Vorbereitet unvorbereitet

Pränatale Gedanken

Gestern schon war der letzte Geburtsvorbereitungskurs und ich bin ein bisschen wehmütig, ziemlich erstaunt über das Rasen der Zeit und sehr froh, teilgenommen zu haben. Jeder Schwangeren, die Sorgen und Ängste hat -oder einfach nur Schiss, so wie ich, als der Kurs begann- kann ich nur ans Herz legen, sich zu einem Kurs anzumelden. Wir haben viel gelernt, auch was man nicht in Ratgebern oder Internetportalen findet. Wir haben viel gelacht, auch über Dinge, die man wohl nur als Schwangere versteht. Und wir haben gesehen, dass wir weder mit unseren Zipperlein noch mit unseren Befürchtungen allein sind. Das beruhigt!

Zum Schluss der Sitzung trugen wir schließlich zusammen, was wir glauben, das uns erwarten wird – sowohl positiv als auch negativ. Und das fand ich doch so toll, dass ich hier einmal „laut“ darüber nachdenken möchte.

Kennenlernen: Da ist ein ganz neuer Mensch mit ganz eigenem Charakter entstanden und ich werde die Ehre, das Privileg, aber auch die Pflicht haben, das Mäuschen beim Wachsen und Gedeihen zu begleiten, zu erziehen und zu unterstützen. Wie wird es sein? Welche Interessen wird es haben? Welche Talente und welche Schwächen? Weiterlesen „Vorbereitet unvorbereitet“

Freitagsfragen

Auf in die dritte Runde! Wie immer gilt: Teilen erlaubt, Mitmachen willkommen, Verlinkung erwünscht und Spaß erwartet. 😀

  1. Gibt es etwas, das Du unbedingt noch ändern, erledigen oder gerade rücken willst?
  2. Welche Angewohnheit magst Du an Dir? Was würdest Du Dir dagegen gerne abgewöhnen?
  3. Was würdest Du mit einem 10 Millionen Euro Gewinn machen?
  4. Die Wahl der Qual: jeden Tag einen laut quietschenden Einkaufswagen vor sich herschieben oder jeden Tag nasse Socken bekommen?

1.) Vor der Geburt gibt es noch so einige Dinge, die ich erledigt haben will. Das sind vor allem bürokratische Huddeleien, eine bis zwei Hausarbeiten und ein bisschen Möbelrücken in der Wohnung.

2.) Ich finde gut an mir, dass ich lernen konnte, Dinge mit Humor zu nehmen. Das hilft mir, nicht über Kleinigkeiten zu verzweifeln und anderen, die sehen, dass ich doch auch unter schwierigen Bedingungen zurecht komme. Auch gut finde ich, dass ich die Signale meines Körpers gut deuten kann und mir Auszeiten nehme, wenn es nötig wird.

Nicht gut finde ich, dass ich mit Dingen auf den letzten Drücker anfange, obwohl ich doch eigentlich schon fast fertig sein wollte. Pläne helfen aber. Ich muss sie nur schreiben. 😉

3.) Mit 10 Millionen Euro würde ich erst einmal meiner Mutter helfen mit Haus und Co, am liebsten so, dass sie nicht mehr so hart arbeiten muss; und vielleicht dem Stief ein neues Herz auf dem Schwarzmarkt kaufen. Kennt da jemand die Preise? Hat jemand eine Telefonnummer?

Dann würde ich uns, Mr. English, dem Mäusekind und mir, eine schöne Wohnung kaufen, irgendwo, wo es uns gefällt. Den Rest soll Mr. English anlegen, der kann sowas; ich selbst verstehe davon leider nix und würde wohl die Hälfte an irgendwelche Gebühren oder Risiken verlieren. Am besten so, dass jeden Monat etwas abfällt und wir uns keine Sorgen machen müssen bezüglich Jobs etc.

Das Geld würde ich erst einmal ruhen und wachsen lassen und sobald es ausreichend ist, könnte ich mir gut vorstellen, eine Kinder- und Jugendlichenbetreuung zu eröffnen. Solche Einrichtungen werden viel zu häufig ersatzlos gestrichen – und wenn ich das losgelöst von der Stadt und dem Land betreibe, können die nicht irgendwann die Tore schließen, weil das Geld fehlt. Ha! Mit der Stadt würde ich dann einen Deal aushandeln, dass vor meinen Toren eine Bushaltestelle gebaut wird mit einer eigens angelegten Linie, die auch die Kids von den Dörfern ringsum einsammelt – kostenlos. Achja, ich glaube ich habe mir gerade ein Traumprojekt ersponnen.

4.) Beides widerliche Qualen. Ich hasse laute und vor allem hohe Geräusche, aber nasse Socken sind einfach nur so eklig! Dann wohl aber doch eher die quietschenden Rollen. Irgendwann lernt man das zu ignorieren. Nasse Socken dagegen kann man nie ignorieren!

Und nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende und noch schöneres Wetter!

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Sonntagsantworten

…oder so.

Eine weitere Woche ist vorüber, die Zeit rast und bald bin ich Mama. OHWEIA!

Um nicht völlig abzudrehen versuche ich mich auf das Hier und Jetzt zu konzentrieren, was mir am Ende dieser Woche ganz lieber Besuch aus dem wilden Westen ermöglicht hat ♥ und nun durch die Freitagsfragen weiter geführt wird. Und ich habe seit Wochen mal wieder einen Tag für mich (nagut, bis auf einen wissenschaftlichen Text, den ich noch lesen muss…)

Hier also meine Antworten zu den Freitagsfragen, die schon fleißig von euch bearbeitet wurden 🙂

  1. Was hoffst Du, einmal geschenkt zu bekommen?
  2. Zum Neujahr ist es Brauch, aber etwas vornehmen kann man sich auch zwischendurch. Welche guten Vorsätze stellst Du Dir für nächste Woche?
  3. Was erhoffst Du Dir für’s Alter?
  4. Die Wahl der Qual: in die Sahara ziehen oder an den Nordpol auswandern?

1.) Ich bin immer ein bisschen eigen bei Geschenken, denn am meisten freue ich mich über Dinge, von denen ich gar nicht wusste, dass ich sie brauche oder möchte. Manchmal stellt sich die Freude auch erst sehr viel später ein. Derzeit kann man mich aber mit ganz einfachen Hilfestellungen zufrieden machen, etwa beim Einkauf helfen oder mir im Haushalt helfen, denn das kommt gerade extrem zu kurz hier – keine Zeit, keine Energie. Eine Massage täte mir auch mal super, ich bin dauerverspannt!

2.) Für nächste Woche nehme ich mir vor, weniger Stress zu haben und mir deutlich mehr Pausen einzuplanen. Wenn einem gleich zwei Ärzte sagen, man soll doch BITTE einen Gang runter schalten, der Blutdruck viel zu hoch ist und der Kopf schmerzt, ja dann sollte man wohl besser hören. Wenn einem dann noch der Körper signalisiert: „hey, ich brauch‘ mal ’ne Pause, ich fahre mich jetzt auf’s Nötigste runter, klar?“ Ja dann ist aber höchste Eisenbahn…

3.) Ich hoffe, fit und gesund genug zu sein, um mein Kind aufblühen zu sehen, da zu sein wenn es mich braucht, so lange es nur geht. Ich hoffe, meine Enkelkinder kennen zu lernen und sie lange genug genießen zu können. Ich hoffe, dass unser Geld ausreichen wird, um die Familie zu unterstützen, wenn es mal notwendig wird. Und ich hoffe, das ganze mit Mr. English an meiner Seite zu erleben.

4.) Die Temperaturen am Nordpol würden mich dank meines Asthmas sehr schnell umbringen. Aber ich hasse Hitze. Kälte allerdings auch. (Ich bin so ein richtiges Wetterweichei, mildes Wetter, um die 25°C ±5, Regen und Sonne abwechselnd…) Dennoch wohl Sahara, denn lieber schwitze ich mich kaputt als keine Luft zu kriegen.

 

Ich wünsche euch einen schönen Sonntag und einen guten Start in die Woche!

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Freitagsfragen

Da sind sie wieder, die Freitagsfragen.

Ich habe mich sehr über die vielen interessanten Antworten von letzter Woche gefreut! Danke dafür. Ich hoffe, ihr hattet genau so viel Spaß wie ich. Dieses Mal schiebe ich meine Antworten erst nach, aber ihr könnt natürlich in den Kommentaren oder einem eigenen Blogpost antworten, teilen, weitersagen und fleißig überlegen.

  1. Was hoffst Du, einmal geschenkt zu bekommen?
  2. Zum Neujahr ist es Brauch, aber etwas vornehmen kann man sich auch zwischendurch. Welche guten Vorsätze stellst Du Dir für nächste Woche?
  3. Was erhoffst Du Dir für’s Alter?
  4. Die Wahl der Qual: in die Sahara ziehen oder an den Nordpol auswandern?

Freitagsfragen

Wie hin und wieder bereits angedeutet habe ich einen Faible für Blogstöckchen. Ich beantworte sehr gern interessante Fragen, denke sie mir gerne aus und schaue, was andere so antworten. Man bekommt dabei nicht nur einen Einblick in die Denkweise einer anderen Person, die man vielleicht schon eine Weile liest und dadurch besser oder anders kennenlernt. Es erweitert auch den Horizont, denn nicht selten können Antworten überraschen, weil vielleicht dies oder jenes gar nicht in Betracht gezogen wurde.

Nun ist es aber so, dass eben solche Blogstöckchen zumindest in meinem Feed nachgelassen haben – ich finde einfach keine mehr. Außerdem -ihr habt es vielleicht mitbekommen- wurde unter anderem der Webmasterfriday scheinbar eingestampft; der letzte Beitrag ist vom 13. Januar. Andere Aktionen, bei denen Fragen beantwortet oder Lückentexte ausgefüllt werden sollten, waren letztlich nicht das Richtige für mich.

So habe ich beschlossen, in regelmäßiger Unregelmäßigkeit einfach drei bis fünf Fragen zu stellen, die sich jeder mitnehmen kann der möchte und diese auch selber zu beantworten. Wer keinen eigenen Blog besitzt kann auch gerne in den Kommentaren antworten. Verlinkungen zu Antwortposts bzw Pingbacks zu diesem Post fände ich großartig und fair.

Das Banner darf gerne verwendet werden. Es ist transparent und passt sich damit eurem Schreibhintergrund an.

Los geht’s!

  1. Was war Dein erster Gedanke, als Du heute Morgen aufgewacht bist?
  2. Welches Talent hättest Du gern?
  3. Montag = Waschtag, Freitag = Fischtag, Sonntag = Ruhetag. Früher hatten die Wochentage besondere Funktionen. Was wäre für Dich ein gutes Ritual an einem festen Tag?

tribal, Trennung, Absatz

Meine Antworten:

Was war Dein erster Gedanke, als Du heute Morgen aufgewacht bist?

Ich habe darüber nachgedacht, was ich mir für heute vorgenommen habe, was unbedingt erledigt werden muss und was ich Gutes für mich tun möchte. Es kommt täglich sehr viel zusammen, was erledigt werden muss. Daher habe ich beschlossen, einen Wochenplan zu schreiben um zu sehen, was auf der To Do Liste steht, was wann abzuhaken ist und ob ich Dinge noch schieben kann, um den Stresspegel zu senken. Habe ich keine Liste, neige ich dazu, ständig unter Druck zu sein, um bloß nichts zu vergessen. Außerdem will ich dann alles am liebsten gleichzeitig machen – und das ist ungesund.

Zweiter Gedanke war übrigens „aua!“

Welches Talent hättest Du gern?

Ich liebe Musik und ich war bis zu einem bestimmten Ereignis mit einem absoluten Gehör gesegnet. Im Traum fallen mir manchmal tolle Melodien ein. Singen entspannt mich und hilft mir, einfach mal Gefühle rauszulassen, die mich sonst überfordern. Leider klingt mein Gesang so angenehm wie ein Zahnarztbohrer (was mich aber nicht daran hindert, für mein imaginäres Publikum alles zu geben 😀 )

Mein Wunschtalent wäre also eine wunderschöne Singstimme, der andere gern zuhören. Dazu noch ein Gitarrenvirtuose sein – perfekt!

Montag = Waschtag, Freitag = Fischtag, Sonntag = Ruhetag. Früher hatten die Wochentage besondere Funktionen. Was wäre für Dich ein gutes Ritual an einem festen Tag?

Meine Woche richtet sich während der Vorlesungszeit nach meinem Stundenplan und je nachdem auch meine Gewohnheiten. Aktuell sind also Montag und Mittwoch Unitage. Ich habe mir einen Geburtsvorbereitungskurs gesucht, der den jeweiligen Tag für mich zum Baby- und Mamatag macht, an dem ich mich auf uns beide konzentriere.

Der ganze Rest, der so anfällt, wird nach Bedarf erledigt, also Wäsche waschen, Schweinchenkäfig reinigen, einkaufen und dergleichen.

Aber! Nun erwarte ich ja ein Kind und in der Erziehung finde ich feste Rituale wichtig. Ich möchte gerne Rituale einführen, habe aber eigentlich noch keine Ahnung, welche. Ein Einschlaf- und Aufwachritual wird es geben und mindestens eine gemeinsame Familienmahlzeit, je nachdem, wie unser Alltag dann eben aussehen wird – bisher ist noch nichts fest.

Die erste Zeit wird sich ohnehin nach den Bedürfnissen richten, die wir und vor allem das Mäusekind so haben. Doch später könnte ich mir gut vorstellen, z.B. den Samstag zum Spazier- und Ausflugstag zu erklären und den Sonntag zum Kuchentag. Mittwoch oder Donnerstag würden sich gut für den Wocheneinkauf anbieten. Der Sonntag wäre auch ein idealer Tag um sich zusammenzusetzen und zu überlegen, was ansteht und wir in der kommenden Woche gern erleigen möchten und ein Resümee über die vergangene Woche zu ziehen – da könnte man ebenso ein Familientagebuch einführen. Aber das sind alles theoretische Überlegungen. Alles kann, nichts muss. Wir werden ausprobieren und sehen, was zu uns passt. Denn ein Ritual ist nur dann erfolgreich, wenn man sich dazu nicht zwingen muss, sondern es freiwillig ein- und durchführt.

Und nun wünsche ich euch ein wundervolles Wochenende und mir zahlreiche Teilnehmer am Fragefreitag!

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