Serien 2016

Nachdem ich 2015 so viele Serien geschaut hatte, dass ich am Ende des Jahres gar nicht mehr sagen konnte, welche das waren, starte ich 2016 einfach direkt eine Liste, die ich nach und nach erweitere. Die Bewertung hinter dem Seriennamen gilt der gesamten Serie; die Skala geht von 1 (schlechteste Bewertung) bis 10 (beste Bewertung) und beinhaltet Charaktergestaltung, Spannung, Glaubwürdigkeit, Aufmachung, Besetzung und Handlungsverlauf. Weiterlesen „Serien 2016“

Concours Eurovision de la chanson

Von der Flut mitgerissen. So fühle ich mich, wenn es um die Thematik „Xavier Naidoo beim ESC“ geht.

Ich ließ mich dazu hinreißen, mich an Diskussionen zu beteiligen und einen Standpunkt einzunehmen. Manchmal kommt man an einem Thema einfach nicht vorbei.

Zugegeben, dieses Reichsbürgertum, das finde ich auch ohne ESC reichlich albern. (Haha, reichlich albern…)
Aber darum geht es jetzt gar nicht.

Denn eigentlich geht es darum, dass mir der ESC prinzipiell ziemlich schnurz ist. Da treten Musicacts auf mit Musik, die möglichst massentauglich sein soll, performen sich den Toches ab und verschwinden auf Nimmerwiedersehen im reißenden Strom des Mainstream. Also, aus meiner Sicht.

Das ganze Brimborium ist in meinen Augen Verarsche, denn ganz oft grundsätzlich werden die Punkte nicht nach Können der Künstler vergeben, sondern nach dem Land, aus dem sie kommen. Der Act aus Russland kann noch so gut sein, er oder sie wird beim nächsten ESC nicht gut abschneiden. Russland ist ja gerade wieder böse, außer für Frankreich, die wissen noch nicht genau, ob sie Russland jetzt böse finden sollen. Sehen wir dann beim ESC. Also, die die gucken.

Ich kann schon verstehen, dass Leute sich dabei gut unterhalten fühlen, denn zugegeben sind die Auftritte manchmal richtig klasse. Man will als Performer sein Land gut vertreten.

Wenn um etwas so Unrelevantes allerdings eine solche Welle gemacht wird, werde ich hellhörig. Denn dann ist meist etwas ganz anderes im Gange, so politisch gesehen. Die für die Bevölkerung beschissensten Beschlüsse werden schließlich immer zu solchen Großevents getroffen.

Ist Hänschen abgelenkt, bekommt er die fremde Hand in seiner Tasche schließlich nicht mit. Und wenn er merkt, wie sehr er aufs Trockene gesetzt wurde, ist der Drops schon gelutscht.

Der Serienparade zweiter Teil: So fing alles an

Hier entlang zum ersten Teil

Serienblogparade

Diesmal geht es darum,

Mit welcher Serie alles anfing

Meine erste Lieblingsserie waren die Dinos, aber da sie laut der Regeln für diesen Teil wohl unter Kinderserien fallen, gilt diese Antwort eigentlich gar nicht. 😉

Die erste „richtige“ Serie, die ich wirklich gerne sah, das war weder GZSZ noch Unter Uns wie bei meinen Freundinnen. Meine erste Serienliebe galt Emergency Room. Ich fing an in einem Alter, für das die Serie so gar nicht gedacht war.

Das medizinische Geschehen gepaart mit zwischenmenschlichen Konflikten und der Äktschn, die es in jeder Folge bis zur Halskrause gab, fesselten und faszinierten mich.

Vermutlich liebe ich auch deshalb solche Arztserien. Von Scrubs habe ich alle Staffeln verschlungen und war traurig, als sie zu Ende ging (nach nur 8 Staffeln; die 9. Staffel gibt es nämlich nicht 😀 )

Doctor House zog mich ebenso bis zum bitteren Ende in seinen Bann und Grey’s Anatomy fiebere ich noch heute nach.

Allerdings: regelmäßig gesehen habe ich ER nicht. Wenn ich im TV darüber stolperte, sah ich es gerne an. Doch ich habe nicht auf die nächsten Folgen gefiebert. Eigentlich ist das ja typisch für einen Serienfan, nicht?

Dieser Grund ließ mich auch Buffy und Sabrina- Total verhext vom „Podest“ der ersten Serie streichen.

Die erste Serie also, nach der ich mir die Uhr stellte und deren nächste Episode ich mir fest im Terminplan vornahm, war Charmed. Magie, Schwestern, Liebe, Drama. Genau mein Ding damals. Selbst der Tod der ältesten Schwester Prue konnte mich nicht davon abhalten, weiter schauen zu wollen. Und davon mal abgesehen: der Titelsong traf und trifft meinen Musikgeschmack. The Smiths und dazu drei gute Hexen. Was will man da mehr?

Der Serienparade erster Teil: Das Drumherum beim Serienschauen

Serienblogparade

Bei Frau Margarete gibt es eine Serienparade. Und da ich meines Zeichens nun einmal Serienjunkie bin, mache ich selbstverständlich mit.

Im ersten Teil geht es darum,

Wie, wann und wo ich Serien am liebsten schaue

Am allerliebsten schaue ich meine Serien zusammen mit dem Brüllmann auf der Couch kuschelnd über unseren uralten Röhrenfernseher. (Der hat das schwärzeste Schwarz – was ist mehr Metal als das? 😀 )

Da wir aber am TV keinen Internetanschluss haben und Serien extrem selten kaufen (Akte X ist wohl die einzige Ausnahme) und grundsätzlich nicht downloaden, schaue ich zu 98% am Rechner. Ich streame -legal, bevor jemand fragt- und ohne Laptop bleibt mir nunmal nur der Rechner.

Wenn ich einmal eine Serie gefunden habe, die mir gefällt, suchte ich sie durch. Gerade aktuell habe ich viel Zeit und muss mich regelrecht fortreißen, damit ich nicht den halben Tag am Rechner verbringe und die Wohnung einstauben lasse. 😉

Einige Serien, die ich schaue, sind noch neu oder laufen noch, weshalb ich mehrere Serien nebeneinander schaue, da ich ja auf neue Folgen warten muss. Diese Serien sehe ich mir dann ungeduldigerweise auch im Originalton an, was den schönen Nebeneffekt hat, dass ich mein Sprachhören nicht verlerne. Oft ist der Originalton auch einfach besser, weil sich Wortwitze nicht übersetzen lassen (siehe Doctor House), die Synchronisation schlecht ist (siehe Reign) oder aus ähnlichen Gründen.

Aktuell sehe ich Good Wife immer wenn ich Zeit habe und warte auf Folgen bei Big Bang Theory, Grey’s Anatomy, Game of Thrones, House of Lies und The Mindy Project. Ja, ich weiß, das sieht wahnsinnig viel aus. Jedoch schaue ich nur eine oder zwei Folgen am Tag. Die laufenden Serien gibt’s nur einmal pro Woche oder gar alle zwei Wochen, sind nicht immer gleich verfügbar und Mindy etwa macht ja gerade auch Zwangspause.


Und wie sieht’s bei euch so aus?

Seid ihr Serienfans?

Wie schaut ihr sie?

Welche Serien fesseln euch gerade?

Ohne

Wir sind jetzt schon seit etwa viereinhalb Jahren ohne Fernsehanschluss. Weil das heute offensichtlich etwas total Unverständliches ist, will ich euch einmal davon berichten.

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„Ohne Fernsehanschluss? Das ist ja wie ohne Smartphone zu leben (hab ich auch nicht) oder ohne Stromanschluss zu sein! Ihr lebt wohl wie im Mittelalter?“

Die Entscheidung trafen wir damals, weil irgendwie immer mehr Blödsinn im Fernsehen lief und wir nicht bereit waren, dafür GEZ UND Kabelanschluss zu bezahlen, was sich zusammen auf knapp 35€ pro Monat belief. 35€ im Monat, das wären 420€ im Jahr – für Schund. Nee, für das Geld kauften wir uns lieber anderen Blödsinn. 😉

Ich muss zugeben, es war am Anfang komisch. Wo ich vorher einfach die Glotze einschaltete und mich ein bisschen berieseln lies, musste ich mir nun etwas anderes suchen. Dank Internet, Büchern und Zeitschriften musste ich da natürlich nicht lange überlegen. Trotzdem ist mir da erst einmal aufgefallen, wie unglaublich viel Zeit ich am Fernseher verbrachte, ohne das wirklich zu registrieren. Ist ja auch praktisch: Heim kommen, erstmal Glotze an. Man verrichtet seinen Haushalt und lässt nebenbei den Flimmerkasten laufen. Und am Abend schaut man gemütlich -ja was wohl- TV. Da man dazwischen aber immer wieder Werbung hat, zieht sich ein normal langer Film schonmal über Stunden. Und weil Werbung nervt zappt man weg, verfängt sich woanders, schaltet viel zu spät zurück und hat irgendwas verpasst, das wohl doch halbwegs wichtig war.

Werbung ist einer der Gründe, warum ich das Fernsehen nicht vermisse. Ja, ich versteh schon, man muss sich ja irgendwie finanzieren. Aber wenn ein 45 Minuten-Stück auf über eine Stunde gedehnt wird und alle paar Fürze erstmal 10 Minuten Werbung sind, ist nicht nur die Konzentration futsch, sondern auch die Stimmung dahin. Mich nervt das. Es macht mich wütend. Werbung kommt ja auch zu den unmöglichsten Zeitpunkten. Die Spannung baut sich langsam auf, das Herz klopft ob der nervösen Vorahnung – zack!- Werbung!

Was mindestens genauso nervt ist das oft richtig beschissene Schnippeln. Da werden Teile rausgeschnitten, die wichtig fürs Verständnis sind, eine Ästhetik in die Szenenabfolge bringen oder das Gefühlsleben der Protagonisten erklären. Sowas regt mich mindestens genauso auf wie die ständige Werbung. Das fällt einfach auf, egal ob man den Film kennt oder nicht.

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Ein anderer Grund ist das Programm. Wenn ich einmal bei meinen Eltern bin oder bei Freunden und der Fernseher läuft, dann komm ich oftmals aus dem Kopfschütteln gar nicht raus. Assi-TV, Meinungsmache, bescheuertes Geschwätz, Dummenfang- solche Schlagworte kommen mir in den Sinn. Immer häufiger werden Menschen bloßgestellt oder in gescripteten Riäletie-Sendungen schlechte Ableser gefilmt. Oh Gott, es ist so schlecht! Reich- Ranicki hatte so Recht!

Nagut, ich will nicht unfair sein. Es gibt gute Sendungen. Tatsächlich! Nur finde ich die fast ausschließlich im öffentlichen Fernsehen. Und genau die haben Mediatheken. Die finde ich unheimlich praktisch, weil ich selbst entscheiden kann, wann ich was gucke. Zumal ich das dann aufmerksame schaue als würde ich es im TV laufen lassen. Ist einfach so ne persönliche Macke.

Übrigens ist das mit den Nachrichten auch so eine Sache. Wer fernsieht, bekommt automatisch das neueste Weltgeschehen mit, weil es oft kurz eingespielt wird oder eben vor der Lieblingssendung noch Nachrichten laufen. Das schien mir zunächst ein Problem zu werden, so ohne TV. Und vorerst bekam ich auch wirklich nicht mehr viel mit. Wenn man es nicht passiv mitbekommt, muss man sich seine Informationen nämlich aktiv suchen. Allein. Ohne Vorsprecher. Was aber auch ein Pluspunkt ist, denn erstens kann man sich das raussuchen, was einen interessiert und zweitens sind viele der großen Nachrichtenshows sehr einseitig und eben nicht unabhängig. Ein erschreckendes Beispiel gab neulich eine Demonstration, ich weiß nicht mehr worum genau es ging. Meine Informationen erhielt ich aus erster Hand von voneinander unabhängigen Anwesenden und Beobachtern der Demo. Jedenfalls verlief alles friedlich, bis plötzlich die Polizei anfing, mit Wasserwerfern aufzuwarten und gewaltvoll durchzugreifen. In den Nachrichten wurde es später anders herum gedreht, als hätten die Demonstranten angefangen durchzudrehen und die Polizei hätte sich nur gewehrt. Solche Verdrehereien sind sehr gefährlich und verzerren den Zuschauern die Weltsicht, ohne dass die es mitkriegen. Denn Hand aufs Herz: man glaubt dem netten Nachrichtenonkel einfach, wenn der einem was mit ernster Miene erzählt.

Fazit: Fernsehen ist ein netter Zeitvertreib und er scheint es einem zu erleichtern, etwas von „draußen“ mitzubekommen. Über Geschmack lässt sich streiten. Wer sich gern von den Privaten zurieseln lässt, der kann das gerne tun. Mir ist das nix. Zumal mir die Aussagen zwischen den Zeilen von sehr vielen Sendungen extrem missfällt. (Stichworte: Körperkultur, Sexualität, sozialer Umgang miteinander etc.) Ich entscheide lieber selber, was ich sehe, wann ich es sehe und wie. Zum Putzen lasse ich Musik nebenher laufen. Filme und Serien schaue ich über DVD oder Internetstreams. (Legal, bevor einer fragt.) Nachrichten hole ich mir von Internetplattformen verschiedener Zeitungen. Und wenn ich doch einmal fernsehe, dann bin ich heute sehr schnell sehr genervt von den vielen Bildern, die da in kürzester Zeit an mir vorbeirauschen und der Werbung, die mir allen möglichen Unsinn andrehen will. Ich brauche es nicht. Und nein, ich vermisse es auch nicht. Kein bisschen.

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