Diese Woche gelesen

Beim PTAchen bin ich auf ein Thema gestoßen, das für mich persönlich zwar nicht zutrifft, ich aber sehr interessiert gelesen habe. Und zwar geht es da um die Gesundheitsapp Vivy, die mehr als fragwürdig agiert. Heidewitzka!

Auch Facebook hat sich in Sachen Datenschutz mal wieder ganz toll verrannt. Wer dort angemeldet ist, hat sicher schon einmal die Aufforderung bekommen, die Telefonnummer zu Sicherheitszwecken anzugeben. Habe ich nie, weil ich befürchtete, dass es nicht nur dafür verwendet wird. Ich hatte Recht.

Außerdem habe ich mich in den Blog von Annika eingelesen, die ich schon lange als Lesezeichen gesetzt habe, aber nur ganz sporadisch besucht habe. Zeitmangel und so, ihr wisst. Jedoch: Stöbern lohnt sich! Mit ihrem Charme, gekrönt mit einer kräftigen Prise Humor, weiß sie viele Geschichten und Gedanken gut auszudrücken.

Außerdem lese ich gerade für eine Hausarbeit etwas, das ich sehr spannend finde: Kinder und Krieg. Von der Antike bis zur Gegenwart. Normalerweise würde ich ein Fachbuch bzw eine Fachzeitschrift hier nicht mit hinein packen, aber das Buch ist so gut geschrieben (und leicht verständlich), dass ich es nur ans Herz legen kann.

Noch ein paar Links auf Englisch:

Mohnblüte


Das Leben ist laut geworden. Mancher Tage möchte ich mir die Ohren zuhalten ob des Krachs aus Social Media, Nachrichten und Straßenlärm. All der Hass, die Missgunst und der Neid kratzen an meiner zarten Hülle. Wenn ich die sich über meinen prallen Bauch spannende Haut streichle, frage ich mich, wie die nachfolgende Generation unsere Zeit beurteilen wird und was unsere Kinder erwartet. Manchmal habe ich ein wenig Angst, eine zarte Seele in ein Haifischbecken zu stoßen. Doch ich weiß auch, dass ich mein Bestes geben und viel Liebe schenken werde. Bis an mein Ende. Ob das reicht kann ich nicht sagen. Doch ich glaube ganz fest daran, dass Liebe die vernünftige Unvernunft ist, die Zukunft bringt.

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Mr. English und ich haben eine Wohnung gefunden, in der wir die nächsten Jahre gemeinsam verbringen wollen. Nicht, dass damit alles geklärt wäre, was zu klären ist, doch nimmt es eine große Last von unserer beider Schultern, ab kommenden Monat nicht wohnungslos zu sein. Studium und Ämterstress sind auch weiterhin große, klaffende Baustellen.

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Das Leben ist laut geworden. Doch meistens liebe ich es. Niemals ertrinke ich in Langeweile und auch nicht mehr in meinen eigenen Gedanken. Schon, es gibt Momente, in denen ich aufgeben möchte. Dann ist alles zu viel. Doch weiß ich jemanden an meiner Seite, der mich versteht, der mich auffängt und in jenen Momenten Ruhe spendet. Der mich auf ein Feld mit rotem Mohn entführt und zeigt, dass alles halb so schlimm ist, so lange es Blumenwiesen gibt. Weil wir das schaffen können. Gemeinsam. Und weil meine Empfindsamkeit kein Problem ist, sondern sie einfach zu mir gehört und ich gut bin, wie ich bin.