Gogo Google Gadget!

Google hat weltweit unvorstellbar viele Nutzer. Und doch bleiben einigen Usern ein paar sehr hilfreiche Kniffe und Tricks verborgen.

Daher möchte ich euch gern ein paar praktische Funktionen vorstellen.

Eine bestimmte Seite durchsuchen

Man kann nicht nur nach Seiten im Netz suchen, sondern einzelne Seiten auch durchsuchen. Das ist zum Beispiel hilfreich, wenn man noch weiß, auf welcher Seite man ein bestimmtes Thema gefunden hat, aber den Direktlink nicht gespeichert hat. Nehmen wir etwa an, dass jemand den Post zu den praktischen Helfern für Schule, Uni und Büro sucht, den ich 2012 einmal gepostet habe. In dem Fall gibt man den Suchbegriff, hier „Praktische Helfer“ und dazu den Befehl „site:(URL)“ ein. Das sieht dann folgendermaßen aus:

siteSchon das erste Ergebnis ist der gesuchte Post. Die URL kann man auch ohne Schrägstriche und https eingeben und kommt zum gleichen Ergebnis.

Mit fehlenden Wörtern und Buchstaben suchen

Manchmal weiß man, wonach man sucht, kann sich aber nicht an eine bestimmte Phrase oder ein bestimmtes Wort erinnern. Google hilft hier aus, indem es mit einem Platzhalter arbeitet: dem Sternchen. Wenn man also ein Wort in einer Redewendung oder einen Buchstaben in einem Wort nicht mehr weiß, setzt man einfach das Sternchen.

sternchen

Ähnliche Seiten finden

Ich hatte das ja schon öfter in meinen Suchanfragen, wie jemand auf den Blog kommt: „ähnliche Seite wie 9gag“. Tja, meine Lieben, dafür gibt es einen Google-Befehl! Der lautet: „related:(URL)“

related

Definitionen finden

Einfach aber hilfreich: wer nicht erst nach einem Internetwörterbuch suchen möchte, der tippt einfach: „define:(Suchbegriff)“. Klappt auch mit Fremdwörtern:

define

Maßeinheiten und Währungen
umrechnen

Wer sich beispielsweise in englischsprachigen Foren und Internetkreisen aufhält, der kann schon einmal über Meilen, Kanadische Dollar oder Yards stoßen. Auch hier muss nicht eigens eine Seite zum Umrechnen gesucht werden, denn auch dies erledigt Google für uns. Mit dem Befehl „(Einheit) in (Zieleinheit)“ ist eine Zahl ganz schnell umgerechnet.

can dollars yards

Formeln berechnen

Man glaubt es kaum, doch wenn ihr einmal -aus welchem Grund auch immer- wissen möchtet, was herauskommt, wenn man G*Masse der Erde / Erdradius² rechnet, kann euch sogar dabei geholfen werden:

formelFlüge checken

Wer wissen möchte, wann ein bestimmter Flug landet, um den Opa vom Flughafen abzuholen oder den Schwarm zu stalken, kann auch dies via Google erfahren:

flug

Kinovorführungen checken

Bock auf Kino in Berlin? Google verrät, wann und wo man den Wunschfilm ansehen kann. Wer den Ort weglässt, bekommt die Ergebnisse für Orte in seiner Nähe. Lässt man den Filmnamen weg, wird angezeigt, welche Filme in Berlin aktuell gespielt werden. Befehl: „showtimes: (Titel) (Ort)“

kinokino 2

Zeiten rund um den Globus

Der Freund ist unterwegs und man will ihn nicht aus dem Schlaf reißen, indem man ihn zur falschen Uhrzeit anruft? Kein Problem! Befehl lautet: „time: (Ort)“

time

Wettervorhersage

Wenn ihr dann auch noch wissen möchtet, welches Wetter der Freund gerade erträgt, könnt ihr das mit dem Befehl „Wetter (Ort)“ in Erfahrung bringen. Und das sogar inklusive Wettervorhersage für eine ganze Woche.

wetter

Do a barrel roll

Ja, auch eine Rolle vorwärts kann Google!

barrel roll

Pacman spielen

Wer sich ein wenig die Zeit vertreiben will prokrastiniert, tippt einfach google.com/pacman in die Adresszeile und los gehts!

pacman

Es gibt übrigens noch viel mehr Spiele, die Google in kleinen Gimmicks anbietet. Doch die vorzustellen bedürfe eines eigenen Artikels. Vielleicht erstelle ich dazu mal ein Best Of.

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Die erste Woche

So, meine erste Woche Nebenjob ist geschafft. Und ich schwöre, ich werde Verwaltungsaufgaben nie wieder unterschätzen! Aber von vorn…

Am Dienstag hatte ich meinen ersten Tag im Nebenjob als Bürogehilfin einer neuen Firma. Natürlich war ich furchtbar aufgeregt, schließlich ist alles neu: neue Leute, neue Aufgaben, neue Umgebung, neuer Tagesrhythmus. Zunächst habe ich gelernt, wie man Wareneingänge verzeichnet und Geräte in die Inventarliste des PCs eingibt. Ein ganz einfacher Start also am ersten Tag. Zur Mittagspause gab es Bratwurst, vom Chef spendiert. Das fand ich total entzückend. Ich weiß nicht, ob es als Begrüßung gedacht war (außer mir gibt es auch einen neuen Mitarbeiter in der Produktion) oder einfach so, aber ich fand es wirklich sehr lieb. Als Nachspeise gab es mein erstes Meeting.

Mittwoch war Ordnerpflege-Tag. Ich habe gelernt, wie man Ordner anlegt und was dazu eben wichtig ist. Außerdem habe ich mich noch ein bisschen mit dem firmeninternen System beschäftigt, das die Chefin eigens programmiert hat. Außerdem wurde mir erklärt, wie man die Produktion und Produktionskontrolle ins System überträgt. Eigentlich ganz einfach, aber im ersten Moment verwirrend. Viele Zahlen, viele Werte und dann auch noch an einem iMac, den ich noch nie benutzt habe (-> Windowskind.) Das hat dann auch echt ewig gedauert, zumal ich noch viel nachtragen musste, was nicht eingetragen war und dafür jeden befragen musste. Chefin hat dann kurzerhand alle zusammengetrommelt, damit ich das ansprechen konnte. Ich hatte natürlich erstmal nen Kloß im Hals, aber als ich merkte, dass der eine oder andere seine Fehler einräumte und sich entschuldigte, war es gar nicht so schlimm.
Überhaupt komme ich mit allen wirklich gut klar, es ist keiner dabei, den ich nicht mag oder mit dem ich ungern rede. Klar, es ist noch ein kleiner Betrieb und noch sehr familiär. Aber wie ich es mitbekommen habe, werden die Mitarbeiter auch bisher danach ausgewählt, wie sie zum Team passen und ob sie zuverlässig sind.

Donnerstag war ein furchtbarer Tag. Er fing schon im vollsten Chaos an: Bus verpasst, fast noch falsch ausgestiegen, außer Atem auf Arbeit angekommen und direkt ins nächste Chaos gestürzt. Die Chefs berieten sich gerade, also fing ich einfach mit dem an, was ich schon gelernt hatte: Datenübertragung. Ich konnte nicht lange dran bleiben, die Chefin kam bald zurück und hatte geschätzte 2846 Ideen, was sie mir erklären könnte, ich hatte das Gefühl, mir platzt der Kopf. Da ich aber nicht als Dummchen dastehen wollte, habe ich einfach mal mit dem angefangen, was ich verstanden hatte und mich irgendwie durchgeackert. Wäre le Boss nicht dazwischengekommen und hätte noch mehr Anmerkungen gehabt, hätte das auch echt super geklappt. Aber wie es so ist: Chaos ich komme! Ich war froh, dass es wieder eine gemeinsame Mittagspause gab. Die Chefs spendierten tatsächlich Pizza! Voll toll. Nein, sie spendieren nicht ständig irgendwas, das waren echt Ausnahmen, weil wir alle mal beisammen waren und auch der auswärtige Chef, der durch die ganze Welt reist und die Produkte verkauft, auch da war. Schön war es allemal! Doch nach der Pause ging es leider chaotisch weiter und am Ende des Tages war ich klipperklar. Es war auch etwas unglücklich, dass die Chefin, die mich ja einarbeitete, kaum Zeit für mich hatte, weil sie selber in voller Hektik war.

Ich habe schon in meiner ersten Woche so viel gelernt und meine Kapazitäten wurden ein wenig überstrafft, aber im Großen und Ganzen ist die Arbeit wirklich okay. Es gibt noch viel zu tun, das Unternehmen ist noch ganz jung und meine Aufgabe ist es, Struktur rein zu bringen. Das heißt auch, dass man mich wirklich braucht und ich nützlich bin, was ein schönes Gefühl ist. Natürlich hab ich auch Zweifel, etwa ob ich das alles neben dem Studium packen werde, denn 15 Stunden pro Woche sind bei Vollzeitstudium echt viel. Aber ich werde sehen und warte ab, was wird. Denn das habe ich gelernt: positiv denken, nach vorn sehen und nicht verzagen!

Praktische Helfer für Schule, Uni und Büro

So, das wollte ich euch schon länger mal vorstellen. Ich habe eine kleine Liste mit praktischen Helferlei für den PC. Ohne große Umschweife fange ich auch direkt einmal an:

(Wenn ihr euch etwas downloaden möchtet davon, klickt einfach auf den Namen, dann kommt ihr automatisch zur Downloadseite.)

Auf meinem Netbook habe ich den Works Kalender und den wollte ich auch gern auf dem PC haben. Nachdem ich aber gesehen habe, dass er stolze 50€ kostet, die ich einfach nicht ausgeben will, habe ich nach Alternativen gesucht. Und siehe da: ich bin auf den Rainlendar Lite gestoßen. Er hat ähnliche Funktionen wie der Works Kalender und was ich noch besser finde: er ist permanent auf dem Dektop. So werde ich immer an meine Aufgaben und Termine erinnert. Der Rainlendar besteht aus 3 Elementen: einem Kalender, einem Aufgabenteil und einem Termine-Teil.

Rainlendar

Außerdem kann man seine Farbe und Transparenz einstellen UND dazu gibt es noch 3 verschiedene Skins. Auch eine Alarmfunktion hat er. Die Bearbeitung einer Aufgabe kann man ebenso eintragen. Ich find ihn gut. Er reicht mir vollkommen! Und ist noch dazu völlig kostenlos.

Natürlich muss man auch tierisch viel lesen, gerade im Studium. Und um da Ordnung reinzubringen, kann man sich etwa Zotero downloaden. Zotero ist eine Literaturdatenbank und als Add-on für den Browser zu bekommen. Er sammelt und verwaltet PDFs und Online-Publikationen und trägt Autor, Verlag und Erscheinungsjahr von ganz alleine ein.

Zotero
Zotero

Habt ihr viel Zettelkram? So viele Notizen- und so viel Chaos? Da könnte euch Evernote helfen. Es ist wie ein virtueller Notizblock- nur mit dem Vorteil, dass er weder Chaos macht, noch wegkommen kann. Zudem speichert er auch Audio- und Videodateien, Grafiken und Bilder etc pp. Er hat auch eine Suchfunktion, mit der man seine Notizen durchstöbern kann. Und dabei muss man nichtmal seinen Schreibtisch umräumen 😉 Übrigens hat Evernote eine To-Do-Liste, sowas macht mich total an. Ich liebe Listen! Evernote gibt es nicht nur für PC und Laptop, sondern auch fürs Smartphone. Und das beste ist: man kann von allen Geräten auf seine Daten zugreifen, ohne sich selbst was hin und her schicken zu müssen. Klasse, nicht? Oh, fast hätte ich ein weiteres tolles Feature vergessen: Es hat einen kleinen Button für den Browser, mit dem man einfach Texte ausschneiden und archivieren kann- und die Quelle gibt Evernote automatisch mit an.

Evernote
Evernote

Für Quellenangaben in Arbeiten empfehle ich euch TinEye für Bilder und PlagiatCheck für den Text. TinEye ist generell kostenlos, PlagiatCheck bis Dateien von 300KB. Allerdings müsst ihr bei PlagiatCheck beachten: Quellen, die nicht digitalisiert sind, kann er natürlich auch nicht finden!

Viele von euch kennen vielleicht schon Doodle. Es hilft, in einer Gruppe einen passenden Termin zu finden, ohne groß diskutieren zu müssen (und ohne etwas downloaden zu müssen). Jeder trägt einfach ein, wann er Zeit hat und dann wird geschaut, wo die meisten oder sogar alle Zeit haben. Und was klasse ist: wer bei Doodle ein Benutzerkonto einrichtet, kann es auch mit seinen digitalen Kalendern verbinden.

Doodle
Doodle

Auch gut für Gruppenarbeiten: Remember the Milk. Aufgaben werden notiert, nach Relevanz geordnet und mit einer Deadline versehen. Steht ein termin an oder eine Deadline läuft aus, bekommen die Mitglieder eine SMS oder Mail. Auch wenn eine Aufgabe erledigt wurde, wird sie abgehakt und der Rest der Truppe darüber informiert. Und es hat ein süßes Logo 😀

Remember the Milk

Und damit niemand lesen muss, was ein anderer schon gelesen hat, könnt ihr z.B. Diigo nutzen. Bei Diigo sammelt man Bilder und Links, erstellt Themen und diskutiert. Praktisch dabei ist, dass man Texte markieren und mit Bemerkungen versehen kann.

Um nachzusehen, ob irgendwo auf der Welt schonmal jemand einen bestimmten Artikel, ein bestimmtes Buch oder ähnliches gelesen hat, könnt ihr mal bei Bibsonomy reinschauen. Es ist ein Portal entwickelt von der Uni Kassel, mit dem man Links und Publikationen im Internet austauschen kann. Auch gedruckte Literatur kann erfasst werden: einfach Titel, Autor, Verlag und Erscheinungsjahr eingeben.

Und was, wenn jeder in der Gruppe eine andere Word-, Excel- oder sonstige Officeversion hat? Da gibt es Abhilfe: Google Docs. Dort meldet man sich mit seiner Google-Mail-Adresse an und hat Tabellen, Texte und Präsentationen- ganz wie bei Office oder Works. Bis zu 50 Personen können da an einem Dokument arbeiten und sich via Chat austauschen. Hat man keine Google-Mail-Adresse, gibt es noch Zoho.

Und weil jeder mal eine Pause braucht, gibt es das Online- Spiel Foldit. Da kann man Proteine puzzeln -virtuell natürlich- und gleichzeitig Wissenschaftlern helfen, die hoffen, durch die „Spielereien“ der User mehr über die Strukturen von Aminosäuren bzw. Proteinen zu erfahren.

Ich hoffe, euch ein wenig geholfen zu haben mit dem einen oder anderen kleinen Tipp.

P.S.: Das meiste habe ich aus der aktuellen Ausgabe der ZEIT CAMPUS (Nr. 4 2012), aber auch das eine oder andere aus eigener Erfahrung. Wer sonst noch tolle Helfer hat: immer her damit!