Freitagsfüller

Ich habe lange nicht mehr mitgemacht, aber heute nehme ich doch mal wieder teil beim

freitagsfüller

1.  Manchmal bin ich neidisch auf Freunde. Ich habe mich lange dafür schlecht gefühlt, denn Neid sollte doch in einer Freundschaft nicht vorkommen? Doch heute denke ich, dass Neid so lange okay ist, wie er für einen selbst Antrieb ist, man aber den Freunden ihr Glück nicht missgönnt.

2.  Ich habe gar keine Zeit für Urlaubspläne.

3.  Irgendwas ist schiefgegangen, wenn man erwischt wurde. 😉

4.  Bücher gewinne ich derzeit öfter. Ich weiß gar nicht, womit ich das Glück verdient habe? Ein bisschen Angst, dass das Karma mich auf was Schlechtes vorbereitet, habe ich ja schon…

5.  Heute habe ich mir vorgenommen, mit der unangenehmsten Aufgabe anzufangen, damit ich für das restliche Wochenende ein paar angenehmere Aufgaben übrig habe.

6.  Mich interessiert die Champions League 2013 absolut gar nicht.

7. Was das Wochenende angeht, heute Abend freue ich mich auf mein Bett, morgen habe ich Textarbeit geplant und Sonntag möchte ich gerne mal ausspannen, aber ich fürchte, dazu werde ich gar nicht kommen.

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Deswegen!

Wenn in einem Seminar das Wort Gruppenarbeit fällt, kann ich nicht anders, als genervt aufzustöhnen und mir den sofortigen Tod durch Hirn- oder Blitzschlag zu wünschen. Schaue ich durch das Plenum, gibt es gemischte Reaktionen: einige (vernünftige!) tun es mir gleich und buddeln sich zumindest gedanklich schonmal ihr schwarzes Loch, in das sie sich verkriechen möchten. Andere bleiben stoisch sitzen und starren den Dozenten an; vermutlich haben sie sich einfach in ihr Schicksal gefügt. Und wieder andere möchten schier in Glücksfontänen emporsprudeln und sich ein, zwei Bäume zum Umarmen und Liebhaben suchen.

Die letzte Gruppe kann mich nicht verstehen. Viele, die zu dieser Gruppe gehören, sind aber auch noch Frischlinge in den ersten ein, zwei Semestern. Bekommt ein solches Bambi meine Reaktion mit, sieht es mich mit seinen großen Rehaugen an und faselt etwas wie „Aber warum? Gruppenarbeiten sind doch schön! Arbeitsteilung! Weniger Arbeit pro Person!“

DENKSTE! Denn -und da möchte ich ganz pragmatisch sein, wer also noch rosarote Studienanfangsträume hat, der sollte jetzt woanders hinschauen, als auf den Monitor- in einer Gruppenarbeit sieht es doch immer gleich aus: einer macht alles, einer macht gar nix und der Rest malt bunt aus. Oder so.

Ich bin dummerweise immer diejenige, die alles macht. Ich nehme mein Studium ernst (manchmal vielleicht zu ernst, an anderen Punkten aber nicht ernst genug) und will sowohl vor anderen Studenten als auch vor Dozenten eine gute Figur machen. Es gibt für mich nicht viel, das schlimmer ist, als Unwissen zuzugeben. Und genau deswegen will ich etwa ein Referat immer perfekt gestalten und wenn ich das Thema verstanden habe, dann möchte ich es auch so erklären, dass auch die anderen es verstehen, schließlich soll meine Arbeit ja auch einen Sinn gehabt haben. Und ich erkläre auch gerne, wenn ich sehe, dass es klick macht. Und sollte das nur bei einer Person der Fall sein, dann bin ich zufrieden.

Heute sollte ich mit einer Kommillitonin zusammen ein Referat halten. Thema war der Wertbildungsprozess in Georg Simmels „Philosophie des Geldes“ von 1900. Wer sich damit schonmal befasst hat, weiß, was für harter Tobak dieses Werk ist und wer Simmel kennt weiß ohnehin, wie kompliziert er formuliert und zu interpretieren ist. Wer sich traut kann ja auch mal auf den Link klicken und sich durchquälen reinlesen.

Ich hatte nicht viel Zeit für dieses Referat, weil ich auch für andere Seminare noch einige Aufgaben zu erledigen hatte, doch da ich ja eine Referatspartnerin (nennen wir sie jetzt einfach Charlotte) hatte, sollte es noch machbar sein. So quälte ich mich durch den Text, interpretierte, analysierte, phantasierte und versuchte zu verstehen. Und vor allem herauszufinden, wie man das in einem kurzen Vortrag bloß erklären soll. Charlotte meldete sich nicht. Mir wurde mulmig.

Gestern stand ich früh auf, um mich weiter drum zu kümmern, denn ein Handout sollte außerdem angefertigt werden. Charlotte meldete sich noch immer nicht. Mir wurde noch mulmiger. Gegen Mittag überlegte ich, ob ich es notfalls allein halten könnte. Mir wurde kotzübel. Klar, alleine wäre schon gegangen, aber DEN Text? ALLEINE?!

Ein bisschen knurrig wurde ich dann doch. Sie wollte sich melden und tat es nicht…

Endlich, um halb 4 am Nachmittag (!) schrieb sie mir eine Mail, in der sie mir erklärte, dass sie zur Walpurgisnacht ausgegangen war und gerade erst aufgestanden sei. Das war so eine Nachricht, für die ich gern durch das Internet geschlüpft wäre, um sie anzubrüllen. Versteht mich nicht falsch. Mir ist es wumpe, ob jemand weg geht und bis Nachmittag pennt. Aber wenn ich mich auf diesen Jemand verlasse und mit ihm zusammen einen Vortrag vorbereiten soll, dann hat er sich gefälligst auch zu kümmern! Ich war schließlich selber weder zur Walpurgisnachtfeier gegangen, noch habe ich an den Veranstaltungen des 1. Mai teilgenommen, die ich schon letztes Jahr sausen lassen musste…

Long story short: Ich saß dann noch bis 22Uhr dran, also fast 12 Stunden und sie wollte über Nacht ihren Teil beitragen. Das hat sie ganz gut hinbekommen, was ich ihr lassen muss, auch wenn ihr Verhalten bis dahin wirklich nicht gruppentauglich war.Und heute Morgen war sie dann zu spät.

Solches „Glück“ habe ich mit Gruppenarbeiten irgendwie immer. Selbst wenn es gut anfängt, gibt es dann immer irgend einen Punkt, der einfach nicht okay ist. Ob es die unabgesprochene Abänderung eines Textes ist, plötzliches Abspringen eines Gruppenmitgliedes, Änderungen im Vortragsablauf oder sonstwas. Es kotzt mich an. Und genau

Deswegen!

hasse ich Gruppenarbeiten in der Uni. Und ich werde auch niemals ein Fan davon werden.

 

Happy Anniversary!

Heute, Leute, bin ich sage und schreibe 5 Jahre bei WordPress! Meine Güte, 5 (fünf!) Jahre soll das schon her sein? Heidewitzka!

Ungefähr so lange gibt es dann jetzt auch schon den Blog. Hach…

Ein bisschen zur Geschichte habe ich hier ja schon geschrieben. Woher der Name kam und so. Aber ich will noch ein bisschen mehr erzählen.

Nachdem der Blogname also festgelegt war und mein bester Freund die Seite eingerichtet hatte, war es an mir, sie mit Inhalten zu füllen. Das war gar nicht so einfach! Damals wusste ich nur sehr wenig vom Bloggen und es gab auch noch gar nicht so viele tolle Blogs wie heute. 😉 Und überhaupt wollte ich ja was eigenes machen. Damals, mit meinen süßen 20 Jahren, war ich auch noch ein ganz anderer Mensch. Ich war ungestüm, gerade zu Hause ausgezogen und bereit, die Welt zu entdecken. Der Umzug vom Dorf in die Großstadt war aufregend und hat mich beflügelt. Leider war ich auch ein wenig übermütig.

Da ich ein genaues Bild von der Brüllmaus hatte, wollte ich diesen Charakter hier ausbauen. Ein bisschen war sie wie Charly von „Two and a half men“: promisk, dem Alkohol zugeneigt und egozentrisch. Und sie sollte das aussprechen, was man sich im Leben „draußen“ nur hinter vorgehaltener Hand sagt. Hauptthemen waren Sex und körpereigene Funktionen, aber auch Krankheiten, die einem peinlich sind: Tripper, Hämorrhoiden…

Und weil die Brüllmaus höchst sarkastisch sein sollte, habe ich alles, worüber ich eine Meinung hatte, verdreht und zugespitzt beschrieben und verurteilt. Die Meinungen der Brüllmaus gingen auch oft ganz klar gegen meine eigenen Meinungen. Das wurde leider auch falsch verstanden. So in etwa wie man bei der Interpretation eines Buches gerne das lyrische Ich mit dem Autor gleichsetzt, so wurden die hier dargestellten Ansichten als meine gezählt. Das gab manchmal ein paar Spannungen, einmaal aber besonders, als es um einen Ausflug mit Freunden ging, den ich in gewöhnter Brüllmausmanier verzerrt und sarkastisch wiedergegeben hatte. Da die Brüllmaus ein faules Stück war, sollte sie natürlich auch einen Ausflug blöd finden, immerhin musste sie sich dabei ja bewegen. Ich selber fand den Ausflug aber großartig. Lange Rede kurzer Sinn: es gab Stunk. Und ich war nicht in der Lage, es so zu erklären, dass keiner der Beteiligten beleidigt war.

Nach diesem Vorfall hatte ich keine große Lust mehr, hier noch zu schreiben. Interessiert hatte es ohnehin niemanden und die, die es gelesen haben, haben es falsch oder auch nicht verstanden. Und so plätscherten Monate dahin. Der Blog verstaubte und war ganz allein. Hier und da schrieb ich noch von Dingen, die mich bewegten, wie etwa dem Freien Netz Jena oder politischen Themen: ELENA, Scientology, ACTA, Kony und so weiter.

Wann ich den Blog so richtig „wiederbelebt“ habe, kann ich gar nicht sagen. Letztes Jahr denke ich. Aber auf jeden Fall hatte ich das Bedürfnis, mich mitzuteilen und den Leuten Themen näherzubringen, die viele lieber ignorieren wollten. Da gab es letztes Jahr jedenfalls eine Menge und auch dieses Jahr sieht es ja nicht besser aus. Mittlerweile mische ich aber auch persönliche Artikel unter, da mir das sonst zu trocken erscheint.

Tja und hier bin ich, 5 years later und frage mich, wo die Zeit nur hinrennt.

Buchtip mit Gewinnspiel

Wie ihr vielleicht schonmal zwischen den Zeilen lesen konntet, lese ich gerne und nehme außerdem gern an Gewinnspielen teil.

Heute möchte ich euch an einem solchen teilhaben lassen und empfehle euch das Buch „Meine russische Schwiegermutter und andere Katastrophen“ von Alexandra Fröhlich.

Hier das Buch auf Lovelybooks: KLICK

Und zum Gewinnspiel gehts hier entlang: KLICK

Viel Spaß und viel Erfolg!
Und natürlich ein zauberhaftes Wochenende. Eure Nickel

Zum Mitmachen

Wie ich schon am Mittwoch beschrieben habe, will die EU das Saatgutrecht bearbeiten und damit einige Arten illegalisieren.

Nun gibt es eine Petition dagegen, die ich euch ans Herz legen möchte. Bitte unterschreibt, es geht uns alle an:

Petition für Artenvielfalt