Geschenke und Rabatte (Aktualisiert)

Stand: 31.01.2021

Wo Sie kostenlose Produktproben, kleine Extras und große Rabatte bekommen, erfahren Sie hier.

Rossmann, Müller und DM

Die bekanntesten und beliebtesten Aktionen sind die Babyclubs der Drogerien. Glückskind von dmBabywelt von Rossmann und Mein Baby von Müller bieten einen Service mit Informationen und Tipps, Geschenke zur Anmeldung, Geburt und Geburtstagen sowie Rabatthefte mit allerhand Produkten rund um Schwangerschaft, Baby und Elternschaft.

Die Anmeldung erfolgt ganz einfach online, die Gutscheine selbst sind jedoch nur in den Filialen einlösbar. Der DM Club erfordert mittlerweile eine App, die Gutscheine sind nur dort zu finden und werden nicht mehr versandt.

Pampers Club

Der Pampers Club lohnt sich für alle, die Pampers nutzen. Der Club funktioniert über ein Punktesystem und eine App. Nach Kauf eines Produktes von Pampers wird der Kassenzettel fotografiert. Je 1€ Einkaufswert werden 10 Herzen gutgeschrieben, die sich aufsummieren und gegen verschiedene Prämien oder Gutscheincoupons eingetauscht werden können.

Hipp Mein Baby Club

Der Babyclub von Hipp ist einer derjenigen, die viel zu bieten haben. So gibt es neben zahlreichen Produktproben, Gutscheinen und einem regelmäßigen Elternbrief schon ab der Schwangerschaft auch Partneraktionen und Angebote wie etwa Gutscheine für diverse Freizeitparks oder Vergünstigungen bei den Hipp Aktionspartnern, ein Forum zum Austausch mit anderen Eltern, Malvorlagen und noch ein paar Dinge mehr. Komplettiert wird das Angebot mit der Hipp App.

Bebivita Club

Auch Bebivita hat einen Babyclub, der Produktproben sowie Rabatte bietet. Daneben gibt es einen Flohmarkt und regelmäßige Gewinnspiele sowie aktuell einen Fotowettbewerb. Er funktioniert über ein Punktesystem, bei dem man durch Produktproben, Teilnahme am Fotowettbewerb und Umfragen, Beantwortung der Frage des Tages oder Einstellen eines Angebotes im Flohmarkt. Die gesammelten Sonnen können dann gegen Gewinnlose für die Bebivita Gewinnspiele eingetauscht werden.

Real Meine Familie

Auch Real hat ein Willkommenspaket, ähnlich wie die von DM und Rossmann, mit Produktproben, Rabattcoupons und kleinen Extras. Allerdings muss auch hier das Paket in der Filiale abgeholt werden, die Coupons sind ebenfalls nicht online einlösbar.

Weitere Willkommenspakete, Rabatte, Gewinnspiele und Produktproben

Hallo Eeechoooo!

Hoppla, *Spinnweben entferne*, hier war ich aber lange nicht *Staub wische*, meine Güte.

Tut mir sehr leid, dass ich so sang- und klanglos verschollen bin. Ich bin zwar auf Twitter aktiv, aber nicht alle von hier folgen mir dort, denke ich. Zu sagen es war viel los seit September wäre eine Untertreibung.

Mir geht es soweit gut, keine Sorge. Aber ich will euch mal auf den neuesten Stand bringen und mich versuchen kurz zu halten.

  1. Ich bin schwanger
    Tadaaa! Oder so. Ja, auch für mich war das eine Überraschung. Ich habe es Mitte September erfahren, hatte absolut null damit gerechnet und ging von einer Magen-Darm-Grippe aus… Tja. Der Ex war erst dagegen, dann dafür, hat sich jetzt für dagegen entschieden und zieht deswegen im Januar wieder nach England. Fragt mich nicht, in seinem Kopf ergibt es Sinn, das eine Kind, das man vorgibt zu lieben zu verlassen, um dem zweiten Kind, das man nicht will, aus dem Weg zu gehen. Es wird hart, aber wir schaffen das, die Maus, das Baby und ich.

2. Ich bin jetzt eine von „denen“
Nämlich von „denen“, die in der Psychiatrie waren. Aufgrund der Situation zuhause, dem dauerstreitenden Ex, der anfing mich psychisch fertig zu machen, dem Verlauf der Schwangerschaft (es drohte ein Abort aufgrund Stress) und meiner zunehmend schlechteren mentalen Verfassung habe ich mich freiwillig einweisen lassen. Ginge es nur um mich, wäre ich länger geblieben als die zwei Wochen, die ich schlussendlich dort war. Aber ich vermisste die Maus und sie mich, sodass ich entschieden habe nach Hause zu gehen und mich um ambulante Hilfe zu kümmern. Gekümmert habe ich mich leider nach wie vor nicht. Depression is a bitch und das Bett so warm und weich.

3. Mein Stiefvater ist gestorben
Mit Corona hatte es nichts zu tun. Er hatte ein Gerät in der Brust, das seinem Herz half zu schlagen (keinen Herzschrittmacher), welches versagte. Also musste er operiert werden. Dumm aber, dass er einen Infekt hatte. Nach 5 Wochen im Koma und ständigem auf und ab laut sich widersprechenden Ärzten wurden die Geräte schließlich abgestellt und er ist gestorben. Er weiß nichts vom zweiten Kind. Für mich persönlich, so schlimm es klingt, hält sich der Verlust in Grenzen. Er war einer dieser „Hitler war ein klasse Typ und hat Deutschland nach vorne gebracht“ Typ, stets rassistisch und antisemitisch. Schrecklich unempathischer Mensch. Hat mich, als ich noch dort wohnte, ständig gestänkert, hat meine Mutter oft angeschrien und sie ausgenutzt, war gemein zu den Tieren. Aufgrund der Herzmaschine entwickelte er ähnliche Symptome wie Alzheimer, seine cholerische Art wurde immer schlimmer. Er hat aber auch einiges am Haus gemacht, die „Männerarbeiten“ erledigt, Feuer gemacht und Holz gehackt. Solche Dinge eben. Und die Maus hat ihn sehr geliebt. Meine Mutter trauert, aber ich denke ehrlich gesagt eher, weil sie jetzt allein mit allem ist. Die Maus fragt öfter mal nach ihm und ich erkläre ihr, dass Opa jetzt bei den Sternen ist und er auf sie aufpasst. Sie ist traurig, aber es scheint okay zu sein. Ich kann dafür jetzt endlich wieder meine Mutter besuchen gehen, ohne dieses unwohle Gefühl durch seine Anwesenheit zu haben. Wenn Menschen mit ihr Beileid aussprechen ist das sehr schwierig für mich, denn ja es ist schon komisch, aber andererseits war unser Verhältnis kein Gutes.

Ich denke das reicht wohl für’s Erste. Macht euch keine Sorgen um mich. Ich habe meine Höhen und Tiefen, aber alles in allem kämpfe ich mich durch, wir drei Mädels halten zusammen und wir freuen uns auf das Baby. Wie es dann weiter geht werden wir schon noch sehen. Ein Schritt nach dem anderen.

Ich wünsche euch eine wundervolle Adventszeit, von Herzen schöne Weihnachten, egal ob alleine oder im kleinen Kreis und ein gesundes, munteres Jahr 2021. Bleibt gesund!

Photo by Nikolett Emmert on Pexels.com

Checkliste: Behördengänge

Deutschland ist bekannt für seine Bürokratie und das um Schwangerschaft und Geburt ist eines der komplizierteren Bürokratiesysteme. Um das etwas zu erleichtern hier also eine Checkliste. Geordnet nach der Behörde bzw. Anlaufstelle und mit nötigen Unterlagen bzw. Erläuterungen.

Vor der Geburt

  • Krankenkasse: Schwangerenbetreuung, Mutterschaftsgeld
    • Mutterpass (nach der Geburt: Geburtsbescheinigung
  • Jugendamt: Vaterschaftsanerkennung und Sorgerechtserklärung
    • Personalausweis/ Pass, Mutterpass
    • es müssen beide Eltern anwesend sein
  • Familienzentrum, Pro Familia, Beratungsstellen: Beratung, Finanzielle Hilfen in Notlagen (z.B. Erstausstattung)
  • Geburtshaus, Hebamme, Klinik: Geburtsort, Betreuung und Wünsche klären
    • Mutterpass
  • Arbeitsamt: Hilfe zum Lebensunterhalt für Eltern und Kind
  • Kinderarzt: vorgeburtliche Vorstellung

Für Studierende

  • Hochschule: Beurlaubung, Teilzeitstudium, Semesterbeitrag, Prüfungsmodalitäten
    • Mutterpass
  • BaföG-Amt: Verschiebung des Leistungsnachweises

Nach der Geburt

  • Standesamt: Geburtsurkunde und Geburtsbescheinigungen
    • Personalausweise, Vaterschaftsanerkennung, Sorgerechtserklärung, Geburtsurkunden der Eltern
  • Familienkasse: Kindergeld
    • den Antrag kann man online ausfüllen
  • Jugendamt: Geburtsurkunde nachreichen
  • Elterngeldstelle: Elterngeld beantragen
    • Antrag, Geburtsbescheinigung, Einkommensnachweise
  • Krankenkasse: Familienversicherung, Mutterschaftsgeld
    • Geburtsbescheinigung vom Standesamt
  • Familienzentrum, Pro Familia, Beratungsstellen: Beratung und finanzielle Hilfen in Notlagen
    • Nachweis der Geburt bzw. Geburtsurkunde
  • Finanzamt: Änderung der Steuerklasse
    • Eintragung des Kindes (über ein Formular)
  • Bürgerbüro/ Jugendamt: Kita-Gebühren, Kind melden
  • Vermieter: Kind melden
  • Bürgerbüro: Kinderreisepass (6 Jahre gültig)

Für Studierende

  • Hochschule: Beurlaubung, Teilzeitstudium, Studienordnung
    • Geburtsurkunde und Meldebescheinigung Kind und Eltern
    • manche Unis bieten Essensservices für Kinder an
    • außerdem gibt es an manchen Unis Willkommenspakete
  • BaföG-Amt: Weiterförderungsantrag, Verlängerung der Förderungshöchstdauer

Eingewöhnung abgeschlossen

Ich hatte neulich von Püppis Eingewöhnung im Kindergarten geschrieben und darüber, welche Probleme wir hatten.

Zum Zeitpunkt des Beitrags fing gerade die dritte Woche an, die letztlich ziemlich problematisch verlief. Püppi fühlte sich unwohl, weinte viel und wollte einfach nicht dort bleiben. Beim Hinbringen als auch beim Abholen weinte sie. Zuhause war sie dann einfach fix und fertig und verbrachte die meiste Zeit des Tages mit Schlafen. Die Nächte waren schlimm, denn sie schlief sehr unruhig und wachte ein paar Mal weinend auf.

Von anderen Eltern habe ich erfahren, dass es ihren Zwergen genauso ging. Die Kinder verarbeiten den Tag im Schlaf. Je anstrengender, aufregender oder beängstigender der Tag war, desto unruhiger wird auch die Nacht.

Ich selber habe auch sehr gelitten. In der dritten Woche habe ich sie sowohl gebracht als auch abgeholt. Am Freitag der dritten Woche hatte ich einen ganz miesen Tag und stand weinend im Zwischenzimmer, nachdem ich Püppi bei der Erzieherin abgegeben hatte. Mir ging das so nahe, dass ich auch auf dem Heimweg weinen musste und mich kaum beruhigen konnte. Püppi beruhigte sich dagegen nach spätestens 5 Minuten wieder. Jedenfalls haben wir beschlossen, dass der Papa sie bringt, denn wenn sie merkt, wie schwer es mir fällt, wird es für sie nicht einfacher.

Die vierte Woche lief von Anfang an sehr viel besser, das Wochenende tat wohl echt gut. An dem Wochenende war meine Muter da und auch ihrer Oma gegenüber war das Mäuschen offener als bisher. Zudem gab sie damit an, was sie schon alles kann, von dem wir auch noch nichts wussten. 😀

Jedenfalls, in der vierten Woche starteten wir das Experiment mit dem Mittagessen. Leider verweigerte sie sich zunächst und schob den Teller von sich. Das verwunderte mich sehr, vor allem an dem Tag, als es Nudeln gab, bei denen wir sie zuhause doch eher bremsen müssen. Mitte der Woche aber, tadaaaa, ging auch das Mittagessen super und ganz problemlos. Sie verputzte gleich anderthalb Portionen und noch den Nachtisch!

Diese Woche war die fünfte Woche und seit Mittwoch ist sie die volle Zeit da, die sie generell da sein wird. Inklusive Mittagessen, Mittagsschlaf und Vesper.

Es ging am Ende alles sehr schnell, als hätte man bei ihr einen Schalter umgelegt. Sie geht auf die Erzieherinnen von sich aus zu und manchmal öffnet sie morgens beim Bringen ihre Arme nach ihnen, um sich auf den Arm nehmen zu lassen. Das Ganze geht jetzt ganz ohne Weinen vonstatten.

Sogar mit den anderen Kindern spielt sie. Zuvor war ihr das eher unheimlich. Nur manchmal, wenn die etwas stürmischeren Kinder auf sie zugehen, wird ihr das zu viel. Aber das ist in Ordnung so.

Die Nächste sind ruhiger und sie ist grundsätzlich wieder fröhlicher. Außerdem lernt sie jetzt laufend neue Dinge, die sie vorher noch nicht konnte oder wollte. Ich bin sehr stolz auf sie.

Somit ist also unser Abenteuer Eingewöhnung erfolgreich abgeschlossen. 🙂

Status Quo

Seit gestern sind die Meerschweinchen wieder da, die für 6 Wochen bei meiner Mutter zum Urlaub waren. 😀 Geplant waren 3, aber ihr wisst ja wie das ist mit Plänen und dem Leben.

Über unsere Eingewöhnung hatte ich neulich berichtet. Die dritte Woche war etwas schwieriger, hatte ich zumindest den Eindruck. Püppi wollte partout nicht mitessen, obwohl sie sonst ein ausgezeichneter Esser ist. Die anderen Kinder sind ihr aber einfach zu viel. Wir Eltern fühlen uns gerade ein bisschen ratlos, wie wir sie dabei unterstützen können, sich besser an den Kindergarten, vor allem aber an die Kinder zu gewöhnen und ihre Scheu zu verlieren.

Freitag hatte ich diesbezüglich einen sehr schlechten Tag. Am Morgen habe ich mich ernsthaft gefragt, ob es einfach zu früh ist. Ob wir es später noch einmal versuchen sollen. Ich brachte sie dann zum Kindergarten, wo sie laut weinend und schreiend wieder von den Armen der Erzieherin in meine Arme wollte. Das hat mir so sehr weh getan, dass ich einfach weinen musste. Natürlich nicht vor Püppi, aber dann draußen im Vorraum.

Dort wartete gerade eine andere Mutti auf ihr Kind und sah mich. Sie sprach mich an und tröstete mich und erzählte mir, dass sie Erzieherinnen wirklich sehr liebevoll mit ihr umgehen und sie die ganze Zeit über immer bei ihnen auf dem Arm oder auf dem Schoß ist. Sie geben ihr viel Zeit und haben viel Geduld. Zwar hatte ich das im Gefühl und habe das auch gesehen, aber es war schön, es noch einmal von jemand anderem bestätigt zu bekommen. Meine Zweifel waren dann auch weg, als sie mir sagte, dass es ganz vielen Kindern so geht und gerade die dritte Woche wohl eine schlechte Woche ist.

Ich hoffe sehr, dass es langsam besser wird, denn das zerreißt mir das Herz, sie so zu sehen. Mr. English hat mir angeboten, sie zu bringen und ich hole sie ab, was ich dankbar angenommen habe. Wie gesagt, ich bin einfach sehr emotional und leide sehr mit, was es ihr vermutlich auch nicht leichter macht. Kinder fühlen sowas, selbst wenn man versucht zu lächeln.

Im Fitnessstudio lief es dafür ausgezeichnet. Mein Plan ist jetzt, 3x pro Woche hin zu gehen und mein Programm für ca. 3 Wochen zu machen und mir dann ein anderes erstellen zu lassen. An einigen Geräten konnte ich schon jetzt, nach nur einer Woche, jeweils 5kg auflegen. Unfassbar, wie schnell das geht. Ausdauertechnisch hatte ich Samstag einen schlechten Lauf, mein Asthma hat einfach gestreikt und der Muskelkater in den Beinen half auch nicht. Die Bizepsmaschine macht mich genauso fertig, weil mein Bizeps so schwach ist, dass ich selbst die lächerlichen 2,5kg nicht schaffe, 15 mal zu heben. Der Trizeps war dafür stärker als noch am Mittwoch. Wie gesagt, unfassbar wie schnell das geht.

Was ich aber sagen kann, ich habe zwar an Trainingstagen unfassbaren Hunger, habe aber schon ein halbes Kilo verloren und fühle mich bereits grundsätzlich besser. Meine Rückenschmerzen sind kaum noch vorhanden, ich bin ausgeglichener und positiver und nach dem Training gar euphorisch. Außerdem schaffe ich danach mehr Haushaltsaufgaben als die gesamte Woche über. Hat ja auch etwas gutes. 😀

Leider werde ich auch sehr müde an diesen Tagen, sodass ich kaum in der Lage war, letzte Woche an der Hausarbeit zu schreiben, die ich eigentlich gestern beenden wollte. Meh. Ich habe mir aber fest vorgenommen, an den Tagen ohne Training konsequent in die Bibliothek zu gehen und daran zu arbeiten. Tschaka! Ich will ja auch mal so richtig frei haben, gell.

Habt eine wundervolle Woche!

Unsere Eingewöhnung im Kindergarten

Püppi wurde gerade im Kindergarten eingewöhnt, oder ist noch halbwegs dabei. Da es ein großes Thema ist, das viele Eltern beschäftigt und sorgt, schreibe ich einmal unsere Erfahrung damit auf.

Unser Kindergarten gewöhnt nach dem Berliner Modell ein. Dabei ist ein Elternteil in den ersten 3-4 Tagen permanent anwesend, während das Kind den Raum und die Gruppe erkundet. Etwa am 5. Tag wird der erste Trennungsversuch gestartet. Je nachdem wie sich das Kind von den Erziehern beruhigen lässt und insgesamt mit der Situation klar kommt, bleibt der Elternteil dann 10 bis 30 Minuten draußen. Wenn das gut klappt, kann man den Zeitraum auch größer gestalten. An den nächsten Tagen wird die Zeit immer weiter verlängert. Das Ganze dauert im Schnitt 2 Wochen, manchmal geht es schneller, manchmal braucht es länger.

Unser Mäuschen war zum Start 13 Monate alt und kannte gleichaltrige Kinder vorher nur sporadisch. Sonst hat sie sich meistens allein beschäftigt. Mit älteren Kindern kam sie immer gut klar, gleichaltrige oder jüngere sind ihr dagegen wohl etwas suspekt.

In den ersten drei Tagen habe ich sie in den Kindergarten begleitet und blieb mit ihr jeweils eine Stunde lang da. Am ersten Tag hat sie ausschließlich an mir geklebt und war ängstlich. Jedes Geräusch, das etwas lauter war als leises Reden, hat sie gestört. Das ist bei zwei lautstarken Jungs in der Gruppe eher ungünstig. Eines der anderen Kinder setzte sich zwei Mal mit auf meinen Schoß, was sie beim ersten Mal etwas entsetzte, beim zweiten Mal zum Weinen brachte.

Der zweite Tag lief besser. Zwar traute sie sich in der ersten halben Stunde wieder nicht von meinem Schoß, obwohl ich es ein wenig versuchte, indem ich sie vor mich setzte. Die ganze Zeit über bleib ich aber in ihrer Nähe. Schließlich wurden alle Kinder außer zwei weiteren im Alter von je 12 Monaten aus der Gruppe geholt, um nach draußen zu gehen. Da blühte Püppi ein wenig auf und traute sich von selbst von meinem Schoß. Ich zeigte ihr schließlich eine andere Ecke des Raumes mit einem Spiegel und einer Haltestange, wie man es vom Ballett kennt. Das fand sie ganz toll. Schließlich wurde sie mutig und krabbelte zur Erzieherin, kletterte auf sie drauf und schmiegte sich an. Damit hatten wir beide nicht gerechnet, also die Erzieherin und ich. Als ein anderes Kind sie anfasste, ergriff sie jedoch die Flucht zurück zu mir.

Am dritten Tag wurden die lauten Kinder gleich am Anfang heraus genommen. So klebte Püppi zwar wieder für eine Weile an mir, wurde dann aber langsam mutiger. Ich setzte sie auf eine erhöhte Ebene mit kuscheligen Decken. Sie hatte gleichzeitig den Schutz der Erhöhung und konnte die anderen beobachten. Außerdem sind Kuscheldecken ihre Schwäche. 😉
Sie krabbelte ein wenig umher, nahm sich Spielsachen und legte sich auf den Boden mit „ihrer“ Decke. Sie freute sich, war aber dennoch weiterhin vorsichtig. Es lief sehr gut bis auf eine Begebenheit, als ein Kind sich zwischen Püppi und mich setzte, sodass sie sich nicht zu mir traute.

Da es mir am vierten Tag nicht gut ging, musste Papa einspringen. Mit ihm lief es ähnlich wie am Tag zuvor; das Mäuschen traute sich ein bisschen mehr. Am nächsten Tag sollte der erste Trennungsversuch stattfinden.

Hier muss ich dazu sagen, dass wir uns dafür entschieden, dass Papa das macht. Ich bin dafür zu emotional. Wenn das Kind merkt, dass es dem Elternteil schwer fällt, dann fällt es dem Kind noch schwerer als ohnehin. Meistens sind Väter dann die gelasseneren, aber oft können auch sie schlecht loslassen, was aber essentiell ist.
Es hat an dem Tag übrigens sehr gut geklappt. Püppi hat sich allein beschäftigt, wie sie das meistens zu Hause auch tut und ließ sich gut trösten. Nach einer Stunde war es ihr dann aber genug.

In der nächsten Woche wurden die Abstände der Trennung immer größer. Am 7. Tag waren es schließlich zwei Stunden, sodass Papa zwischendurch heim gehen konnte. Es wurde gar ausdrücklich gewünscht, dass er sich vom Gelände entfernt, während er zuvor noch im Gebäude blieb, um ihn gegebenenfalls zu holen, falls es doch nicht geklappt hätte.

Wir stießen auf ein anderes Problem: die Uhrzeit, in der sie im Kindergarten war, kollidierte mit ihrer Schlafenszeit. Sie hat nach dem Frühstück meist noch einmal ein Schläfchen. Dort konnte sie aber nicht schlafen, auch wenn es die Erzieherinnen versuchten.

Nach hinten konnten wir die Zeit aber nicht verlängern, da es mit dem Mittagessen kollidiert wäre, wo sie noch nicht dabei sein sollte. Das wäre laut Erzieherinnen noch zu stressig gewesen. So waren es weiterhin maximal 2,5 Stunden.

In der dritten Woche waren ihre Erzieherinnen an zwei Tagen leider im Urlaub. Leider nicht, weil ich es ihnen nicht gönnen würde. Aber es ist einfach sehr ungünstig, wenn das Kind noch mitten in der Eingewöhnung steckt und Probleme hat.

Diese dritte Woche ist heute. Morgen sind die Erzieherinnen wieder da und Püppi isst Mittag mit den anderen. Ich werde berichten. 😉

Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft

Disclaimer: Das Thema ist sehr kontrovers und ich weiß, dass meine Ansichten dazu recht krass sind. Damit bin ich bereits angeeckt. Dennoch möchte ich sie darlegen, weil ich des öfteren gefragt wurde und meine Gedanken doch auf Interesse stießen – wenn auch nicht immer auf Verständnis. Aufgrund der Kontroversität möchte ich vorab anmerken, dass Kommentare, die einzig darauf abzielen zu beleidigen, zu diffamieren und aufzufallen, werden nicht freigeschaltet bzw. gelöscht. Trolle, versucht es gar nicht erst. Ansonsten freue ich mich über konstruktive Diskussionen.

Schwangerschaft, aufregende Zeit, aber auch Stress und Verzicht und Regeln und Kontrolle von Ärzten und Verwandten und Unbekannten. Ich weiß selbst, wie übergriffig manche Menschen meinen gegenüber Schwangeren sein zu dürfen. Und dennoch kann ich Schwangeren aber auch Angehörigen bloß sagen: Lasst es sein! Lasst die Zigaretten, den Alkohol und sonstigen unnützen Müll weg, wenn ihr Leben in euch tragt!

In meiner eigenen Schwangerschaft war ich recht streng, habe mich an Empfehlungen gehalten und Rücksprache mit Hebamme oder Arzt gehalten, wenn ich mir nicht sicher war. Mir sind ein paar Faux Pas passiert, wie etwa Salami oder ein Stück Kuchen mit Alkohol zu essen, aber das war okay. Von anderen würde ich nicht erwarten, so streng zu sein, ich weiß dass ich da teils über das Ziel hinaus geschossen bin. Aber ich wollte es so, das war es mir wert.

Wo ich nicht wegsehen kann ist, wenn eine Schwangere ihr Ungeborenes bewusst gefährdet, indem sie weiter raucht, trinkt und sonstiges tut, was erwiesenermaßen schlecht ist in einer Schwangerschaft. Besonders bei geplanten Schwangerschaften muss ich mich dann leider fragen, ob das Denken hintenan stand.

Einigen ist dabei gar nicht bewusst, was sie eigentlich machen. Welche Konsequenzen ihr Handeln haben kann. Diese reichen von Entwicklungsverzögerungen und -störungen über Entstellungen/ Behinderungen bis hin zu Früh- und Totgeburten. Dennoch scheint sowas ja immer nur den anderen zu passieren, deshalb macht man eben weiter.

Ein solches viel zu früh geborenes Baby mit gerade einmal 1,5kg (!) und so winzig kleinen Händchen und Füßchen habe ich auf der Säuglingsstation gesehen. Die Mutter konnte auch jetzt nicht aufhören zu rauchen. Wenn ihr denkt, sowas passiert mir nicht, dann schaut euch solche Würmchen doch mal an… Ist das ein Start ins Leben, den man für sein eigenes Baby möchte?

Soweit, so unneu diese Ansichten. Was oft für Verwirrungen sorgt sind meine weiteren Ansichten:

  • Ich bin pro Choice, also für die Wahl, das Kind auszutragen oder eben nicht.
  • Für mich selbst käme eine Abtreibung niemals in Frage.
  • Für andere würde ich mir wünschen, dass sie eine Abtreibung nur bei triftigen Gründen in Betracht ziehen. Diese triftigen Gründe muss die jeweilige Person selber definieren. Jedoch, „kein Bock“ ist keiner.
  • Ich bin gegen die Ansicht, dass bei Schwangeren, die ihr Ungeborenes gefährden, nicht eingegriffen werden darf, da das Recht über den eigenen Körper an vorderster Stelle steht.
  • An vorderster Stelle steht für mich zwar die Gesundheit der Mutter, gleich dahinter aber die des Kindes.
  • Die Unversehrtheit des Kindes steht weit über dem Bedürfnis/ der Lust auf Rauschmittel.

Ich finde also, wenn eine Verhältnismäßigkeit verletzt wird, also etwa das Leben des Kindes gefährdet wird um zu rauchen, zu trinken etc, sollte eingeschritten werden dürfen.

Zunächst sollte versucht werden, möglichst minimal invasiv zu helfen, dem Problem auf den Grund zu gehen. Rauchentwöhnung, Suchtberatung etc.

Als nächsten Schritt würde ich Untersuchungen engmaschiger gestalten, die werdende Mutter öfter zur Kontrolle einbestellen. Sollte sie sich weigern, würde ich das Jugendamt zur Seite nehmen. Nicht drohend, sondern unterstützend und informierend.

Als letzten Schritt – und dieser ist sehr krass, ich weiß – wenn also die Mutter nicht bereit ist zu kooperieren oder wenigstens zu versuchen, clean zu werden, würde ich sie in ein Entzugsprogramm stecken. Ja, gegen ihren Willen und ja, in psychiatrischen Einrichtungen. Das wäre dann aber auch eine Maßnahme bei krasseren Fällen, etwa stetem Alkoholmissbrauch und Kettenrauchen.

Gründe, warum ich so denke, sind sehr vielfältig. Einerseits ist es unverantwortlich, das Risiko einzugehen, Entwicklungsstörungen, Frühgeburt, eine Behinderung oder gar den Tod herbeizuführen, weil man die Finger nicht lassen kann vom täglichen Gift.

Es ist unfair dem Ungeborenen gegenüber, weil es dem schutzlos ausgeliefert ist. Schutzlos derjenigen Person gegenüber, deren oberste Aufgabe es ist, das Kind zu schützen. Auch ein Ungeborenes kann Entzugserscheinungen bekommen.

Neugeborene von Süchtigen gehen zudem erst einmal durch einen kalten Entzug. Das erste, was sie durchmachen, ist ein f*cking Entzug! Das sind auch die Kinder, die besonders intensive Betreuung brauchen und Schwestern mit starken Nerven, da sie in der Regel ununterbrochen schreien.

Last but not least, da es manchen nicht reicht, humane und empathische/ moralische Gründe aufzuführen: es kostet viel Geld, diese Kinder intensiv zu betreuen. Gerade sehr früh geborene Babies sind sehr lange sehr intensiv umsorgt auf Sonderstationen. Die Chancen stehen zudem sehr hoch, dass sie ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen sein werden.

Ja, diese Ansätze sind teilweise sehr radikal. Ich finde aber, wir sollten endlich Unversehrtheit von Ungeborenen über Bock der Mütter stellen. Wer sich aktiv für ein Kind entschieden hat, der soll auch so handeln.

So, jetzt seid ihr dran: völlig Banane, noch zu lasch oder interessant? Was meint ihr? (Seid lieb, ich bin müde!)

Was das Mäuschen in 14 Monaten gelernt hat

  • Essen schmeckt. Alles! Sogar Oliven!
  • Mama eignet sich am besten zum Kuscheln, Papa zum Blödsinn machen.
  • Stehen ist super cool und bekommt Applaus. Vor allem vom Mäuschen selbst.
  • Tanzen fetzt!
  • Baden macht am meisten Spaß, wenn alle nass werden.
  • Schränke sind wie riesige Schatztruhen. Man findet immer etwas Neues!
  • Wenn Mama nein sagt und das Mäuschen den Kopf schüttelt, muss Mama lachen.
  • Katzen jagen ist lustig.
  • Erdmännchen und Flamingos sind der absolute Renner!
  • Bücher mit Klappen sind Lieblingsbücher.
  • Wenn man fremde Leute im Zug mit Spielzeug bewirft, spielen sie mit.
  • Andere Kinder im gleichen Alter sind entweder unheimlich oder langweilig. Nichts dazwischen!
  • Spaziergänge sind schön, nach Hause kommen ist schöner.

Was ich in 14 Monaten Muttersein gelernt habe

  • Wach sein ist etwas für junge Menschen
  • den Unterschied zwischen Müdigkeit und Erschöpfung
  • wie viele lustige Grimassen ein einzelnes Baby schneiden kann
  • Ich bin eine gute Mama.
  • Eine Beziehung aufzubauen ist sehr viel Arbeit. Umso mehr, wenn man kaum Zeit zu zweit hatte.
  • Angepinkelt zu werden ist gar nicht so schlimm. Vor allem im Vergleich zum *anderen*.
  • Blut ist dicker als Wasser. 
  • Mit dem Baby mitzuweinen ist ganz normal.
  • Stürzen, kratzen, den Kopf stoßen gehört dazu. Auch wenn es schwer fällt zu akzeptieren.
  • Loslassen fällt Eltern oft schwerer als den Kindern.
  • Um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche.
  • Der Hochstuhl sollte zum Essen so weit wie möglich von Tapeten, insbesondere weißen Tapeten, entfernt stehen.
  • Was Liebe ist.