Weleda Produkttest

Das Runzelfüßchen hat ein Gewinnspiel ausgerufen und ich habe gewonnen! Vielen lieben Dank noch einmal!

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Das Weleda Kids Set kam heute an und besseres Timing wäre wohl kaum möglich gewesen – denn heute ist Badetag!

Also gleich ausprobiert; hier ein kurzer Bericht mit Bewertung der Inhaltsstoffe:

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Test: Lillydoo Windelabo

Mit Lillydoo haben wir eine Windel gefunden, die auch die hohen Anforderungen empfindlichster Haut erfüllt. Hier finden Sie Informationen zu Windel und Windelabo.

Ich habe die Marke bereits im Windeltest erwähnt, möchte in diesem Artikel jedoch noch einmal näher auf Lillydoo eingehen.

Auf Lillydoo bin ich durch Facebookwerbung aufmerksam geworden, noch bevor das Mäuschen geboren war. Die vielen positiven Stimmen gepaart mit dem Versprechen, hautschonend zu sein, ließen mich das Testpaket bestellen.

Die Philosophie von Lillydoo ist vielversprechend: Hautfreundlich, stilvoll, super bequem. Wir können sagen, dass alle drei Punkte sehr gut umgesetzt sind.

Hautfreundlich: Lillydoo verzichtet auf Parfüme, Lotionen, Parabene, Chlor, Phthalate und PEG-Emulgatoren. Diese Inhaltsstoffe sind für die empfindliche Babyhaut oft noch zu viel. Unsere Tochter bekam von den meisten Windeln Rötungen oder sogar Ausschlag, was dann unter gewissen Umständen, etwa Hitze im Sommer, zu weiteren Problemen wie Infektionen und Hautpilzen führen kann. Dieses Problem hatten wir bei Lillydoo nicht mehr. Selbst ohne zusätzliche Wundschutzcreme und Puder sind keine Hautirritationen mehr aufgetreten.

 

Stilvoll: Lillydoo Windeln gibt es in 3 unterschiedlichen Designs – und weitere werden im November noch eingeführt. Das Auge wickelt schließlich mit und mit den schönen Designs ist es doch gleich viel angenehmer. Zudem kommen die Windelpakete in sehr schicken Kartons, die man wunderbar für zu klein gewordene Kinderkleidung, als Spielzeugbox oder später zum Spielen verwenden kann. Viele interessante Bastelanleitungen gibt es im Lillydoo Magazin.

Super bequem: Die Windeln sind sehr weich – innen wie außen. Natürlich ist es innen am wichtigsten, denn dort hat die Windel den intensivsten Hautkontakt. Doch auch außen sollte man auf Weichheit achten, da die Oberschenkel hier in Berührung mit der Windelaußenseite kommen. Die Passform sorgt ebenso für einen guten und angenehmen Sitz. Das ist für die Bewegungsfreiheit wichtig, aber auch um ein Auslaufen zu verhindern.

Super bequem ist aber auch das Lillydoo Windelabo. In einem individuell festgelegten Intervall werden die Lillydoo Windeln ganz einfach portofrei nach Hause geliefert, sodass Windelschleppen entfällt. Außerdem ist das Abo flexibel zu gestalten: sowohl das gewünschte Design lässt sich bestimmen, als auch Pausen oder die Lieferzeitpunkte. Hautfreundliche Feuchttücher und weiche Wickelunterlagen können mitbestellt werden, somit muss man auch dafür nicht mehr in den Laden gehen. Und Kündigen geht ebenso bequem mit einem einfachen Mausklick, ohne Kündigungsschreiben und Begründungen. Das beste am Abo: sind die Windeln zu klein geworden oder hat man sich in der Größe verschätzt, kann man die ungeöffneten Packungen kostenfrei zurück schicken und gegen eine andere Größe eintauschen.

 

Sehr toll finde ich auch die Extras, die es nach einer gewissen Anzahl von Boxen gibt, etwa einen Monatsvorrat zum halben Preis, kostenlose Feuchttücher und Wickelunterlagen oder gratis Windeltestpakete.


Das Titelbild wurde mir freundlicherweise von Lillydoo zur Verfügung gestellt.

©Lillydoo GmbH

Unsere Windeltests

Die Windel ist das Kleidungsstück, mit der ein Baby am meisten Kontakt hat. Daher gilt es, eine gute Auswahl zu treffen, um die empfindliche Haut zu schonen.

Vorweg: Jedes Baby ist anders und so auch seine Bedürfnisse. Was bei dem einen Kind gilt, muss nicht zwangsweise beim anderen zutreffen. Unsere Tochter hat sehr empfindliche Haut und reagiert schnell mit Ausschlägen, wenn eine Windel nicht zuverlässig trocken hält.

Im Folgenden möchte ich Ihnen eine kleine Übersicht über die Windeln geben, die wir getestet haben. Alle Stückpreise beziehen sich auf Windelgröße 3.

Babydream von Rossmann

https://media.rossmann-cdn.de/product/430/561/550/4305615501192_E_1_4.jpgMit 10,9 Cent pro Windel im Jumbopack bzw. 11,8 Cent im normalen Pack ist dies eine der günstigsten Marken. Die Windel riecht nicht unangenehm und hat ein niedliches Design am Bündchen auf der Vorderseite. Leider ist diese Windel dennoch bei uns komplett durchgefallen. Von außen fühlte sie sich bereits nicht gut an, ich hatte das Gefühl, dass zu viel Plastik verarbeitet wurde, was weder für die Haut an den Beinen gut ist, die die Windel von außen berührt, noch ausreichend Hautatmung zulassen kann. Die Innenseite ist so rau, dass wir nach nur 2 Windeln abgebrochen haben, da unsere Tochter wund wurde. Zwar hat sie sehr empfindliche Haut, doch auch ein Test mit der Hand in einer frischen Windel machte deutlich, wie unangenehm das Material ist. Auch ist die Windel nicht saugfähig genug, unsere Tochter war deutlich sichtbar nass. Sie hat sich sofort beschwert, nachdem sie Harn abgelassen hat, was für mich bedeutet, dass die Windel den Urin nicht vollständig aufsaugen konnte. Muss man öfter wechseln, relativiert sich der günstige Preis also sehr schnell. 1/5 Punkten

Elkos von Edeka

Mit 12,7 Cent je Windel ist auch dies eine günstige Marke. Auch hier konnte ich keinen unangenehmen Geruch feststellen. Die Windeln sind innen schön weich, das ist uns nach dem unschönen Erlebnis mit den rauen Rossmann-Windeln sehr wichtig. Sie saugen Urin gut auf und halten auch bei größeren Geschäften dicht. Unsere Tochter schien sich darin wohlzufühlen und war längere Zeit nach dem Urinieren noch trocken. Besonders positiv ist aufgefallen, dass diese Windeln leicht anzubringen sind, die Passform also ideal ist. Leider müssen wir dennoch einen Punkt abziehen, obwohl die Windel sich sonst super geschlagen hat. Elkos Windeln sind sehr dick, was gerade in der Nacht zwar für lange Trockenheit sorgt, am Tage jedoch die Bewegungen des Kindes einschränkt. Daher 4/5 Punkten

Babylove von DM

Windeln Premium aktiv plus Größe 3, midi 4-9kg11,3 Cent im Normalpack oder 10,5 Cent im Jumbopack zeigen auch hier: es handelt sich um eine sehr preisgünstige Windel. Unsere Tochter war in dieser Windel schön lange trocken, der Saugkern saugt Flüssigkeit schnell ein und hält sie sehr gut. Das Windelinnere ist angenehm weich und auch außen fühlt sie sich angenehm an. Die Passform ist gut, allerdings mussten wir feststellen, dass wir uns auf die Kilogramm-Angaben nicht verlassen können. Obwohl unsere Tochter von zarter Statur ist, mussten wir recht früh auf die nächste Größe wechseln, da die Windeln sonst „zu kurz“ wurden und somit oben überliefen. Nachdem wir das herausfanden, klappte es jedoch wieder sehr gut. Dennoch hat uns das etwas enttäuscht und auch Mühe gekostet, daher ein Punkt Abzug. Fazit: 4/5 Punkten

Pampers Premium Protection

Mit etwa 23 Cent pro Windel gehört Pampers zu den oberen Preisklassen. Wir lernten sie bereits im Krankenhaus kennen und waren zufrieden, allerdings kann man das schlecht werten, da man einerseits ja noch gänzlich unerfahren ist und die Windeln andererseits in der ersten Lebenswoche noch nicht viel können müssen. So testeten wir die Pampers Premium Protection später noch einmal und das Ergebnis fiel ganz anders aus. Die Windeln sind schön weich und in unzähligen Rabattaktionen kann man recht viel Geld sparen – in der Tat ist Pampers wohl die Windelmarke mit den meisten Rabatten und Gutscheinen. In allen anderen Punkten versagte die Windel bei uns jedoch. Als ich die Packung öffnete, strömte mir ein sehr unangenehmer Geruch nach Chemie und Plastik entgegen, sodass ich zunächst einmal andere Windeln benutzte, damit sich dieser Geruch verflüchtigen konnte – ganz ging er aber nie weg. Pampers sind zwar saugfähig, dennoch scheinen sie die Flüssigkeit nicht zu halten – das Kind war bei jedem Windelwechsel sichtbar nass, zudem mussten wir hier, ähnlich wie bei den Windeln von Babydream, öfter wechseln, das sich unsere Tochter häufiger beschwerte. Das Feuchtsein führte letztendlich zu Wundsein und durch den warmen Sommer zu einer Infektion. Es ist möglich, dass die in der Windel verwendete Lotion zusätzlich die Haut belastet hat. Obendrein lief die Windel auch noch aus. Somit werden wir diese Windeln nicht erneut kaufen. Bei einem solche Preis erwarten wir einfach bessere Qualität. 1/5 Punkten

Lillydoo – unser erster Testsieger

Das beste kommt zum Schluss. Zwar ist Lillydoo mit 25 Cent je Windel im Abo die teuerste in diesem Test. Allerdings ist sie uns das nach all den Pannen und Problemen mit anderen Windeln wert. Wir sind einfach von der Qualität überzeugt. Die Windeln sind innen wie außen angenehm weich auf der Haut. Wie schon erwähnt ist unsere Tochter sehr empfindlich; Lillydoo ist die einzige Windel, in der sie nicht wund wird – sogar ohne Cremes und Puder. Die Windel hält sehr lange trocken, es muss also weniger gewechselt werden als in anderen Windeln, womit sich der Preis relativiert. Zudem werden hochwertige Materialien verwendet und dafür weggelassen, was nicht hinein gehört, unter anderem sind das Parfüme und Lotionen, die eben auch auf zarter, empfindlicher Babyhaut zu Irritationen führen können. Wenn Sie Lillydoo gerne einmal testen möchten, können Sie hier ein Testpaket anfordern
Fazit: Lillydoo hat uns zu 100% überzeugt, daher geben wir eine absolute Empfehlung und dazu 5/5 Punkten.
Edit vom 15.11.18:
Mittlerweile sind wir leider nicht mehr vollkommen zufrieden, da die Windeln nicht mehr vollständig trocken halten. Auch bei frühzeitigem Windelwechseln ist das Kind nass. Ob etwas an den Windeln verändert wurde oder die Passform der Größe 5 einfach nicht mehr perfekt ist, können wir leider nicht sagen.

Nachtrag:
Babylove Öko-Windeln Nature

Durch einen Geschenkcode bekamen wir die Möglichkeit, die  Öko-Windeln der dm Hausmarke babylove zu testen. Mit 15,69 Cent pro Windel in Größe 3 sind sie deutlich teurer als die herkömmliche dm Windeln, doch günstiger als Pampers und Lillydoo. Als ich die ersten Windeln aus der Verpackung herausnahm, war ich etwas erstaunt, da sie sich hart und steif anfühlten. Dieser Eindruck verflog aber schnell, als ich die Windeln öffnete. Sie sind zwar nicht so weich wie Lillydoo, doch auch nicht rauh oder steif, sondern fühlten sich recht angenehm in der Hand an. Besonders gefallen hat uns, dass sie länger sind als die meisten Windeln, sodass ein Auslaufen nach oben hin nicht so einfach stattfinden kann. Zudem sind sie einen Hauch schmaler, was unserer Tochter etwas mehr Spiel mit den Beinen gab. Wir haben die babylove Öko-Windeln 3 Tage lang gerne benutzt. Am dritten Tag jedoch entwickelte sich ein Windelausschlag und Hautrötungen. Am vierten Tag verschlimmerten sich die Rötungen, sodass wir wieder zurückgewechselt haben zu Lillydoo Windeln, woraufhin der Hautausschlag sich sehr schnell besserte. Seitdem sind 2 Wochen vergangen, in denen es keinen weiteren Vorfall dieser Art gab, sodass wir davon ausgehen, dass die Hautirritationen durch die Windeln ausgelöst wurden. Daher 3/5 Punkten

Nachtrag 2 vom 15.11.2018:

Bella Baby Happy – Die neue Nummer 1

Auch durch einen Geschenkcode wurde ich auf die Windeln von Bella Baby aufmerksam. Videos auf Youtube zeigen zufriedene Eltern, die vor allem von dem Grüntee-Kern begeistert sind, da dieser nach Aussage der Eltern und der Hersteller Geruch verhindert und Hautirritationen vorbeugt. Zwar können wir uns bei den Lillydoo-Windeln nicht über Geruch beklagen, aber Hautirritationen kommen auch bei den besten Windeln hin und wieder vor.
Das Gute bei Bella Baby Happy ist: man kann sich dort ein Testpaket bestellen, in dem 5 Windeln, 2 Wickelunterlagen und eine kleine Packung Feuchttücher enthalten sind. Das Paket kostet aktuell 3€ und ist versandkostenfrei.
Die Windeln in Größe 3 kosten im aktuellen Aktionsangebot  17,4 Cent pro Stück (und man bekommt 6 Packungen Feuchttücher dazu) bei versandkostenfreier Lieferung.

Wir haben bisher nur die 5 Windeln des Testpaketes verwendet, sind aber sehr begeistert. Sie halten trocken, sind sehr weich, es gab keine Hautreaktion und man riecht wirklich nichts. Außerdem haben sie eine hohe Saugleistung, sodass auch ohne Wickeln eine Nacht trocken überstanden werden kann. Daher volle Punktzahl 5/5

Nachtrag 21.05.2019: Wir sind nach wie vor sehr zufrieden mit den Windeln von Bella. Zwar gibt es auch hin und wieder mal eine ausgelaufene Windel nach einer längeren Nacht mit viel Milch. Doch das ist im Rahmen. Den Härtetest eines Magen-Darm-Virus haben die Windeln definitiv gemeistert. Kein Auslaufen, kein wunder Po (was gerade bei Durchfall kritisch ist und schnell vorkommt) und der Preis ist für uns eher realisierbar. Dadurch sind die Windeln auf Platz 1 gerutscht und bekommen weiterhin volle Punktzahl.

Der Zytomegalievirustest

Zytomegalie ist eine Erkrankung, die durch einen Herpesvirus, den Zytomegalievirus (kurz CMV, vom lateinischen cyto~), ausgelöst wird. Für immunschwache Menschen kann diese Krankheit schwer verlaufen. Bei Gesunden jedoch verläuft sie oft symptomlos oder erkältungsähnlich. So bemerken viele eine Ansteckung mit CMV gar nicht.

Die Ansteckung erfolgt durch Speichel, Schweiß, Blut, Urin, Tränen, Samen- und Vaginalflüssigkeit sowie Muttermilch. Die Inkubationszeit beträgt zwischen zwei und sechs Wochen, der Virus ist auch Wochen nach Ende der Erkrankung übertragbar.

Wer diese Krankheit einmal durchgemacht hat, behält Reste des Virus lebenslang im Gewebe. Diese sind als Antikörper mithilfe eines einfachen Tests nachweisbar. Es ist möglich, dass das Virus später wieder aktiv wird, ist dann aber deutlich schwächer.

Eine Erstansteckung  ist während der Schwangerschaft gefährlicher. Der Virus überträgt sich auf das Kind und kann vor allem im ersten Schwangerschaftsdrittel Organfehlbildungen oder Fehlgeburten auslösen. Auch später kann es noch zu Hörschädigungen, stark verminderter Intelligenz und anderen Symptomen kommen.

Ein Test ist daher anzuraten. Er wird von den meisten Krankenkassen bezuschusst oder komplett übernommen. Sonst kostet er etwa 20€.

Negativ getestete Schwangere sollten Hygieneschutzmaßnahmen ergreifen. So gehört gründliches Händewaschen mit Seife dazu, besonders wenn Sie Kontakt mit Urin, Speichel oder anderen Körperflüssigkeiten hatten. Haben Sie bereits ein Kind, sollten Sie mit diesem keine Gegenstände wie Geschirr oder Handtücher teilen; Schnullerablecken ist grundsätzlich tabu. Falls möglich sollten Sie das Wickeln einer anderen Person überlassen oder sich danach gründlich die Hände waschen. Benutzte Gegenstände müssen gründlich gereinigt werden.

Schwangere in Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen nur Kinder über 3 Jahren betreuen und sind vom Wickeln freizustellen; bei Kleinkindern wird der Virus besonders stark ausgeschieden. Meistens bekommen sie jedoch schon vorher ein Berufsverbot.

Bei positiv getesteten Frauen wird oft vom Stillen abgeraten, vor allem bei Frühgeburten. Es gibt jedoch ein an der Uni Tübingen entwickeltes Verfahren, das den Virus deaktiviert, ohne die wichtigen Bestandteile der Muttermilch zu zerstören. Auch besteht die Möglichkeit, Frühgeborene mit Spendermilch zu ernähren.

Ist der Test sinnvoll?

Etwa 0,5 bis 1% aller Schwangeren steckt sich zum ersten mal mit dem CMV an. In etwa 40% dieser Fälle überträgt sich der Virus auf das Ungeborene. Von den infizierten Kindern erleiden etwa 10 bis 20% Schäden, wobei diese erst später auftreten können und dann eventuell nicht mehr mit einer CMV-Infektion während der Schwangerschaft in Verbindung gebracht werden. Die Wahrscheinlichkeit ist also gering.

Auf der anderen Seite jedoch sind die möglichen Folgen gravierend. Während der Schwangerschaft sterben etwa 12 bis 30% der infizierten Föten, Spätfolgen sind bei 9 von 10 überlebenden Kindern nachweisbar. Auch nach der Geburt kann der Säugling sich noch anstecken, etwa 3 von 10 Kindern überleben dies nicht.

Der Test zählt noch nicht zu den Schwangerschaftsvorsorgeuntersuchungen. Sie müssen selbst entscheiden, ob Sie ihn durchführen wollen.
Dieser Beitrag kann als Entscheidungshilfe dienen, ersetzt jedoch keinesfalls ein Aufklärungsgespräch mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin.

Der rote Umschlag

Als ich heute morgen in den Briefkasten schaute, fand ich diesen Umschlag:

[Edit: Das Bild wurde leider mal ausgemistet. Darauf war ein schimmernd roter Umschlag zu sehen, daher auch die Überschrift.]

„Was da wohl drin ist?“ dachte ich mir. Er sah auf jeden Fall toll aus, so rot und glänzend (ich stehe auf glänzende Sachen) und so mysteriös- den Absender „P&G Versandservice“ aus Mainz kannte ich nicht. Also öffnete ich ihn voller Neugier und TATATATAAAAAA, das war drin:

[Edit 2: Auch dieses Bild ist leider im Nirvana des Internets verschollen. Es zeigt eine Produktprobe für unten benannte Hautcreme.]

Mensch, das hatte ich ja ganz vergessen! Zu meinem neuesten Tick gehört es, mir Produktpröbchen zukommen zu lassen (und an Gewinnspielen teilzunehmen, aber das ist ne andere Story.) Diese Probe ist von Olaz und das Produkt nennt sich „3 Zone Treatment Cream.“

Sie soll feuchtigkeitsspendend und straffend sein und erste Anzeichen der Alterung bekämpfen. Außerdem ist sie parfumfrei.

Allerdings ist das wohl auch das Einzige, was nicht drin sein wird. Ich habe mir mal die Inhaltsstoffe angeschaut und bin fast aus den Latschen gekippt! Ganze 51 Stoffe sind dort aufgezählt und dabei gab es verdammt viele Treffer auf meiner persönlichen NOT!- Liste.

Carnosin etwa: es ist nicht ausreichend erforscht und ist eigentlich ein Nahrungsergänzungsmittel für Autisten. Dann zählte ich mindestens 6 Alkohole. Weiterhin sind einige Silikone drin, die sich wie ein Schmierfilm auf die Haut legen, wodurch sie zwar voller aussieht, aber nicht atmen kann und damit verstopft und Hautunreinheiten begünstigt und die Haut auf Dauer austrocknet, was quasi eine Abhängigkeit zur Creme herstellt. Pfui!

5 Parabene konnte ich zählen. Sie sind allergieauslösend vor allem bei empfindlicher und trockener Haut- weswegen es gerade in einer als „feuchtigkeitsspendend“ deklarierter Creme, die vorwiegend Menschen mit trockener Haut nutzen dürften, gar nichts zu suchen hat (in anderen Cremes aber bitte auch nicht…)

Weiterhin ist in dem Kleister Paraffin drin, also ein Erdöl, das zwar als ungefährlich gelten soll, mir aber trotzdem Unbehagen verschafft.

Aber der absolute K.O.Stoff, mein absolutes NoGo für Cremes war Disodium EDTA. Es schwächt Zellmembranen und ist umweltschädigend (sogar als umweltrelevant eingestuft). Das EDTA, also Ethylendiamintetraessigsäure, ist zudem toxisch und lässt Schadstoffe leichter in die Haut dringen, was das Zeug also doppelt schädlich macht. Es ist kosmetisch irrelevant und dient lediglich dazu, Verfärbungen oder das Absetzen von Stoffen am Boden zu verhindern. Bei wirklich guten Cremes ist sowas nicht nötig. Wenn man minderwertige Stoffe verwendet, dann schon. Übrigens ist es als Konservierungsstoff verboten. Man kann es aber unter anderen Vorwänden mit reinwerfen.

Nee danke, also diese Creme könnt ihr schön selber testen! Diese Pampe schmier ich mir ganz bestimmt nicht ins Gesicht! Da wären mir die zerriebenen Küttel meiner Meerschweine ja lieber!

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EDIT: Ich habe gerade gesehen, wie andere Testerinnen das Zeug bewertet haben: ganze 4,5 von 5 Sternen. Und die Meinungen klangen in etwa gleich, tolle Creme, super Pflege etc pp. Schlimm! Und traurig, wie wenig sich informiert wird über das, was man sich ins Gesicht schmiert. Meine Güte, ihr habt bloß eine Haut! Macht die nicht mit so nem Dreck kaputt!

Zeigt mir auch wieder, dass man sich auf Kosmetiktests nicht verlassen kann.

Noch ein EDIT: Der Spaß kostet auf Amazon ganze 35€ pro 100ml. Das nenne ich teure Hautzerstörung. Sich in eine offene Flamme werfen ist da kostengünstiger.