Schuhe für breite Kinderfüße

Disclaimer: Das ist kein bezahlter Beitrag, sondern ein nicht monetarisierter Erfahrungsbericht. Keine Affiliate Links. Ich verdiene nichts an euren Klicks oder Käufen.


Unser Mäuschen läuft seit vergangener Woche plötzlich zu 95% der Zeit. Plötzlich kommt es uns vor, da wir schon monatelang gesagt haben, dass es bald soweit sein würde, es noch dauerte, aber dann doch von einem Tag auf den anderen klappte. So schnell kann es gehen!

Natürlich braucht der empfindliche Kinderfuß auch gutes Schuhwerk – und da begann auch schon unsere kleine Odyssee. Denn Püppi hat keine kleinen, zarten Elfenfüßchen wie die restlichen Frauen ihrer Verwandtschaft. Von wem sie breite Zehen und den hohen Spann hat, müssen wir noch erörtern.

Ich möchte hier einen kleinen Überblick geben über das, was uns empfohlen wurde und was uns half, weil ich weiß, dass da draußen noch andere Eltern mit dem gleichen Problem sind.

Wir hatten ein paar Kriterien, die uns wichtig waren:

  • neue Schuhe! Bereits getragene Schuhe sind für fremde Füße eingelaufen und können im schlimmsten Fall Fehlstellungen machen.
  • Festes Schuhwerk: vor allem am Knöchel und an der Ferse ist guter Halt wichtig.
  • Gutes Profil: es muss Halt geben auch auf rutschigem Untergrund und genug Raum zum Federn geben, um die Füße nicht zu ermüden – das macht Fußschmerzen
  • Und natürlich soll die Passform stimmen, nicht zu eng und nicht zu weit.

Es gibt wirklich unfassbar viele verschiedene Schuharten für kleine Kinder – von weich und biegsam bis hart und solide. Wir wollten gerne etwas dazwischen für draußen und weiche, biegsame Schuhe für drinnen.

Draußenschuhe

Im Sommer passten die Geox Sandalen sehr gut. Trotzdem ich oft gelesen habe, man solle bei den ersten Schuhen Schnürschuhe kaufen, kamen wir mit den Klettverschlüssen super zurecht.

Mit sinkenden Temperaturen mussten dann natürlich geschlossene Schuhe her.

Zunächst probierten wir es wieder mit Geox, die Geox Kaytan hatten wir bestellt, da ja bereits die Sandalen gepasst hatten. Leider mussten wir sie zurück schicken.

Weiter ging es mit elefanten, denn die wurden uns wegen ihrer unterschiedlichen Weiten empfohlen. Leider ist das Angebot für weite Weiten aktuell sehr beschränkt, was uns auch per Kundenservice bestätigt wurde. Wir versuchten es also mit Lauflernern in der Weite mittel aus der Selected Edition, die nicht mehr verfügbar sind und daher auch nicht verlinkt werden können. Den Versuch hätten wir uns sparen können, denn obwohl diese Schuhe auch wunderschön waren und der Preis mit 35€ fair, passte Püppi eben einfach nicht hinein.

Superfit wurden uns empfohlen, passten aber leider nicht. Wohl gibt es da auch unterschiedliche Weiten. Allerdings ist der Preis dann schon eher gehoben, die günstigsten in Größe 18 mit weiter Weite lagen bei 60€.

Schließlich gab ich die Bestellerei in Onlineshops auf und wandte mich an Reno, wo wir gut beraten wurden und der erste Schuh direkt passte! Es wurde ein Schuh von Bama (den ich auch nicht mehr online finde.) Bama hat den Vorteil der Echtform, die anzeigt, ob ein Schuh kleiner oder größer ausfällt. Auch hier wieder Klettverschluss, was aber auch hier wieder passt.

Hausschuhe

Ein wenig hatte ich gehofft, dass es mit Hausschuhen besser klappen würde, aber das tat es nicht. Dieses Mal hatte ich gar nicht lange herum probiert, sondern mich gleich beraten lassen. Wie gesagt war hier vor allem wichtig, dass sie weich und biegsam sind, weswegen wir die ganzen feschen Sneakers und dergleichen, die als Hausschuhe angeboten werden, ignoriert haben.

Die Hausschuhe von Mejale haben uns optisch gut gefallen. Außerdem hatten sie sehr gute Bewertungen auch für breite Füße. Zwar habe ich den Geruch beim Auspacken auch wahrgenommen, dieser verging aber nach ein paar Stunden bereits. Mit knapp 15€ sind sie auch günstig.

Sie sind robust, rutschfest auf PVC und Fliesen, weich, biegsam und gut an- und auszuziehen.

Falls ihr sie auch bestellen wollt: ignoriert die Altersangaben und messt aus. Schuhgröße 18 ist da mit 0-6 Monaten angegeben – die hat Püppi aber noch mit 17 Monaten.

Weitere Marken

Uns wurden noch weitere Marken empfohlen, die wir nicht ausprobiert hatten, aber vielleicht für andere gut klappen:

  • Filli Barefoot
  • Pepino (Ricosta)
  • Froddo
  • Lurchi
  • Richter
  • Primigi
  • Naturino
  • Zeazoo – dazu gibt es HIER einen Blogpost
  • Bundgaard
  • Viking
  • Lederhandwerk Behrens
  • Pom Pom
  • Wildling
  • Yeti
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Eingewöhnung abgeschlossen

Ich hatte neulich von Püppis Eingewöhnung im Kindergarten geschrieben und darüber, welche Probleme wir hatten.

Zum Zeitpunkt des Beitrags fing gerade die dritte Woche an, die letztlich ziemlich problematisch verlief. Püppi fühlte sich unwohl, weinte viel und wollte einfach nicht dort bleiben. Beim Hinbringen als auch beim Abholen weinte sie. Zuhause war sie dann einfach fix und fertig und verbrachte die meiste Zeit des Tages mit Schlafen. Die Nächte waren schlimm, denn sie schlief sehr unruhig und wachte ein paar Mal weinend auf.

Von anderen Eltern habe ich erfahren, dass es ihren Zwergen genauso ging. Die Kinder verarbeiten den Tag im Schlaf. Je anstrengender, aufregender oder beängstigender der Tag war, desto unruhiger wird auch die Nacht.

Ich selber habe auch sehr gelitten. In der dritten Woche habe ich sie sowohl gebracht als auch abgeholt. Am Freitag der dritten Woche hatte ich einen ganz miesen Tag und stand weinend im Zwischenzimmer, nachdem ich Püppi bei der Erzieherin abgegeben hatte. Mir ging das so nahe, dass ich auch auf dem Heimweg weinen musste und mich kaum beruhigen konnte. Püppi beruhigte sich dagegen nach spätestens 5 Minuten wieder. Jedenfalls haben wir beschlossen, dass der Papa sie bringt, denn wenn sie merkt, wie schwer es mir fällt, wird es für sie nicht einfacher.

Die vierte Woche lief von Anfang an sehr viel besser, das Wochenende tat wohl echt gut. An dem Wochenende war meine Muter da und auch ihrer Oma gegenüber war das Mäuschen offener als bisher. Zudem gab sie damit an, was sie schon alles kann, von dem wir auch noch nichts wussten. 😀

Jedenfalls, in der vierten Woche starteten wir das Experiment mit dem Mittagessen. Leider verweigerte sie sich zunächst und schob den Teller von sich. Das verwunderte mich sehr, vor allem an dem Tag, als es Nudeln gab, bei denen wir sie zuhause doch eher bremsen müssen. Mitte der Woche aber, tadaaaa, ging auch das Mittagessen super und ganz problemlos. Sie verputzte gleich anderthalb Portionen und noch den Nachtisch!

Diese Woche war die fünfte Woche und seit Mittwoch ist sie die volle Zeit da, die sie generell da sein wird. Inklusive Mittagessen, Mittagsschlaf und Vesper.

Es ging am Ende alles sehr schnell, als hätte man bei ihr einen Schalter umgelegt. Sie geht auf die Erzieherinnen von sich aus zu und manchmal öffnet sie morgens beim Bringen ihre Arme nach ihnen, um sich auf den Arm nehmen zu lassen. Das Ganze geht jetzt ganz ohne Weinen vonstatten.

Sogar mit den anderen Kindern spielt sie. Zuvor war ihr das eher unheimlich. Nur manchmal, wenn die etwas stürmischeren Kinder auf sie zugehen, wird ihr das zu viel. Aber das ist in Ordnung so.

Die Nächste sind ruhiger und sie ist grundsätzlich wieder fröhlicher. Außerdem lernt sie jetzt laufend neue Dinge, die sie vorher noch nicht konnte oder wollte. Ich bin sehr stolz auf sie.

Somit ist also unser Abenteuer Eingewöhnung erfolgreich abgeschlossen. 🙂

Unsere Eingewöhnung im Kindergarten

Püppi wurde gerade im Kindergarten eingewöhnt, oder ist noch halbwegs dabei. Da es ein großes Thema ist, das viele Eltern beschäftigt und sorgt, schreibe ich einmal unsere Erfahrung damit auf.

Unser Kindergarten gewöhnt nach dem Berliner Modell ein. Dabei ist ein Elternteil in den ersten 3-4 Tagen permanent anwesend, während das Kind den Raum und die Gruppe erkundet. Etwa am 5. Tag wird der erste Trennungsversuch gestartet. Je nachdem wie sich das Kind von den Erziehern beruhigen lässt und insgesamt mit der Situation klar kommt, bleibt der Elternteil dann 10 bis 30 Minuten draußen. Wenn das gut klappt, kann man den Zeitraum auch größer gestalten. An den nächsten Tagen wird die Zeit immer weiter verlängert. Das Ganze dauert im Schnitt 2 Wochen, manchmal geht es schneller, manchmal braucht es länger.

Unser Mäuschen war zum Start 13 Monate alt und kannte gleichaltrige Kinder vorher nur sporadisch. Sonst hat sie sich meistens allein beschäftigt. Mit älteren Kindern kam sie immer gut klar, gleichaltrige oder jüngere sind ihr dagegen wohl etwas suspekt.

In den ersten drei Tagen habe ich sie in den Kindergarten begleitet und blieb mit ihr jeweils eine Stunde lang da. Am ersten Tag hat sie ausschließlich an mir geklebt und war ängstlich. Jedes Geräusch, das etwas lauter war als leises Reden, hat sie gestört. Das ist bei zwei lautstarken Jungs in der Gruppe eher ungünstig. Eines der anderen Kinder setzte sich zwei Mal mit auf meinen Schoß, was sie beim ersten Mal etwas entsetzte, beim zweiten Mal zum Weinen brachte.

Der zweite Tag lief besser. Zwar traute sie sich in der ersten halben Stunde wieder nicht von meinem Schoß, obwohl ich es ein wenig versuchte, indem ich sie vor mich setzte. Die ganze Zeit über bleib ich aber in ihrer Nähe. Schließlich wurden alle Kinder außer zwei weiteren im Alter von je 12 Monaten aus der Gruppe geholt, um nach draußen zu gehen. Da blühte Püppi ein wenig auf und traute sich von selbst von meinem Schoß. Ich zeigte ihr schließlich eine andere Ecke des Raumes mit einem Spiegel und einer Haltestange, wie man es vom Ballett kennt. Das fand sie ganz toll. Schließlich wurde sie mutig und krabbelte zur Erzieherin, kletterte auf sie drauf und schmiegte sich an. Damit hatten wir beide nicht gerechnet, also die Erzieherin und ich. Als ein anderes Kind sie anfasste, ergriff sie jedoch die Flucht zurück zu mir.

Am dritten Tag wurden die lauten Kinder gleich am Anfang heraus genommen. So klebte Püppi zwar wieder für eine Weile an mir, wurde dann aber langsam mutiger. Ich setzte sie auf eine erhöhte Ebene mit kuscheligen Decken. Sie hatte gleichzeitig den Schutz der Erhöhung und konnte die anderen beobachten. Außerdem sind Kuscheldecken ihre Schwäche. 😉
Sie krabbelte ein wenig umher, nahm sich Spielsachen und legte sich auf den Boden mit „ihrer“ Decke. Sie freute sich, war aber dennoch weiterhin vorsichtig. Es lief sehr gut bis auf eine Begebenheit, als ein Kind sich zwischen Püppi und mich setzte, sodass sie sich nicht zu mir traute.

Da es mir am vierten Tag nicht gut ging, musste Papa einspringen. Mit ihm lief es ähnlich wie am Tag zuvor; das Mäuschen traute sich ein bisschen mehr. Am nächsten Tag sollte der erste Trennungsversuch stattfinden.

Hier muss ich dazu sagen, dass wir uns dafür entschieden, dass Papa das macht. Ich bin dafür zu emotional. Wenn das Kind merkt, dass es dem Elternteil schwer fällt, dann fällt es dem Kind noch schwerer als ohnehin. Meistens sind Väter dann die gelasseneren, aber oft können auch sie schlecht loslassen, was aber essentiell ist.
Es hat an dem Tag übrigens sehr gut geklappt. Püppi hat sich allein beschäftigt, wie sie das meistens zu Hause auch tut und ließ sich gut trösten. Nach einer Stunde war es ihr dann aber genug.

In der nächsten Woche wurden die Abstände der Trennung immer größer. Am 7. Tag waren es schließlich zwei Stunden, sodass Papa zwischendurch heim gehen konnte. Es wurde gar ausdrücklich gewünscht, dass er sich vom Gelände entfernt, während er zuvor noch im Gebäude blieb, um ihn gegebenenfalls zu holen, falls es doch nicht geklappt hätte.

Wir stießen auf ein anderes Problem: die Uhrzeit, in der sie im Kindergarten war, kollidierte mit ihrer Schlafenszeit. Sie hat nach dem Frühstück meist noch einmal ein Schläfchen. Dort konnte sie aber nicht schlafen, auch wenn es die Erzieherinnen versuchten.

Nach hinten konnten wir die Zeit aber nicht verlängern, da es mit dem Mittagessen kollidiert wäre, wo sie noch nicht dabei sein sollte. Das wäre laut Erzieherinnen noch zu stressig gewesen. So waren es weiterhin maximal 2,5 Stunden.

In der dritten Woche waren ihre Erzieherinnen an zwei Tagen leider im Urlaub. Leider nicht, weil ich es ihnen nicht gönnen würde. Aber es ist einfach sehr ungünstig, wenn das Kind noch mitten in der Eingewöhnung steckt und Probleme hat.

Diese dritte Woche ist heute. Morgen sind die Erzieherinnen wieder da und Püppi isst Mittag mit den anderen. Ich werde berichten. 😉

Was das Mäuschen in 14 Monaten gelernt hat

  • Essen schmeckt. Alles! Sogar Oliven!
  • Mama eignet sich am besten zum Kuscheln, Papa zum Blödsinn machen.
  • Stehen ist super cool und bekommt Applaus. Vor allem vom Mäuschen selbst.
  • Tanzen fetzt!
  • Baden macht am meisten Spaß, wenn alle nass werden.
  • Schränke sind wie riesige Schatztruhen. Man findet immer etwas Neues!
  • Wenn Mama nein sagt und das Mäuschen den Kopf schüttelt, muss Mama lachen.
  • Katzen jagen ist lustig.
  • Erdmännchen und Flamingos sind der absolute Renner!
  • Bücher mit Klappen sind Lieblingsbücher.
  • Wenn man fremde Leute im Zug mit Spielzeug bewirft, spielen sie mit.
  • Andere Kinder im gleichen Alter sind entweder unheimlich oder langweilig. Nichts dazwischen!
  • Spaziergänge sind schön, nach Hause kommen ist schöner.

Was ich in 14 Monaten Muttersein gelernt habe

  • Wach sein ist etwas für junge Menschen
  • den Unterschied zwischen Müdigkeit und Erschöpfung
  • wie viele lustige Grimassen ein einzelnes Baby schneiden kann
  • Ich bin eine gute Mama.
  • Eine Beziehung aufzubauen ist sehr viel Arbeit. Umso mehr, wenn man kaum Zeit zu zweit hatte.
  • Angepinkelt zu werden ist gar nicht so schlimm. Vor allem im Vergleich zum *anderen*.
  • Blut ist dicker als Wasser. 
  • Mit dem Baby mitzuweinen ist ganz normal.
  • Stürzen, kratzen, den Kopf stoßen gehört dazu. Auch wenn es schwer fällt zu akzeptieren.
  • Loslassen fällt Eltern oft schwerer als den Kindern.
  • Um Hilfe zu bitten ist keine Schwäche.
  • Der Hochstuhl sollte zum Essen so weit wie möglich von Tapeten, insbesondere weißen Tapeten, entfernt stehen.
  • Was Liebe ist.