Hallo Eeechoooo!

Hoppla, *Spinnweben entferne*, hier war ich aber lange nicht *Staub wische*, meine Güte.

Tut mir sehr leid, dass ich so sang- und klanglos verschollen bin. Ich bin zwar auf Twitter aktiv, aber nicht alle von hier folgen mir dort, denke ich. Zu sagen es war viel los seit September wäre eine Untertreibung.

Mir geht es soweit gut, keine Sorge. Aber ich will euch mal auf den neuesten Stand bringen und mich versuchen kurz zu halten.

  1. Ich bin schwanger
    Tadaaa! Oder so. Ja, auch für mich war das eine Überraschung. Ich habe es Mitte September erfahren, hatte absolut null damit gerechnet und ging von einer Magen-Darm-Grippe aus… Tja. Der Ex war erst dagegen, dann dafür, hat sich jetzt für dagegen entschieden und zieht deswegen im Januar wieder nach England. Fragt mich nicht, in seinem Kopf ergibt es Sinn, das eine Kind, das man vorgibt zu lieben zu verlassen, um dem zweiten Kind, das man nicht will, aus dem Weg zu gehen. Es wird hart, aber wir schaffen das, die Maus, das Baby und ich.

2. Ich bin jetzt eine von „denen“
Nämlich von „denen“, die in der Psychiatrie waren. Aufgrund der Situation zuhause, dem dauerstreitenden Ex, der anfing mich psychisch fertig zu machen, dem Verlauf der Schwangerschaft (es drohte ein Abort aufgrund Stress) und meiner zunehmend schlechteren mentalen Verfassung habe ich mich freiwillig einweisen lassen. Ginge es nur um mich, wäre ich länger geblieben als die zwei Wochen, die ich schlussendlich dort war. Aber ich vermisste die Maus und sie mich, sodass ich entschieden habe nach Hause zu gehen und mich um ambulante Hilfe zu kümmern. Gekümmert habe ich mich leider nach wie vor nicht. Depression is a bitch und das Bett so warm und weich.

3. Mein Stiefvater ist gestorben
Mit Corona hatte es nichts zu tun. Er hatte ein Gerät in der Brust, das seinem Herz half zu schlagen (keinen Herzschrittmacher), welches versagte. Also musste er operiert werden. Dumm aber, dass er einen Infekt hatte. Nach 5 Wochen im Koma und ständigem auf und ab laut sich widersprechenden Ärzten wurden die Geräte schließlich abgestellt und er ist gestorben. Er weiß nichts vom zweiten Kind. Für mich persönlich, so schlimm es klingt, hält sich der Verlust in Grenzen. Er war einer dieser „Hitler war ein klasse Typ und hat Deutschland nach vorne gebracht“ Typ, stets rassistisch und antisemitisch. Schrecklich unempathischer Mensch. Hat mich, als ich noch dort wohnte, ständig gestänkert, hat meine Mutter oft angeschrien und sie ausgenutzt, war gemein zu den Tieren. Aufgrund der Herzmaschine entwickelte er ähnliche Symptome wie Alzheimer, seine cholerische Art wurde immer schlimmer. Er hat aber auch einiges am Haus gemacht, die „Männerarbeiten“ erledigt, Feuer gemacht und Holz gehackt. Solche Dinge eben. Und die Maus hat ihn sehr geliebt. Meine Mutter trauert, aber ich denke ehrlich gesagt eher, weil sie jetzt allein mit allem ist. Die Maus fragt öfter mal nach ihm und ich erkläre ihr, dass Opa jetzt bei den Sternen ist und er auf sie aufpasst. Sie ist traurig, aber es scheint okay zu sein. Ich kann dafür jetzt endlich wieder meine Mutter besuchen gehen, ohne dieses unwohle Gefühl durch seine Anwesenheit zu haben. Wenn Menschen mit ihr Beileid aussprechen ist das sehr schwierig für mich, denn ja es ist schon komisch, aber andererseits war unser Verhältnis kein Gutes.

Ich denke das reicht wohl für’s Erste. Macht euch keine Sorgen um mich. Ich habe meine Höhen und Tiefen, aber alles in allem kämpfe ich mich durch, wir drei Mädels halten zusammen und wir freuen uns auf das Baby. Wie es dann weiter geht werden wir schon noch sehen. Ein Schritt nach dem anderen.

Ich wünsche euch eine wundervolle Adventszeit, von Herzen schöne Weihnachten, egal ob alleine oder im kleinen Kreis und ein gesundes, munteres Jahr 2021. Bleibt gesund!

Photo by Nikolett Emmert on Pexels.com

Alkohol und Rauchen in der Schwangerschaft

Disclaimer: Das Thema ist sehr kontrovers und ich weiß, dass meine Ansichten dazu recht krass sind. Damit bin ich bereits angeeckt. Dennoch möchte ich sie darlegen, weil ich des öfteren gefragt wurde und meine Gedanken doch auf Interesse stießen – wenn auch nicht immer auf Verständnis. Aufgrund der Kontroversität möchte ich vorab anmerken, dass Kommentare, die einzig darauf abzielen zu beleidigen, zu diffamieren und aufzufallen, werden nicht freigeschaltet bzw. gelöscht. Trolle, versucht es gar nicht erst. Ansonsten freue ich mich über konstruktive Diskussionen.

Schwangerschaft, aufregende Zeit, aber auch Stress und Verzicht und Regeln und Kontrolle von Ärzten und Verwandten und Unbekannten. Ich weiß selbst, wie übergriffig manche Menschen meinen gegenüber Schwangeren sein zu dürfen. Und dennoch kann ich Schwangeren aber auch Angehörigen bloß sagen: Lasst es sein! Lasst die Zigaretten, den Alkohol und sonstigen unnützen Müll weg, wenn ihr Leben in euch tragt!

In meiner eigenen Schwangerschaft war ich recht streng, habe mich an Empfehlungen gehalten und Rücksprache mit Hebamme oder Arzt gehalten, wenn ich mir nicht sicher war. Mir sind ein paar Faux Pas passiert, wie etwa Salami oder ein Stück Kuchen mit Alkohol zu essen, aber das war okay. Von anderen würde ich nicht erwarten, so streng zu sein, ich weiß dass ich da teils über das Ziel hinaus geschossen bin. Aber ich wollte es so, das war es mir wert.

Wo ich nicht wegsehen kann ist, wenn eine Schwangere ihr Ungeborenes bewusst gefährdet, indem sie weiter raucht, trinkt und sonstiges tut, was erwiesenermaßen schlecht ist in einer Schwangerschaft. Besonders bei geplanten Schwangerschaften muss ich mich dann leider fragen, ob das Denken hintenan stand.

Einigen ist dabei gar nicht bewusst, was sie eigentlich machen. Welche Konsequenzen ihr Handeln haben kann. Diese reichen von Entwicklungsverzögerungen und -störungen über Entstellungen/ Behinderungen bis hin zu Früh- und Totgeburten. Dennoch scheint sowas ja immer nur den anderen zu passieren, deshalb macht man eben weiter.

Ein solches viel zu früh geborenes Baby mit gerade einmal 1,5kg (!) und so winzig kleinen Händchen und Füßchen habe ich auf der Säuglingsstation gesehen. Die Mutter konnte auch jetzt nicht aufhören zu rauchen. Wenn ihr denkt, sowas passiert mir nicht, dann schaut euch solche Würmchen doch mal an… Ist das ein Start ins Leben, den man für sein eigenes Baby möchte?

Soweit, so unneu diese Ansichten. Was oft für Verwirrungen sorgt sind meine weiteren Ansichten:

  • Ich bin pro Choice, also für die Wahl, das Kind auszutragen oder eben nicht.
  • Für mich selbst käme eine Abtreibung niemals in Frage.
  • Für andere würde ich mir wünschen, dass sie eine Abtreibung nur bei triftigen Gründen in Betracht ziehen. Diese triftigen Gründe muss die jeweilige Person selber definieren. Jedoch, „kein Bock“ ist keiner.
  • Ich bin gegen die Ansicht, dass bei Schwangeren, die ihr Ungeborenes gefährden, nicht eingegriffen werden darf, da das Recht über den eigenen Körper an vorderster Stelle steht.
  • An vorderster Stelle steht für mich zwar die Gesundheit der Mutter, gleich dahinter aber die des Kindes.
  • Die Unversehrtheit des Kindes steht weit über dem Bedürfnis/ der Lust auf Rauschmittel.

Ich finde also, wenn eine Verhältnismäßigkeit verletzt wird, also etwa das Leben des Kindes gefährdet wird um zu rauchen, zu trinken etc, sollte eingeschritten werden dürfen.

Zunächst sollte versucht werden, möglichst minimal invasiv zu helfen, dem Problem auf den Grund zu gehen. Rauchentwöhnung, Suchtberatung etc.

Als nächsten Schritt würde ich Untersuchungen engmaschiger gestalten, die werdende Mutter öfter zur Kontrolle einbestellen. Sollte sie sich weigern, würde ich das Jugendamt zur Seite nehmen. Nicht drohend, sondern unterstützend und informierend.

Als letzten Schritt – und dieser ist sehr krass, ich weiß – wenn also die Mutter nicht bereit ist zu kooperieren oder wenigstens zu versuchen, clean zu werden, würde ich sie in ein Entzugsprogramm stecken. Ja, gegen ihren Willen und ja, in psychiatrischen Einrichtungen. Das wäre dann aber auch eine Maßnahme bei krasseren Fällen, etwa stetem Alkoholmissbrauch und Kettenrauchen.

Gründe, warum ich so denke, sind sehr vielfältig. Einerseits ist es unverantwortlich, das Risiko einzugehen, Entwicklungsstörungen, Frühgeburt, eine Behinderung oder gar den Tod herbeizuführen, weil man die Finger nicht lassen kann vom täglichen Gift.

Es ist unfair dem Ungeborenen gegenüber, weil es dem schutzlos ausgeliefert ist. Schutzlos derjenigen Person gegenüber, deren oberste Aufgabe es ist, das Kind zu schützen. Auch ein Ungeborenes kann Entzugserscheinungen bekommen.

Neugeborene von Süchtigen gehen zudem erst einmal durch einen kalten Entzug. Das erste, was sie durchmachen, ist ein f*cking Entzug! Das sind auch die Kinder, die besonders intensive Betreuung brauchen und Schwestern mit starken Nerven, da sie in der Regel ununterbrochen schreien.

Last but not least, da es manchen nicht reicht, humane und empathische/ moralische Gründe aufzuführen: es kostet viel Geld, diese Kinder intensiv zu betreuen. Gerade sehr früh geborene Babies sind sehr lange sehr intensiv umsorgt auf Sonderstationen. Die Chancen stehen zudem sehr hoch, dass sie ihr Leben lang auf Hilfe angewiesen sein werden.

Ja, diese Ansätze sind teilweise sehr radikal. Ich finde aber, wir sollten endlich Unversehrtheit von Ungeborenen über Bock der Mütter stellen. Wer sich aktiv für ein Kind entschieden hat, der soll auch so handeln.

So, jetzt seid ihr dran: völlig Banane, noch zu lasch oder interessant? Was meint ihr? (Seid lieb, ich bin müde!)

Der Geburtsvorbereitungskurs

pregnancy-2700659_640.jpg

Was passiert in einem Geburtsvorbereitungskurs? Was kostet er? Ist er verpflichtend? Antworten zu vielen Fragen rund um den Kurs gibt es hier.

Muss ich zu einem Geburtsvorbereitungskurs gehen?

Die einfache Antwort lautet: Nein. Der Geburtsvorbereitungskurs ist freiwillig.Jedoch ist die Teilnahme empfehlenswert, denn der Kurs gibt nicht nur Informationen rund um die Geburt. Auch nimmt er die Angst, die vor diesem großen Ereignis ganz normal ist. Zudem kann der Kontakt mit anderen Schwangeren helfen oder schlicht ein soziales Netz knüpfen. Oftmals kommen während der Stunden Fragen auf, an die man sonst nicht denkt und die man direkt stellen kann.

Persönlich habe ich außerdem diese Stunden genutzt, um mir ganz bewusst Zeit für meine Tochter und mich zu nehmen, ohne Stress und Hektik, die in den letzten Wochen vor der Geburt oft herrschen. Mit manchen der Frauen habe ich auch jetzt noch Kontakt, wir gehen zusammen zu Kursen oder tauschen uns aus.

Was kostet ein Kurs?

Die Kosten werden von gesetzlichen Krankenversicherungen voll übernommen, wenn die Kurse von maximal 14 Stunden von einer Hebamme geleitet werden. Manche Hebammen verlangen vorab eine Kaution, die Sie aber nach Abschluss des Kurses abzüglich Fehlstunden zurück erstattet bekommen. Jedoch können Extrakosten entstehen, wenn Sie einen gemeinschaftlichen Kurs mit Partner belegen. Der Betrag unterscheidet sich je nach Kursanbieter. Manche Krankenkassen übernehmen jedoch auch den Teil des Partners. Ein Nachfragen lohnt sich also.

Bei privat Versichten sieht es hingegen nicht so rosig aus. Viele private Krankenkassen zahlen nichts oder nur einen kleinen Teil der Kosten dazu. Die Kosten schwanken meist zwischen 80 und 100€ für Einzelkurse; pro Stunde mit Partner können noch einmal zwischen 10 und 25€ hinzu kommen. Auch hier sollten Sie nachfragen und gegebenenfalls verhandeln.

Wo und wann melde ich mich für einen Geburtsvorbereitungskurs an?

Da die Kurse so knapp gesäht sind wie Hebammen auch, sollten Sie sich so früh wie möglich anmelden, spätestens aber bis zur 20. Schwangerschaftswoche. Danach können Sie zwar noch Glück haben, doch sollten Sie bedenken, dass die Kurse beliebt sind. Beginnen sollte der Kurs zwischen der 25. und 30. Schwangerschaftswoche.

Anbieter sind meistens niedergelassene Hebammen. Wenn Sie das Glück haben, ein Geburtshaus in der Nähe zu haben, sollten Sie auch da fündig werden. Haben Sie eine Hebamme zur Vorbereitung, kann diese Ihnen sicher weiterhelfen, ansonsten haben auch Frauenärzte oft Listen. Die Krankenkasse ist ein weiterer Ansprechpartner.

Was wird in einem Geburtsvorbereitungskurs gemacht?

Die Kurse können je nach Schwerpunkt der Kursleitung unterschiedlich aufgebaut sein, doch folgende Elemente sind in der Regel enthalten:

  • Entspannungsübungen, Massage- und Atemtechniken für die Zeit der Schwangerschaft und während der Geburt
  • Besondere Aufmerksamkeit erhält der Beckenboden, sowohl in Theorie als auch in kleinen Übungen
  • Was passiert im Wochenbett?
  • Hauptschwerpunkt bildet natürlich die Geburt: Geburtspositionen, Möglichkeiten der Schmerzlinderung, Ablauf einer Geburt von ersten Wehen bis zur Nachgeburt, besondere Geburten (Mehrlinge, Kaiserschnitt, Beckenendlage usw.), verschiedene Geburtsformen (Hausgeburt, Wassergeburt, Krankenhaus und weitere), etc.
  • Erste Informationen zu Stillen und Säuglingspflege; da es hierfür jedoch eigene Kurse und Angebote gibt (z.B. Säuglingspflegekurse und Stillberaterinnen), werden diese Themen meist nur angerissen

Welche weiteren Kurse vor der Geburt gibt es?

Es gibt unzählige weitere verschiedene Kursangebote für Schwangere. Diese müssen oft jedoch selbst getragen werden.

  • Geschwisterkurse um auch ältere Geschwister auf das neue Familienmitglied und die Zeit mit Baby vorzubereiten
  • Aktive Kurse wie Schwangerschaftsyoga und Pilates oder (Bauch-)Tanz
  • Schwimmen für Schwangere
  • Akupunktur, Osteopathie und Homöopathie
  • Säuglingspflegekurse. Diese sind vor allem hilfreich bei Eltern von Erstlingskindern, die keine oder nur wenig Erfahrung im Umgang mit Babies haben.
  • Erste Hilfe an Babies und Kleinkindern
  • und noch vieles mehr

Der Zytomegalievirustest

Zytomegalie ist eine Erkrankung, die durch einen Herpesvirus, den Zytomegalievirus (kurz CMV, vom lateinischen cyto~), ausgelöst wird. Für immunschwache Menschen kann diese Krankheit schwer verlaufen. Bei Gesunden jedoch verläuft sie oft symptomlos oder erkältungsähnlich. So bemerken viele eine Ansteckung mit CMV gar nicht.

Die Ansteckung erfolgt durch Speichel, Schweiß, Blut, Urin, Tränen, Samen- und Vaginalflüssigkeit sowie Muttermilch. Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei und sechs Wochen, der Virus ist auch Wochen nach Ende der Erkrankung übertragbar.

Wer diese Krankheit einmal durchgemacht hat, behält Reste des Virus lebenslang im Gewebe. Diese sind als Antikörper mithilfe eines einfachen Tests nachweisbar. Es ist möglich, dass das Virus später wieder aktiv wird, ist dann aber deutlich schwächer.

Eine Erstansteckung  ist während der Schwangerschaft gefährlicher. Der Virus überträgt sich auf das Kind und kann vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel Organfehlbildungen oder Fehlgeburten auslösen. Auch später kann es noch zu Hörschädigungen, stark verminderter Intelligenz und anderen Symptomen kommen.

Ein Test ist daher anzuraten. Er wird von den meisten Krankenkassen bezuschusst oder komplett übernommen. Sonst kostet er etwa 20€.

Negativ getestete Schwangere sollten Hygieneschutzmaßnahmen ergreifen. So gehört gründliches Händewaschen mit Seife dazu, besonders wenn Sie Kontakt mit Urin, Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten hatten. Haben Sie bereits ein Kind, sollten Sie mit diesem keine Gegenstände wie Geschirr oder Handtücher teilen; Schnullerablecken ist grundsätzlich tabu. Falls möglich sollten Sie das Wickeln einer anderen Person überlassen oder sich danach gründlich die Hände waschen. Benutzte Gegenstände müssen gründlich gereinigt werden.

Schwangere in Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen nur Kinder über 3 Jahren betreuen und sind vom Wickeln freizustellen; bei Kleinkindern wird der Virus besonders stark ausgeschieden. Meistens bekommen sie jedoch schon vorher ein Berufsverbot.

Bei positiv getesteten Frauen wird oft vom Stillen abgeraten, vor allem bei Frühgeburten. Es gibt jedoch ein an der Uni Tübingen entwickeltes Verfahren, das den Virus deaktiviert, ohne die wichtigen Bestandteile der Muttermilch zu zerstören. Auch besteht die Möglichkeit, Frühgeborene mit Spendermilch zu ernähren.

Ist der Test sinnvoll?

Etwa 0,5 bis 1% aller Schwangeren steckt sich zum ersten mal mit dem CMV an. In etwa 40% dieser Fälle überträgt sich der Virus auf das Ungeborene. Von den infizierten Kindern erleiden etwa 10 bis 20% Schäden, wobei diese erst später auftreten können und dann eventuell nicht mehr mit einer CMV-Infektion während der Schwangerschaft in Verbindung gebracht werden. Die Wahrscheinlichkeit ist also gering.

Auf der anderen Seite jedoch sind die möglichen Folgen gravierend. Während der Schwangerschaft sterben etwa 12 bis 30% der infizierten Föten, Spätfolgen sind bei 9 von 10 überlebenden Kindern nachweisbar. Auch nach der Geburt kann der Säugling sich noch anstecken, etwa 3 von 10 Kindern überleben dies nicht.

Der Test zählt noch nicht zu den Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen. Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie ihn durchführen wollen.
Dieser Beitrag kann als Entscheidungshilfe dienen, ersetzt jedoch keinesfalls ein Aufklärungsgespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Woanders: Linksammlung

 

Beim Zaubermann gibt es heute den ersten Eintrag zur neuen Reihe über Versicherungen. Heute geht es um Altersvorsorge.

Im Law Blog geht es darum, dass der PayPal-Käuferschutz kein Gerichtsurteil ersetzt. Für alle PayPal-Nutzer, Käufer wie Verkäufer, gleichermaßen wichtig.

Interessant wie erschreckend ist die Identitäre Bewegung, eine rechtsextreme Jugendbewegung, die sich intellektuell gibt, aber gewaltbereit ist, nun auch in Halle Polizisten angegriffen hat. Dass AfD-Landtagsvize Weber diese Gruppe „willkommen“ heißt, verwundert zwar nicht, sollte aber zu denken geben.

Die USA sind dabei, ihre Netzneutralität aufzugeben.

Währenddessen wird in Deutschland eine Gynäkologin angeklagt, weil sie auf ihrer Webseite angegeben hat, dass sie Schwangerschaftsabbrüche durchführt – was viele Gynäkologen tun. Nur es anzugeben ist illegal. Oder Informationen zu Aborten auszuhändigen. Da sind wir wohl in den 50ern stecken geblieben. Ein Gutes hat es: es macht darauf aufmerksam, wie es um Abtreibungen in Deutschland wirklich steht und zeigt, dass die theoretische Entscheidung für oder gegen eine Schwangerschaft praktisch mancherorts nicht gegeben ist.

giphy

Fluch und Segen moderner Technik

Schon wieder ein Monat rum seit dem letzten Beitrag. Time flies!

Was gibt es Neues im Mäuseheim?
Nun, zum einen ist Mr. English seit letztem Wochenende wieder in England, um seinen Abschluss zu machen. Er ist etwa anderthalb Monate lang weg und wenn er wieder kommt, dann bleibt er für immer. Das ist eine tolle Aussicht. Und doch leide ich sehr unter der Trennung auf Zeit. Er fehlt mir sehr, ich bin bis auf wenige Stunden in der Woche alleine und der Alltag mit großer Kugel ist alleine auch echt schwer zu wuppen. Nach einem langen tränenreichen Gespräch mit der Therapeutin geht es mir allerdings sehr viel besser und ich kann mich endlich wieder aufraffen, statt im Bett zu sitzen und zu heulen. Ist gar nicht so lange, eigentlich. Und ich bin mächtig stolz auf Mr. English, denn was er jetzt in kurzer Zeit geschafft hat ist wirklich bewundernswert. Zudem hat er bald einen Uniabschluss und das ist wirklich toll!

Ich hoffe allerdings inständig, dass das Kind sich geduldet, bis Daddy wieder hier ist. Weiterlesen „Fluch und Segen moderner Technik“

Schönen Dank auch

Neulich auf einem Amt. Als das Offizielle erledigt ist, stelle ich noch eine Frage zu Behördengängen nach der Geburt, die mir auch einfach und freundlich beantwortet wird. Ich bin zufrieden, wir verabschieden uns höflich voneinander und ich bin gerade dabei, meine langsam aber sicher enger werdende Jacke anzuziehen, als die Bearbeiterin fragt:

„Wann ist es denn soweit?“

„Ach, dauert noch dreieinhalb Monate“ sage ich und ziehe den Reißverschluss zu.

WOW!“ entfährt es ihr, während sie auf meinen Bauch starrt.

Ich bin völlig perplex ob dieser Reaktion. Es passiert nicht oft, doch mir fällt absolut nichts ein, was ich sagen könnte, also glotze ich wie ein Reh ins Scheinwerferlicht.

Es ist nur”, setzt sie an, „heute war schon eine Schwangere da, die im gleichen Monat Termin hat und da sah man NIX!

„So ein Stuss!“ sage ich nicht, denke ich aber und schweige weiter mit einem skeptischen Lächeln und hochgezogener Augenbraue. Wie sie sich da jetzt herauszuwinden versucht bin ich gespannt.

„Naja…“ sagt sie weiter, ich lausche gespannt, „Hauptsache es ist gesund, nicht wahr?“

Wäre ich an dieser Stelle nicht sofort gegangen, hätte sie mein zur Faust geballtes Gesicht wohl noch gesehen.

Bis dahin habe ich mir nie Gedanken darüber gemacht, wie „normal“ die Kugel eigentlich für den entsprechenden Zeitabschnitt aussieht. Ist ja auch Unsinn. Eigentlich.

tribal, Trennung, Absatz

Zwei Wochen später, in der Straßenbahn. Ich habe einige Wege in der Stadt erledigt und möchte nur noch nach Hause. Mir tut der Rücken weh und noch einiges mehr, was nach längerem Umherlaufen vorkommt.

Ich will mich auf einen gekennzeichneten Sitzplatz setzen, die für solche Fälle in den Bahnen angebracht sind.https://i1.wp.com/www.bekaverlag.de/media/catalog/product/cache/1/image/9df78eab33525d08d6e5fb8d27136e95/2/0/20380_g.jpg_1.jpg

Ich sitze schon fast, als sich eine Frau vor mich schiebt, mich anblickt und kackdreist grinst. Ich starre sie an mit meinem „Echt jetzt?!?“-Blick und kann nicht fassen, dass die gerade wirklich tun will, was ich glaube dass sie tun wird.

Wir starren uns ein wenig gegenseitig an, es scheint wie einer dieser Staring Contests. Mir liegt ein Spruch auf den Lippen, doch ich bin müde und habe auch gar keine Lust, eigens zu diesem Zweck eingeatmete Luft durch meine Luftröhre zu pressen, meine Stimmbänder zur Vibration zu bringen, mit meinem Mund verschiedene Laute zu formen und das alles nur, um sie darauf hinzuweisen, dass sie gerade dabei ist, sich wie eine blöde Kuh zu verhalten. Hätte ich so nicht gesagt, sondern einen Spruch gebracht wie etwa „Ich bin schwanger, ich gewinne!“ Aber wie gesagt, all die Mühe?

Mein Bauch ist ja offensichtlich genug, denke ich an die Begegnung im Amt zurück und bewege mich Richtung Sitz, als sie ihre Taschen dorthin wirft und sich hinsetzt.

Im Vorbeigehen schüttele ich den Kopf bis mir schwindelig wird und lasse mich auf einen engen Sitz fallen, der glücklicherweise noch frei war (zu ihrem Glück jedoch, nicht zu meinem!) und muss über die mir gegenüber sitzende Frau schmunzeln, die das alles mitbekommen hat und mich nun ungläubig mit geöffnetem Mund anschaut.

Ja, das habe ich mir auch gedacht.