Freitagsfragen

Auf in die dritte Runde! Wie immer gilt: Teilen erlaubt, Mitmachen willkommen, Verlinkung erwünscht und Spaß erwartet. 😀

  1. Gibt es etwas, das Du unbedingt noch ändern, erledigen oder gerade rücken willst?
  2. Welche Angewohnheit magst Du an Dir? Was würdest Du Dir dagegen gerne abgewöhnen?
  3. Was würdest Du mit einem 10 Millionen Euro Gewinn machen?
  4. Die Wahl der Qual: jeden Tag einen laut quietschenden Einkaufswagen vor sich herschieben oder jeden Tag nasse Socken bekommen?

1.) Vor der Geburt gibt es noch so einige Dinge, die ich erledigt haben will. Das sind vor allem bürokratische Huddeleien, eine bis zwei Hausarbeiten und ein bisschen Möbelrücken in der Wohnung.

2.) Ich finde gut an mir, dass ich lernen konnte, Dinge mit Humor zu nehmen. Das hilft mir, nicht über Kleinigkeiten zu verzweifeln und anderen, die sehen, dass ich doch auch unter schwierigen Bedingungen zurecht komme. Auch gut finde ich, dass ich die Signale meines Körpers gut deuten kann und mir Auszeiten nehme, wenn es nötig wird.

Nicht gut finde ich, dass ich mit Dingen auf den letzten Drücker anfange, obwohl ich doch eigentlich schon fast fertig sein wollte. Pläne helfen aber. Ich muss sie nur schreiben. 😉

3.) Mit 10 Millionen Euro würde ich erst einmal meiner Mutter helfen mit Haus und Co, am liebsten so, dass sie nicht mehr so hart arbeiten muss; und vielleicht dem Stief ein neues Herz auf dem Schwarzmarkt kaufen. Kennt da jemand die Preise? Hat jemand eine Telefonnummer?

Dann würde ich uns, Mr. English, dem Mäusekind und mir, eine schöne Wohnung kaufen, irgendwo, wo es uns gefällt. Den Rest soll Mr. English anlegen, der kann sowas; ich selbst verstehe davon leider nix und würde wohl die Hälfte an irgendwelche Gebühren oder Risiken verlieren. Am besten so, dass jeden Monat etwas abfällt und wir uns keine Sorgen machen müssen bezüglich Jobs etc.

Das Geld würde ich erst einmal ruhen und wachsen lassen und sobald es ausreichend ist, könnte ich mir gut vorstellen, eine Kinder- und Jugendlichenbetreuung zu eröffnen. Solche Einrichtungen werden viel zu häufig ersatzlos gestrichen – und wenn ich das losgelöst von der Stadt und dem Land betreibe, können die nicht irgendwann die Tore schließen, weil das Geld fehlt. Ha! Mit der Stadt würde ich dann einen Deal aushandeln, dass vor meinen Toren eine Bushaltestelle gebaut wird mit einer eigens angelegten Linie, die auch die Kids von den Dörfern ringsum einsammelt – kostenlos. Achja, ich glaube ich habe mir gerade ein Traumprojekt ersponnen.

4.) Beides widerliche Qualen. Ich hasse laute und vor allem hohe Geräusche, aber nasse Socken sind einfach nur so eklig! Dann wohl aber doch eher die quietschenden Rollen. Irgendwann lernt man das zu ignorieren. Nasse Socken dagegen kann man nie ignorieren!

Und nun wünsche ich euch ein schönes Wochenende und noch schöneres Wetter!

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Blogstöckchen gefangen!

Bei der lieben Anna von Weib and the City bin ich über folgendes Blogstöckchen gestoßen und da ich in letzter Zeit mal wieder so richtig Lust hatte, eines zu beantworten, habe ich es mir geschnappt und hierher getragen.

1.Hältst du dich für einen guten Menschen?

Was ist denn ein guter Mensch? Das ist schon sehr subjektiv, finde ich. Für mich ist das jemand der versucht, anderen zu helfen, ein offenes Ohr für seine Mitmenschen hat und nicht nur an sich denkt. Ich zähle mich zu dieser Gruppe, soweit eine Selbsteinordnung da möglich ist, ohne mich bemühen zu müssen, denn das sind für mich einfach „normale“ Dinge im Umgang miteinander.

Erinnert mich auch an einen total bescheuert verwendeten Begriff, den des Gutmenschen. Wenn „linksgrünversifte“ Leute, die sich in meinen Augen vor allem durch Solidarität, Verständnis und Menschenverstand auszeichnen, als Gutmenschen „beschimpft“ werden, ja wofür stehen dann die Rechten, die sie als solche zu diffamieren versuchen?

2.Was sammelst du?

Beim Umzug erneut festgestellt: Bücher. Furchtbar, wenn man die alle irgendwie in eine neue Wohnung bekommen muss. Aber ohne Bücher fühlt sich eine Wohnung einfach nicht als meine Wohnung an.

Ansonsten versuche ich, meinen Krimskrams so gering wie möglich zu halten.
Mr. English’s Habseligkeiten passten erstaunlicherweise in 2 Taschen.

3.Über welches Thema schwadronierst du am liebsten?

Eigentlich alles mögliche. Mein Studium macht mir Freude und ich finde die meisten Themen dort spannend. Politik (immer wieder ein Aufreger jeden Tag…), Forschung (vor allem medizinische, computertechnische und astrologische Entdeckungen bringen mich immer wieder zum Staunen), hin und wieder auch mal ein bisschen Plauderei

4.Ich bin die gute Fee, was wünscht du dir?

Dass mit meinem Zwerglein alles gut wird.

5.Auf was in deinem Leben könntest du am ehesten und auf was am wenigsten verzichten?

Am ehesten wohl auf Facebook, am wenigsten auf meine Liebsten.

6.Was bedeutet Liebe für dich?

Geborgenheit, Gemeinsamkeit, Zuhausefühlen, Freundschaft, Verbundenheit…

7.Wie gehst du mit Traurigkeit um?

Das kommt auf die Art der Traurigkeit an. Ist es einfach mal wieder die übliche Tiefphase, die ich gelegentlich eben habe, lenke ich mich ab, treffe Freunde, höre fetzige Musik, tu mir etwas Gutes.

Hat sie einen konkreten Grund, spreche ich darüber, auch wenn es mir schwer fällt und vor allem lasse ich sie zu. Das Zulassen war ein großer Schritt für mich in der Trauerbewältigung, danach ging es langsam aber stetig besser.

8.Was würdest du mit einem Sabatical anfangen?

Serviceblog:

Das Sabbatical oder das Sabbatjahr ist ein Arbeitszeitmodell für einen längeren Sonderurlaub.

Der aus den USA stammenden Begriffs sabbatical, nach dem biblischen Sabbatjahr, wurde von Professoren an US-amerikanischen Universitäten für ein Forschungssemester oder Freisemester geprägt.

Im weiteren Sinne beschreibt Sabbatical/Sabbatjahr oder auch gap year einen Zeitraum der Teilzeitarbeit oder Auszeit.

Quelle: Wikipedia

Ich hatte ein ähnliches Jahr unfreiwilligerweise bereits, als ich mein Soziologiestudium nicht bestand und mir überlegen musste, was ich nun mit meinem Leben anfangen soll. In dieser Zeit habe ich sehr viel über mich selbst gelernt und vor allem, was ich nicht will.

Ein richtiges, geplantes und gewolltes Sabbatical würde ich nutzen, um die Welt kennen zu lernen und mit Mr. English und dem Zwerglein zu reisen. Ich wollte ja schon immer mal in so viele Regionen der Erde und deren Kulturen kennenlernen, das Essen, das Leben, den Puls. Ich denke, auch dabei kann man über sich selbst so einiges in Erfahrung bringen – und vor allem sieht man danach sein eigenes Leben und die Arbeit ganz anders.

9.Du bist wieder 18 und musst die Entscheidungen für deine Zukunft treffen, wie würdest du dich entscheiden?

Ich habe viele Dinge getan, die man wohl als Fehler bezeichnen könnte, bin durch unzählige Hürden marschiert, hatte tolle und schlimme Zeiten. Ich könnte schon lange mit dem Studium fertig sein, hätte ich gleich gefunden, was ich jetzt mache. Doch andererseits denke ich, dass gerade diese Umwege mich am meisten geprägt haben und ich das, wa sich habe, erst dadurch zu schätzen weiß.

In Anbetracht dessen würde ich vielleicht ein, zwei Dinge und Menschen auslassen und mehr auf mich selbst als auf andere hören, aber das meiste genau so nochmal machen, auch wenn’s schwer war.

10.Du kannst entweder 500 Euro im Monat mehr verdienen oder deine Arbeitszeit um fünf Stunden pro Woche kürzen, was tust du?

In meiner aktuellen Situation nähme ich die 500€. In einem Vollzeitjob jedoch entschiede ich mich für die fünf geschenkten Wochenstunden (ist doch bei gleicher Bezahlung, nicht?), denn Zeit schätze ich höher als Geld.

11.Welche Songs wünscht du dir für deine Beerdigung?

So für den Einstieg eher „normal“ melancholische Lieder, etwa When Doves Cry, die Nirvana-Version von The man who sold the World, später dann was Nettes von Volbeat, vielleicht Warrior’s Call, und I am a Revenant von den Distillers denn wer mich kennt weiß, dass ich bis zum Schluss Kämpfer und Rebell bin und gegen Ende dann erheiternde Musik wie Another One bites the Dust. Und als letztes Lied bitte For tonight you’re only here to know, ja auch wieder Distillers. Und auf der Aftershowparty dann bitte ordentlich Grimes, bissl Metal, bissl HipHop und ganz viel Party, ok? Und singt auf jeden Fall mal alle zusammen Bohemian Rhapsody für mich, danke.

Rückblickstöckchen: Meine Antworten

Vor ein paar Tagen hatte ich ein Rückblickstöckchen in den Raum geworfen. Nun will ich meine Fragen einmal selbst beantworten.

  1. Was war Dein liebster Blogpost 2015?
    Ein Highlight war definitiv wieder der Adventskalender. Hatte ich zunächst befürchtet, 2/3 des Kalenders allein füllen zu müssen (was mich in unsagbare Zeitnot gebracht hätte), eilten doch noch einige Schreibwillige herbei und boten ihre Beiträge an. Das war großartig!
    Ansonsten gefielen mir die Catcontents ganz gut.
  2. Welchen Post hättest du lieber (so) nicht geschrieben?
    Morgendliche Übelkeit. Ich ärgere mich über den Beitrag. Hätte ich ihn anders geschrieben, wären die Reaktionen anders ausgefallen – auch wenn ich bewusst provozieren wollte. Es war mir ein inneres Bedürfnis, mich zu positionieren.
    Eine bestimmte Reaktion hat mich aber mehr geärgert als der Beitrag heute an sich. Ich wurde dafür nicht kritisiert, sondern beleidigt, hinter den Kulissen beschimpft und öffentlich (auf einem anderen Blog) mit verdrehten Tatsachen in einem Screenshot verunglimpft. Das an sich ist schon ziemlich scheiße. Doch es kam von jemandem, den ich zu der Zeit mochte und für einen Freund hielt. Heute weiß ich, dass es nie Freundschaft war. In der Reaktion auf den Beitrag wurde es mir schlagartig bewusst.
    Weiterlesen „Rückblickstöckchen: Meine Antworten“

Rückblickstöckchen

2015 ist (fast) vorbei und weil wir alle keine Roboter sind, hat jeder von uns etwas aus dem Jahr zu erzählen. Und da es manchmal etwas schwierig ist, konkret zu erzählen, was denn im Jahr so los war, hier ein Stöckchen. Ohne Weiterwerfzwang. (Außer Subs, die verlinken gefälligst 3 Personen und bitten untertänigst um Beantwortung!)
Nichtblogger fangen einfach bei 6. an.

  1. Was war Dein liebster Blogpost 2015?
  2. Welchen Post hättest du lieber (so) nicht geschrieben?
  3. Bist Du zufrieden mit Deinem Output: Anzahl/ Häufigkeit der Posts, Qualität?
  4. Bist Du zufrieden mit der Resonanz: Kommentare, Likes, Shares?
  5. Hast Du Ziele für Deinen Blog in 2016? Wenn ja, welche?
  6. Was ist die erste Szene, die Dir einfällt, wenn Du an 2015 zurückdenkst?
  7. Welche Menschen haben Dich 2015 am meisten berührt?
  8. Welche Anschaffung war die sinnloseste? Welche die beste?
  9. Was ist dein liebstes Bild aus 2015? Warum?
  10. Welches Buch, welche Serie, welcher Film, welches Musikvideo und/oder welches Lied war der/die/das beste?

Ich freue mich auf eure Antworten. Bitte verlinkt eure Posts hierher, damit ich sie sehe.

Meine eigenen Antworten gibt es am 04. Januar 2016.

Ultimatives Nerd-Geek-Blogstöckchen

Bei Frau Margarete bin ich vor einiger Zeit über das Blogstöckchen gestolpert (du musst mal aufrämen, hömma! Das ist ja gefährlich! Ich hätte mir meine Zock…äh Schreibhand brechen können!), das ursprünglich aus dem Nerd-Wiki stammt.

Da ich die Fragen ganz witzig finde, beantworte ich sie einfach mal.

  1. Ein gelangweilter Krösus steckt Dir einen 500€ Schein zu mit den Worten „Kauf Dir was Schönes, Nerd.“ Was kaufst Du Dir?

    Liebe! Ach warte, das war ja die eine Sache, die man nicht kaufen kann.
    Schuhe! Und das meine ich ganz untussig. Ich brauche dringend ein vernünftiges Paar Schuhe, das sowohl meine Füße im unterkühlten Vorlesungssaal warm hält, als auch meine Spaziertouren mitmacht. Meine bisherigen Schuhe bereiten mir bei längerem Laufen Schmerzen und Krämpfe und halten auch nicht wirklich warm. Das einzige Paar, das sich auch nach 5km noch gut anfühlt ist nicht wasserdicht. Für ein ordentliches, lange haltendes Paar Schuhe dürfte auch gern die Hälfte der 500€ draufgehen. Für die andere Hälfte kaufe ich mir 3 Hosen. Und werfe den Rest meiner Bank in den Schlund.
  2. Der Film __________ ist für die meisten vermutlich eine üble Gurke, doch ich liebe ihn trotzdem, weil…Sex and the City. 😀 Er war wirklich nicht gut, aber ich mag ihn, da er mich an „früher“ erinnert. Außerdem ist er super zum abschalten, weil er einfach vollkommen anspruchslos ist. Und ein super Kontrast zu meinen sonst eher düsteren Lieblingsfilmen.
  3. Du hast im Suff eine Wette verloren und MUSST Dir ein mindestens faustgroßes Superheldenzeichen tätowieren. Welches wählst Du und wo kommt es hin?Hmmm, da kommen wir an das Problem, dass ich Superhelden ziemlich blöd und langweilig finde. (Man kann ein deutlich schockiertes Einatmen im Publikum vernehmen.) Stattdessen hätte ich dann doch lieber das Symbol eines Superschurken. Venom finde ich ziemlich cool und evil. Ich würde also wohl dessen Logo wählen. Oder mir gleich sein Gesicht tätowieren lassen. Pretty badass.
    Und wohin damit? Auf den Oberschenkel! Oder das Schulterblatt.
  4. Nenne 3 nerdige Dinge, die jetzt gerade auf Deinem Schreibtisch (oder in der Nähe) stehen/liegen/hängen/schweben.Puh, das kommt darauf an, was man als nerdig definiert. Das Buch von Threadless vielleicht. Der Kalender von Threadless gleich dazu. I ♥ it!) Und dann noch mein Smartphone mit seinen ganzen Apps, allen voran der Simpsons-App. 😀
  5. Mit welchem noch lebenden Star (Schauspieler, Musiker, Cosplayer, Schriftsteller, you name it) würdest Du gerne mal einen ganzen Tag verbringen? Und was würdet ihr an diesem Tag zusammen tun?Ich habe neulich über das Format von Visa Vie (großartig! Unbedingt angucken!) den Herrn Olli Schulz für mich entdeckt und festgestellt, dass er nicht nur interessant und witzig ist, sondern wir auch in einigen Wahrnehmungen der Welt konform gehen, was ich recht selten finde. Dementsprechend würden wir den lieben langen Tag rumblödeln und hochphilosophisch…äh…philosophieren.
    Wenn der keine Zeit hat, dann schafft bitte Jan Böhmermann ran. Danke.
  6. In welcher fiktionalen Welt (Roman, Film oder Game) würdest Du gerne leben? Warum?In der Welt von Nightmare Before Christmas. Weil ich furchtbar verliebt in Jack bin. Ohhh Jack. ♥
  7. Du hast wahnsinniges Glück und ziehst einen uralten, vergessenen Wunschring aus einem Kaugummiautomaten. Was wünschst Du Dir mit dem einen verbliebenen Wunsch, wenn „mehr Wünsche“ und „Weltfrieden“ nicht zählen?Eine geheime, ergiebige und niemals versiegende Geldquelle. Mit dem monetären Reichtum würde ich zunächst ganz egoistisch meine Schulden abtragen, mir ein paar Schönigkeiten leisten, meine Familie unterstützen und schließlich versuchen, die Welt besser zu machen. Man kann mit Geld vielleicht keine Liebe kaufen, aber vieles bewirken, das Liebe sät.
  8. Was würdest Du bei einem Ausflug in die Natur lieber finden, ein magisches Schwert oder eine Alienwaffe? Warum?Eine Alienwaffe. Schwertkampf kannichnich. Mir egal, ob die Welt von Aliens versklavt wird, hauptsache ich muss kein schweres, unhandliches und bei jeder Kontrolle auffallendes Schwert mit mir herumtragen.
  9. Welches Buch, Computerspiel oder Comic würdest Du gerne ENDLICH mal verfilmt sehen und von welchem Regisseur?Gar nix. Filme zu gelesenen Büchern finde ich meistens nicht so gut. Verfilmte Computerspiele sind langweilig und Comic-Filme haben wir mMn eindeutig genug.
  10. Was lässt Dich zum Hulk mutieren? Welches Thema kann eine „Nerd Rage“ in Dir auslösen?Wenn jemand meine Freunde oder Familie angreift, egal ob verbal oder körperlich, dann gnade ihm das Universum! Da kenne ich keinen Spaß und zeige eine Aggression, die mich und andere schonmal schockieren kann. Besonders, wenn es gegen meine Mutter oder meinen verstorbenen Opa geht.
    Aber auch ein Idiot, der einen anderen Menschen wegen seines Aussehens etc blöd anmacht, ausgrenzt oder verletzt kann mich zur Weißglut bringen.

    Anekdötchen: Als ich gerade frisch nach Jena gezogen war, wartete ich eines Nachmittages an einer Straßenbahnhaltestelle. Neben mir stand ein junger Mann mit „asiatischen“ Gesichtszügen. Er telefonierte und sprach akzentfreies Deutsch mit gutem Ausdruck. Ein Deutscher also. Zwei Tussen gesellten sich dazu, fielen schon von weitem durch ihr Verhalten auf. Sie pöbelten den jungen Mann an, sagten, er solle nach Hause gehen (als ich eine der beiden anschaute als sie an mir vorbei lief, fragte sie „Was glotzt du so?“ und erntete dafür meine abschätzige Augenbraue), er sei nicht erwünscht. Schließlich miauten sie ihn an und sagten, er solle erstmal richtiges Deutsch lernen. Wer im Glashaus sitzt…

    Sie gingen mir ziemlich auf die Eier. Nicht nur waren sie sehr offensichtlich dumm (dieser schlechte Ausdruck….dieses Assideutsch…), sie störten auch, konnte ich die Musik in meinen Ohren nicht genießen. Da einer meiner beiden Kopfhörer kaputt war, musste ich zwangsläufig zuhören. Schließlich wurde es mir zu bunt und ich fragte, ob sie denn nicht begreifen würden, dass sie gerade die Einzigen sind, die unerwünscht seien. Ein weiterer Wartender sagte „Genau!“ (Wenn du das hier liest: ♥! Auch wenn das jetzt schon über 7 Jahre her ist, bleibt mir dieser Moment bis heute im Gedächtnis. Es hat mich darin bekräftigt, Courage zu zeigen und keine Angst zu haben. Danke!)

    Long story short: Ich habe mich ein wenig hinein gesteigert, sodass der Angepöbelte mich mehr oder weniger zurückpfiff. 😀

    Spätestens beim Lacher des Tages war aber meine Angespanntheit verflogen: Eine der beiden Weiber (gewollt abfällig gemeint) war stark übergewichtig und bezeichnete mich als fette Kuh (ich hatte zu der Zeit Normalgewicht.) Schließlich fing sie an, lautstark „Schieb den Wal zurück ins Meer“ von den Toten Hosen zu singen. Die gesamte Bahn musste lachen. Sie verstand natürlich nicht, wieso.

 

So, das reicht jetzt. Ach, wir sind ja sowieso am Ende.

Wenn ihr auch Lust habt, diese 10 Fragen zu beantworten, dann nichts wie los. Ich bin auf eure Beiträge gespannt. Viel Spaß!