2017

Gleich ist es rum, das Jahr. Wtf? Ich stecke ja noch immer irgendwo im Herbst fest, die Temperaturen helfen auch nicht gerade dabei, mal auf den aktuellen Stand zu kommen, zeitgefühlsmäßig.

Und wie war’s?

Durchwachsen, würde ich sagen.

Klar, zwei riesige Veränderungen, beide positiv: der Zusammenzug mit Mr. English und die Geburt unserer Tochter.

Negativ war auch einiges, etwa die Existenzangst, weil ich fast 6 Monate auf den Bescheid warten musste, ob ich jetzt weiterstudieren darf oder nicht. Die vielen, vielen „Nebenwirkungen“ der Schwangerschaft, die hauptsächlich negativ in Erinnerung geblieben sind. DIe vielen Sorgen um das Mäuschen – aber auch die Erleichterung, dass alles nicht einmal halb so schlimm ist, wie es klingt.

Das chaotische Wochenbett voller Stress, weil die Vermieter und beim Einzug nicht die Wahrheit über den tatsächlichen Beginn der Bauarbeiten in der Wohnung nannten. Schlagbohrer und 10 Stunden Dauerlärm täglich für mehrere Wochen mit Neugeborenem ist scheiße.

Naja und das Jahresende war auch blöd; mein 30. Geburtstag war absolut scheiße und sehr enttäuschend. Meine erweiterte Familie scheint bis auf Ausnahmen nichts mehr mit mir zu tun haben zu wollen, was interessanterweise von der Person ausgeht, die immer predigt „Wir sind eine Familie, wir müssen zusammenhalten“ und dann schlecht hinter dem Rücken redet. Leck mich fett.

Dennoch, ich platze vor Stolz über das, was wir dieses Jahr geschafft und geschaffen haben. Das Jahr war hart und schmerzvoll, doch es hat das wertvollste hervorgebracht, das ich je in meinem Leben hatte: meine eigene kleine Familie.

Und damit das nicht in Geschwafel ausartet hier, noch ein kleiner Fragebogen, den ich bei Rain gefunden habe, der ihn bei ladybug fand.

Vorherrschendes Gefühl für 2018? Spannung!

2017 zum ersten Mal getan? Ein Kind geboren, ein Neugeborenes im Arm gehalten, auf dem Standesamt gewesen.

2017 nach langer Zeit wieder getan? Gemalt.

2017 leider gar nicht getan? Gereist.

2017 kein einziges Mal gegessen? Sauren Hering. Darauf hatte ich während der Schwangerschaft so unfassbaren Heißhunger, aber ich habe darauf verzichtet.

Wort des Jahres? Maus

Zugenommen oder abgenommen? Ganz viel zugenommen, dann schlagartig ganz viel abgenommen. 😉

Stadt des Jahres? Jena.

Alkoholexzesse? I wish.

Davon gekotzt? Bis Februar durchgängig. Nicht davon.

Kurzssichtiger oder Weitsichtiger? Beides. Ich lebe mehr im Moment, denke aber auch viel weiter in die Zukunft als je zuvor.

Mehr ausgegeben oder weniger? Definitiv mehr.

Höchste Handyrechnung? Ebenfalls 11€

Krankenhausbesuche? 7 Tage

Verliebt? JA! JA! JA!

Getränk des Jahres? Karamalz. Hätte nie gedacht, dass das echt hilft bei Stillgedöns.

Essen des Jahres? Hauptsache warm.

Am häufigsten angerufene Person? Ich telefoniere nicht.

Die schönste Zeit verbracht mit? Baby

Die meiste Zeit verbracht mit? Baby

Song des Jahres? Meet the Fetus/Oh the Joy von Brody Dalle ft. Shirley Manson

Spiel des Jahres? Psychonauts

Buch des Jahres? Das Drachenei von Robert L. Forward. Das einzige Buch, bei dem ich mehr als 50 Seiten geschafft habe.

Film des Jahres? Planet of the Apes, geiler Scheiß, guckt das!

Konzert des Jahres?  Schreikonzert, live and unplugged

TV-Serie des Jahres? Game of Thrones, Grey’s Anatomy.

Erkenntnis des Jahres? Freunde sind die Familie, die man sich aussucht. Ich habe die besten Freunde von allen.

Drei Dinge auf die ich gut hätte verzichten können?
Stillprobleme und Selbstzweifel
Handwerker in der Wohnung eine Woche nach Entbindung
Existenzängste

Nachbar des Jahres?  die stillen

Beste Idee/Entscheidung des Jahres? aufs Bauchgefühl hören

2017 war mit einem Wort? WOAH

 

Rutscht gut rüber!

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Achtundzwanzig

Es kann ziemlich praktisch sein, am Heiligen Abend geboren zu sein. Resümiere ich über mein Lebensjahr, so entspricht dies immer auch einem Kalenderjahr, schön geordnet von Januar bis Dezember und von Winter bis Winter. Das Leben steht für einen Augenblick still; zwischen den Feiertagen begrüße ich das neue Lebensjahr und räume auf mit dem alten.

Ein weiteres Jahr älter also. Wie war es?

Berauschend.

Ich habe viele Menschen kennengelernt, manche berührt, manche verabschiedet. Mit manchen halte ich Kontakt, andere will ich nicht wiedersehen. Pures Leben.

Habe Abenteuer erlebt. War auf Reisen. Hamburg, meine Perle.

Ich habe gelacht und geweint, getanzt, geflucht, gesungen, gehadert, zugehört, gestritten, viel geraucht, noch mehr getrunken. Bin verzweifelt, habe Lösungen gefunden. Weniger denken, mehr machen.

War mutig, habe mich Ängsten gestellt, Mauern überwunden, die es gar nicht gab. Habe lange nichts gefühlt und dann plötzlich viel und heftig.

Die Liebe überwiegt.

Ich habe gelernt, dass ich auf viele Arten liebe, aber auch auf viele Arten geliebt werde. Dafür bin ich dankbar.

Lernte, dass von heute auf morgen alles anders sein kann.

Die Welt ist scheiße.

Die Welt ist schön.

Die Welt ist.

Auch ohne uns. Wir bedeuten nichts. Doch wir können das Beste daraus machen.

Geht raus. Lacht. Liebt. Vögelt. Übertreibt. Exzesst. Lebt!

2014 auf diesem Blog

Die WordPress.com-Statistik-Elfen haben einen Jahresbericht 2014 für diesen Blog erstellt.

Ihr könnt ihn euch auch komplett ansehen, wenn ihr mögt. Ich habe ihn freigegeben.

Zahlen

Okay, der meistbesuchte Beitrag war nicht von mir. Damit kann ich leben, denn der Captain hat mir mit seinem Türchen, wie auch alle anderen Teilnehmer, eine große Freude gemacht. Danke nocheinmal an alle, die den Adventskalender mit mir gestaltet haben! Es hat wirklich Spaß gemacht und ganz nebenbei finde ich die dadurch entstandene Vernetzung klasse.
Auch haben mich mehr Leser besucht als im Jahr davor – da waren es „nur“ 4 Opernhäuser. 😉

beiträge meistbesucht

Ansonsten gibt es einige Dauerbrenner auf dem Blog, auch wenn es nur einer davon in diese Liste geschafft hat. Ich freue mich, wenn ein einmal geschriebener Artikel nicht in der Gosse verschwindet, sondern erneut angesehen wird.

Neben den manchmal urkomischen Suchbegriffen kommen viele Besucher über andere Blogs hierher. Am häufigsten von:

referrer

(Und wieder fällt der Captain auf – aber der schummelte ja auch und hat EXTRA HIERFÜR einen zweiten Blog eröffnet. Tztztz! Durchschaut!)

Natürlich gibt es noch einige mehr Referenzseiten – schaut einfach mal in meine Blogroll, dort sind die meisten von ihnen aufgeführt.

herkunft

Woher meine Besucher alles kommen wundert mch dann schon ein wenig. 51 Länder? Not bad!  Hello to the World!

Und wer hat am fleißigsten mitdiskutiert?

kommentatoren

Euren Blogs folge ich bereits, aber ein fettes Dankeschön möchte ich euch durchaus gerne sagen: DANKESCHÖN!

Das gilt selbstverständlich auch allen, die nicht in dieser sehr kurzen Liste stehen. Ihr gebt dem Bloggen erst einen Sinn. Danke!

 

Auf in ein neues Jahr voller Diskussionen, Chaos, Random Facts und Spaß! 😉

Kassensturz 2014

Was für ein Jahr! Wenn ich darauf zurückblicke, bin ich erstaunt, wie rasant und chaotisch es war. Es gab schlimme Momente, aber auch viele schöne.

Von der Wanna-Do-Liste habe ich doch ein paar Punkte abarbeiten können, Besuche, Konzerte und so. Die wichtigsten Dinge eben.

Ich habe auch vieles nicht geschafft, aber das ist okay und keinesfalls tragisch. Schließlich war das eine WANNA do und keine TO do Liste. Alles war freiwillig, ich stellte keine Erwartungen.

Gerade in Anbetracht des Chaoseseses, das dieses Jahr über mich brachte, bin ich doch froh, heil aus der Sache raus gekommen zu sein. Bisher. 😉

Wenn ich zurück denke an den Moment, in dem ich realisierte, dass ich mein Studium verkackt habe, möchte ich mir doch gern noch ein Glas Vodka eingießen. Oder zwei. Der ganze Stress, die lähmende Ungewissheit, was ein talentfreies Mädchen wie ich außer klug reden und beliebige Hausarbeiten zusammenschreiben bloß mit sich anfangen soll. Und die Reaktionen der Anderen erst! Mitleid und Beileidsbekundungen waren mir schon immer genauso zuwider wie „Ich hab’s dir ja gleich gesagt!“ oder Lästereien hinter meinem Rücken, die früher oder wenig später doch ihren Weg zu mir finden.

Naja. Was soll’s. Aufstehen, Krönchen richten, Mittelfinger trainieren.


Neben diesem Chaos gab es auch wundervolle, schöne, spannende, lustige, fröhliche, großartige Momente, die mir Kraft gaben und die ich nie hätte planen können. Da man solche Momente viel zu schnell vergisst (man behält ja oft nur das Schlechte im Kopf), habe ich auf einen kleinen Trick zurück gegriffen: das Positiv-Glas. Wobei selbst der Name schon viel zu dramatisch ist. Es ist einfach nur ein Einweckglas, in das ich kleine Zettelchen mit schönen Erinnerungen aus dem Jahr werfe.

Auf den Zettelchen stehen dieses Jahr etwa

Daneben gab es viele kleine Momente, die ich nicht beschreiben kann, weil ich sie ausschließlich gefühlt habe. 2014 war für mich vor allem das Jahr, das durch viele Menschen bereichert wurde. Ich habe tolle Menschen kennengelernt und neue Freundschaften geschlossen, die mir Halt geben und mir geholfen haben, das Positive zu sehen, das sich ja doch auch in negativen Ereignissen und Erlebnissen verbirgt. Ich habe mit so vielen Menschen gearbeitet und zu tun gehabt, die so unglaublich unterschiedlich waren, dass es mir auch viel über mich selbst gelehrt hat. In Abgrenzung, Vergleich, aber auch in den Gemeinsamkeiten, die man immer wieder finden kann, selbst wenn man sie gar nicht vermutet.

An dieser Stelle auch ein besonderes Dankeschön an alle Arschlöcher, die mich runterziehen, mir ans Bein pinkeln oder mich verunsichern wollten, die mich hängen ließen oder mir in Momenten der Entscheidung das Messer in den Rücken rammten. Ohne euch wäre es langweilig und je mehr scheiße ihr seid, desto mehr glänze ich.

Einige neue Bekanntschaften (und Freundschaften!) fanden und finden (bisher) ausschließlich virtuell statt. Und dennoch tragen sie dazu bei, dass ich mich gut fühle, über mich selbst lachen kann, mich nicht allein fühle. Dazu gehören übrigens auch die vielen Kommentare und Likes, die ihr mir hier auf dem Blog lasst. Sie bereichern ein schönes Hobby noch und geben mir den nötigen Anreiz am Ball zu bleiben, der mir bei manch anderen Hobbies leider fehlt. Daher geht ein ganz großes Dankeschön auch an euch!

Alles in allem war 2014 stürmisch aber lehrreich, gesellig und Neugier weckend. Neugier auf mehr, auf mich, auf Andere.

2015 kann kommen.

2013 Blogjahresrückblick

WordPress hat so viele tolle Features, die mir so gut gefallen. Eines davon ist der überaus liebevoll gestaltete Jahresrückblick für jeden Blog. Den möchte ich euch mal zeigen. Um die Bilder zu vergrößern müsst ihr nur draufklicken. 

erfreuliche zahlen

Wow, 13.000 Besuche! Das ist so großartig und viel mehr, als ich mir je erhofft hätte! Und dass Tassenbrownie echt so beliebt ist, das kann ich mir gut vorstellen. Die Teile sind lecker! 😉

woher kamen sie

Auch dass man mich mal aus anderen Ländern hier besuchen würde hätte ich mir nie erträumt. Hallo aus dem grünen Jena!

wie haben sie dich gefunden

Vielen Dank an Manu und Ayse! 🙂

wer war es

Besonderer Dank an Ayse, Manu, Mara, das Häschen und Ulf! Und nicht von dem Label „Du folgst“ beirren lassen, ich folge euch allen!

Herzlichsten Dank auch an alle anderen Leser und Kommentatoren. An alle, die hier gelegentlich oder zufällig mal reinschnuppern und alle, die regelmäßig hier sind. An alle, die still mitlesen oder fleißig kommentieren. Alle Follower und Gefollowte. 😉

Danke!

’13

Bald ist es vorbei, das Jahr 2013. Schon wieder 12 Monate, die einfach so dahinrauschten, ohne dass man sie hätte festhalten können. Sie ziehen vorbei und man fragt sich, wohin die Zeit nur geht. Gerade freute man sich noch über den Frühling nach einem viel zu langen und dunklen Winter, da schwitzte man sich halb zu Tode, weil plötzlich Sommer war. Eben noch schlürfte man genüsslich ein kühles Bierchen auf dem Balkon fletzend um 22 Uhr und erfreute sich am langsam kommenden Sonnenuntergang, schon steht man plötzlich 19 Uhr im stockdunklen Zimmer und tastet nach dem Lichtschalter und dem Heizungsknauf.

Jahresenden machen mich immer furchtbar melancholisch. Ich denke daran, was ich erlebt habe, was ich gerne erlebt hätte und worauf ich lieber verzichtet hätte. Jedes Mal muss ich mich immer so sehr anstrengen, mich an möglichst viel zu erinnern, damit das Jahr im Rückblick nicht zu leer wirkt.

Die negativen Erinnerungen wegzuwischen muss ich mich jedes Mal wieder bemühen. Dieses Jahr hatte so viele. Die unzähligen schweren Krankheiten in der Familie. Selbst meine geliebte Hündin war so krank, dass ihr Überleben so lange auf der Kippe stand: Infusionen, Operationen, Bluttransfers, Hoffen. Ede, der uns verlassen hat und hier ein großes Loch hinterließ. Der ganze Mist mit den Geldsorgen, die einfach niemals enden. So viele Freunde sind weggezogen oder haben es angekündigt und haben damit meine Angst verlassen zu werden vollkommen ausgereizt. Das Hochwasser mit all seinen Folgen, sowohl finanziell für so viele Menschen als auch ganz persönlich der Abschied vom Volksgarten. Die „Nickel ich bring mich jetzt um“-SMS eines Freundes, den ich noch aus unbeschwerten Zeiten kenne.

Doch ich habe gelernt an das Positive zu denken und es nicht zu übersehen. Meine Hündin Sina wurde nach langem Kampf wieder gesund.

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Auch in meiner Familie sind alle wieder auf die Beine gekommen oder sind noch dabei. Ich hatte so viele schöne Stunden in Gesellschaft meiner liebsten Freunde, war auf atemberaubenden Konzerten wie Agonist, Vader, Arkona. Ich habe Menschen wiedergesehen, die ich so lange nicht gesehen hatte! Der Trip mit dem Brüllmann nach Halle war wundervoll. Ich habe 2 weitere Semester erfolgreich abgeschlossen. Eine liebe Freundin hat einen lieben Mann geheiratet und ist mit ihrem Wunschkind schwanger geworden. Wir haben ein so schönes Terrarium eingerichtet, in das schon bald die Frösche umziehen können. Ich habe viele nette Menschen kennen gelernt und auch wenn ich mit den meisten keinen weiteren Kontakt habe oder sie gar nicht mehr wieder gesehen habe, bin ich doch dankbar, dass sie meinen Weg gekreuzt und Augenblicke versüßt haben.

Und dann gibts ja auch noch einige Dinge, auf die ich mich noch dieses sowie nächstes Jahr freue. Der Einzug dieses wunderprächtigen Kerlchens:

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Jemand ne Namensidee? Noch heißt er Henry…

…und der Umzug meiner Schweinchen in den Meerschweinpalast, den wir ihnen in den nächsten Tagen noch bauen werden. Außerdem bekommen wir vielleicht nächstes Jahr Geckos. Und ich LIEBE Geckos!  Zuerst kommt natürlich noch Weihnachten und mein Geburtstag, den ich in heimeliger Athmosphäre verbringen werde. Verschenken und beschenkt werden. Noch mehr Zeit mit lieben Freunden. Und dann noch die Studie im Lehrforschungsseminar über politische Milieus thüringer Jugendlicher.

So, jetzt, wo ich das geschrieben habe, bin ich doch wieder optimistisch und sehe positiv in die Zukunft. Das nächste Jahr darf ruhig kommen, aber vorher putze und sortiere ich wie jedes Jahr, um frisch und sauber ins neue Jahr zu starten.

Und falls ich zwischenzeitlich nicht mehr dazu kommen sollte, weil ich vollkommen ausgeplant bin, wünsche ich euch ein wunderschönes Weihnachtsfest mit euren Lieben, eine stressreduzierte Zeit zwischen den Feiertagen und einen guten Start ins Jahr 2014! Und ein ganz großes Dankeschön, dass ihr hier mitgelesen und kommentiert und diesen Blog damit bereichert habt!

Eure Brüllmaus

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Silvester!

So, Weihnachten ist endlich geschafft und die Tage zwischen den Feiertagen gehören auch fast zur Vergangenheit. Das Jahr umfasst nur noch wenige Stunden, was Zeit bietet, 2012 noch einmal Revue passieren zu lassen.

WordPress hat mir eben eine Benachrichtigung geschrieben, dass sie mein Blogjahr noch einmal zusammengefasst haben. Sie schreiben:

600 Personen haben 2012 den Gipfel des Mount Everest erreicht. Dieser Blog hat 2012 über 7.100 Aufrufe bekommen. Hätte jede Person, die den Gipfel des Mount Everest erreicht hat, diesen Blog aufgerufen, würde es 12 Jahre dauern, um so viele Aufrufe zu erhalten.

In 2012 gab es 27 neue Artikel, damit vergrößerte sich das Archiv dieses Blogs auf 43 Artikel. Es wurden 70 Bilder hochgeladen, das macht insgesamt 21 MB Bilder. Das entspricht etwa einem Bild pro Woche.

Mit 223 Besuchern war der 29. März der geschäftigste Tag des Jahres. 9gag beweist seine Macht erneut (?) war der beliebteste Artikel an diesem Tag.“

Der Blog wird also noch öfter „bestiegen“ als der Mount Everest. Das ist doch schonmal ganz nett. Und da das alle machen, will ich mich mal einreihen in die diesjährige Top Ten:

Platz 10:

Von Juli bis August finden die Olympischen Spiele in London statt. An sich finde ich das nicht besonders spannend (ich bin einfach kein großer Sportschau-Fan), aber die Resonanz auf die Missstände, die durch einige Aktivisten ins Blickfeld der Öffentlichkeit gerückt wurden, sind grandios. In der Zeit hat sich scheinbar doch etwas verbessert. Nun liegt es an London, diese Verbesserungen zu erhalten. Doch wie so oft gab es auch hier negative Beiberichte. Etwa die deutsche Ruderin Nadja Drygalla, die wegen ihres Freundes gegangen wurde.

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Platz 9:

Anders Behring Breivik begeht im Juli letzten Jahres Massenmord an 77 Menschen und wird im August 2012 zu 21 Jahren Haft verurteilt.

Nachdem dieser Fall also endlich abgeschlossen ist, wird ein ähnlich schockierender Fall aus den USA bekannt: ein 20 Jähriger erschießt in einer Grundschule in Conneticut 26 Menschen, davon sind 20 Kinder. Der Attentäter stirbt dabei selbst.
Platz 8:

Auch in Deutschland geht Wut und Empörung um, als die Machenschaften des NSU aufgedeckt werden. Vor allem als klar wird, dass auch der Thüringer Verfassungsschutz seine schmutzigen Finger im Spiel hat, wird den Menschen bewusst, wie viel noch dahinter steckt. Mundlos und Böhnhardt sind tot und Zschäpe sitzt hinter Gittern, doch eine vollständige Aufklärung -sofern diese überhaupt möglich ist- wird wohl noch einige Zeit dauern.

 

Platz 7:

Heidi Klum und Seal trennen sich!

Nein, Spaß. Sowas interessiert mich nicht. Was ich da viel interessanter fand, war die ganze Sache um Christian Wulff. Die Wulff- Affäre war wohl das 2012er- Pendant der Guttenberg- Plagiate von 2011. Sie zeigt uns, dass wir wohl ganz genau aufpassen sollten, wann wir von wem Geld leihen. Naja, zumindest wenn wir mal Bundespräsi werden wollen.

Übrigens auch interessant zu diesem Thema: Das Schundblatt mit den 4 großen Buchstaben wurde für einen Artikel zur Wulff-Affäre mit dem Henri- Nannen- Preis ausgezeichnet. Der dürfte damit wohl so viel Wert haben wie Fertigfraß im Gourmet- Restaurant.

Platz 6:

Der ganze Spuk um den Kalender der Maya und den angeblichen Weltuntergang habe ich ja schon genossen. Es gab tatsächlich auch in meiner Umgebung Menschen, die sich derart Sorgen machten, was wohl passieren wird – da konnte ich einfach nicht anders als schmunzeln. Sorry, aber Y2K hab ich ja auch schon überlebt 😉

Was der Maya-Kalender da anzeigt ist laut Mayaforschern übrigens die Wiederkehr

zum Ausgangstag des aktuellen Zyklus, der nur alle 5128 Jahre eintritt.

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Platz 5:

Die Proteste gegen ACTA und SOPA zeigen Wirkung: Die Beschlüsse werden (zunächst) niedergelegt. Ich hoffe inständig, dass das auch so bleibt. Indes wird INDECT leider ziemlich vergessen, dabei ist das mindestens genauso schlimm wie ACTA und SOPA. Ich hatte ja bereits einen Artikel zu INDECT geschrieben,

deswegen erläutere ich das jetzt nicht weiter. Auch ACTA habe ich schon thematisiert.

Also: fight on! Wir dürfen denen nicht erlauben, unsere Freiheit im Netz zu zerstören!

 

Platz 4:

Pussy Riot sorgen im März für eine ganze Menge Aufsehen. Sie erzürnen die russische Obrigkeit mit ihrem „Punk- Gebet“ in der Christ- Erlöser- Kathedrale, in dem sie die Verbindung von Kirche und Staat kritisierten. Schon der Ort ist ein Symbol, denn es handelt sich hier um die Kirche des Patriarchen Kyrill I., der ein

enger Verbündeter Putins ist. Als die Bandmitglieder festgenommen wurden und Berichte über Misshandlungen im Gefängnis die Runde machen, wird auch das Ausland auf den Fall ausmerksam. Viele Menschen gehen auf die Straßen, viele Diskussionen über Kirche, Politik und Kunst entstehen und viele Bands zeigen sich solidarisch mit der russischen Band.

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Platz 3:

Der Mars Rover Curiosity ist am 06. August nach 9 Monaten endlich auf dem Mars gelandet. Er hat jetzt schon fesche Bilder geschossen. Mal sehen, was noch kommt. Und ja, ich habe eine heimliche Leidenschaft für das All.

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Platz 2:

Leider gibt es hier so viel weiteres, was in diesem Jahr bewegend war, dass ich mich einfach nicht entscheiden kann. Berühmtheiten wie Whitney Houston, Dirk Bach, Neil Armstrong, Michael Clarke Duncan, Peter Struck und viele andere sind gestorben. Es gab einige Katastrophen, von der Kältewelle in Europa im Februar, starken Erdbeben in Italien und auf den Phillipinen, der starken Flut in Südrussland, der Dürre in den USA und Südeuropa, einem großen Vulkanausbruch in Chile und massiven Hurrikanes in den USA war alles dabei. Auch menschliches und technisches Versagen kostete wieder einmal vielen Menschen das Leben, etwa beim Versinken der Costa Concordia, dem Gefängnisbrand in Honduras, dem Waffenlagerbrand im Kongo, dem Busunglück im schweizer Tunnel oder diversen Flugzeugabstürzen. Auch die Herdprämie ist ein Paradebeispiel menschlichen Versagens…

Aber hey, das soll keine negativ- Aufzählung werden. Es gab auch positive Ereignisse. Wir sind jetzt alle Nobelpreisträger. Nicht dass wir was gemacht hätten, nein, wir leben nur einfach in der EU. Is doch klasse! Formel- 1- Weltmeister sind wir auch, dank Sebastian Vettel. Die SMS feiert ihren 20. Geburtstag, die Biene Maja wird schon 100 und die Tagesschau ist jetzt immerhin 60 Jahre alt. Ich selbst zähle seit letzter Woche 25 Jahre, bin also noch ein junger Hüpfer.

Wer nun also Platz 2 ist, das müsst ihr für euch selbst entscheiden. Ich will ja niemandem was aufzwingen 😉

Platz 1:

Der erste Froschnachwuchs im Hause Nickel! Tut mir leid, aber da reicht einfach nix ran, denn auf den Kleinen bin ich mächtig stolz.

05.09. (2)
Von der Quappe…
08.10.12 erstes Vorderbein
…zum Frosch…
23.10.
…in nur 3 Monaten!

Und nun wünsche ich euch noch ein gutes neues Jahr, einen guten Rutsch hinein und viel Spaß bei der Silvesterfeier. Passt auf eure Gliedmaßen auf und genießt das Feuerwerk.

silvester