicherung bei der alten Krankenkasse kündigte, bestellte ich mir einen Berater der AOK Plus ins Haus. Das fand ich toll, dass die zu mir kommen und ich mit Baby nicht in ein Büro gehen muss. Mein Berater stellte sich vor, antwortete mir auf alle meine Fragen und sogar auf die etwas kniffligeren. Ich fand ihn sehr nett und hatte generell nach der Beratung ein gutes Gefühl. Auch gefielen mir die Konditionen, denn das muss man der AOK lassen: die vielen Gesundheitskurse sind schon toll. Außerdem haben sie ein Bonusprogramm, das mir als ich-gehe-erst-zum-Arzt-wenn-man-mich-tragen-muss-Patienten einige Vergünstigungen bringen könnte. Vorsorge nehme ich ernst und das wird dort belohnt; wenn man immer brav vorsorgen geht, bekommt man ein bisschen Geld zurück.

So unterschrieb ich den Vertrag, kündigte bei der alten Krankenkasse und war fast ein bisschen traurig, dass ich noch ein halbes Jahr warten musste. Immerhin freute ich mich schon auf Babyschwimmkurse und dergleichen, die ich sehr gerne wahrnehmen wollte. Im Juni sollte die Versicherung nun endlich beginnen.

Und dann war Juni

Nichts. Keine Information, wie das nun mit der Bezahlung sei. Keine Karten. Kein Vertrag. Nichts.

Ich fragte meinen sympathischen Berater, was ich denn nun machen sollte, immerhin hatte Püppi am nächsten Tag einen U-Untersuchungstermin. Er bringe mir einen Abrechnungsschein vorbei, den läge er in meinen Briefkasten, bevor ich los müsse. Am Morgen des Termins dann eine Nachricht: er habe es leider nicht geschafft. Wer’s glaubt. Ich solle einfach die Karte der alten Versicherung abgeben, die Versicherungen würden sich das untereinander auskaspern. Meine Frage, ob ich dann definitiv auch keine Rechnung erhalten würde, verneinte er, alles sei gut, das gibt keine Probleme. Zugegeben, die gab es bisher nicht, aber Angst habe ich noch immer, dass da noch etwas kommt.

Mittlerweile ist Mitte Juli und wir haben noch immer keine Versicherungskarten. Und keinen Vertrag. Ich kann nicht zum Arzt, obwohl ich Probleme habe, die ich gerne abklären lassen würde. Lieber früher als später.

Ebenfalls im Juni schickte ich dem Berater Unterlagen, die er für einen Antrag brauchte, damit ich weiterhin studentisch versichert sein kann und statt fast 200€ monatlich „nur“ irgendwas um 90€ bezahle.* Vorige Woche bekam ich einen Brief, in dem ich aufgefordert wurde, eine normale Versicherung zu beantragen, immerhin sei ich doch 30 und mit 30 kann man nicht studentisch versichert werden. Kein Wort vom Antrag.

Also hakte ich nach. Bei meinem Berater. Der wohl verschollen ist.

Als nach 3 Tagen noch keine Antwort kam, wendete ich mich an eine andere Stelle. Es läge kein Antrag vor, aber die Unterlagen kann ich ja gerne ihr schicken. Sie möchte gern eine Bescheinigung der Uni, dass mein Urlaubssemester wegen Erziehungszeiten war.

Eine solche Bescheinigung gibt es nicht, also schickte ich ihr meine Bescheinigung über ein Urlaubssemester (worauf der Grund nicht verzeichnet ist) sowie die Geburtsurkunde von Püppi.

Die Antwort kam 2 Tage später. Mir wurde gesagt, dass das nicht reiche, es sei schade, dass es das Formular an meiner Uni nicht gäbe und ich könne so nicht studentisch versichert werden.

Geht’s noch? Die verlangen ein Formular, das sie selbst nicht ausstellen und wenn die Uni das nicht zufällig genau so hat, bekommt man sinngemäß gesagt: „Pech gehabt“?!

Ich habe nun sowohl meiner Uni geschrieben und denen diese Dreistigkeit geschildert mit der Bitte um Hilfe, als auch der Stelle der AOK Plus, dass ich mir nicht vorstellen könne, dass nur dieses eine Formular anerkannt würde und welche Alternativen es gibt. Die können ja wohl nicht ernsthaft erwarten, dass die Uni extra für die Spaßvögel eigene Formulare ausstellt. Sind wir hier bei Wünsch Dir was? Oder auf dem Ponyhof? Habe ich etwas verpasst?

Mal schauen, ob mir geantwortet wird und vor allem was. Stay tuned.

P.S.: Der zuständigen AOK Filiale habe ich übrigens auch eine Email geschrieben mit der Bitte mir einen anderen Berater zuzuweisen. Dieser hat sich noch immer nicht zurück gemeldet. Nach 2 Wochen und 3 Mails.


*Das Gesetz sieht vor, dass eine freiwillige (haha) studentische Versicherung bis zur Vollendung des 30. Lebensjahres gewährt wird, weil man dann magischerweise ganz viel Geld hat. Außer man hat triftige Gründe, warum das Studium noch andauert, etwa ein Kind, das man während des Studiums bekommen hat.
Die freiwillige Versicherung wird dann nötig, wenn man z.B. keine sozialversicherungspflichtige Arbeit hat, womit man automatisch versichert wäre und auch nicht mehr in der Familienversicherung der Eltern ist, die nur bis zum 25. Lebensjahr gilt.

 

UPDATE: Die Pressestelle der AOK hat mich auf einen Tweet hin gebeten, mich an sie zu wenden, was mittlerweile die 4. Stelle ist, mit der ich in Kontakt bin (wenn man das so nennen kann, von den anderen 3 habe ich bisher nichts wieder gehört.) In der Email habe ich meine Probleme aufgezählt und da kam eine ganze Menge zusammen.

Mit Verlaub, aber ich habe die Schnauze voll.

2. UPDATE: Meine Uni hat mir tatsächlich sowas ausgestellt, was die Dame vom Studentenservice wollte. Das habe ich ihr geschickt und sie schrieb mir heute Morgen, dass ich dann für dieses Semester studentisch versichert bin, das läuft noch bis 30.9. Immerhin. Wie es danach weiter geht? Keine Ahnung. Wie ich überhaupt irgendwas bezahlen soll? Auch keine Ahnung.

3. UPDATE: Mein persönlicher Berater ist aus der Versenkung wieder aufgetaucht. Dann kann ich das Suchteam der Polizei ja wieder zurück rufen.

Im Stress II oder: ARGH!

Im letzten Post zu meiner aktuellen Situation habe ich aufgelistet, was mich derzeit unter anderem stresst. Da ich an diesen Baustellen gearbeitet habe, hier ein kurzer Überblick, was neu ist.

1.) Püppi. Zu meiner freudigen Überraschung hat sie tatsächlich angefangen, auf Nein! zu hören. Sie weiß, dass sie etwas nicht soll, wenn ich das sage. Sie tut es zwar trotzdem oder versucht es, hört aber auf, sobald ich sie ermahne. Ich versuche außerdem, nicht immer nein zu sagen, sondern sie stattdessen abzulenken und das klappt ganz gut. Um ihrem Spielzeug-Chaos ein bisschen Einhalt zu gewähren, habe ich zudem ein System eingeführt, bei dem sie nicht mehr Zugriff auf alle Spielsachen gleichzeitig hat, sondern immer nur ein paar Spielsachen draußen sind. Ich denke, das ist auch gesünder für so ein Baby Kleinkind, das ja auch überfordert werden kann von zu viel Auswahl. Ich habe mir außerdem noch ein System ausgedacht, bei dem sie täglich zwischen 3 oder 4 Kisten wählen kann, die ich mit verschiedenen Spielzeugen bestücke, sodass sie auch etwas Abwechslung hat, aber eben auch Einschränkung. Mal sehen, ob das klappt.

2.) Wohnung. Wir haben ein paar Möbel umgestellt und es sieht gleich einladender aus, wir haben mehr Platz im Wohnzimmer. Ich habe ein paar Dinge aussortiert und verschenkt. (Diesmal übrigens nicht über eine Plattform, sondern im Karton, den ich zugänglich für unsere Nachbarn aufgestellt habe. Kein Stress, fast alles Zeug war weg.) Zudem haben wir uns einen Plan erstellt, bei dem wir nicht nur jeweils Arbeits- und Babyzeit haben, sondern auch gemeinsame Zeit, die wir unter anderem zum Putzen nutzen werden.

3.) Krankenkasse. Mein Berater meldet sich weiterhin nicht, trotz erneuter Mail. Mittlerweile konnte ich immerhin erfahren, dass er meinen Antrag nicht weitergeleitet hat, so dass ich ihn jetzt nochmals direkt selber an die entsprechende Stelle gesandt habe. Ich bin massiv genervt, da wir ja auch noch immer keinen geklärten Versicherungsstatus haben. Im schlimmsten Fall zahle ich fast 200€ monatlich statt der Hälfte, was ich einfach nicht finanzieren kann. Wie das zu bewerkstelligen ist kann mir auch keiner sagen. Zudem: ich müsste dringend zu verschiedenen Ärzten, kann aber nicht, da keine Karte. Schöne Scheiße.

4.) Kindergarten. Den Ordner gestalten wir nun zusammen in unserer gemeinsamen Zeit, was ich gut finde. Zwischenzeitlich waren wir im Büro, da ich Fragen zum Vertrag hatte – zum Glück! Irgendwie ist dort ein Fehler unterlaufen und wir wurden unter Kündigungen abgeheftet, wir haben aber definitiv nicht gekündigt und auch nichts dergleichen gehört. Jetzt ist alles gut. Das hätte eine böse Überraschung werden können, hätte man unseren irrtümlich gekündigten Platz weiter vergeben. Uff.

5.) England. Easyjet sollten sich umbenennen in Complicatedjet. Deren System erkennt die Passnummer des Kinderreisepasses nicht, sodass wir keine Boardkarte drucken können. Immerhin haben wir Sitzplätze nebeneinander bekommen. Dennoch müssen wir nun noch früher am Schalter sein, um Püppis und meinen Boardingpass noch ausdrucken zu lassen. Meh.

6.) Uni. Ich habe grobe Pläne erstellt, bibliographiert und schon einige gute Artikel gefunden. Es wird sehr knapp werden.

7.) Bauarbeiten. Tja, da kommen wir nicht drumherum. Bald ist Wohnungsbegehung, dann kann ich meine Fragen zu Internet und dergleichen stellen. Wenn der Vermieterverein so geil auf Verbesserung der Wohnungen ist, hätte ich da noch einige Punkte, die wichtiger sind als schicke Wandfarbe im Treppenhaus. Ein Fliesenspiegel in der Küche etwa. Vernünftige Türen. Den Fliesenspiegel im Bad so erweitern, dass man da im Stehen duschen kann, ohne die Tapete jedes Mal einzuweichen. Eine Rollstuhl- und Kinderwagenrampe, die man auch benutzen kann (aktuell 40° Winkel. Vergiss es. Hätte ein lieber Nachbar uns gestern nicht geholfen, wäre Püppi echt in Bedrängnis gewesen, da ich leider von den lächerlichen Rampenstreifen abkam.)

Ich würde ja auch einfach mal wieder vernünftig schlafen, entspannen, nichts tun. Ich brauche so dringend Urlaub aber habe dafür keine Zeit. Ich drehe noch durch. Kurzzeitig überlegte ich, ein weiteres Urlaubssemester einzulegen, weil ich so erschöpft bin. Bringt aber auch nichts, dann komme ich nur noch mehr in finanzielle Not. Wenn man aus dem Raster des Sozialsystems fällt, ist man so richtig am Arsch.

Und bei euch so?

Im Stress

Aktuell bin ich gerade völlig gestresst, permanent auf Hochtouren und fühle mich entsprechend erschöpft. Was ist los?

1.) Püppi. Mit Püppi ist alles in Ordnung, darüber bin ich sehr dankbar. Und ich freue mich, dass sie aufgeweckt ist und neugierig und die Welt erkunden möchte. Sie ist lustig und lacht gerne, was mich ansteckt. Sie entdeckt gerade diverse Gefühle, was anstrengend sein kann. Aber damit, dass vor ihr nichts sicher ist, treibt sie mich in den Wahnsinn. Ich weiß nicht mehr, wo ich Dinge noch verstauen soll, die nicht für sie geeignet sind. So groß ist meine Wohnung einfach nicht und so viele Schränke außerhalb ihrer Reichweite haben wir auch nicht. Leider ist das Badezimmer, der einzige Raum, in den sie nicht gehen darf, außer wir baden sie, so klein, dass man da nichts unterbringen kann. Zumindest Reinigungsmittel etc wären dort gut aufgehoben.

2.) Was mich zum zweiten Punkt bringt: Wohnung. Es herrscht Chaos. Dadurch, dass Püppi sämtliche Schränke und Schubladen ausräumt und ihre eigenen Spielsachen zusätzlich verteilt, sieht es bei uns immer aus, als hätte gerade jemand seinen Kram bei uns beseitigt. Schöner Kram, aber trotzdem. Ich komme einfach kaum dazu, so aufzuräumen, dass es wirklich vorzeigbar wäre. Und wenn ich das einmal tue, sieht es spätestens nach ihrem Schläfchen wieder aus wie vorher. UARGH!

3.) Krankenkasse. Mein Berater ist entweder faul oder unmotiviert, was aber aufs Selbe hinaus läuft: es passiert einfach nichts, es geht nicht voran. Seit 1. Juni sind wir in der neuen Versicherung, wir haben noch immer keine Versicherungskarten erhalten. Der Berater wollte einen Antrag auf Verschieben der Frist stellen, die besagt, dass man ab 30 keinen Anspruch mehr auf studentische Versicherung hat, egal ob man reich wie Dagobert ist oder haushalten muss wie eine Brüllmaus. Von einem anderen Büro der Versicherung habe ich lediglich ein Schreiben bekommen, dass ich doch 30 Jahre alt bin blabla. Ob mein Berater den Antrag nun eingereicht hat oder nicht, weiß ich nicht. Er antwortet nicht auf meine Email.

4.) Kindergarten. Für den Kindergarten habe ich einige Bastelarbeiten zu tun, was mir auch sehr Spaß macht. Wir Eltern sollen einen Ordner außen gestalten, in den die Erzieherinnen Fotos und Bögen mit Erlebnissen einsortieren. Diese Idee finde ich wunderschön. Ich habe auch schon alles besorgt, was Püppi für ihren Start in den Kindergarten braucht. Nur dieser Ordner, er starrt mich an, will dekoriert werden – aber wann?
Leider fehlt aus dem Kindergarten auch noch der Vertrag, den ich brauche, um Kostenübernahme bei der Stadt anzumelden.
Im September geht es dann los, dann bin ich 2 Wochen lang täglich mit im Kindergarten. Das heißt auch weniger Zeit für alles andere zu haben. Was mir die Vorfreude ziemlich verhagelt.

5.) England. Wir fliegen bald wieder nach England, worauf ich mich freue. Es stresst aber auch. Auch hier wollen etliche Dinge organisiert werden. Aktuell streikt das System der Fluggesellschaft; es kann den Kinderreisepass nicht erkennen, wodurch wir keinen Boardingpass ausdrucken können. Dadurch bekommen wir sehr wahrscheinlich auch keine Sitze nebeneinander. Toll. Danke für nichts.
Was ich mit meinen Schweinchen machen soll weiß ich auch noch nicht.

6.) Uni. OMG. 3 Hausarbeiten. Ich bin in allen dreien schon eingearbeitet, da ich bereits Referate zu den Themen gehalten habe. Muss aber noch mehr lesen, da meine Hausarbeiten nicht zu 100% den Referaten entsprechen können. Und das verschlingt so viel Zeit. Abgabe Ende September.

7.) Bauarbeiten. Zu allem Überfluss haben sich die Vermieter auch noch gemeldet. Sie wollen ab Ende September 3 oder 4 Wochen lang in unserem Haus Breitbandkabel verlegen, was heißt: a) Lärm, b) Dreck, c) vermutlich kein Internet, d) noch mehr Lärm. Ich raste aus. Dazu müssen nämlich Löcher durch die dicken Stahlbetonwände gebohrt werden.

Das ist nur eine AUSWAHL des ganzen Stresses. Daneben kommen noch so Dinge wie Anträge an der Uni, Verkaufen von zu klein gewordenen Babysachen (was so zeitintensiv ist, dass ich manchmal nicht weiß, ob sich das wirklich lohnt), der tägliche Haushalt, gesundheitliche Probleme etc pp. Ich schlafe zudem richtig schlecht. Naja und dann möchte man ja gerne auch noch Zeit für Familie und Freunde finden.

Ich brauche einen persönlichen Assistenten!

P.S.: Ich hatte außerdem versucht, ein paar Dinge zu verschenken, die wir nicht mehr brauchen und die unnötig Platz wegnehmen. Dafür habe ich auch Zeit investiert, die Fotos schießen sich ja nicht von alleine und die Nachrichten möchten auch beantwortet werden. Ratet mal, wie viel von den 8 Dingen noch hier stehen.

Sie ist wieder da

…also, so halbwegs zumindest.

Was für eine chaotische, schnelllebige Zeit, die letzten zwei oder drei Wochen.

Erst kotzte sich der Engländer die Seele aus dem Leib und als wir es schon als Lebensmittelvergiftung abgetan hatten, da die Symptome so schnell abgeklungen waren und es mir gut zu gehen schien, fing es bei mir an – nach einer schönen Geburtstagsfeier meiner liebsten Freundin. Das war ein Freitag.

Zum Glück habe ich niemanden angesteckt und zum Glück kam es nicht erst einen Abend später durch, denn am Tag nach der Geburtstagsfeier war ich zu einer Babyparty eingeladen und das hätte ganz böse ausgehen können.

Ich hatte drei Tage mit der Magen-Darm-Grippe zu kämpfen und ging direkt in eine Bronchitis über. Wie anfällig so ein vom Kotzen empfindlich gewordener Hals doch ist, meine Güte.

Da einfach Auskurieren aber langweilig gewesen wäre, kam nicht nur weit angereister Besuch am Montag bei uns an, sondern ich hatte auch eine 90-minütige Präsentation. Darüber, dass meine Kommilitoninnen näher rückten, da ich nicht laut reden konnte, war ich sehr dankbar. Die Präsentation lief besser als ich gedacht hätte und die Nachfragen waren sehr interessant.

Am Mittwoch konnte ich mich nicht ausruhen, sondern musste mehrmals durch die Innenstadt marschieren, um Papierkram beim Prüfungsamt zu erledigen. Glücklicherweise ging alles gut aus, ich hatte schon Angst, eine Hausarbeit nicht schreiben zu können.

Am Donnerstag sind wir zusammen mit englischer Grandma, Papa English, dem Mäusekind und mir durch den Erfurter Zoo gelaufen, wo wir es tatsächlich schafften, die gesamte Öffnungszeit über dort zu bleiben. Das hat sich gelohnt! Und das Mäuschen hat ihren ersten Zoobesuch nicht nur genossen, sondern danach auch so gut geschlafen, dass sie zum ersten Mal komplett durchgeschlafen hat. Hooray!

Freitag war Elternabend für die Kinder, die in den kommenden Monaten neu in den Kindergarten kommen würden. Es war interessant und auch schön, dass man uns so an die Hand nimmt, denn wir sind ja selber völlig planlos. Die Eingewöhnungszeit wird sicher noch einmal aufregend und dann ist das Mäuschen auch schon so groß…

In dieser Woche hat sie ihren ersten Geburtstag gefeiert und ich war doch sehr emotional. Einerseits bin ich stolz auf sie und auf uns, sie entwickelt sich ganz prächtig, ist wissbegierig und lustig, ein wahrer Sonnenschein, wenn auch mit Mamas Dickkopf gesegnet. 😉 Wir haben dieses Jahr denke ich gut gemeistert und bringen sie ganz gut voran in ihrer Entwicklung, ganz sanft aber wegweisend. Andererseits ist sie jetzt offiziell auch kein Baby mehr, sie wird zunehmend selbständiger, was natürlich gut ist, aber Loslassen gehört auch dazu und das ist nicht immer einfach für mich. Mr English kommt damit schon besser zurecht, er ist lockerer und wohl auch kein solcher Emotionschaoshaufen wie ich es sein kann.

Jedenfalls, auch wegen all der Dinge, die so auf der Agenda der letzten zwei Wochen standen, habe ich es beispielsweise nicht geschafft, Freitagsfragen vorzubereiten. Sorry, dass ich dazu keine Meldung gegeben habe. Ich habe auch nicht so viel arbeiten und lernen können wie gewohnt und war auch anderen gegenüber recht knapp angebunden.

Ob die nächste Zeit sehr viel besser wird, kann ich jedoch nicht sagen, immerhin wird es nicht ruhiger, sondern eher stressiger, jetzt zum Ende der Vorlesungszeit hin, nach deren Ende drei große Hausarbeiten anstehen. Uff.giraffe-2025888_1280.png