Statistiken, Statistiken

Wenn ich mich schon mit Statistiken quäle, dann sollt ihr auch leiden! Muhahahahaha!

Okay, nein, so langweilig werd ich es nicht machen 😉

Fangen wir mit den Suchanfragen an. Meine Güte, wie man so alles auf diesen Blog kommt! Das ist nur eine ganz kleine Auswahl:

Häufigste Suchanfragen: 9gag (1.828), seiten wie 9gag (216) und 9gag 4chan (122). Was sagt mir das? Richtig, ich muss noch mehr über 9gag schreiben, wenn ich mehr Klicks haben will. Ich sollte 9gag in jeden Satz einbauen und auch zwischenzeitlich mal ganz ohne Zusammenhang 9gag schreiben. Ich kann gar nicht oft genug 9gag schreiben, denn 9gag 9gagt so vor sich hin. 9gag 9gag 9gag!

Ich habe viele obstruse Anfragen, den Großteil möchte ich hier jetzt wirklich nicht wiedergeben, denn das hob selbst mir den Magen! (Leute, srsly, ihr seid pervers!)

Mit dabei waren etwa: hodenbeschwerden (das tut mir leid für dich! Aber ein Arzt kann dir sicher besser helfen als das Internet), krebs durch mastrubation (erstens heißt das Masturbation und zweitens ist das ein Märchen, damit die Neupubbertären sich nix wund scheuern 😉 ), nuttige nutte (ist das nicht irgendwie doppelt gemoppelt? Das ist wie nasse Nässe oder nickelsche Nickel. Das rhetorische Mittel dazu nennt sich übrigens Pleonasmus), hemorieden am archloch (bei dieser Schreibweise findest du ganz sicher nix), ei aus der hose rolen film (wtf? Willst du sowas echt sehen?) oder blödes arschloch (selber!!!)

Oft kommen die Leute aber auch durch Fragen auf meine Seite.
Etwa „ist acta schlimm“ -JA! Ist es!
woran starb birkenbiehl“ -Pauschal gesagt am Leben. Genauer gesagt an einer Lungenembolie, am 03.12.2011. R.I.P. Frau Birkenbihl!
wieso heißt es 9gag?„-Weil es bei 9gag anfangs 9 Witze (Gags) pro Seite gab.
wie macht man posts auf 9gag“ -Wenn du eingeloggt bist, musst du oben auf dem schwarzen Balken auf „Upload“ klicken, dann kannst du entweder eine URL eingeben oder unter dem Kästchen auf „Upload a file“ klicken und ein eigenes Bild hochladen. Der Rest erklärt sich von selbst, denke ich.
lebensmittelhygineverstoss wer zahlt die strafe“ -Na derjenige, dem der Laden gehört.
9gag ich liebe dich“ -9gag liebt dich auch. NICHT. Nagut, aber nur, weil bald Weihnachten ist.

Genug Suchwörter! Ich hab da noch ein paar voll tolle Bildchen, von WordPress für mich angefertigt!

klicks landkarteDas ist eine Landkarte, woher die Leutchen, die so auf meinen Post stoßen, denn kommen. Wie ihr seht sind die meisten natürlich aus Deutschland. Aber ich finde es doch beeindruckend, dass meine Leser wohl über den kompletten Globus verteilt sind. Dass viele davon durch Zufall hier drauf kommen, ist mir wurscht, es sieht nur hübsch aus.

Hier ist nochmal aufgeschlüsselt, woher genau die Menschen kommen (2012):

 länder1

länder2

Könnte ich jetzt ganz viele Sprachen, würde ich euch allen Hallo sagen, aber nach Hello, Bonjour, Buenas Dias und Merhaba hörts fast schon auf. Trotzdem: seid gegrüßt!

Und dann hätte ich noch eine ganz tolle Tabelle, die zeigt, wie sich meine Seite bisher gemacht hat. Dieser Dezember ist natürlich noch nicht vollständig, denn der Dezember ist noch nicht rum und heutige Besuche werden auch noch nicht eingerechnet, denn heute is ja auch noch nich rum, wa.

monate und jahre seitenaufruf durchschnitt

Wie man sieht, war der März ein guter Monat. Das war der Monat mit dem 9gag- Post 😀

Und was bringt euch diese Statistik jetzt? Hm, wohl nicht viel. Aber dafür mir, denn es zeigt, dass Tags wirklich wichtig sind, viele speziellere Themen trotzdem mehr oder weniger ankommen und 9gag ein tolles Schlagwort ist 😉

Und wer bis hier unten angekommen ist, der bekommt etwas ganz besonderes, nämlich einen virtuellen lieben Dank!

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Weihnachtsmarkt

Wir sind schon mitten im Dezember, oh Schreck! In meinem Kopf haben wir immernoch Oktober, nur das Wetter ist komisch und es ist ständig so dunkel. Wo ist bloß die Zeit geblieben? Achja richtig, in der Uni!

Egal, so langsam checke selbst ich, dass wir Dezember haben und das Jahr sich gen Ende neigt. Spätestens gemerkt habe ich das an den Weihnachtsmärkten, die ja nun in jeder Stadt Deutschlands aufgebaut sein dürften. Ich war sogar schon persönlich da!

Ihr lest richtig: ich, die misanthrope Demophobin, habe mich todesmutig in die Massen gestürzt, um mich an Weihnachtsgedudel und Glühwein zu laben. Und es war gar nicht so schlimm!

Zugegeben, den Markt in Jena habe ich mir erspart, denn er besteht, um mal meine liebe Freundin Caro zu zitieren, zur einen Hälfte aus Fressständen und zur anderen Hälfte aus Rummel. Und Rummel finde ich nunmal total unpassend. Das Riesenrad mag ja noch gehen (romantisch und so), aber der Rest? Nää, gehört für mich einfach nicht dazu. Ansonsten hat man tonnenweise überlaufene Fressstände und nur ganz wenige Buden mit Mützen und Schals, Geschnitztem und was man sonst noch so mitnehmen kann. Das einzig wirklich interessante ist wohl der Mittelaltermarkt, der wirklich schön dekoriert ist und einfach Stimmung macht. Insgesamt komme ich aber auf dem Jenschen Weihnachtsmarkt nicht in Weihnachtsstimmung, höchstens zu erhöhtem Blutdruck.

Ganz anders ist das in der kleinen, beschaulichen Stadt Suhl. Der Markt, der sich Sühler Chrisamelmart (ohne k!) nennt, ist nicht so riesig und noch nicht ganz so kommerzgeil wie der in Jena, es gibt mehr Buden, an denen man Geschenke finden kann und das Gedränge ist auch nicht ganz so arg. Selbst das Rathaus ist dekoriert und zu einem riesigen Adventskalender umfunktioniert worden, an dem jeden Tag um 17.30Uhr ein Türchen geöffnet wird.

Chrisamelmart von oben
(Klick für Quellverweis)

Hier waren wir also, Caro und ich, und hatten einen wirklich tollen Abend. Wir haben liebe Menschen wiedergetroffen, waren live bei der Eröffnung durch den Weihnachtsmann dabei, haben zugesehen, wie der Weihnachtsbaum erleuchtet wurde und dann haben wir uns ganz gesittet die Kante gegeben. Meine Herren, wie viele Glühweinsorten es doch gibt! Wir haben uns jedoch auf 2 Sorten beschränkt: Alpenpower (klingt schon stark) und weißen Glühwein, den es wahlweise auch mit Mandeln und Rosinen gab (omnomnom!) Hat auch völlig gereicht, denn nach dem zweiten war zumindest ich schon gut dabei und der dritte und vierte haben mir den Rest gegeben. Das kommt also dabei raus, wenn man sonst keinen Alkohol mehr trinkt.

Natürlich haben wir uns nicht zu sehr zugeschüttet, schließlich mussten wir ja wieder den weiten Weg nach Jena auf uns nehmen- per Bahn. Diese war rückwärts wirklich sehr gut gefüllt (so wie wir, hihi) und es kam doch zu dem einen oder anderen Gespräch mit Fremden.

Und ein Gespräch davon ist sicher noch erwähnenswert: ein kleines Mädchen, etwa 5 Jahre jung, war zu dieser späten Stunde auch noch unterwegs. Natürlich war sie neugierig, was wohl in dem eingepackten Geschenk, das aus Caros Beutel herauslugte, drin war. Das lief ungefähr so ab:

Mädchen: „Du hast ja n Geschenk! Wofür isn das?“

Caro: „Für mich!“

Mädchen: „Was ist denn da drin?“

Caro: „Weiß ich nicht.“

Mädchen: „Kannst du es auspacken?“

Das „Nein“ hörte das Mädchen dann gar nicht gerne und auf gut Zureden seitens der Mutter, dass sie das doch nichts angehe und sie niemanden zwingen könne, ein Geschenk einfach auszupacken, begegnete sie nur mit „TROTZDEM!“, widmete sich dann aber lieber einem anderen Fahrgast, mit dem sie sich zunächst friedlich unterhielt, bis sie doch meinte, dass es viel lustiger sei, andere als „du kleine freche Maus!“ zu betiteln. Das war aber gar nicht böse gemeint und so war es doch recht lustig und niedlich, jedoch konnte ich sehen, wie unangenehm das der Mutter war. Tja, so sind sie, die lieben Kleinen! Erst wiegen sie dich in Sicherheit und dann nennen sie dich freche Maus.

Mein Fazit: Ich bin endlich in Weihnachtsstimmung! Sie verfliegt immermal wieder durch den Unistress, aber im Großen und Ganzen freue ich mich doch auf Weihnachten. Gegen das Gerempel in den Kaufhallen kurz vor Weihnachten bis zu Silvester wappne ich mich, indem ich mir genügend Vorräte sammle, um nicht vor die Tür zu müssen- ganz wie die Eichhörnchen. Ist auch viel schöner so! Auf die freien Tage freue ich mich außerdem, denn die habe ich echt mal nötig, um nicht mehr nur Zahlen und Statistiken zu sehen.

Und wie steht es mit euch? Seid ihr in Weihnachtsstimmung? Habt ihr eure Geschenke schon? Zieht es auch auf den Weihnachtsmarkt? Oder wollt ihr von dem ganzen Quark gar nix wissen?

Das Mädchen

Ihr Antlitz ist gar weich und zart,
ihr Wesen ist noch unbescholten.
Ihre Reinheit sie für ihn bewahrt,
ihre Liebe stets nur ihm gegolten.

Doch eines Nachts, bei vollem Mond
wandelt sie im Schlaf am Fluss.
Das Unheil, das ihr lauernd droht,
folgt ihr gebannt auf jeden Fuß.

„Oh Liebster, bist Du hier?“
ruft sie zärtlich in das Dunkel.
„Ich verzehre mich nach Dir!“
Über ihr die Sterne funkeln.

„Suche nach Dir Nacht und Tag,
weine Bäche nur für Dich;
und wo man deinen Leichnam barg
muss ich verharren ewiglich!“

Plötzlich, aus dem eis’gen Flusse,
entsteigt ein Wesen, leichenblass.
Gerade wie aus Teufels Schoße
und vom Tode angefasst.

Ihr Liebster endlich vor ihr stehet,
sie keine Angst empfindet mehr.
Gott und Teufel hat angeflehet,
dass sie ihn sieht, nur einmal mehr.

Die Arme nach ihr ausgestrecket,
man hört ein leises, totes Schnauben.
Ihr weißes Kleid vom Schlamm beflecket,
schaut er gar tief in ihre Augen.

Sie schmiegt sich an ihn, will ihn fühlen,
auch wenn er kalt und leblos ist.
Erinn’rungen ihren Geist durchwühlen,
wie schrecklich hat sie ihn vermisst!

Er nimmt sie mit sich in die Tiefen,
lässt sie nie mehr von sich gehn.
In dieser Nacht, als alle schliefen
ward sie zum letzten Mal gesehn.

Erkenntnisse aus meiner Hausarbeit III: Die Lotterie

Klick für Bildquelle

TEIL 1- Vom Zufall

TEIL 2- Der Unfall

Kommen wir nun endlich zu Teil 3! Dieser Teil befasst sich mit der vielgeliebten Lotterie. Nachdem Unfall ja nun ein ungewollter und unfreiwilliger Zufall ist, haben wir hier einen gewollten oder freiwilligen Zufall. Frage ich Gleichaltrige danach, ob sie Lotto spielen, schütteln sie den Kopf, schauen erstaunt, dass ich diese Frage stelle und sagen „Da gewinnt man doch eh nicht!“

Ganz anders sieht es bei der Eltern- und Großelterngeneration aus. Da ist eigentlich niemand dabei, der es nicht wenigstens schonmal versuch hat. „Man weiß ja nie“ oder „probieren kann man’s ja mal“ heißt es da öfter. Manche glauben daran, dass sie irgendwann mal  definitiv gewinnen müssen, wenn sie nur lange genug spielen und sich „anstrengen.“ Aber anstrengen bringt natürlich rein gar nichts- immerhin entscheidet der Zufall, welche Zahlen gezogen werden. Zumindest, wenn die Lotterie nicht manipuliert wurde….

Aber fangen wir einmal am Anfang an. Lotterien gibt es schon etwa seit dem
15. Jahrhundert. Die Genuesen waren die ersten, die eine Lotterie einführten. Ganze 3 Jahrhunderte später hat dann auch mal Deutschland davon Wind gekriegt. Damals war der Buschfunk wohl noch nicht so ausgereift. Man kann sich das allerdings nicht so vorstellen wie das Lotto heute. Es wurde betrogen und gezinkt, Lotto war mehr Gaunerei als ein Glücksspiel. 1810 wurde es dann eingestellt, nachdem die Betreiber bankrott gingen. Dann hat es nochmal ne ganze Weile gedauert, bis 1955, bis man doch wieder damit anfing. Diesmal stellte man es aber in staatliche Obhut. Seither dürfen es nur stellen mit besonderer Genehmigung durchführen. Dadurch will man den natürlichen Spieltrieb des Menschen kontrollieren und illegales, ausschweifendes Glücksspiel unterbinden.

Nach besonderen Ereignissen, etwa dem Beginn der Übertragung der Ziehung im Fernsehen 1965, der Aufhebung der Gewinnobergrenze 1981 und 1985, oder gar der Wiedervereinigung Deutschlands 1990, stieg die Beliebtheit des Lottospiels steil an.

In Deutschland spielt man 6 aus 49, es gibt aber auch andere Varianten wie 6 aus 45 in der Schweiz und Österreich oder 6 aus 90 in Italien. Beim deutschen 6 aus 49 ergeben sich circa 14 Millionen möglicher Kombinationen. Die Wahrscheinlichkeit, hierbei 6 Richtige zu tippen, also genau die „richtige“ Kombi, steht bei
1:15,5 Millionen. Will man aber den Jackpot knacken, braucht man dazu ja noch die Superzahl und die Wahrscheinlichkeit sinkt auf stolze 1:139,8 Millionen. Wenn euch das immernoch nicht genügend Zahlen sind: die Chance auf eine Niete erschlägt mit faszinierenden 98,1%.

Quelle: http://lottotipps.blogspot.de/

Wer spielt eigentlich Lotto?

Die Lottolust zieht sich durch alle sozialen Schichten. Ob reicher Banker oder armer Hartz-IV-Empfänger ist relativ egal. Allerdings fand man in einer Studie heraus, dass vor allem Menschen in Notlagen spielen, weil sie sich eine „schnelle Rettung“ erhoffen. Am ehesten zu erwarten ist der Griff zum Lottolos bei der unteren Mittelschicht, da ein sozialer Aufstieg hier ziemlich schwierig ist. Es gibt wohl auch Zusammenhänge bei niedriger Bildung, geringem Berufsstatus und oft bei Zugehörigkeit zu einer ethnischen Minderheit. Die ganz Armen spielen eher nicht, einfach weil man da sein Geld für was anderes braucht. Je mehr man verdient, desto mehr setzt man ein, allerdings sinkt die Spielbeteiligung mit steigendem Einkommen. Wichtig ist auch das Alter: je älter, desto wahrscheinlicher. Der Durchschnittsspieler lebt außerdem in Partnerschaft und in kleineren Gemeinden.

Was mich ein bisschen überrascht hat, waren die Motive. Der Geldgewinn rückt hier bei einer großen Befragung noch hinter den sozialen Aspekt, also dass viele einfach gerne mit Freunden oder Familie spielen. Lottospieler sind also keine heimlichen Einzelgänger. Übrigens gibt es auch den bloßen „Lottosüchtigen“ nicht, denn wenn schon spielsüchtig, dann bezieht sich das auf mehrere Glücksspiele, sogar auf bis zu 5 parallel. Wie viel Organisation dahinter stecken muss…

Kommen wir zum gesellschaftlichen und eigentlich interessanteren Teil. Ich muss sagen, dass ich mir nie groß nen Kopf darum gemacht habe, was überhaupt mit dem vielen Geld passiert, das so eingesetzt wird. Immerhin handelt es sich um enorme Summen. 2005 gingen etwa 5 Milliarden Euro ein! Aber wo gehts denn hin, das liebe Geld? Immerhin betragen die Jackpots immer nur „ein paar“ Milliönchen.

Lotto ist mit ca. 39% versteuert, etwa 13% der Einsätze decken die Verwaltungskosten und 48% werden an die Gewinner ausgeschüttet. Nicht ausgeschüttete Gewinne gehen teilweise unmittelbar in die Länderhaushalte über. Ein anderer Teil fließt zweckgebunden in öffentliche Einrichtungen, z.B. in den Breitensport, in Kunst und Kultur oder in die soziale Wohlfahrt.

Klingt ja soweit nicht schlimm. Aber erinnern wir uns noch einmal daran, dass eigentlich eher Mittelständler einzahlen, ist das doch ganz schön strange. Sie zahlen quasi für etwas, das ihnen nix bringt und das Geld geht dann an Vereine und Organisationen, die sie nicht nutzen. Und die Steuern, die sie da erwirtschaften, sind ja schon ganz schön viel. Bei 5 Milliarden Euro Einzahlung sind das schlappe 1,95 Milliarden Euro Steuern!

Es gibt da Gütekriterien für Steuern. Uns interessieren in diesem Zusammenhang zwei bestimmte: Zum einen das Leistungsfähigkeitsprinzip, zum anderen das Äquivalenzprinzip. Das Leistungsfähigkeitsprinzip besagt grob gesagt, dass eben nicht Leistungsschwache alles buckeln, sondern dass sozusagen jeder gibt, was ihm möglich ist. Das ist beim Lotto ja dadurch verletzt, dass der Großteil der Spieler eben aus der unteren Mittelschicht kommt, die die Lotterie trotz ihrer chronischen Geldknappheit finanziert. Auch das Äquivalenzprinzip wird verletzt, da diejenigen, die durch ihre Lottoausgaben bestimmte Projekte finanzieren, diese selbst unterdurchschnittlich häufig nutzen.

Quelle: http://www.augsburger-allgemeine.de

Aber wie kann man diese Ungleichverteilung und damit Unfairness (ist das ein Wort? Unfairness?) beheben?
Nun, eine Möglichkeit wäre, dass sich wesentlich mehr einkommensstarke Haushalte am Lotto beteiligen. Da man aber natürlich niemanden zwingen kann, zu spielen, ist das wohl von vornherein obsolet. Was ich für sinnvoller halte: Aufklärung!

Klar, jeder weiß selbst, dass die Chancen gering sind. Aber ich denke, kaum jemand weiß, was das wirklich heißt. Der Mensch ist ja gar nicht in der Lage, sich vorzustellen WIE gering die Wahrscheinlichkeit für einen Gewinn ist. Leider wird der begeisterte Lottospieler nur wenig durch Statistiken und Wahrscheinlichkeiten beeinflusst werden können. Man könnte ihm also ebenso erklären, was überhaupt mit diesem Geld geschieht, wohin es fließt und dass der Durchschnittsspieler paradoxerweise indirekt zu seiner eigenen sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheit beiträgt.

Die Menschen vom Lottospiel gänzlich abzuhalten oder es gar zu verbieten halte ich dafür für den falschen Weg. Immerhin spielen auch jede Menge psychischer Faktoren hinein. Es ist schön, sich vorzustellen, was man mit einem Megagewinn machen würde. Ein Haus am See? Ein schicker Sportflitzer? Eine Weltreise? Sämtliche Schulden auf einmal loswerden? Klasse! Sowas lenkt halt auch kurzzeitig vom eigenen Elend ab. Man kann mal abschalten, schauen, wohin man möchte. Vor allem führt man sich vor Augen, dass es auch anders geht und das kann im Umkehrschluss wiederrum dazu führen, dass man sich im wahren Leben, abseits vom Lotto, Mühe gibt und Hoffnung schöpft, um seine Lage zu verbessern. Ich weiß, das ist nicht so einfach und vielleicht auch nicht häufig. Zudem besteht die Möglichkeit, dass der eine oder andere Geblendete auf seiner Phantasie hängen bleibt und sich nur auf den eigentlich unmöglichen Lottogewinn versteift.

Indes darf auch nicht ignoriert werden, dass die Lotterie freiwillig ist und der Spieler selbst über die Höhe des Einsatzes und die Häufigkeit des Spiels entscheiden kann. Sofern sich der Spielende also nicht verausgabt, sollten ihm die Freude und die Spannung am Spiel gegönnt werden. Ein Lottoverbot wäre zudem insofern sinnlos, als das Verbotene einen besonderen Reiz ausübt und man daher davon ausgehen müsste, dass weiterhin Lotterien stattfinden würden, wenn auch illegal.

Abschließend betrachtet ist die Lotterie ein tückisches Vergnügen. Während sie dem Einzelnen Lust und Freude bietet, ist sie doch ein Problem für die Gesellschaft. Ihr Reiz verblendet den Spieler, der seine Chance zu gewinnen deutlich überschätzt und das nahezu Unmögliche erhofft. Doch selbst wenn er scheinbar übermäßiges Glück durch einen großen Lottogewinn erfährt, kann ihn das ins Unheil stürzen. Man berichtet von ehemaligen Lottomillionären, die mit ihrem plötzlichen Reichtum nicht umzugehen wussten, sich hoch verschuldeten, das zu spät bemerkten und mitunter schlechter als zuvor gestellt sind. Gesellschaftliche Isolation ist neben potenzieller Armut ein bedeutender Faktor. So kann der unerwartete Reichtum zur Folge haben, dass sich einstige Freunde und Bekannte abwenden, während sich solche finden, die aus niederen Beweggründen, nämlich denen der Gewinnbeteiligung, eine scheinbare Freundschaft zu führen versuchen. Sobald jedoch der Reichtum verschwunden ist, sind sie es auch. So verliert der einst glückliche Lottogewinner nicht nur seinen sozialen Status, sondern auch seinen gesellschaftlichen Halt.

Das Lottospiel ist also mit Vorsicht zu genießen. Man muss sich darüber bewusst sein, welche Konsequenzen sowohl ein Gewinn als auch ein Nichtgewinn haben können und welche Bedeutung der Lotterie in der Gesellschaft zuteil wird. Ein gewollter Zufall bringt nicht immer auch ein gewolltes Ergebnis.

Chronische Unlust

Eigentlich sollte an dieser Stelle jetzt mein dritter Teil zu meiner Hausarbeit stehen. Nämlich über Lotto. Ich hab gestern sogar schon damit angefangen. Heute wollte ich eigentlich (I love this word) weiter machen und dit Ding veröffentlichen.

Aber weißte was? Ich hab keine Lust. JA, ich gebe es offen zu. Wer kennt ihn nicht, diesen erfrischenden Elan am Anfang des Semesters (meinetwegen auch am Anfang des Schuljahres oder für Berufstätige die Version: nach einem wohlverdienten Urlaub), der einen schwören und sich fest vornehmen lässt, dass man sich diesmal mehr Mühe gibt, alles besser wird, nix mehr verschoben wird, dass man fleißig und lernwillig und überhaupt perfekt sein will? Er packt mich jedes Mal wieder und ich falle jedes Mal wieder darauf rein. So rase und mache und tue ich, bereite vor, bin vorbildlich, staune über mich selbst und über meinen neuen Fleiß.

Doch dann: BADÖMM! Wie ein Donnerschlag kommt die große Unlust, die einen einhüllt, ans Bett oder Sofa fesselt und den Blick von bedeutungsschweren Sachtexten zu sinnlosen Fernsehsendungen, bunten Zeitschriften, lustigen Internetseiten und (anti)Social Networks lenkt.

Verdammt noch eins! Aber was habe ich gelernt? Man soll nicht nur durchpowern, sich auch mal Pausen gönnen und wenn man mal ne längere Pause braucht, dann ist das auch okay. Schließlich ist dunkler, kalter Winter und eigentlich müsste ich circa 12 Stunden am Tag schlafen, schließlich bin ich ein Naturwesen, das nur im echten Sonnenlicht lebenstauglich ist!

Und so schnappe ich mir Süßkram, glotze hohlköpfig auf den Fernseh- oder Computermonitor und lasse mich seicht berieseln und nehme zwischenzeitlich 3 bis 5 Kilo zu, über die ich spätestens im Januar wieder jammere.

Zum Glück ist das Jahr ja bald rum, dann kann ich mich wieder neu selbst belügen mit guten Vorsätzen, die nie ein Mensch einhält und Plänen, auf die ich bald auch keine Lust mehr haben werde.

In diesem Sinne: bis die Tage, ich bin dann mal faul.