Die erste Woche

So, meine erste Woche Nebenjob ist geschafft. Und ich schwöre, ich werde Verwaltungsaufgaben nie wieder unterschätzen! Aber von vorn…

Am Dienstag hatte ich meinen ersten Tag im Nebenjob als Bürogehilfin einer neuen Firma. Natürlich war ich furchtbar aufgeregt, schließlich ist alles neu: neue Leute, neue Aufgaben, neue Umgebung, neuer Tagesrhythmus. Zunächst habe ich gelernt, wie man Wareneingänge verzeichnet und Geräte in die Inventarliste des PCs eingibt. Ein ganz einfacher Start also am ersten Tag. Zur Mittagspause gab es Bratwurst, vom Chef spendiert. Das fand ich total entzückend. Ich weiß nicht, ob es als Begrüßung gedacht war (außer mir gibt es auch einen neuen Mitarbeiter in der Produktion) oder einfach so, aber ich fand es wirklich sehr lieb. Als Nachspeise gab es mein erstes Meeting.

Mittwoch war Ordnerpflege-Tag. Ich habe gelernt, wie man Ordner anlegt und was dazu eben wichtig ist. Außerdem habe ich mich noch ein bisschen mit dem firmeninternen System beschäftigt, das die Chefin eigens programmiert hat. Außerdem wurde mir erklärt, wie man die Produktion und Produktionskontrolle ins System überträgt. Eigentlich ganz einfach, aber im ersten Moment verwirrend. Viele Zahlen, viele Werte und dann auch noch an einem iMac, den ich noch nie benutzt habe (-> Windowskind.) Das hat dann auch echt ewig gedauert, zumal ich noch viel nachtragen musste, was nicht eingetragen war und dafür jeden befragen musste. Chefin hat dann kurzerhand alle zusammengetrommelt, damit ich das ansprechen konnte. Ich hatte natürlich erstmal nen Kloß im Hals, aber als ich merkte, dass der eine oder andere seine Fehler einräumte und sich entschuldigte, war es gar nicht so schlimm.
Überhaupt komme ich mit allen wirklich gut klar, es ist keiner dabei, den ich nicht mag oder mit dem ich ungern rede. Klar, es ist noch ein kleiner Betrieb und noch sehr familiär. Aber wie ich es mitbekommen habe, werden die Mitarbeiter auch bisher danach ausgewählt, wie sie zum Team passen und ob sie zuverlässig sind.

Donnerstag war ein furchtbarer Tag. Er fing schon im vollsten Chaos an: Bus verpasst, fast noch falsch ausgestiegen, außer Atem auf Arbeit angekommen und direkt ins nächste Chaos gestürzt. Die Chefs berieten sich gerade, also fing ich einfach mit dem an, was ich schon gelernt hatte: Datenübertragung. Ich konnte nicht lange dran bleiben, die Chefin kam bald zurück und hatte geschätzte 2846 Ideen, was sie mir erklären könnte, ich hatte das Gefühl, mir platzt der Kopf. Da ich aber nicht als Dummchen dastehen wollte, habe ich einfach mal mit dem angefangen, was ich verstanden hatte und mich irgendwie durchgeackert. Wäre le Boss nicht dazwischengekommen und hätte noch mehr Anmerkungen gehabt, hätte das auch echt super geklappt. Aber wie es so ist: Chaos ich komme! Ich war froh, dass es wieder eine gemeinsame Mittagspause gab. Die Chefs spendierten tatsächlich Pizza! Voll toll. Nein, sie spendieren nicht ständig irgendwas, das waren echt Ausnahmen, weil wir alle mal beisammen waren und auch der auswärtige Chef, der durch die ganze Welt reist und die Produkte verkauft, auch da war. Schön war es allemal! Doch nach der Pause ging es leider chaotisch weiter und am Ende des Tages war ich klipperklar. Es war auch etwas unglücklich, dass die Chefin, die mich ja einarbeitete, kaum Zeit für mich hatte, weil sie selber in voller Hektik war.

Ich habe schon in meiner ersten Woche so viel gelernt und meine Kapazitäten wurden ein wenig überstrafft, aber im Großen und Ganzen ist die Arbeit wirklich okay. Es gibt noch viel zu tun, das Unternehmen ist noch ganz jung und meine Aufgabe ist es, Struktur rein zu bringen. Das heißt auch, dass man mich wirklich braucht und ich nützlich bin, was ein schönes Gefühl ist. Natürlich hab ich auch Zweifel, etwa ob ich das alles neben dem Studium packen werde, denn 15 Stunden pro Woche sind bei Vollzeitstudium echt viel. Aber ich werde sehen und warte ab, was wird. Denn das habe ich gelernt: positiv denken, nach vorn sehen und nicht verzagen!

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Autor: nickel

Schmeckt wie Regenbogen. kopfbunt, verhaltensoriginell, warmherzig, ehrlich, verrückt, denkintensiv, pflegeleicht. Manchmal.

2 Kommentare zu „Die erste Woche“

  1. DAS ist die richtige Einstellung!

    Nur weiter so. Am Anfang ist man eh ein wenig aufgeregt und angespannt, aber mit der Zeit (und der Routine) wird es bestimmt etwas enstpannter verlaufen. Ich wünsche es Dir zumindest!:)

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    1. Dankeschön 🙂 Ich bin gespannt auf die nächsten Wochen. Die nächsten 2 Wochen habe ich erstmal frei wegen der Prüfungen, aber danach gehts richtig los und ganz ohne Chefin, denn die wird dann in der Leitung sein, die leider noch woanders ist. Der Umzug soll aber noch dieses Jahr erfolgen, das wird dann auch nochmal richtig Stress geben! *zitter* Aber bis dahin mach ich mein Ding, lass mich nicht aus der Ruhe bringen und walte, was das Zeug hält 😀

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