Kidsnet

Zum Thema Schutz von Kindern und Jugendlichen habe ich einen Erlebnisbericht aus einer der unzähligen Elterngruppen. Zum Nachdenken und Diskutieren.

Hey Eltern,

lasst mich euch eine Geschichte erzählen.

Von Regeln, Freunden und Helfern, Vertrauen und der Staatsanwaltschaft.
Von einem eingestellten Verfahren und einem Anruf nach zwei Jahren.

Es war einmal vor ungefähr zwei Jahren, als meine Tochter zu mir kam und mir beichtete, dass sie sich nicht so ganz an meine Regeln gehalten hatte.
Klang zuerst nicht all zu wild, da sie heimlich Nachts noch zu lange am Handy gewesen war. In dem Gespräch kam dann heraus, dass sie über eine große WhatsApp-Gruppe Kontakt zu einem Mann Mitte zwanzig bekommen hatte.
Nachdem die beiden sich einige Tage geschrieben hatten, fragte er ob er ein Foto von ihr haben könnte. Von ihrem Bauch… Das Kind wusste allerdings: „Keine Fotos ins Internet!“ Also weigerte sie sich. Auch ihr kam es nach mehreren Aufforderungen irgendwann komisch vor. Weil sie aber nicht mit Papa drüber reden wollte, fragte Sie bei der Polizei nach, was sie machen soll. Dort sagte man ihr: „Sprich mit deinen Eltern.“ Zähneknirschend kam sie zu mir. Als ich dann mit dem jungen Mann schrieb, meinte dieser massiv ausfallend zu werden, was mich schlussendlich überzeugte ihn wegen Beleidigung anzuzeigen. So weit, so „harmlos“.

Nach einigen Monaten bekam ich Post von der Staatsanwaltschaft. Mit der Benachrichtigung, dass zwar die Person ermittelt werden konnte, ihr aber die Beleidigungen nicht zweifelsfrei nachgewiesen werden konnten.

Heute dann ein neuer Anruf mit dem Hinweis, dass ich erneut Post bekommen würde. Die Polizei hat sich im Zuge der Ermittlungen das Handy mal genauer angesehen und pornografische Inhalte gefunden. Unter anderem masturbierende Kinder. Das Vorgehen war immer das Gleiche. Insgesamt war der Typ in 37 unterschiedlichen WhatsApp-Gruppen und hat immer wieder andere aufgefordert, ihm Bilder und/oder Videos zu schicken. So wie er es bei meiner Tochter versucht hat….

Ich selbst werde auf meine Anzeige nur ein Einstellungsschreiben bekommen.Da es in meiner Anzeige nur um Beleidigungen ging. Ich kann nur hoffen, andere haben ihn für den Rest angezeigt. Oder das die Polizei in den Fällen von sich aus ermitteln kann. Nichts desto trotz ist es immens wichtig mit seinen Kindern reden zu können. Das die Kinder zu den Eltern kommen können. Das man misstrauisch bleibt und hinterfragt.

Doch nicht nur misstrauisch. Sondern auch interessiert daran, was die eigenen Kinder in „diesem Internet“ da eigentlich machen.Meine Tochter kam in diese Gruppen, indem sie von anderen Kindern dorthin eingeladen wurde. Von anderen Kindern die wahrscheinlich selbst nicht wussten wozu das diente. Es war zu dem Zeitpunkt total cool bei riesigen Chats teilzunehmen. Viele WA-Freunde zu haben. Genau genommen waren es riesige Telefonnummern-Tauschbörsen.

Und es bleibt die Frage:
Wie viele Menschen hinter den Telefonnummern kennt dein Kind tatsächlich?

Diese Geschichte zeigt deutlich: interessiert euch, bildet euch, schaut nach. Es ist viel wert, wenn das Kind einem so weit vertraut, dass es in solchen Situationen zu einem kommt. Das klappt aber nicht mit Zwang und Druck, sondern mit gegenseitigem Respekt und Vertrauen. Nachfragen, zuhören. In dem Sinne: unterhaltet euch doch mal wieder.

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Kinderfotos im Netz

Andrea vom Runzelfüßchen hat einen Beitrag gepostet, in dem sie über ein Erlebnis auf der re:publica berichtet:

KLICK

Ich bin bei diesem Thema sehr empfindlich und ich glaube, ich hätte da noch mehr Wirbel verursacht als Andrea das hat. Sie hat sehr gut reagiert. Die Emotionalität kann ich so gut nachvollziehen, dass ich beim Lesen Gänsehaut hatte!

Andere Kinder würde ich niemals ungefragt fotografieren. Das gehört sich nicht. Auch andere Menschen nicht. Da achte ich penibel drauf. Ob das bei Urlaubsbildern ist oder sonstigem. Hin und wieder gibt es einen Sonderfall. Es gab zum Beispiel eine Ausnahme in London, wo ein Künstler für Püppi ein Gedicht schrieb. Den fragte ich, ob ich ein Bild machen dürfe. Weil er auch so toll aussah, mit seinem Künstleroutfit und der alten Schreibmaschine, die er benutzte. Das Bild zusammen mit dem Gedicht kleben in ihrem Album. Es wird nicht veröffentlicht.
Andere Kinder fotografiere ich nicht einmal von Freunden ungefragt. Oder schicke die Fotos herum- das kommt ja auch vor. Ich zeige meine Tochter auch nicht bei Whatsapp im Status, weil das jeder sehen könnte, der meine Nummer hat – und wer das alles ist, kann ich nicht mit 100% Gewissheit sagen. Ich habe auch schon andere darum gebeten, sie nicht als Profilbild zu nehmen, eben auch aus diesem Grund.

Das waren bisher jedoch einzelne Vorkommnisse von Privatpersonen mit beschränkter Reichweite. Was aber passiert, wenn das ein Unternehmen auf einem Portal macht, das öffentlich und ohne eigenen Account eingesehen werden kann? Die Reichweite ist absolut nicht einzuschätzen. Abhängig von gesetzten Keywords kann das Bild in der Google Bildersuche zu unterschiedlichsten Suchbegriffen auftauchen. Von dort aus sind sie für jeden zugreifbar, sprich sie können weiter geteilt, bearbeitet oder für unautorisierte Zwecke und ja, leider auch für abartige Zwecke, benutzt werden.

Das Recht am eigenen Bild kennt einige Ausnahmen, die ich hier aber nicht zutreffen sehe. Das muss nicht einmal sorgfältig abgewägt werden, sondern handelt es sich bei den Postenden um eine Firma. Damit kann die Veröffentlichung per se als Werbung angesehen werden (den Instgram-Account hat man als Betrieb ja nicht zu humanitären Zwecken) und ist somit nicht ohne Einverständnis erlaubt*. Zum anderen handelt es sich um Kinder, die einerseits durch das Recht am eigenen Bild, andererseits außerdem durch die UN-Kinderrechtskonventionen geschützt sind. Ganz nebenbei ist das auch eine Frage von Anstand und Moral.

Fazit: Andere Menschen, insbesondere Kinder, fotografiert und veröffentlicht man nicht ungefragt.

Wie seht ihr das?


*Das ist meine persönliche Einschätzung. Ich bin keine Anwältin.

Antworten

1.) Erzählst Du für uns einen Traum nach, den Du hattest?

Ich war in einer Gruppe mit Freunden aus meiner Schulzeit, die ich sehr liebte und schon so lange nicht mehr gesehen habe. Über eine Person freute ich mich ganz besonders und sie freute sich über mich. Die Sehnsucht nach Zuneigung ist wohl gerade einfach ganz groß.

2.) Wie möchtest Du bestattet werden?

Verbrannt, die Organe noch für andere verwendet, damit sie weiter leben können. Am liebsten unter einem Baum verscharrt. Muss nichts Großes sein. So günstig wie möglich, diese Kosten soll niemand bezahlen müssen.

3.) Sähen Kritiken bei Dir Zweifel, selbst wenn Du sie im ersten Moment abweisen konntest?

Schon. Selbst wenn ich das Gesagte eigentlich für mich ablehne. Aber man kann eben doch nicht immer aus seiner Haut, was auch heißt, dass man Dinge manchmal nicht gut erkennt, weil man zu nah dran ist. Ich frage mich bei (konstruktiver) Kritik IMMER, was dran ist und ob ich mit dem Kritisierten leben kann oder doch etwas ändere.

4.) Die Wahl der Qual: Eine Aufgabe ohne Ende oder endlose Langeweile?

Aufgaben ohne Ende sind sehr unbefriedigend. Es ist für meine Motivation wichtig, dass ich auch sehe, was ich gemacht habe. Aber wenn man nie fertig wird ist das schon zermürbend. Noch zermürbender finde ich allerdings Langeweile. Man kann ja auch gelangweilt sein, wenn man etwas macht. Das ist schrecklich. Also wähle ich die endlose Aufgabe.

 

Habt ein schönes Wochenende!

Erschöpft

Ich bin erschöpft.

Praktikum, Hausarbeiten, Ausstellungseröffnung, Kinderbespaßung, Abschlussarbeit, Trennung, Püppi bei Laune halten, Geldsorgen. Es ist alles zu viel. Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll.

Schlaf ist selten, da ich zu gestresst bin. Brauche ich aber dringend, da ich erschöpft bin.

Gebrochenes Herz und schwere Gedanken.

Keine Ahnung, wie ich mir selber helfen soll, geschweige denn jemand anderes.

Status Quo

Da ich gerade ein paar Minuten Zeit habe, will ich euch mal auf den neuesten Stand bringen, was bei der Brüllmaus eigentlich los ist und warum es hier so wenige Beiträge gibt. Spoiler: Es ist schwierig.

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Weleda Produkttest

Das Runzelfüßchen hat ein Gewinnspiel ausgerufen und ich habe gewonnen! Vielen lieben Dank noch einmal!

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Das Weleda Kids Set kam heute an und besseres Timing wäre wohl kaum möglich gewesen – denn heute ist Badetag!

Also gleich ausprobiert; hier ein kurzer Bericht mit Bewertung der Inhaltsstoffe:

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Mein Praktikum im Museum

Jetzt ist mein letzter Beitrag schon wieder eine Weile her und auch die Freitagsfragen sind mehrmals ausgefallen. Sorry an alle, die darauf warten. Es ist etwas vorgefallen, das mir sehr weh getan hat und ich bin noch nicht bereit, darüber zu schreiben. Doch was ich eigentlich gerade mache, davon möchte ich ein wenig berichten, denn das ist mal wieder etwas anderes.

Ich habe ein Praktikum angefangen. In einem kleinen Stadtmuseum verbringe ich die nächsten Wochen und lerne bereits jetzt zum Start der zweiten Woche einige Dinge, die ich noch nicht konnte. Meine erste Aufgabe war es, einen Gedichtband eines regionalen Dichters, der hauptberuflich Zimmermann war, zu transkribieren. Transkribieren heißt hier, dass ich seine Gedichte, die in Sütterlin geschrieben sind, in heutige Schrift übertrage.

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Was ich wählen würde

Es ist nicht mehr gar so lange hin zu den nächsten größeren Wahlen. Da es aktuell keine Partei gibt, hinter der ich voller Überzeugung stehen könnte, und da außerdem scheinbar die existenten Parteien die Berührung zu ihren Wählern und Wählerinnen verloren haben, möchte ich einmal ein paar Stickpunkte aufführen, was wichtig wäre, um meine Stimme zu bekommen. Das kann man sich gerne an den Kühlschrank hängen, ins Parteiprogramm aufnehmen oder einfach ignorieren. Aber sagt dann nicht, ich habe ja nichts gesagt. Weiterlesen „Was ich wählen würde“

Status Quo

Das ist ein Post, der mir sehr schwer fällt. Nicht nur emotional. Auch all das zusammen zu fassen, was in den letzten Wochen passiert ist. Es ist sehr viel.

Mitte Januar hatten wir beschlossen, es noch einmal zu versuchen, er und ich, als Paar. Wir haben uns Exklusivität ausgemacht, denn sonst hat das ja schließlich keinen Sinn, nicht wahr? Ich habe mich bemüht, aber er war sehr geheimniskrämerisch, verschlossen, hat sehr sehr offensichtlich Dinge versucht zu verstecken.

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