24. Dezember

♥ Frohe Weihnachten! ♥

Nehmt eure Engel in den Arm, macht euch einen schönen Tag zusammen und genießt den Weihnachtsabend.

Wir sehen uns im neuen Jahr wieder. Kommt gut rüber und bleibt gesund.

Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch euch allen!

22. Dezember

Frankreich, 25. Dez. 16.

Liebes Luisle! Für Deinen Bfr. vom 19. & Karte, die ich gestern abend erhalten habe, danke ich Dir. Die Weihnachtsfeierlichkeiten sind jetzt vorbei, sie waren nicht sehr großartig. Um 4 Uhr gestern abend gingen wir zur Kirche, wo ein schöner Christbaum war mit Lichter & Watteflocken. Da verlas ein Leutnant den Weihnachtstext & dann eine Predigt. Nachher fand Bescherung statt vor dem Dienstzimmer. Es bekam ein jeder ein Rote Kreuzpacket. In dem meinen war ein Schnitzbret & etwas sonstiges[?] Backwerk & 20 Zigarren.
Andere bekamen Pfeifen, Strümpfe, Pulzwärmer & noch verschiedene andere Sachen. Die Post wurde dann auch gleich ausgeteilt. Dann ging jeder heim. Die Stuben mußten auf Befehl dekoriert werden mit Tannenzweigen. Außerdem hatten wir auch ein kleines Christbäumchen, habe auch eins von den Lichtchen drangemacht. Als wir noch am Nachtessen waren kam der Hauptmann & ein Leutnant sah das Quartier an. Wir beschenkten uns dann auch gegenseitig. Heute & morgen dürfen wir nicht arbeiten. Das Wetter war heute nicht sehr schön, Wind u. Regen. Habe den ganzen Tag in der Stube zugebracht. Holzapfel holte mich heute mittag, ich mußte sie photographieren samt ihrer Weihnachtsdekoration. L. Luisle! Wirst jetzt froh sein, wenn ausgedroschen ist. Habt ihr Weihnachten auch gut herum gebracht?
Sei nun herzl gegrüßt von D. D. l. Otto
Grüße an d. Kinder & Eltern
Das Rotekreuzpacket ist von Otto Eggert
Steinburg Post Oberkirchberg.

Brief von Otto Weiß an seine Ehefrau am 25.12.1916

21. Dezember

Entspannt nochmal vor der Hauptzeit des Wahnsinns. Lasst euch treiben und ruht ein wenig in euch. Und wenn ihr nicht viel Zeit habt: 10 Minuten gehen schon mal, das dürft ihr euch gönnen! Ihr habt meine Erlaubnis. 🙂

20. Dezember

Peterchens Mondfahrt, der Film von 1959. Viel Spaß!

19. Dezember

Im Felde, den 26. 12. 42.

Liebe Eltern!
Heute abend am zweiten Weihnachtstag will ich Euch mal einen kleinen Brief wieder schreiben. Es war nun schon das dritte Weihnachtsfest welches ich in feindes Land verlebt habe, hoffendlich war es das Letzte. Will Euch nun mal mit kurzen Worten schildern, wie es so verlaufen ist. Die Hauptsache von allem war das, das es sehr ruhig war, der Russe hat hier keine Angriffe gemacht, und wir auch nicht. Wir haben eine geschlossene Feier gemacht, der Gaben-Tisch war sehr leer, ein jeder hatte 150 gr. Schokolade, 20 Zigaretten, 2 Zigarren und dann standen noch einige Flaschen Alkohol auf dem Tisch, – sehr wenig nicht wahr? Der Alkohol hat aber so viel gewirkt, das die Feier doch ganz gemütlich war. Liebe Eltern, die Gedanken weilten aber trotz allen dem immer bei Euch Lieben daheim. Dieses Jahr war es uns ja leider nicht vergönnt, das die Heimat uns mit Geschänke oder Grüße erfreuen konnte.
Keiner von uns hatte ein Päckchen oder eine Weihnachtskarte, die Kriegslage hat es nicht geduldet. Der Kessel ist wohl immer noch nicht auf, es kann aber nicht mehr lange dauern, und dann kommen ja auch unsere Päckchen noch mal an. Es ist nur gut das Ihr es nicht gewußt habt, sonst hättet ihr Euch wieder viel Gedanken um mich gemacht, und so will ich hoffen, das Ihr es doch einige Maßen gut verlebt habt. Liebe Eltern, wir alle die wir hier im Kessel sind, haben gute Hoffnung und fühlen uns ganz sicher, es kann nicht mehr lange dauern, bis sich unsre Lage geändert hat. Munition ist noch immer genügend vorhanden, und satt werden wir auch noch immer, auf Post und Päckchen müssen wir ja nun eine zeitlang verzichten, das ist nun einmal nicht anders. Was hat Euch denn der Weihnachtsmann gebracht? War Wilhelm oder Henry in Urlaub?
In der Hoffnung, das hier rechtbald wieder alles in Ordnung ist, und das wir die nächste Weihnacht in Frieden verleben können will ich schließen,
es grüßt allen herzlich Euer Rudolf
Aufwidersehn.

 

Brief von Rudolf Oehus an seine Familie am 26.12.1942. Etwa 2 Wochen später ist er verschollen und vermutlich gestorben.

17. Dezember

Torontálvásáhely, 22.12.15

Liebe Grete u. Kinder!
Brief vom 16. […] u. Karte vom 17. […] empfing ich gestern Abend.
Wegen Weitsch kann ich leider nichts unternehmen. Der gehört zum II. Bataillon u. das liegt in einem ganz anderen Dorfe. Wir treffen nicht zusammen.
Aus dem Wein hier machen wir uns nicht allzuviel. Wir bekommen hier nur den Landwein, was ein einfaches säuerliches Getränk ist. Dieses hat mit dem bei Euch bekannten Ungarwein keine Gemeinschaft. Lieber ist uns ein Glas Bier, was aber nicht immer zu haben ist.
Mit den 100 Mk. für statistische Arbeiten weiß ich nicht, wie das der Jochen gerechnet hat. Das laß aber nur anstehen, das werde ich später selbst regeln. Ich habe ja nur ¼ Jahre diese Arbeiten gemacht u. dann Neenemann, mit dem ich mich evtl. verrechnen muß.
Die Nahrungsmittel sind überall sehr teuer, auch hier. Es wird eben auch aus diesem Grunde höchste Zeit, daß der Krieg ein Ende findet.

Hat denn Paul schon viel in seinem Schuh gefunden? Wenn er doch eines Morgens mal seinen Papa finden würde! Wie lange wird das noch dauern?
III
Feiert nur Weihnachten wie sonst. Ich habe ja hier auch nichts auszustehen. Allerdings erzählt man sich heute, daß wir am 26.12., also am 2. Feiertage, weiterverladen würden. Ob\’s wahr ist, weiß ich nicht, es wird ja manchmal viel Kohl zusammen geschwatzt. Aber möglich ist es immerhin. Dann hätte ich glücklich die großen Pakete alle mitzuschleppen.
Paul Richter hat Schwein, wenn er schon wieder auf Urlaub ist. Das machen eben die vielen Gelder, die er verbraucht. Wenn er nach Belgien oder Russland kommt,
IV
kann er sich freuen, aber als Beamter glaubt er wohl selber nicht. Er bleibt immer nur Soldat.
Einen Brustbeutel brauchst Du mir nicht zu schicken, ich habe mir beim Marketender bereits einen gekauft.
Daß 2 Briefe von mir offen waren, mag daran liegen, daß diese auf ihren Inhalt von den Behörden geprüft worden sind. Derartige Stichproben werden ja gemacht.
Verg. Nacht Frost bei klarem Himmel.
Dir u. den Kindern sendet herzliche Grüße
Eurer Papa.

Paul Rockstroh an seine Familie am 22.Dezember 1915

15. Dezember

Heute gibt es zwei Weihnachtslieder aus Haiti:

Es ist Weihnachten,
wenn alle bereit sind für das Fest.
Weihnachten heißt:
mit Hoffnung leben.
Wenn sich Menschen die Hände
zur Versöhnung reichen,
wenn der Fremde aufgenommen,
wenn einer dem anderen hilft,
das Böse zu meiden und das Gute zu tun,
dann ist Weihnachten.

Weihnachten heißt:
die Tränen trocknen,
das, was du hast, mit anderen zu teilen;
jedes Mal, wenn die Not eines Unglücklichen
gemildert ist, wird Weihnachten.

Jeder Tag ist Weihnachten
auf der Erde, jedes Mal, wenn einer
dem anderen Liebe schenkt;
wenn Herzen zufrieden und glücklich sind,
ist Weihnachten;
dann steigt Gott wieder vom Himmel herab
und bringt das Licht.

12. Dezember

„Wenn Dir Dein Verstand einmal zu stark mitspielt, so tue etwas, meist ganz Dummes, aus dem Herzen heraus u. Du wirst hinterher stets sehr glücklich sein. Denken wohl aber nicht reflektieren, sondern leben. Das ist’s, was wir lernen müssen.“

Curt Emmerich an seine Schwester im Ersten Weltkrieg

10. Dezember

Feuerstellung Weihnachten 1915.

Mein liebes Großmamele!
Jetzt sollst Du als zweite nach denen daheim Deinen Brief bekommen. Ich hätt eigentlich über Weihnachten entla- – – werden sollen, man brauchte mich aber hier nötiger.
Gestern abend war es sehr behaglich wenn es auch in unserem Unterstand von Regen tropft und wir recht feucht sind. Wir saßen alle mit unserem Leutnant zusammen und sangen bei unserem Christbäumle Weihnachtslieder, dann ging es an das Kisten u. Pakete aufmachen. Von den Schleckereien, Gutsle u.s.w. haben wir alle brüderlich geteilt. Vielen, vielen Dank für Dein Uhrle. Wenn ich es aufziehe fliegen meine Gedanken immer heim u. zu Euch allen nach Stuttgart. Meine ganze Ausbildungszeit ist ja eng verbunden mit den Erinnerungen an die Urlaubstage bei Euch.
Die Franzosen waren ganz ruhig uns gegenüber, nur heut bekamen wir ein paar Schuß, die wir ihnen gehörig zurückgaben mit 20 Schuß.
Wo steht denn Herrmann Heugelin[?] jetzt? Von Bi weiß ich es. – Wir haben unserer Ruhequartiere von Bantheville nach einer ferne[?] bei Gesnes verlegen müssen und es wird hoffentlich auch so behaglich wie in B. An Neujahr werd ich wohl drinnen sein. So ein paar Tage hinter der front sind vor allem wegen der Reinigungsmöglichkeit sehr angenehm. Hier kann man es doch nicht so recht gründlich machen und so kommt es auch daß man so leicht Ungeziefer bekommt.
Ich hab mirs im Schützengraben vorn geholt. Von Liesel hatt ich einen langen Brief, den ich auch noch beantworten muß. Nun Schluß liebes Großmutterle, viele Grüß an alles.
Ich schreib ihnen allen noch, aber der Reih nach. Die Sachen hab ich bekommen.
Einen Kuß Dein
Fritz.

 

Brief von Friedrich Spemann an seine Großmutter am 25.12.1915