Kostenlose Lernplattformen und Lernmaterial

Viele Eltern stehen vor der Herausforderung, ihre Kinder nun selbst unterrichten zu müssen. Viele Schüler*innen wollen und müssen sich auf Prüfungen, Abschlüsse etc vorbereiten. Zur Unterstützung sollen hier Lernplattformen und Lernmaterial aufgelistet werden.

Die Liste ist unvollständig und wird laufend erweitert. Weitere Ideen gerne in die Kommentare. Sofern nicht anders markiert sind alle Angebote kostenlos.

Materialien

Grundschule

 

Weiterführende Schule

 

Sammlungen und Plattformen

Allgemein

  • Schlaukopf: alle Schulformen (gibt es auch als App)
  • Anton: Deutsch, Mathe, Sachkunde, Musik, Biologie, DaZ Klasse 1 bis 10. Allerdings wegen des großen Andrangs gerade schwierig zu erreichen.
  • Lernstunde: Grundwissen für Schüler
  • Hanisauland: Ab Grundschule, von der Bundeszentrale für politische Bildung
  • Zum: Materialien für alle Fächer, viele kostenlos, manche kostenpflichtig
  • Elixier: Suchmaschine für Bundes- und Landesbildungsserver, Auswahl nach Lizenzen möglich (also Suche nach kostenlosen Materialien einstellbar)
  • Europeana: Online-Sammlung von Kunst, Geschichte, Kultur, Wissenschaft mit Büchern, Manuskripten, Gemälden, Fotos, Skulpturen, Noten, Videos, Tagebüchern, Tonaufnahmen, Karten
  • Gutenberg-Projekt:Kostenlose e-Books. Leider wird Zugriff aus Deutschland aktuell unterbunden, verwendet daher einen Proxy oder benutzt den Incognito-Modus eures Browsers
  • Wikibooks: Online-Bibliothek von Lehr-, Sach- und Fachbüchern
  • Lernattack ab 4. Klasse von Duden, für 2 Monate kostenlos (bis 31.3. anmelden!)
  • Die Seite mit der Maus

Online-Kurse

Naturwissenschaften

 

Andere Fächer

  • RPI Virtuell: Für Religionsunterricht, konfessionsübergreifend
  • SEGU: Lernplattform für offenen Geschichtsunterricht (hat auch Wochenpläne für das Lernen während der Corona-Auszeit aufgestellt)
  • MusOpen: Musik in freien Lizenzen
  • Diktat-Truhe: Diktate für Gymnasium und Realschule vorlesen lassen, mit Tipps und Rechtschreibregeln
  • MKG: Plattform des Museums für Kunst und Gewerbe Hamburg
  • Deutsch Online
  • Duolingo: Sprachen lernen

Abitur und Studium

  • EZB: Elektronische Zeitschriftenbibliothek
  • DBIS: Datenbank-Infosystem der Thüringer Universitäts- und Landesbibliothek. Einige frei im Netz zugängliche Ressourcen, nach Fachrichtungen sortiert
  • KVK: Karlsruher Virtueller Katalog. Weltweite Suchmaschine. Es kann nach Online-Medien gesucht werden

 

 

Eine weitere Liste findet ihr bei Marja Katz.

Nachhaltigkeit mit Kindern

Nachdem es zehn tolle Beiträge zur Blogparade „Nachhaltigkeit im Alltag“ gab, möchte auch ich nun endlich meinen Senf dazugeben. In diesem Beitrag geht es darum, inwiefern Nachhaltigkeit mit Kindern möglich ist. Dabei gehe ich ausschließlich von unseren Erfahrungen aus. Ich erhebe keinen Anspruch auf Allgemeingültigkeit.

Im übrigen können gerne alle, die interessiert sind, jederzeit noch Beiträge nachschieben. Meine Deadline, die ich im Ankündigungspost gesetzt habe, galt lediglich für den Übersichtsbeitrag zu teilnehmenden Beiträgen.

Stoffwindeln vs. Wegwerfwindeln

Schon während der Schwangerschaft machte ich die Entdeckung, dass Nachhaltigkeit mit Babies ein regelrechter Glaubenskrieg sein kann. Im Mittelpunkt steht dabei oft die Frage nach den richtigen Windeln. Recht schnell wird klar, dass abgesehen vom Abhalten (Windelfrei) nur Stoffwindeln die eine richtige Lösung sind, will man nachhaltig wickeln. Darüber habe ich nachgedacht, Pro und Contra abgewogen und gestehe: wir sündigen und benutzen Einmalwindeln.

Wenn man sich das schönreden will, könnte man sagen, dass Stoffwindeln auch viel Energie und Wasser verbrauchen. Schlicht war es aber diese teure (mehrmalige) Anschaffung, die uns davon abhielt, damit anzufangen. Für ein Starterpaket mit (nur!) 10 Windeln legt man schon einmal 150€ hin und muss dann noch Einlagen und Waschmittel kaufen. Klar sind Einmalwindeln auf Dauer teurer, doch wie erwähnt sind große Einzelbeträge ein Problem.

Ein größerer Faktor bei der Entscheidung spielte tatsächlich ein persönlicher, menschlicher Aspekt: Ekel. Wegwerfwindeln macht man ab und wirft sie weg, während man sich um Stoffwindeln noch näher kümmern muss. Da ich während eines großen Teils der Schwangerschaft mit Hyperemesis zu kämpfen hatte, konnte ich mir einfach nicht vorstellen, Stoffwindeln zu benutzen. Einmal in einer Entscheidung drin war es dann schwer, sich komplett umzustellen. Was den zweiten Aspekt der Faulheit anspricht. Wir hätten es besser machen können. Da wir nahe am Ende der Windelzeit angelangt sind, hat es nun aber auch keinen Sinn mehr zu wechseln.

Für unterwegs und die berühmten schlimmsten Windeln verwendeten wir Feuchttücher, für alles andere einen feuchten Waschlappen. Auf Einmalwaschlappen hat der Kindergarten leider bestanden, mein Versuch die Gruppe von täglich neuen Frottee-Waschlappen zu überzeugen schlug leider fehl.

Kleidung

Einen Teil von Püppis Kleidung habe ich selber genäht. Vorteil davon ist, dass ich Motiv und Stoff selber aussuchen kann. Jedoch, auch Stoffe sind nicht automatisch fairtrade und umweltfreundlich. Häufig kommen auch diese wie die Kleidung in den Läden aus Fernost. Eine gute Alternative zu neuen Stoffen ist die Wiederverwendung nicht mehr genutzter Erwachsenenkleidung. Toll ist auch, dass es Nähmuster für Stücke gibt, die über mehrere Größen gehen, sprich eine Hose ist durch längere Beinbündchen und einen klugen Schnitt nicht nur in Größe 80 tragbar, sondern auch in 86, 92 und vielleicht sogar noch 98.

Wesentlich günstiger als selber zu nähen ist Kleidung aus zweiter Hand. Auch unsere Kinderkleidung besteht zum Großteil aus Second-Hand Stücken. Ein Vorteil dabei: gebrauchte Kleidung ist weicher und hat bereits ihre endgültige Form; man sieht was man hat.

Praktisch ist, dass man Kleidung wieder weiterverkaufen kann um ein bisschen Geld für die nächste Größe zu bekommen. Die schönsten Teile verschenke ich gelegentlich weiter. Wir haben das Glück und das Privileg, bei Besuchen in England in den Charity Shops tolle Markenkleidung für wenig Geld erhaschen zu können.

Spielzeug

Überraschend viel von Püppis Spielzeug ist aus meiner eigenen Kindheit. Ob das Kuscheltiere sind oder Holzbausteine, Autos und Dinos. Glücklicherweise hat sie den gleichen Geschmack wie ich. Ein weiterer Teil bildet sich aus Second-Hand-Käufen. Nur wenige Teile sind selber neu gekauft, einiges wurde neu geschenkt. Auch hier haben gebrauchte Teile einen Vorteil: es riecht nicht mehr nach neuem Plastik und eventuelle Rückstände sind schon rausgelutscht. 😉

Bei den Materialien achten wir auf die CE-Kennzeichnung. Gerne hätte ich persönlich mehr Holzspielzeug für Püppi, aber sie steht auf alles Bunte und Musikalische, was dann meist eben doch wieder Plastik ist. Jedoch machen wir da den Kompromiss, keine Kunststoffteile zu kaufen, die von kurzer Lebensdauer sind. Zudem ist gutes Holzspielzeug leider oft teuer und für uns nicht drin. Dennoch haben wir eine gute Mischung aus Holz- und Plastikspielzeug. Kuscheltiere sind bis auf drei Ausnahmen Second Hand oder aus unseren eigenen Kindertagen.

Essen

Da ich leider nicht stillen konnte, mussten wir zu Babyzeiten Milchpulver geben, was enorm viel Müll verursacht hat. Es gab keine Alternativen. Zwar gibt es zumindest umweltfreundliche Produkte, doch die schnitten in den vergangenen Jahren in Tests zu Lebensmittelsicherheit unterdurchschnittlich bis schlecht ab. Die einzige Verbesserung, die wir vornehmen konnten, war ein Pulver zu kaufen, das nicht in zwei einzelnen sondern einer großen Packung verpackt war, womit weniger Folienabfall anfiel.

Gläschen haben wir insgesamt weniger als 10 gekauft – zum einen sind die ohnehin recht teuer verglichen mit selber kochen. Zum anderen ist es einfach genug, vom eigenen Essen vor dem Würzen etwas abzuzweigen und zu pürieren. Das geht entweder täglich, dann ist es frisch gekocht. Ich habe aber auch schon eine größere Menge gekocht und mehrere Portionen eingefroren.

Jetzt beim festen Essen isst die Tochter alles mit, was wir essen. Womit sich die selben Grenzen auftun, die wir für uns selber auch haben. Unverpackte Nahrungsmittel sind oftmals zu teuer, um sie als Alternative zu Sparpacks zu wählen. Immerhin, Fleisch essen wir selten und achten dann darauf, dass es aus der Region stammt. Essen schmeißen wir sehr selten weg und dann ist es meistens deshalb, weil es schon faul gekauft wurde.

Abschluss

Das Leben mit Kindern stellt den ökologisch bewussten Menschen vor neue Herausforderungen. Manche Fragen stellen sich in kinderfreien Haushalten gar nicht. Für uns sind Grenzen einer nachhaltigen Lebensweise vorrangig finanziell gesetzte Grenzen. Wir könnten vieles verbessern, doch bedarf es dafür oftmals Investitionen, die wir zumindest in näherer Zukunft nicht stemmen könnten. So tun wir eben, was uns möglich ist und verbessern Schritt für Schritt weitere Elemente, die uns auffallen. Etwa mussten wir durch Püppis empfindliche Haut das Waschmittel wechseln. So suchten wir eben nicht nur ein milderes Waschmittel, sondern auch gleich ein ökologisch verträgliches.

Zu dem Thema Nachhaltigkeit im Alltag mit Kindern gibt es ein paar Blogs und Youtube Channels, auf denen wir uns weitere Anregungen holen. Eine Liste mit Blogempfehlungen gab es schon einmal auf dem Blog „Ich lebe jetzt!“ von Suse. Auf Youtube empfehle ich Shelbizlee, die Minimalismus und Nachhaltigkeit sehr gut vereinbart, ohne teure Kaufempfehlungen zu geben. (Der Kanal ist auf Englisch.)

Für weitere Empfehlungen, Tipps und Anregungen bin ich auch hier gerne offen.

Warum es eure liebsten Youtube Kanäle ab 2020 vielleicht nicht mehr geben wird

Nach einer ganzen Weile melde ich mich mal wieder – und habe leider schlechte Nachrichten.

Es sieht schlecht aus um sehr viele Youtube Kanäle. Schuld daran hat COPPA, der

Childrens Online Privacy Protection Act,

also Kinder-Online-Privatsphären-Schutz-Plan. Dabei sollen Kinder unter 13 Jahren vor der Manipulation durch Werbung in Kinderprogrammen geschützt werden.

Jetzt denkt ihr, „Hö, Schutz von Kindern gerade online ist doch etwas Gutes?“ Ja, ist es auch, aber COPPA ist leider ganz furchtbar schief gegangen.

Ein Problem dabei ist, dass der Act von 1998 ist, ja, neunzehnhundertachtundneunzig, also gerade einmal 11 Jahre jünger ist als ich. Und in diesen bald 22 Jahren hat sich online so viel getan, doch das sollte selbsterklärend sein, außer man ist Politikerin und hält das alles für Neuland.

Ein anderes Problem ist, dass sehr grob beschrieben wird, was Kinderprogramme überhaupt sind. Hier die 4 (nur vier!) starren Kriterien; ein Programm gilt als Kinderprogramm, wenn

  • es bewusst an Kinder gerichtet ist
  • es Charaktere, Celebrities oder Spielzeuge enthält, die Kinder ansprechen, inklusive animierter Figuren
  • vorwiegend Kinder zu den ZuschauerInnen gehören
  • Aktivitäten gezeigt werden, die Kinder ansprechen

Dabei müssen nicht alle 4 Kategorien in einem Video getroffen werden, um entsprechend als Kinderprogramm kategorisiert zu werden. Was bedeutet, dass sehr viele Videos auf Youtube in eine Grauzone fallen, beispielsweise Videos, die nicht an Kinder gerichtet sind, aber etwa animierte Figuren enthalten.

Man denke da an Gaming Channels, Bildungskanäle, Nachrichtenvideos und unzählige Unterhaltungsanbieter. Auch Kanäle, die unterschiedliche Altersgruppen ansprechen, werden in diese Kategorie fallen. Solche, die ihr Programm hauptsächlich an Erwachsene richten, aber beispielsweise in einem Video über Pokémon sprechen, was (auch) von Kindern gespielt wird. Dabei ist egal, WIE darüber gesprochen wird, ob etwa komplexe Wissenschaftstheorien daran abgearbeitet werden, oder es sich um ein Let’s Play handelt, wo eine Person die eigene Spielerfahrung kommentiert. Der komplette Kanal wird unter das Gesetz fallen und überprüft werden.

Was ist das Problem?

Zum einen hat das Gesetz rückwirkende Konsequenzen. Für jedes Video, das als Kinderprogramm gewertet wird, muss die Kanalinhaberin $42.000 Strafe zahlen, das entspricht ca. 38.000€. Wohl gemerkt, PRO Video. Eine Familie, die seit 4 Jahren über ihren Alltag vloggt und fast täglich ein Video hoch lädt (ich rechne also 300 Videos pro Jahr), kommt sehr schnell auf 1200 Videos. Wird selbst nur die Hälfte als unter COPPA fallend gezählt, fallen also über 25 Millionen Dollar Strafe an. Dabei ist der Inhalt nicht einmal unbedingt an Kinder gerichtet, aber es sind oft Kinder und Spielzeuge zu sehen, womit die Zuordnung in die betroffene Sparte erfolgte.

Zum anderen wirft das Gesetz zukünftige Probleme auf. Ein Youtube-Kanal generiert durchschnittlich 80-90% seiner Einnahmen aus eingeblendeter Werbung. Für eigentlich alle großen Kanäle gilt: das ist deren Haupterwerb, oft der einzige, da Videos zu erstellen sehr aufwändig werden kann, besonders wenn z.B. animierte Figuren einfließen. Niemand kann auf 80-90% seiner Einnahmen verzichten. Zudem hängen an solchen Kanälen oft mehrere Jobs, um etwa Editorinnen und Autorinnen zu bezahlen.

Eigentlich gibt es eine bestehende Lösung, nämlich Youtube Kids, das den Anforderungen bereits entspricht, keine Werbung während eines Videos einzublenden, sondern vom Video getrennt und mit Ankündigung. Die Benutzung der Youtube Hauptplattform ist laut eigenen AGB erst ab 13 Jahren zugelassen; wer also einen Account erstellt muss mindestens 13 Jahre alt sein. Dass Kinder über ihr Alter lügen oder sich Zugang zum Account der Eltern verschaffen kommt ganz sicher vor, doch ist dies zu regeln Aufgabe der Eltern, nicht der Plattformbetreiber. Jedoch hat Youtube selbst lange damit hausiert, dass die Hauptplattform große Anlaufstelle von Kindern zwischen 2 und 12 Jahren ist und sich somit in das Schussfeld von COPPA bzw. der ausführenden Behörde FTC begeben.

Wie geht es weiter?

Youtuber haben bis zum 1.1.2020 Zeit, ein Formular auszufüllen und Angaben über ihre Kanäle und das Publikum zu machen. Videos ab 2020 müssen, sofern sie auch nur ansatzweise unter COPPA fallen könnten den Bestimmungen entsprechen, also sie dürfen keine Werbung mehr während ihrer Videos einblenden.

Es ist gut möglich, dass viele Kanäle offline gehen, um einer Strafe zu entgehen. Vielleicht ziehen sie auf andere Plattformen mit strengeren Altersbeschränkungen um. Sicher ist, dass das Gesicht von Youtube sich verändern wird. Ich befürchte nicht zum Guten.

Zur Blogparade: Nachhaltigkeit im Alltag

Im September rief ich dazu auf, in einer Blogparade Gedanken und Tipps zusammenzutragen zu dem wichtigen Thema der Nachhaltigkeit: wie handhaben das andere? Welche Grenzen gibt es (noch)? Wie viel kann jeder Einzelne bereits umsetzen?

Dazu sind einige Texte zustande gekommen, was mich sehr gefreut hat. Besonders die Vielfältigkeit hat mich sehr positiv überrascht. Vielen lieben Dank an alle, die mitgemacht haben!

Die Texte

Kommunikatz: Nachhaltigkeit im Alltag, 3 Teile

kommunikatz

In ganzen drei Teilen hat Kommunikatz sich an den 17 Zielen für nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen abgearbeitet und ist dabei Punkt für Punkt vorgegangen, um verständlich zu erklären, warum diese Punkte wichtig für die Umwelt sind.

 

 


Vulvarine: Nachhaltige Monatshygiene – wohin mit deinem Menstruationsblut?

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Dem Thema Monatshygiene hat sich Vulvarine angenommen. Ein guter Punkt, beschäftigt Menstruation und die damit verbundenen Müllabfälle doch etwa die Hälfte aller für durchschnittlich 4 Jahrzehnte (40 mal 12 Wochen sind immerhin ganze 380 Wochen, in denen Frau sich damit herumschlägt!) Dabei zeigt sie Wege auf, um Müll zu vermeiden und sich gleichzeitig selbst etwas Gutes zu tun.

 


Maennerdinge: 5 Tipps für mehr Nachhaltigkeit im Alltag

maennerdinge.PNGAuf Maennerdinge gibt es fünf einfache Tipps, die zu befolgen fast immer und fast allen möglich ist.

 

 

 

 


Percussion & Drums: Schlagzeug spielen und Nachhaltigkeit – geht das?

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Mit diesem Text wird das Nachhaltigkeitsthema in den Hobbybereich gebracht. Auch dort kann mehr oder weniger nachhaltig agiert werden. Zeit, um über das Verhalten im eigenen Hobby einmal nachzudenken.

 

 


Berlinerin in Frankreich: Nachhaltigkeit in Frankreich – Wie wir versuchen, sie zu leben

frankreich.PNGDurch den Beitrag von der Berlinerin aus Frankreich schauen wir in dieser Blogparade einmal über Ländergrenzen hinweg und sehen uns an, wie die Sache mit der Nachhaltigkeit bei unseren europäischen Nachbarn gehandhabt wird.

 

 


Amsels Blog: Ich bin faul, ungeduldig, geizig und gierig … über Nachhaltigkeit im Alltag und meine Tücken

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Eine meiner gestellten Fragen war, was Grenzen der Umsetzung von Nachhaltigkeit im Alltag sind. Dieser hat sich Amsel besonders gewidmet und gezeigt, warum es nicht immer einfach ist und wie man Hürden überwinden kann.

 


Kosimu: Nachhaltigkeit – sinnvolle Strategie oder Selbstbetrug?

kosimu.PNG Sehr kritisch wird Nachhaltigkeit beziehungsweise nachhaltiger Lifestyle bei Kosimu hinterfragt: „Rettet Nachhaltigkeit die Umwelt oder lügen wir uns in die eigene Tasche?“

 

 


Maria Mittwoch: Gesunde und nachhaltige Ernährung

mariamittwoch.PNGMaria Mittwoch hat den Anspruch an ihre Ernährung gestellt, nicht nur gesund zu sein, sondern auch nachhaltig. Warum es gar nicht so einfach ist, beide Kritikpunkte zu vereinen, könnt ihr in ihrem Artikel nachlesen.

 

 


School Life Balance: 5 Hebel, wie dein Kind vom kräftezehrenden Pauken zum nachhaltigen Lernen kommt

schoolllifebalance.PNG In diesem Beitrag wird der Nachhaltigkeitsbegriff erweitert und auf das Lernen gelenkt. Teil des Lebenslangen Lernens ist es, zum eigenständigen Lernen zu befähigen und dabei die Freude am Lernen zu wecken. School Life Balance hilft Eltern dabei, ihren Kindern eine gute Beziehung zum Lernen zu ermöglichen.

 


Lernlust statt Schulfrust: Wie lernt dein Kind das Thema Nachhaltigkeit?

lernlust.PNG Einen prima Abschluss der Blogparade bildet der Beitrag von Lernlust statt Schulfrust. In diesem geht Vera Burchard der Frage nach, wie man Kindern Nachhaltigkeit beibringt.

 

 

 


Noch einmal ein großes Dankeschön an alle Beteiligten! Persönlich hat mir die Vielfalt der Deutungsmöglichkeiten sehr gut gefallen. Ich hoffe, es hat euch genauso viel Spaß gemacht wie mir und natürlich hoffe ich, dass auch die Leserinnen und Leser diese Blogparade mochten.

Meinen eigenen Beitrag schiebe ich noch nach.

[Blogparade] Nachhaltigkeit im Alltag

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EDIT: Hier geht es zu den Beiträgen.


 

Nachhaltigkeit ist ein großes Thema. Zurecht, haben moderne Gesellschaften in den letzten Jahrzehnten doch so viel Müll produziert, dass keiner mehr weiß, wohin damit. Die Ozeane sind voller Abfall, die Luft ist verpestet.

Umso besser, dass dieses Thema zunehmend an Aufmerksamkeit gewinnt und auch internationale Politik erreicht hat. Es muss noch viel getan werden, um globale Veränderungen zu erreichen oder zumindest den aktuellen Verfall ökologischer Grundlagen aufzuhalten.

Wir als private VerbraucherInnen* jedoch können auch im Kleinen etwas bewirken und uns nachhaltige Verhaltensweisen aneignen. Unter diesem Motto soll diese Blogparade stehen:

Nachhaltigkeit im Alltag

Dazu möchte ich Beiträge sammeln, die am Ende der Parade in einem eigenen Post gesammelt und hier im Blog veröffentlicht werden.

Wer mitmachen möchte, kann das ganz einfach tun und drauf los schreiben, malen, filmen, dichten, tanzen, basteln oder singen. Einzige Bedingung ist, dass ihr hier her verlinkt, damit ich eure Beiträge auch finden kann. Wer keinen eigenen Blog hat, kann auch gerne per Social Media Kanälen mitmachen: Twitter, Instagram, Youtube, Tumblr, you name it. In dem Fall wird mir dann allerdings kein Pingback angezeigt, weswegen ihr bitte einen Link zu euren jeweiligen Postings in die Kommentare unter diesen Beitrag schreibt.

Eurer Phantasie sind dabei keine Grenzen gesetzt. Probiert Dinge aus und berichtet darüber, schreibt zu diversen Themen wie Rechtliches, Soziales/ Soziologisches, Privates, …

Mögliche Fragen, die ihr beantworten könnt, sind beispielsweise

  • Was bedeutet Nachhaltigkeit für Dich?
  • Wie setzt Du Nachhaltigkeit in Deinem Alltag um?
  • Wo sind persönliche Grenzen?
  • Was könntest Du noch verändern?
  • Bist Du auch am Arbeitsplatz nachhaltig oder versuchst, nachhaltige Konzepte einzubringen?

Annahmeschluss ist der 31.10.2019.

Da ich vorher verhindert bin, verlängere ich die Frist bis zum 6.11.

Ich bin gespannt und freue mich auf eure Beiträge! Teilen erwünscht, denn hier gilt: je mehr, desto besser.

Warum die #10JahreChallenge auf Facebook problematisch ist

Es geht mal wieder ein Trend auf FB umher. In der aktuellen #10JahreChallenge oder #10yearchallenge oder abgekürzt #10years zeigen User Fotos von sich vor 10 Jahren und heute.

Zunächst fand ich das eine witzige Idee und überlegte, ob ich noch irgendwo Bilder von mir aus dem Jahre 2009 habe, um auch daran teilzunehmen. Doch dann schaltete sich meine Datenschutz-Aufmerksamkeit ein. Warum diese Challenge problematisch ist, möchte ich knapp erläutern.

Facebook ist eine Datenkrake – darüber brauchen wir nicht mehr zu diskutieren. Sie sammelt wütig alles ein, was sie kriegen kann: Vorlieben, Herkunft, Lebenslauf und Bilder. An Facebook werden auch Softwares getestet, ganz oft sind das Werbeprogramme, um Werbung noch besser und gezielter zu personalisieren.

Wenn euch das nun bekannt ist, fragt einmal weiter: was könnte man auf Facebook -ganz theoretisch- noch testen? Netzwerktechniken (Verknüpfungen einzelner Personen und von Personengruppen untereinander), Spracherkennung (inklusive Umgangssprache und Slang) – Gesichtserkennungssoftware!

Facebook dementiert eine Beteiligung an der Challenge zu haben:

„This is a user-generated meme that went viral on its own. Facebook did not start this trend, and the meme uses photos that already exist on Facebook. Facebook gains nothing from this meme (besides reminding us of the questionable fashion trends of 2009). As a reminder, Facebook users can choose to turn facial recognition on or off at any time.”
(Deutsch: „Das ist ein benutzergeneriertes Meme, das von selbst viral ging. Facebook hat diesen Trend nicht gestartet und das Meme nutzt Fotos, die auf Facebook bereits existieren. Facebook profitiert von diesem Meme nichts (außer eine Erinnerung an die fragwürdigen Modetrends von 2009). Als Erinnerung, Facebook User können die Gesichtserkennung jederzeit an- oder ausschalten.“ Übersetzung von mir.) 

Ja, die Bilder gibt es schon auf Facebook. Aber spinnen wir einmal weiter.

  • Um an diese Bilder zu gelangen, müsste man einen sehr großen Datensatz durchwühlen, sichten und sortieren.
  • Viele Nutzer haben keine Bilder ihrer Gesichter zum Profilbild: viele nutzen Comics, Landschaftsfotografien, verzerrte Bilder etc.
  • Die Bilder, die Gesichter zeigen, sind nicht zwangsläufig aus dem Jahr des Hochladens. Die Metadaten zu Bildern sind ebenfalls nicht immer verfügbar.

Durch das Hochladen zweier Bilder von sich in einem gesetzten Zeitfenster fügt man all diese sonst fehlerhaften, fehlenden oder unsicheren Daten wieder ein und gibt unter Umständen noch weitere Informationen dazu, etwa zum Ort des Geschehens oder einer Anekdote des Tages etc.

Was man damit machen kann ist vor allem, Gesichtserkennungssoftware in Alterserkennung zu trainieren. Die #10yearchallenge auf Facebook ist dazu ideal: sichere Daten, gesetzter Zeitrahmen, viele Teilnehmer.

Das ist nicht zwangsläufig etwas Schlimmes. In Neu Delhi fand man mithilfe von Gesichtserkennungssoftware 3000 vermisste Kinder in nur 4 Tagen. Mit Software, die das Alter als Variable mit einrechnen kann, hätten es vielleicht sogar noch mehr sein können. Diese Technologie könnte man etwa bei anderen vermissten Kindern einsetzen auch dann, wenn kein aktuelles Foto vorhanden ist.

Wir sollten uns aber dessen bewusst sein, dass auch solche Challenges, so lustig oder schön sie sein mögen, abgewägt werden sollen. Ist es sinnvoll oder vertretbar solcherart Daten preis zugeben? Weiß man, was mit diesen Daten geschieht? Die größten Gewinne machen wohl Werbefirmen aus solchen neuen Technologien. Es kann aber auch passieren, persönliche Nachteile zu erfahren. Wer schneller sichtbar altert als der Durchschnitt könnte ein Risiko für Lebens- und Krankenversicherungen sein und entsprechend mehr bezahlen.

Wer sagt, das sei Schwarzmalerei und Paranoia, der sei an die Massensammlung von Daten US-amerikanischer Facebook-User durch Cambridge Analytica erinnert.


Titelbild von LoboStudioHamburg @ Pixabay

13 Fragen für eine glückliche Ehe

Beim Mann mit der Ziege gibt es neulich 13 Fragen aus der Neon, die sich ein Paar vor der Hochzeit stellen sollte. Mal davon abgesehen, dass einige dieser Fragen schon ein wenig absurd sind, glaube ich nicht, dass es mit diesen Fragen getan ist. Meine Meinung ist die, dass es keine per se glücklichen Beziehungen gibt, sondern man daran arbeiten muss, um miteinander glücklich zu sein und zu bleiben.

Der Soulweeper hat seinen Senf dazu gegeben, das möchte ich aus meiner Sicht nun auch tun.

Wie verhält sich deine Familie bei Streit:
Schmeißt sie mit Tellern um sich, diskutiert sie ruhig oder machen sie
einfach die Schotten dicht?

Ja, das Streiten ist eine Kunst. Zu erwarten, dass man eine ähnliche Streitkultur hat, ist allerdings unsinnig, denn das würde bedeuten, dass man ähnlich aufgewachsen sein muss. Streiten prägt sich im Elternhaus und es ist wahnsinnig schwer, seine Art zu Streiten zu ändern. Das lerne ich mit dem Engländer. Meine Familie ist leider ganz furchtbar darin, dementsprechend musste ich streiten erst lernen. Und zwar das gesittete streiten, wo man seine Wut nicht in Wurfspielen entlädt, dem Anderen nicht die Schuld an allem gibt und sich vor allem Zeit nimmt.

 

Werden wir Kinder haben, und wenn ja, wirst du auch die Windeln wechseln?

Diese Frage soll man bitteschön auch ehrlich beantworten und den anderen nicht hinhalten, wie mir das leider passierte. Das ist unfair und endet sowieso nie gut.

Das Windelwechseln muss jedes Paar für sich ausmachen. Für mich käme es nicht in Frage, dass sich einer davor drückt. So schlimm ist es im Übrigen auch gar nicht. Man up! 😉

Werden uns die Erfahrungen, die wir mit unseren Ex-Partnern gemacht haben, helfen oder behindern?

Selbst schlechte Beziehungen der Vergangenheit können meiner Meinung nach etwas beitragen. Selbst wenn es lediglich die Gewissheit ist, was man nicht möchte oder womit man nicht leben kann. Das sollte offen kommuniziert werden.

Wie wichtig ist uns Religion? Und wie werden wir religiöse Feiertage feiern?

Da sollte man freilich idealerweise auf einer Wellenlänge sein. Muss aber nicht. Solange beide respektvoll miteinander umgehen und offen für den (Nicht-)Glauben des anderen sind, ist das kein Hinderungsgrund. Es sollte nur niemals zwischen den Partnern stehen. Schwieriger ist es, wenn Kinder ins Spiel kommen. Aber auch da kann man mit ihnen offen kommunizieren, dass manche Menschen eben glauben und andere nicht oder anders.

Sind meine Schulden auch deine Schulden? Würdest du mir aus der Klemme helfen?

Gut, ja, darauf sollte man sich tatsächlich vor der Hochzeit einigen. Und entscheiden, ob man damit leben könnte, wenn der Partner einen hängen lässt bzw. ob man selbst es dem Partner aufhalsen wollen würde, die eigenen Schulden zu übernehmen.

Wie viel Geld würdest du maximal für ein Auto, ein Sofa oder Schuhe ausgeben?

Auch hier wieder bestimmt das Elternhaus die Antwort. Ist man mit wenig Geld aufgewachsen, bleibt man meist auch im Erwachsenenalter sparsamer. Wer einen Goldlöffel in die Wiege gelegt bekam, verprasst unter Umständen schon mal einen Batzen Geld. Muss aber beides nicht, es gibt für beide Seiten ausreichend Gegenbeispiele. Außerdem ändert sich das doch mit dem Einkommen und der Situation.

Kannst du damit leben, wenn ich Dinge ohne dich mache?

Bitte, bitte, bitte verschmelzt nicht zu einer Einheit. Aber verbringt eure Zeit auch nicht mit Streits darüber, dass man in der letzten Woche kaum ein Wort gewechselt hat, sondern macht euch gleich etwas aus. In der Zeit, in der man streitet, könnte man auch prima zusammen spazieren gehen.

Magst du meine Eltern?

Ist relevant, wenn man seine Eltern selber gerne mag und Zeit bei ihnen verbringen möchte. Wer über meine Mutter herzieht, fliegt raus. Das gilt aber auch schon für Fremde.

Man sollte es allerdings nicht abtun, wenn der Partner die Eltern aus welchen Gründen auch immer nicht mag. Manchmal können sich Menschen ja schlichtweg nicht riechen. Kommt vor. Nun stelle man sich einmal vor, man müsse jedes Jahr zu Weihnachten und Ostern jeweils eine Woche mit den Schwiegermonstern verbringen, während man vorrangig Zeit mit dem Partner verbringen möchte, der aber nun einmal lieber Zeit mit der Verwandtschaft haben will. Das führt zwangsläufig zu Streit.

Auch sollte man sich dessen bewusst sein, dass es durchaus vorkommen kann, dass man die Schwiegereltern (oder einen davon) einmal permanent im Haus haben könnte – zum Pflegen.

 

Wie wichtig ist uns Sex?

Darin sollten sich die Partner einig sein. Dringend. Oder sich Lösungen suchen, mit denen beide gut zurecht kommen. Betonungen: 1. Beide. 2. Gut.

 

Wie weit dürfen wir beim Flirten mit anderen Menschen gehen?
Und ist es okay, wenn ich Pornos schaue?

Auch darin muss Einigung herrschen.

Kennst du alle meine Arten, „Ich liebe dich“ zu sagen?

Das kann man auch nach der Hochzeit herausfinden…

Was magst du an mir, und weißt du was mich auf die Palme bringt?

Sollte man beides vor der Hochzeit wissen. Um zu wissen, was Konfliktpotenzial birgt und was für Freude sorgt. Wenn man mit ersterem nicht zurecht kommt, hilft letzteres leider nicht so viel. Aber daran kann man arbeiten.

Wo siehst du uns in zehn Jahren?

Siehe Kinderplanung. Man muss allerdings nicht genau wissen, wo man stehen wird. Chapeau an alle, die eine Ahnung haben. Das Leben birgt aber immer wieder Irrungen und Wirrungen, die einen ganz leicht in eine andere Ecke verschlagen können, als man sich ausgemalt hatte. Wichtig ist, dass man das gemeinsam aushält.

 

Ein paar dieser Fragen scheinen, als ob der Autor der Meinung wäre, es müsse alles perfekt sein vor der Hochzeit. Es gibt aber keine perfekten Beziehungen. Weil es sich um Menschen handelt. Und Menschen haben Konflikte mit sich und der Umwelt, haben Probleme, Macken, Schwächen. Die Frage, ob man bereit ist, auch in schweren Zeiten an der Beziehung zu arbeiten, also auch dann, wenn man sich gerade so richtig auf den Keks geht, fehlt hier leider. Und das wäre wohl die wichtigste gewesen.

Internetkultur ist tot

Ich hasse Internetler.

Egal ob das auf Social Media ist, in Foren, auf Verkaufsplattformen, Youtube oder weiß der Geier wo. Die Internetmenschheit geht den Bach runter.

Es gibt noch „die Guten“, die argumentieren, freundlich und höflich sind, es mit Grammatik und Rechtschreibung mindestens versuchen. Die nette Kommentare lassen, loben, ihrer Bewunderung Ausdruck verleihen oder einfach weiterscrollen, wenn sie mit der neuen Haarfarbe von Sandy Popperdingens nicht zufrieden sind. Die scheinen aber zunehmend zu verschwinden oder zu verstummen.

Stattdessen findet sich eine scheinbar wachsende Masse von Brüllaffen, Idioten, Arschlöchern, Gestörten, Menschenhassern, Besserwissern, Alleskönnern, Taugenichtsen, Illiteraten, Verschwörungstheoretikern, Vollpfosten, Schleimscheißern*, Lakritzeessern und Pissnelken.

*lol die Rechtschreibprüfung kennt Schleimscheißer, aber keine Verschwörungstheoretiker

Ich meine dabei nicht einmal Trolle, die Grütze labern, die sie in den meisten Fällen nicht selber glauben, nur um andere Leute auf die Palme zu bringen oder zu schocken. Nein, schlimmer: diese Nussfritten meinen das völlig ernst! Und fühlen sich dabei auch völlig im Recht und in Ordnung!

Elternforen, in denen sich Eltern austauschen und Tipps geben sollten und vor allem verdammt nochmal gegenseitig unterstützen, weil Elternsein oft verdammt hart ist, sind voll von Übermuttis und Supervätern, die die Erziehungsweisheit mit dem Löffel gefressen und Engelchen erzogen haben, die die nächsten Heiligen werden, glaubt man deren Ausführungen.

Verkaufsplattformen sind voll von „Noch da?????“ und „Was ist letzter Preis“ oder „ich bezahl 10 Cent und du die Versandkosten“ – Fotzen, die am liebsten ihren Arsch hinterher getragen haben und dafür bezahlt werden möchten.

Youtube und Facebook und Twitter sind voll von Spinnern, Rassisten, Misogynisten und ähnlichem Abschaum menschlicher Kreation. Man möchte sie alle in einen Sack stecken, in den Rhein werfen und dafür genauso keine Konsequenzen erfahren wie sie.

Was ist nur mit denen los? Glauben die allen Ernstes noch immer, dass sie anonym sind? NIEMAND ist anonym. Wenn mir oder meiner Familie jemand ernsthaft im Internet schaden würde, wüsste ich genau, an wen ich mich wenden muss, um persönliche Informationen über diese Person herauszufinden und weitere Schritte einzuleiten. Es gibt Mittel und Wege, das müssen die doch im Hinterkopf haben, sofern da überhaupt noch etwas verdrahtet ist?

Fühlen die sich stark im Internet, weil sie in ihrem sonstigen Leben Niemande sind? Haben sie zu kleine krumme Pimmel? Sind sie einsam? Gelangweilt? Einfach nur dumm?

Es ergibt sich mir wirklich nicht, wie jemand mit nur einem Fünkchen elterlicher Erziehung -gut oder schlecht- fertig bringen kann, sich so scheiße aufzuführen, wie es viele heute tun.

Oder ist es bloß eine laute, auffällige Minderheit, die das Erlebnis Internet für so viele wie möglich versauen möchten?

Es kann jedenfalls nicht so weiter gehen. Daher bitte ich alle, die sich genauso genervt fühlen:

  • meldet diese Kackbratzen
  • schreibt ihnen entgegen
  • zieht Konsequenzen
  • schaut nicht weg

Es reicht nun wirklich mit dem laissez-faire, es wird Zeit, dass dem wieder Einhalt geboten wird. Es ging doch schließlich schon mal anders.

Diese Woche gelesen

Beim PTAchen bin ich auf ein Thema gestoßen, das für mich persönlich zwar nicht zutrifft, ich aber sehr interessiert gelesen habe. Und zwar geht es da um die Gesundheitsapp Vivy, die mehr als fragwürdig agiert. Heidewitzka!

Auch Facebook hat sich in Sachen Datenschutz mal wieder ganz toll verrannt. Wer dort angemeldet ist, hat sicher schon einmal die Aufforderung bekommen, die Telefonnummer zu Sicherheitszwecken anzugeben. Habe ich nie, weil ich befürchtete, dass es nicht nur dafür verwendet wird. Ich hatte Recht.

Außerdem habe ich mich in den Blog von Annika eingelesen, die ich schon lange als Lesezeichen gesetzt habe, aber nur ganz sporadisch besucht habe. Zeitmangel und so, ihr wisst. Jedoch: Stöbern lohnt sich! Mit ihrem Charme, gekrönt mit einer kräftigen Prise Humor, weiß sie viele Geschichten und Gedanken gut auszudrücken.

Außerdem lese ich gerade für eine Hausarbeit etwas, das ich sehr spannend finde: Kinder und Krieg. Von der Antike bis zur Gegenwart. Normalerweise würde ich ein Fachbuch bzw eine Fachzeitschrift hier nicht mit hinein packen, aber das Buch ist so gut geschrieben (und leicht verständlich), dass ich es nur ans Herz legen kann.

Noch ein paar Links auf Englisch: