Status Quo

Seit gestern sind die Meerschweinchen wieder da, die für 6 Wochen bei meiner Mutter zum Urlaub waren. 😀 Geplant waren 3, aber ihr wisst ja wie das ist mit Plänen und dem Leben.

Über unsere Eingewöhnung hatte ich neulich berichtet. Die dritte Woche war etwas schwieriger, hatte ich zumindest den Eindruck. Püppi wollte partout nicht mitessen, obwohl sie sonst ein ausgezeichneter Esser ist. Die anderen Kinder sind ihr aber einfach zu viel. Wir Eltern fühlen uns gerade ein bisschen ratlos, wie wir sie dabei unterstützen können, sich besser an den Kindergarten, vor allem aber an die Kinder zu gewöhnen und ihre Scheu zu verlieren.

Freitag hatte ich diesbezüglich einen sehr schlechten Tag. Am Morgen habe ich mich ernsthaft gefragt, ob es einfach zu früh ist. Ob wir es später noch einmal versuchen sollen. Ich brachte sie dann zum Kindergarten, wo sie laut weinend und schreiend wieder von den Armen der Erzieherin in meine Arme wollte. Das hat mir so sehr weh getan, dass ich einfach weinen musste. Natürlich nicht vor Püppi, aber dann draußen im Vorraum.

Dort wartete gerade eine andere Mutti auf ihr Kind und sah mich. Sie sprach mich an und tröstete mich und erzählte mir, dass sie Erzieherinnen wirklich sehr liebevoll mit ihr umgehen und sie die ganze Zeit über immer bei ihnen auf dem Arm oder auf dem Schoß ist. Sie geben ihr viel Zeit und haben viel Geduld. Zwar hatte ich das im Gefühl und habe das auch gesehen, aber es war schön, es noch einmal von jemand anderem bestätigt zu bekommen. Meine Zweifel waren dann auch weg, als sie mir sagte, dass es ganz vielen Kindern so geht und gerade die dritte Woche wohl eine schlechte Woche ist.

Ich hoffe sehr, dass es langsam besser wird, denn das zerreißt mir das Herz, sie so zu sehen. Mr. English hat mir angeboten, sie zu bringen und ich hole sie ab, was ich dankbar angenommen habe. Wie gesagt, ich bin einfach sehr emotional und leide sehr mit, was es ihr vermutlich auch nicht leichter macht. Kinder fühlen sowas, selbst wenn man versucht zu lächeln.

Im Fitnessstudio lief es dafür ausgezeichnet. Mein Plan ist jetzt, 3x pro Woche hin zu gehen und mein Programm für ca. 3 Wochen zu machen und mir dann ein anderes erstellen zu lassen. An einigen Geräten konnte ich schon jetzt, nach nur einer Woche, jeweils 5kg auflegen. Unfassbar, wie schnell das geht. Ausdauertechnisch hatte ich Samstag einen schlechten Lauf, mein Asthma hat einfach gestreikt und der Muskelkater in den Beinen half auch nicht. Die Bizepsmaschine macht mich genauso fertig, weil mein Bizeps so schwach ist, dass ich selbst die lächerlichen 2,5kg nicht schaffe, 15 mal zu heben. Der Trizeps war dafür stärker als noch am Mittwoch. Wie gesagt, unfassbar wie schnell das geht.

Was ich aber sagen kann, ich habe zwar an Trainingstagen unfassbaren Hunger, habe aber schon ein halbes Kilo verloren und fühle mich bereits grundsätzlich besser. Meine Rückenschmerzen sind kaum noch vorhanden, ich bin ausgeglichener und positiver und nach dem Training gar euphorisch. Außerdem schaffe ich danach mehr Haushaltsaufgaben als die gesamte Woche über. Hat ja auch etwas gutes. 😀

Leider werde ich auch sehr müde an diesen Tagen, sodass ich kaum in der Lage war, letzte Woche an der Hausarbeit zu schreiben, die ich eigentlich gestern beenden wollte. Meh. Ich habe mir aber fest vorgenommen, an den Tagen ohne Training konsequent in die Bibliothek zu gehen und daran zu arbeiten. Tschaka! Ich will ja auch mal so richtig frei haben, gell.

Habt eine wundervolle Woche!

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Zwischenmeldung

Hallo meine Lieben,

-ja die Brüllmaus lebt noch! In wenigen Stunden schreibe ich meine vierte und somit letzte Klausur für dieses Semester. Ich kann euch sagen, dass ich mehr auch gar nicht schaffen würde. Meine Kapazitäten, mir komplexe Zusammenhänge zu merken, sind ausgeschöpft und mit ihnen auch meine Energie und Leistungsfähigkeit. Dennoch muss ich mich weiterhin zusammenreißen, da ich ja auch noch Hausarbeiten zu schreiben habe. Vielleicht berichte ich ja wieder von ihnen, so wie ich das schon beim Zufall und meiner Lehrforschung getan habe.

Aber der Rest der Woche dient erst einmal der Erholung und dem Spaß: Donnerstag (also morgen, uahh!) ist die Terrorgruppe in der Stadt und für Freitag und Samstag sind wohl auch Parties geplant. Nächste Woche dann hat der Brüllmann Geburtstag und das will natürlich gefeiert werden, inklusive Ausflug.

Am vorgestrigen Montag war ich mit Mitstudierenden nach der Klausur unterwegs. Wir haben uns gut unterhalten, waren wandern und hatten Spaß. Auch wenn es mir beim Bergaufstieg fast meine asthmatische Lunge gesprengt hätte, war der Tag einfach klasse; tatsächlich hat es mich an die Schulzeit vor meinem Schulwechsel und damit an schöne Momente erinnert. Ich bin sehr dankbar dafür, dass ich eine Gruppe Menschen gefunden habe, die ich mag und mit denen ich einfach angenehme Momente teilen kann. Das hatte ich in den Jahren des Soziologiestudiums nie.

So, genug zwischengemeldet, zurück an die Denkarbeit!

Was hält das Wochenende für euch bereit? Und weil ich das zu selten frage: Wie geht es euch?

Diese olle Misttöle immer!

Ich bin im Krieg. Mein Gegner ist dieser fette, faule, tonnenschwere Sauhund, der mich daran hindert, meine Hausarbeiten zu schreiben.

Ganze 3 Stück sind es diesmal und die Zeit ist relativ knapp. Außerdem könnten die Themen gar nicht unterschiedlicher sein. Zumal ich mir auch noch gar nicht 100%ig über die jeweiligen Themen sicher bin. Und überhaupt habe ich dann ja auch noch eine mündliche Prüfung.

Diese Zeit des Semesters, zwischen Vorlesungen und Abgabetermin, ist immer die nervenzehrendste. Nicht, weil man so einen straffen Tagesplan hätte, nein. Die Zeit kann man sich ja selber einteilen. Aber eben wegen dieser zeitlichen Freiheit ist es so eledig schwer, mal anzufangen.

Jaja, das anfangen. Wohl überhaupt das Schlimmste an dem ganzen Käse. Wenn das nicht so ekelhaft zähflüssig wäre, würde so eine Hausarbeit locker fluffig von der Hand gehen.

Und während alle in der Sonne sitzen, Ferien haben oder im Urlaub sind (und wunderschöne Photos im Blog oder auf Facebook posten), sitze ich hier in meinem warmen Arbeitszimmer und starre auf den Bildschirm, immer in der Hoffnung, dass die Eingebung, die den Knoten zum Platzen bringt, doch noch kommt. Jetzt gleich. Sofort. Bestimmt bald. Irgendwann. Demnächst.

Aber Tante Björk, die hilft mir immer ein bisschen, die Zähne zusammenzubeißen:

Ich bin dann mal…