Freitagsfragen x Random Facts

Da ich zur einhundertsten Ausgabe der Freitagsfragen leider keine Zeit für ein Special hatte, holen wir das eben heute nach. Vor den Freitagsfragen waren die Random Facts sehr beliebt – warum also nicht einfach beides machen?

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1.) Pflanzen haben die Fähigkeit, einander Regen zu signalisieren.
Das stelle ich mir in etwa so vor: „Hey komm‘ her, hier regnet es!“ – „Schon gut, hier auch!“
Was ist Dein nutzlosestes Talent?

2.) Der volle Name der Barbie- Puppe ist Barbara Roberts. Sie kommt aus Wisconsin und wurde im März 1959 „geboren“ – damals wurde sie zum ersten Mal auf einer Spielzeugmesse ausgestellt.
Was wissen nur wenige Menschen über Dich?

3.) Es gibt Katzen, die allergisch auf Menschen sind. Da wir uns regelmäßig waschen und weniger Haar und Haut verlieren als andere Tiere, kommt es seltener vor und häufig machen Tieren eher die Duftstoffe zu schaffen, die wir benutzen. Doch es gibt tatsächlich Fälle, in denen Tiere allergisch auf Menschen reagieren.
Worin bist Du eine Ausnahme?

4.) Die UN schätzt, dass über drei Millionen Schiffswracks am Grund der Ozeane liegen.
Was nimmt in Deinem Zuhause viel Platz ein?

5.) So wie es auf der Erde Erdbeben gibt, so gibt es auf dem Mond Mondbeben. Forscher gehen davon aus, dass Gezeitenstress die Ursache dafür ist.
Die Wahl der Qual: Hättest Du lieber häufig kleine Probleme, oder selten größere Probleme?

Ich hoffe das Special hat euch gefallen. Habt ein wundervolles Wochenende und viel Spaß bei den Freitagsfactfragen.

Photo by Roberto Nickson on Pexels.com

Falls euch mein Text gefallen hat, würde ich mich über einen kleinen Beitrag in meine Kaffeekasse sehr freuen.

[Catcontent]: Oskar

Huch, da blieb noch ein Katzenpost offen.

Oskar ist der vierte im Bunde und kam Ende letzten Jahres dazu, als klar war, dass mein Katerchen nicht mehr wiederkehren würde.

Der Name ist Programm, denn tatsächlich wurde Oskar so genannt, da er wirklich „frech wie Oskar“ ist.

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Als Ossi, äh Ozzy 😉 in die Familie kam, war er eigentlich noch viel zu jung um abgegeben zu werden. Die ihn abgaben haben zum einen beim Alter gelogen. Zum anderen bestand die Gefahr, dass sie ihn verwahrlosen lassen, wenn er nicht „weg“ kommt. So hat sich meine Mutter dafür entschieden, ihn doch mitzunehmen, obwohl er eigentlich noch das schützende Nest gebraucht hätte.

So wich er dann meiner Mutter auch nie von der Seite.

IMG-20140913-WA0006Noch heute hat er durch die zu frühe Abgabe eine Verhaltensstörung und nuckelt sich am Schwänzchen. An dieser Stelle also auch ein Appell: gebt Kätzchen niemals vor 12 Wochen ab! Das schadet sowohl dem Kätzchen als auch der Mutter, wenn sie Milchüberschuss bekommt, weil niemand mehr da ist, der trinkt.

Zurück zu Ozzy:

Er hat einen Narren am Rüden gefressen, begrüßt und beschmust ihn, ob er will oder nicht. Da muss er eben durch.

Ansonsten, wenn er gerade nicht die Katzen stänkert oder lärmend durch die Wohnung und den Garten rennt, ist er ein verschmuster Herzkater.

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[Catcontent]: Hasi | Katerchen | Moritz | Heinrich | Mini

Ja, echt jetzt, die Überschrift täuscht nicht. Das Katerchen hatte tatsächlich so viele Namen. Und auf jeden hat er gleich gut gehört – je nachdem, wer wann wie gerufen hat.

Und wer aufmerksam liest, der ist vielleicht über das „hatte“ im zweiten Satz gestolpert. Leider gibt es mein Schätzchen nämlich nicht mehr, was mich unendlich traurig stimmt. Er war nämlich der tollste, süßeste, frechste, liebste und coolste Kater des gesamten Erdballs. Für mich war er das immer!

2005 wurde er als einer von 4 Kitten geboren. Ich war life bei der Geburt dabei und hielt der Mamamiez (huch, äh, nicht die Mamamiez, sondern diese hier) die Pfötchen, wofür sie wohl auch extra zu mir kam, als es losging. Purzel als stolze Mama war rasch etwas überfordert mit diesem aufmerksamkeitsliebenden Vielfraß, sodass ich mich seiner annahm.

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Und was soll ich sagen? Ich war sofort verliebt in diesen strubbeligen Haufen Miez. Meine Mutter fand, dass er „irgendwie zauselig“ aussah, denn tatsächlich hatte er anfangs nicht das seidige, glatte Fell wie Purzel, sondern ein mattes, stumpfes Schwarz und eine Art „Flaum.“ Das machte ihn für mich nur noch liebenswerter.

Sobald er alt genug war, um mal ein Stündchen aus dem Nest genommen zu werden, nahm ich ihn zu mir und beschmuste ihn. Er machte es sich am liebsten auf meinem Bauch gemütlich und schnurrte so laut, dass ich den Fernseher kaum hörte.

Im Rüpelalter zeigte er schnell, dass er Chefqualitäten besaß und machte seine Schwestern -er war der einzige Kater- zu seiner Gefolgschaft. Mit 12 oder 13 Wochen gaben wir die anderen Kitten ab, doch mein Katerchen gab ich nicht her und so durfte er bleiben.

Von da an stenkerte er gern die beiden Damen im Haus, war ein guter Jäger, ein treuer Schmuser und ein lustiger Zeitgenosse. So wusste er um die Mäuseverstecke von Purzel und Minka und suchte diese nach abgelegten Mäusen ab, um sie uns zu bringen und eine Belohnung einzuheimsen. Gewitztes Schlitzohr. 😉

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Durch seine Freigänge und das damit verbundene „Training“ entpuppte er sich bald als wahrer Muskelkater und war ein großes Bündel Energie – im Gegensatz zur zarten, sanften Purzel strotzte er nur so vor Kraft. So war es nicht verwunderlich, dass er die Revierkämpfe mit den Katern der Nachbarschaft meist gewann und sich lediglich hier und da Schrammen und Kratzer einfing.

Einmal jedoch kam er verschnieft und fiebrig nach Hause. Kein Katzenschnupfen, eine sonstige Infektion, doch dem armen Kerl ging es so elend, dass er nicht nach draußen ging, sondern sich lieber in der Wohnung verkroch und auf meinem Schoß Trost suchte. Das war nach einer „Entfremdung light“ durch meinen Umzug schön und sehr innig, wenn auch der Grund kein schöner war.

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Doch er erholte sich von allen Krankheiten und Schrammen immer rasch. So ging es vor, dass er seine Gewohnheiten hatte, abends hinaus in die Nacht ging und morgens wieder vor der Tür saß und auf Einlass wartete. Eines Tages jedoch kam er nicht zurück. Das ist jetzt knapp ein Jahr her.

Ich denke sehr oft an ihn und bin todtraurig, dass dieser liebe Kerl nach nur 8 Jahren spurlos aus meinem Leben verschwand. Ich liebte ihn abgöttisch, so wie er auch mich liebte und das bei jedem Wiedersehen zeigte.

Was genau geschah, kann ich nur vermuten, doch keine Überlegung bringt ihn mir zurück. Er fehlt.

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[Catcontent]: Purzel

Purzel, gelegentlich auch Frau Salzmann genannt, ist das, was ich als Wildkatze bezeichnen würde. Wir -genau genommen der Stief- fanden sie damals auf einem Holzlagerplatz. Purzel war noch ein Kitten und natürlich nicht das einzige. Ihre Mutter selbst verbrachte schon ihr ganzes Leben auf diesem Platz und war so scheu wie eine freilebende Katze eben ist. Die Menschen, die diesen Platz mit seiner Katze kannten, ließen gelegentlich etwas zu fressen da, aber anfassen ließ sich Purzel-Mutter nie.

Purzel selbst hätte ihr Katzenleben wohl auch so verbracht, hätte nicht mein Stief Mitleid mit ihr gehabt, sie kurzerhand eingpackt und zu uns nach Hause gebracht.

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Ich kann mich noch ganz genau an den Tag erinnern, als er sie mitbrachte. Mangels eines besseren Behältnisses brachte er das scheue, wilde Kätzchen im Karton mit. Um sie nicht direkt mit unserer Hündin Sina und Katze Minka zu konfrontieren, ließ er sie erst einmal in der Waschküche frei. Sämtliche Versuche von ihm und meiner Mutter, das ängstliche schwarze Etwas einzufangen, gingen grandios schief. Purzel zerkratzte beide und wehrte sich mit aller einem Kitten zur Verfügung stehenden Macht.

Schließlich versuchte ich es. Ganz behutsam und vorsichtig und ein bisschen in der Angst, gleich attackiert zu werden, holte ich sie aus der Ecke, in die sie sich in ihrer Panik verkroch, hervor. Und dann war es magisch: wir kamen irgendwie überein, Purzel und ich, dass wir uns gern haben. Statt mich zu zerkratzen kuschelte sie sich auf meinem Arm an mich, ließ sich kraulen und fing sogar an, zu schnurren, wie nur Kitten schnurren: laut und ausdauernd.

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In ihren ersten zwei, drei Jahren ließ sie sich nur manchmal anfassen. Sie ist nicht die Art Katze, die man einfach einmal nehmen und beschmusen kann, wenn man Lust dazu hat. Vielmehr beschmust Purzel ihre Menschen, wenn sie selbst Lust dazu hat. Alle Versuche, sie außerhalb ihrer Schmuselaune zu streicheln, werden mit Bissen und fiesen Kratzern quittiert.

Allerdings kann man sie über ihren Spieltrieb dazu bringen, doch etwas Zeit mit ihr verbringen zu dürfen. Außerdem ist Purzel sehr intelligent. Sowohl was ihr Gespür für die Launen ihrer menschlichen Mitbewohner angeht, als auch ihre Lernfähigkeit im allgemeinen.

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Als Purzel noch jung war, aber alt genug, sie nach draußen zu lassen, begleitete sie mich morgens ein Stück auf meinem Weg zum Schulbus und zurück. Das lief jeden Tag gleich ab: Ich ging zu meiner üblichen Zeit aus dem Haus, Purzel lief ein Stück mit, bis ich sie einige Meter vor der Hauptstraße weg schickte, damit sie sich von der Straße fern hielt. Am Nachmittag, wenn ich dann zurück kam, wartete sie an einer Ecke auf mich und kam wieder mit ins Haus.

Eines Morgens, wir liefen wieder die Treppen hinunter bis zur Haustür, beobachtete sie mich etwas genauer als sonst. Ich drückte die Türklinke nach unten, sah zu Purzel und irgendwie machte es bei ihr in diesem Moment klick. Seit diesem Tag kann dieses kleine, schlaue Wesen eigenständig Türen öffnen. Und ich könnte schwören, diese Erkenntnis an jenem Tag in ihren Augen gesehen zu haben.

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Ihre Scheu und Wildheit hat sie nie verloren, genauso wie ihren Freiheitsdrang. Purzel in der Wohnung behalten zu wollen geht grundsätzlich schief. Sie verlangt ihre Ausgehzeiten und setzt diese auch mit allen Mitteln durch. Dass sie Türen öffnen kann, hilft ihr dabei natürlich, jedoch bekommt sie die Wohnungstür nicht allein geöffnet. Ihr Rufen, wenn sie nach draußen gehen möchte, zu ignorieren, fällt schwer. Ignoriert man es dann doch einmal, kann man sicher sein, dass man ziemlich bald mit einer aggressiven, übellaunigen Katze zu tun hat, die auch schon einmal ihrem Unmut Luft macht, indem sie Dinge zerstört. So lange, bis man sie endlich frei lässt.

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Heute, mit ihren 11 Jahren, ist Purzel aber sanftmütiger und zutraulicher geworden. Man darf sie gern jederzeit am Kopf kraulen und sie verbringt freiwillig mehr Zeit mit ihren Menschen. Wenn ich einmal zu Besuch bin, ist sie gern bei mir. Sie genießt die Ruhe, die ich ihr verschaffe, weg von den Hunden und dem Trubel, der in der Wohnung herrscht. Sie folgt mir einfach, wenn ich mich zurück ziehe, denn dieses Bedürfnis nach Ruhe und Stille eint uns. So war es mir dann auch möglich, diese schönen Bilder auf unserer Terrasse zu knipsen. In trauter Zweisamkeit und völliger Stille.

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Übrigens ist Madame ein Jagdtalent. In ihrer besten Zeit brachte sie täglich eine Maus mit, manchmal auch zwei oder drei. (Ja, die Nachbarschaft war voller Mäuse. Wir waren tatsächlich die ersten in dieser Ecke des Dorfes, die eine Katze hatten. Dafür haben die meisten Nachbarn seit jeher Hühner oder Kaninchen oder beides. Und das lockt nun einmal Mäuse an. Ihr macht euch kein Bild…)

Doch nicht nur Mäuse bringt sie uns. Von Maulwürfen, Fledermäusen und Vögeln bis hin zu größeren Nagern wie Ratten war gefühlt alles dabei, was die heimische Fauna so hergibt. Sogar eine kleine Schlange hatte Purzel einmal im Gepäck. Zu meiner Freude frisst sie auch Spinnen, die ihr über den Weg laufen.

Weniger erfreut war ich jedoch darüber, als sie einmal erst das Amselmännchen, dann das Amselweibchen und schließlich das gesamte Amselnest inklusive der (unbeschädigten!) Eier mitbrachte. Aber was soll man da schon machen?

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Ich bin wirklich froh, dieses zarte, scheue und eigensinnige Wesen zu kennen. Purzel ist eine tolle Katze und eine sensible Samtpfote. Was für ein Glück, dass der Stief sie mitbrachte und sie ihr Leben bei uns verbringt!

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[Catcontent]: Minka

Mit ihren mittlerweile 16 Jahren ist Minka eine waschechte Katzenomi und man merkt es ihr auch an. Sie ist langsamer geworden, hat manchmal ein bisschen Probleme mit der Treppe und sie schläft viel. Dennoch bringt sie hin und wieder noch eine erlegte Maus an, was für ihr stolzes Alter doch eine tolle Leistung ist.

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Obwohl sie als Kitten ausgesetzt wurde, ist sie zutraulich und lässt sich sehr gerne streicheln. So gerne, dass sie beim Schmusen schon einmal übermütig wird und vor lauter Leidenschaft ihren Kopf gegen alles mögliche stößt – egal, ob es sich um ein weiches Kissen handelt, ein kantiges Stuhlbein oder den harten Kopf des Streichelnden.

Ihr einst leuchtendes Rotorange ist zwar mittlerweile sehr ausgeblichen, doch eine Schönheit ist Minka noch immer. Ich hoffe, ihr zartes Wesen bereitet uns noch ein paar Jährchen Freude und sie bleibt bis zuletzt gesund und zufrieden.

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Minka

Heute, am 26. Juni, hast du, herzallerliebste Minka, Geburtstag. Der 14. ist es schon! Dein getigertes Rot ist mittlerweile ein wenig ausgebleicht, doch eine fleißige Jägerin bist du noch immer.
Deinen wirklichen Geburtstag kennen wir nicht, doch der Tag, an dem wir dich fanden, dürfte wohl gut genug sein, um als solcher durchzugehen.

Du warst noch ganz klein und hilflos, wir dachten, du seiest tot, als wir dich auf diesem Autobahnrastplatz liegen sahen neben einer Lache Milch, die du wohl erbrochen hattest. Glücklicherweise bemerkten wir deine flache Atmung und sammelten dich auf. Du warst ein Häufchen Elend und schriest, als wir dich anhoben. Wir legten dich mit dem Kissen, das ich mir mitnahm für unseren kleinen Familienausflug, in eine Box. Völlig kraftlos warst du, als wir eine Pause an einem Waldstück einlegten und dich begutachteten. Trotzdem hast du versucht, ein paar Schritte zu gehen. Ganz wackelig, aber es klappte!

Seitdem gehörst du zu uns, kleine Miezi und weichst uns nicht von der Seite. Du tröstetest uns, als unsere Hündin Peggy starb und nahmst vor 9 Jahren das kleine Welpenmädchen Sina auf. Zu der Zeit hattest du deinen Wurf mit wunderschönen Kitten und duldestest, dass Sina, die halb so groß war wie du, sich mit euch in den Karton lag, um zu kuscheln und noch ein wenig Nestwärme zu erfahren.

Du hast uns verziehen, dass wir Purzel, eine weitere gefundene kleine Katze, mit aufnahmen und sogar, dass ich mich später von ihrem Sohn nie trennen konnte. Und obwohl er ein frecher, verwöhnter Kater ist, akzeptierst du auch ihn.

Ich weiß noch ganz genau, wie du dich als Kätzchen im Schlaf an meine Schulter angekuschelt hast und friedlich schliefst, weil du endlich beschützt warst. Du bist noch immer so dankbar dafür, dass wir dich mitnahmen und ich bin dankbar, dass du bei uns bist, oh du wunderschöne Samtpfote!

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