Update: Diät. Wie ich vom Plateau herunter kam

Vor einer Weile habe ich schon einmal darüber berichtet, wie ich in 5 Monaten 12kg abgenommen habe. Mittlerweile sind es insgesamt 19kg.

Eine ganze Weile lief mein Gewicht auf einem Plateau, von dem ich es erst kürzlich herab geschafft habe, sodass es jetzt endlich wieder weiter geht mit dem Gewichtsverlust. Also falls ihr demotiviert seid, weil plötzlich alles stockt: das ist völlig normal. Der Körper hat sich an die Maßnahmen gewöhnt.

Deshalb gibt es auch keine eine Erfolgsdiät. Ich persönlich finde es am erfolgsversprechendsten, wenn man immer mal wieder etwas ändert. Das können schon Kleinigkeiten sein. Im Folgenden möchte ich also mal darauf eingehen, wie ich es vom Plateau geschafft habe.

  • Teilzeitfasten. Auch intermittierendes Fasten genannt. Kann ich nur empfehlen, solange man das Mittagessen regelmäßig und zuverlässig „pünktlich“ essen kann sowie wenn man keiner schweren körperlichen Arbeit am Morgen nachgeht. Das ist beides wichtig. Wenn ich einmal auch nur eine Stunde später essen kann, kommt es vor, dass ich crashe und SOFORT etwas essen muss. Für solche Fälle empfiehlt es sich immer, Bananen im Haus zu haben. Wichtig: Mittagessen sollte vorbereitet sein, wenn man weiß, dass man es eventuell nicht rechtzeitig schafft, zu kochen.

  • Vorkochen. Wie in den Wanna Do Listen erwähnt habe ich mir zum Ziel gesetzt, nicht öfter als 12 Mal im gesamten Jahr Fertigprodukte zu essen. Nun kommt es allerdings vor, dass Püppi sämtliche Keime aus dem Kindergarten mitbringt und wir auch schon mal gleichzeitig flach liegen und keiner die Muße und Energie hat, selber zu kochen. Deshalb kochen wir einfach mehr und frieren ein. Auch kochen wir simple Gerichte wie Chili in großen Mengen, sodass es für mehrere Tage reicht. Ist auch nicht mehr Aufwand, ist kostengünstig und spart ganz viel Zeit.

  • Meine Einstellung zum Essen ändern. Leider bin ich mit einem Vielfraß als Stiefvater aufgewachsen, was in mir das ständige Gefühl hervorgerufen hat, dass ich nichts mehr bekomme, wenn ich nicht jetzt gleich so viel wie möglich esse. Einerseits musste ich das erst einmal kommunizieren, damit der Engländer nicht doch mal etwas aufisst, das ich mir bewusst zurückgelegt habe. Andererseits lerne ich gerade, wie ich loslasse. Das klingt bescheuert, aber ich kann Essen nicht loslassen. Dabei ist es so einfach, neues zu kochen. Morgen gibt es schließlich auch wieder etwas.

  • Routine. Ich stehe jeden Morgen zur gleichen Zeit auf, habe einen festen Zeitplan für jeden Tag in der Woche. Dieser beinhaltet 3x je 1h Sport (exklusive Vorbereitung, Duschen etc. – insgesamt komme ich damit auf ca. 2h), feste Essenszeiten, Rituale wie jeden Morgen etwas Schönes für Püppi zu zaubern, Arbeits-, Püppi- und Freizeiten, jeden Tag 30-60 Minuten zum Putzen/ Betten beziehen/ Schweinchenkäfig säubern. Kurzum, für alles, was in der Woche gemacht werden muss, habe ich feste Zeiten.

  • Keine Ausnahmen. Viele Diäten haben Cheat-Tage, an denen man alles essen kann, was man möchte und was die Diät sonst nicht hergibt. Das finde ich schwachsinnig und es macht es mir selbst schwer, nach einem solchen Tag weiter zu machen. Lieber belohne ich mich ab und an mit einem Stück Schokolade oder etwas (zuckerfreiem) Sirup im Kaffee. Nach dem Fitti gibt es eine Belohnung. Alles aber im Rahmen. Keine Sahnetorten, keine Schokofressorgien. Mir fehlt es nicht einmal mehr. Ich habe schon seit einer ganzen Weile Schokolade zu Hause und rühre sie nicht an, weil ich sie mir nur zu besonderen Anlässen gönne und bevor ich das tue mich immer frage, war das jetzt gut genug oder lohnt es sich überhaupt? Will ich überhaupt Schokolade essen, wenn ich für 500kcal über eine Stunde auf dem Rad schwitzen muss?

  • Sport auf nüchternen Magen. Nachdem ich angefangen habe morgens zu fasten, habe ich erst einmal überlegen müssen, ob ich das überhaupt verkrafte. Mir sind da die vielen Ernährungs- und Fitnessgurus im Kopf, die wohl die Hände über dem Kopf zusammenschlagen würden. Antwort: überhaupt gar kein Problem. Sicher, an weniger guten Tagen habe ich eine Notfallbanane dabei. Ich habe sie aber noch nie gebraucht. Tatsächlich finde ich es einfacher mit dem Fasten bis zum Mittagessen durchzuhalten, wenn ich im Fitnessstudio bin. Dort bin ich abgelenkt und habe keine Möglichkeit, mir irgend etwas „reinzuziehen“. Auch ist Training auf nüchternen Magen in Sachen Fettverbrennung wirkungsvoller. Win-Win also!

  • Sport festlegen und vereinfachen. Anfangs hatte ich einen ausgeklügelten Trainingsplan, um nicht bloß Fett zu verbrennen, sondern auch noch Muskeln aufzubauen und die Beweglichkeit zu erhöhen. Das hat mir auch zunächst Spaß gemacht. Nach einer Weile hat es mich aber schrittweise demotiviert. Es war einfach zu viel. Jetzt mache ich nur noch eine Sache: Ausdauertraining. Eine Stunde auf dem Rad. Manchmal, wenn ich Abwechslung brauche, bin ich für 15 oder 20 Minuten auf dem Crosstrainer und danach erst kommt das Rad, das sich dann übrigens anfühlt wie Urlaub. Keep it simple, keep it going.

  • Mehr laufen. Wenn ich Püppi vom Kindergarten abhole, habe ich das bisher immer so gemacht, dass ich hinwärts die Bahn genommen habe und zurück gelaufen bin. Ich versuche jetzt so oft wie möglich, auch den Hinweg zu laufen. Klappt nicht immer, etwa wenn der Zeitplan straff ist oder ich krank bin. Aber wenn es klappt, sind das gleich mal 100-150 Extrakalorien, die ich loswerde.

 

Das sind im Gröbsten die Neuerungen, die ich zu meiner bisherigen Ernährungsweise gemacht habe. Ich möchte an dieser Stelle noch einmal betonen, dass das alles schrittweise vonstatten ging und über mehrere Monate hinweg. Wer alles auf einmal versucht, läuft wohl Gefahr, anfangs zwar top motiviert zu sein, aber schnell zu merken, dass es zu viel wird. Das ist okay. Wichtig ist dann, nicht zu streng mit sich zu sein und zu ergründen, was man realistisch schaffen kann. Dazu dann ungefähr 10% addieren, denn zu einfach soll es auch nicht werden, das demotiviert nämlich genauso. 😉

Lasst euch also Zeit. Seid gut zu euch selbst. Challenge yourself. Haltet durch!

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Wie ich abgenommen habe

…trotz Schokolade und wenig Sport.

Nachdem Püppi geboren war, habe ich mich ziemlich gehen lassen. Ich habe schlecht gegessen und mich zuwenig bewegt. In der ersten Zeit war das okay, als Neueltern darf man sich eine Weile von Fertigfraß ernähren. Allerdings blieb es bei uns nicht nur bei dieser Weile, sondern wurde zur Gewohnheit. Hunger? Zack, Packung auf, Zeug erwärmen, essen. Heißhunger? Kein Problem, Chips, Schokolade und Gummibärchen  waren immer verfügbar.

Ich bekam immermal wieder ein schlechtes Gewissen mir selbst gegenüber und kaufte das „gute“ Fertigzeug, aber seien wir mal ehrlich, damit belügt man sich nur selbst. Keine Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker heißt noch lange nicht gesund.

Irgendwann hatten wir davon genug und beschlossen rigoros, etwas zu ändern. Und damit meine ich tatsächlich uns beide, Mr. English und mich. Darüber bin ich sehr froh, dass er nicht nur mitgezogen ist, sondern auch motiviert und hin und wieder ermahnt hat. Im Alleinkampf, vor allem dann, wenn der andere eben doch noch „böse“ Sachen isst, nimmt es sich sehr viel schwerer ab. Wobei der Ernährungswechsel anfangs gar nicht mal vordergründig zum Abnehmen, sondern zur gesunden Lebensführung gedacht war. Aber ich schweife ab. So haben wir’s gemacht:

  • Portionsgrößen überdenken: oft schaufelt man sich zu viel auf den Teller und isst alles auf, weil es eben da ist.
  • Das geht über in den nächsten Punkt: warten. Und zwar wenn man den Teller leer hat und denkt, man könnte eigentlich Nachschlag holen. Stimmt meistens nicht.
  • Frisch kochen. Fertigfraß ist Fertigfraß ist Fertigfraß. (Besonders motivierend ist, wenn man ein Kleinkind hat, das anfängt vom Tisch zu essen und man dem kein Junkfood geben will.)
  • Kohlehydrate näher betrachten: kurzkettige Kohlehydrate wie Weißmehl und Zucker eintauschen gegen langkettige Kohlehydrate wie Vollkornmehl, Kartoffeln und Naturreis.
  • Kohlehydrate reduzieren: zum einen spielt das in den Punkt der Portionsgrößen hinein, oder vielmehr in die Relation. Weniger Nudeln, mehr Gemüse. Zum anderen kann man oftmals Reis und Co super eintauschen gegen Hülsenfrüchte.
  • Zucker hinauswerfen. Mr. English hat das wirklich rigoros komplett durchgezogen und Annika hat davon gestern berichtet, wie es ihr damit ergeht. Ich habe das vor Jahren mal versucht und hatte zu heftige Reaktionen, um mir das noch einmal anzutun. Jedoch: Ich esse sehr viel weniger Zucker, habe den Zucker im Kaffee gegen Süßli eingetauscht, mache keinen Zucker sondern süße Früchte ins Porridge (Himbeeren!!!) und esse weniger Süßkram. Wenn man selber kocht hat man mit einem Schlag ganz automatisch eine ganze Menge Zucker aus dem Speiseplan entfernt.
  • Ich hungere nicht. Wer hungert, läuft Gefahr, Blödsinn zu essen. Das heißt: genug zu den Mahlzeiten essen, aber die Mahlzeiten schlau zusammenstellen. Niemals niemals niemals sollte man beim gesunden Abnehmen weniger als den täglichen Mindestbedarf essen. Crashdiäten mit 500kcal/Tag sind Schrott. Es geht beim Abnehmen nicht um so schnell so viel wie möglich, sondern darum, seinen Lebenswandel umzustellen und Gewohnheiten aufzubrechen, zu erneuern und zu festigen.

So habe ich in 5 Monaten 12kg abgenommen und habe nichts weiter gemacht, als gesund zu essen. Okay, die Umstellung am Anfang war etwas hart, aber nach zwei Wochen hat man sich daran gewöhnt. Gut ist es, wenn man immer ein fertiges vorgekochtes Essen zuhause hat, dann kommt man nicht in Versuchung, doch wieder Schrott zu essen.

Brot war für mich eine große Umstellung, denn als Deutsche bin ich nun mal gewohnt, Brot zum Frühstück und auch zum Abendessen zu essen. So habe ich aufgehört, Brot zu kaufen und esse stattdessen Porridge zum Frühstück (Haferflocken und Milch in eine Schüssel, 1 Minute in die Mikrowelle, Früchte rein, fertig) und Eier mit Gemüse zum Abendbrot. Brot ist etwas ganz fieses, wenn man es nicht selber backt. Denn es ist IMMER Zucker drin und gerade dann, wenn man denkt, man kauft sich ein „gesundes“ Dunkles, schlägt einem die Zutatenliste mit voller Wucht in die Kauleiste. Nicht geil. Mittlerweile habe ich zugegeben wieder Brot im Haus, esse aber weniger und noch nicht einmal täglich welches und kaufe vor allem Eiweißbrot ohne Zucker. Hart zu finden, lohnt sich aber und schmeckt mir besser als die Pampe, die so im Regal NICHT  vor sich hingammelt, weil sie tütenweise Chemie dagegen intus hat…

Übrigens, ich war nicht ganz ohne Bewegung, denn ein Spaziergang mit Püppi von mindestens einer Stunde täglich ist hier Gesetz. 😉

Noch ein Wort zu den Kohlehydraten. Durch Blogs, Diätgurus und dergleichen bin ich auf Low Carb aufmerksam geworden. Ich habe gründlich darüber nachgedacht und recherchiert, es aber für mich abgelehnt, weil ich denke, dass es auf Dauer eine ungesunde, unausgeglichene Ernährungsweise mit möglichen Langzeitfolgen ist, die ich nicht riskieren möchte. Ich wollte zudem keine temporäre Änderung, sondern eine permanente – Low Carb hätte ich nicht lange beibehalten wollen.

Viel wichtiger als Lebensmittel nach gut und ganz ganz böse einzuteilen finde ich ein Mittelmaß zu finden, ein Gefühl dafür, wie viel man von etwas haben kann, das nicht gesund ist, aber in Maßen auch nicht schädlich.

Außerdem will ich nicht auf Obst verzichten. So ein Ernährungsmythos. Obst hat Zucker und gilt daher als ganz böse, jedoch kommen damit auch Ballaststoffe, Vitamine und dergleichen. Es sättigt. Es ist kein Teufelszeug, das manch einer verbannt, weil er dies oder jenes Konzept gelesen und mitunter falsch verstanden hat.

Mittlerweile gehe ich wie in früheren Posts erwähnt ins Fitti oder versuche es zumindest (bin aber SCHON WIEDER zu krank dafür), wo ich viel Krafttraining mache. Mehr Muskeln, mehr Verbrauch, mehr Abnahme.

Übrigens: Gesunde Abnahme sagt man findet durchschnittlich zwischen 400 und 800 Gramm pro Woche statt.

Schmeißt also die Diätratgeber und Crashdiätanleitungen weg und geht kleine Schritte.

 

UPDATE: Update: Diät. Wie ich vom Plateau herunter kam

30 Tage Pilates Challenge

Ich hoffe, ihr seid alle gut ins neue Jahr gerutscht?

Wie versprochen gibt es pünktlich zum Jahresanfang die 30 Tage Pilates Challenge. Wer schon heute anfängt, bekommt einen Extrapunkt. 😉

Ich habe mich übrigens bewusst für den Channel von HappyFitPilates entschieden, weil ich die meisten Übungen, die ich von dort verlinkt habe, selbst gemacht habe und sie wirklich gut fand.

Kurz zum Procedere:

  • Die Workouts sind unterteilt in Anfänger und Fortgeschrittene. Wer noch nie Pilates gemacht hat, findet unter dem ersten Link eine Erklärung.
  • An einem Tag pro Woche gibt es eine Pause.
  • Die Workouts dauern zwischen 10 und 30 Minuten. Wann am Tag ihr diese Zeit einplant, könnt ihr selbst bestimmen.
  • Wenn ihr einen Extratag aussetzt, ist das vollkommen okay. Im Vordergrund soll der Spaß an der Bewegung stehen. Das ist zwar eine Challenge, aber schlussendlich macht ihr das für euch selbst.
  • Jeden Tag wird eine andere Muskelgruppe trainiert.
  • Wer sich unter- oder überfordert fühlt, kann es einmal mit den Übungen der jeweils anderen Gruppe versuchen. Versuch macht kluch.

Und jetzt viel Spaß!

Anfänger

Woche 1

Woche 2

Woche 3

Woche 4

Woche 5

Tag 1

Basics Verspannungen Verspannungen Verspannungen Flexibility

Tag 2

Ober-körper Ober-körper Ober-körper Ober-körper Ober-körper

Tag 3

Beine + Po Beine + Po Beine + Po Beine + Po Beine + Po

Tag 4

Ganz-körper Ganz-körper Ganz-körper Ganz-körper Ganz-körper

Tag 5

Rücken Rücken Rücken Rücken Rücken

Tag 6

Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po

Fortgeschr.

Woche 1

Woche 2

Woche 3

Woche 4

Woche 5

Tag 1

Verspannungen Verspannungen Flexibility Verspannungen Verspannungen

Tag 2

Ober-körper Ober-körper Ober-körper Ober-körper Ober-körper

Tag 3

Beine + Po Beine + Po Beine + Po Beine + Po Beine + Po

Tag 4

Ganz-körper Ganz-körper Ganz-körper Ganz-körper Ganz-körper

Tag 5

Rücken Rücken Rücken Rücken Rücken

Tag 6

Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po Bauch, Beine, Po

Eigentlich

Eigentlich wäre meine Wohnung gut aufgeräumt. Ich mag Unordnung nämlich nicht. Nur hat sich leider so viel Gedöns angesammelt, während Verstaumöglichkeiten in ihrer Anzahl gleich blieben, sodass ich nie weiß: Wohin mit dem ganzen Mist?

Eigentlich würde ich auch sehr viel Sachliteratur lesen, denn es macht mir Spaß, mich wissenschaftlich mit Alltäglichem zu beschäftigen. Norbert Elias etwa hat das ziemlich umfassend getan, indem er beispielsweise über das Taschentuch eine Abhandlung schrieb, das Schnäuzen unter sozio-kulturellem Aspekt betrachtete und aus all den vielen Alltäglichkeiten, die er sonst beschrieb, formte er eine Kulturtheorie. Faszinierend!

Eigentlich wäre ich sportlich statt übergewichtig, denn Bewegung macht Spaß und sorgt ja auch für allgemeines Wohlsein, hilft dabei bei der Konzentration und ist somit auch für den Unialltag hervorragend. Nur alleine? Voll blöd! Da muss man sich ja selbst motivieren. Bisher habe ich niemanden gefunden, der in etwa meinem Unfitnesslevel entspricht, sodass ich mich nicht völlig unwohl fühlte dabei. Gruppen? Ach geh mir weg…

Eigentlich wäre ich ziemlich selbstbewusst, stünde über meinen Problemen und hätte meine Dämonen schon längst ordentlich verkloppt. Wie das geht, weiß ich ganz gut; das nötige Werkzeug habe ich. Auch Selbstreflexion und Selbstbeobachtung liegen mir.
Meine Therapeutin sagte mir, dass sie ganz oft hört, dass die Leute sich mit ihren Problemen ja auseinandersetzen wollen, aber dafür braucht man ja Zeit und Kraft und gerade geht schlecht, weil da ja ein Projekt ansteht, das man dringend…
Ich bin eine von diesen Leuten.

Uneigentlich lasse ich mich relativ einfach ablenken, habe zu allem (gute) Gegengründe und bin in vielerlei Hinsicht faul. Beziehungsweise nur selektiv fleißig. Bis ich keine Lust mehr habe.

Ach scheiß drauf, im nächsten Leben werde ich perfekt. Aber sowas von! Wartet es nur ab! Die Welt wird staunen, da bin ich mir sicher.

Eintopf

Die Posts der vergangenen Wochen waren -zugegeben- alle nicht sehr gehaltvoll. Das liegt daran, dass ich aktuell irgendwie keine richtige Lust zu bloggen habe. Wenn ich mich umsehe, scheint es aber einigen so zu gehen. Vielleicht liegt es ja am Wetter?

Dabei fiele mir ja doch einiges ein, über das ich schreiben könnte. Daher hier ein kleiner Eintopf aus allem möglichen.

Die Pille danach rezeptfrei in deutschen Apotheken.
Ein schwieriges Thema. Und kontrovers. Aber wenn wir ehrlich sind doch ein alter Hut. Die Diskussionen laufen schon seit Jahren und immer waren genug Leute dagegen, als dass man die Rezeptpflicht abgeschafft hätte. Ging ja jetzt doch. Und irgendwie plötzlich. Und überhaupt muss das jeder selber wissen. Warum also noch diskutieren?

Monat der Frauengeschichte
Ein ganzer Monat von 12 für die Frau, woohoo! *räusper*
Ich mache es einfach, kurz und schmerzlos: Menschen haben manchmal revolutionäre Ideen und dabei ist es bums, ob sie XX oder XY in ihrer Genetik herumspazieren.

Feminismus
Es scheint gerade wieder en vogue über Feminismus zu schreiben und zu reden. Dabei finde ich persönlich einiges davon Unfug, anderes wieder ganz in Ordnung. Wie das halt so ist. Eigentlich kann ich mich mit dem Begriff „Feminismus” an sich nicht ganz anfreunden, aber hey, das ist Ringelpietz mit Anfassen und hilft niemandem weiter, nicht wahr? Zähes Thema, keine Motivation. Sorry.

Minecraftverbot in der Türkei
Yoah, nech. Minecraft ist schon unfassbar brutal und blutrünstig. Da kann man Bäume mit dem Holz aus anderen toten Bäumen auf brutalste Weise fällen, Schafe für Nahrung und Wolle erlegen (was ja mal ultra unnatürlich ist!) und in hochauflösender Grafik (!) gegen Zombies und Creeper kämpfen, die sich dann einfach in Luft auflösen! Außerdem kann man Häuser, Paläste, Städte bauen, Minen schürfen und Blümchen pflanzen. Die Leute sollen doch nicht auf schlechte Gedanken kommen, wenn sie Minecraft spielen!
Wenn wir schon dabei sind: Vor Jahren haben mal ein paar Kids Steine von der Autobahnbrücke geworfen. Verbieten wir Tetris gleich mit!
Keine halben Sachen!

Freeletics
Durch meinen persönlichen Coach und Master („Wenn du einfach immer das tust, was ich dir sage, wird immer alles gut sein.”) bin ich auf Freeletics aufmerksam geworden. Ich habe jetzt meine erste Woche tapfer durchgehalten und nur an einem Tag mal gar nix gemacht. Echt hart, so als unsportlicher, fauler Mensch, aber man fühlt sich doch irgendwie besser. Und das, obwohl einem verdammt nochmal alles weh tut. („Schmerz ist Schwäche, die den Körper verlässt.”) Probiert es ruhig auch mal aus und sagt mir, was ihr davon haltet.

Trollololol
Meinen Troll habt ihr sicher schon mitbekommen? Finde es ja immer wieder erstaunlich, wie sich manche Leute völlig daneben benehmen (nicht nur hier, sondern auch auf anderen Blogs und das schon seit geraumer Zeit), einen Niveautiefpunkt nach dem anderen erreichen und dann gar nicht verstehen, warum man ihnen kein Gehör und keine Bühne verschafft. Ich böse, garstige Frau aber auch!

Serien
Leftovers: Weltweit verschwinden Menschen einfach so, niemand weiß wohin. Die Angehörigen müssen damit jetzt irgendwie klarkommen. Teilweise ein bisschen zäh, aber wenn man auf psychologische Phänomene und Verarbeitungsmuster steht, bleibt es dennoch spannend.
The 100: 97 Jahre, nachdem die Menschen ins All flohen, da eine Atombombe die Erde verseuchte, werden 100 Teenager in einer Kapsel zur Erde zurück geschickt, um mal zu sehen, ob man denn dort wieder überleben könnte. Ein bisschen wie Mad Max vs. Lost vs. Hunger Games vs. Herr der Fliegen. Bisher nur auf Englisch, aber ich habe die beiden bisher erschienenen Staffeln in kürzester Zeit durch gesuchtet.

Und sonst so?
Beruflich ist Ebbe. Als Nichtstudent ist es gar nicht so einfach, selbst an einen Halbtagsjob zu kommen. Für Aushilfen werden lieber Studenten genommen, weil man sich dann Steuer und Versicherung sparen kann. Andere haben selbst für Pipijobs überhöhte Anforderungen und unterirdische Bezahlungen. Oder sind ohne Auto nicht erreichbar. Es kommt zwar hier und da immermal ein wenig Geld rein, aber es nervt.

Privat habe ich einiges, auf das ich mich freuen kann. Eine Freundin, die in den nächsten Tagen Mama wird. Eine andere Freundin, die ich nach langer Zeit mal wieder sehe. Der 50. Geburtstag meines Onkels und die damit verbundene Familienfeier. Schön, wenn wir mal wieder zusammenkommen und ausgelassen feiern.

Und dann natürlich noch Hamburg, auf das ich mich freue wie ein Schnitzel. Wenn ich schlechte Laune habe, denke ich an das Treffen mit lauter spannenden Menschen und alles ist wieder gut. Ach ich bin ja so aufgeregt!

Ihr seht, theoretisch hätte ich ja schon Themen. Dennoch fehlt mir der Antrieb. Und statt weiter sinnfrei Youtubevideos zu posten, bleibt es demnächst einfach mal etwas ruhiger hier. Nehmt es nicht zu schwer. Der nächste Beitrag kommt bestimmt! 😉