Blogger-Hürdenlauf

Bei Annika bin ich auf ein Projekt gestoßen, das ich sehr interessant finde: den Blogger-Hürdenlauf. Und da ich von ihr zu dem Hürdenlauf von Herrn Glumm geleitet wurde, soll dessen 5. Beitrag mein Startpunkt sein.

Was der Hürdenlauf ist und welche Regeln er hat erfahrt ihr unten.

1.) Behindertenparkplatz

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Die in Mainz geborene und in London lebende Journalistin Christiane Link berichtet über ihr Leben und Wirken in der Englischen Hauptstadt. Hey there!

Der Beitrag, den ich mir vornehme, ist „Hallo Motel One, wir müssen reden“ vom 06.09.2017.

Der Beitrag ist gut geschrieben, so als würde eine Freundin von einer unangenehmen Begebenheit erzählen und diese persönliche Schreibe mag ich bei Blogs (auch). Ich finde es gut, dass es Blogs von RollstuhlfahrerInnen gibt, die vom Alltag berichten, denn das ist eine gern vergessene Perspektive. Selbst kam ich damit erst annähernd in Berührung, als ich Mutter wurde und mit Kinderwagen unterwegs war. Allein schon ins bzw. überhaupt erst aus dem Haus zu kommen ist mir mit dem großen KiWa unmöglich. Für Gehbehinderte, die es in diesem Haus auch gibt, ist es (nahezu) unmöglich. Schöner Blog, werde dort noch mal vorbei schauen. Auch wenn mir das grelle Rot an den Rändern eher unwohl ist beim Lesen.

2.) Mein Wa(h)renhaus

Schon jetzt fällt mir auf wie schwierig es sein kann, einen Blog mit Blogroll zu finden.

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Ein schön schlicht gehaltener Blog. Die Suchleiste und das Archiv fallen mir gleich auf, 2 Dinge die sehr gut sind, wenn neue Besucher auf eine Seite kommen.

Ich nehme mir gleich den ersten Beitrag vor, denn die Überschrift macht mich direkt neugierig: „Gegen den Strom: Ich bin wieder in die SPD eingetreten“ vom 20.09.2018, ein aktiver Blog also. Sehr schön!

Sehr interessant. Ich nicke schon nach dem ersten Absatz zustimmend. Das ganze Maaßen-Debakel ist unfassbar und unfassbar peinlich. Und einer der Gründe, warum meine Generation, denke ich zumindest, kein Vertrauen mehr in die Politik hat. Weiterhin einer der Gründe, warum die Extremen einen solchen Zulauf haben.

Jedenfalls, um zum Text zurück zu kommen: Beginnend im Allgemeinen, endend im Speziellem, dem Ich, wird hier sehr gut auf die Schlussaussage hingeführt. Und regt mich zum Nachdenken an. Ich hätte anders entschieden und gerade deshalb ist dieser Text für mich so spannend. Danke für die persönlichen politischen Einblicke!

3.) Raymond Walden

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Ein Blog mit Klarnamen, kaum zu fassen, dass es das noch gibt. Ich scrolle ein bisschen im kosmonomischen Blog von Herr Walden und bleibe bei „Kritik an der Volksvertretung“ hängen. Passt ja ganz gut zur aktuellen Stimmung.

Der Beitrag beginnt mit 2 Zitaten aus JFK’s Buch und zwei kurzen Absätzen mit Kommentar dazu. Auch wenn ich JFK zustimmen möchte, obgleich ich doch differenzierter herangehen möchte, geht es um die deutsche Regierung -die Amerikanische stinkt vom Kopf her- wobei ich mir in den obersten Rängen auch gar nicht so sicher bin. Da funktioniert alles in Vetternwirtschaft und Gefallen. Dennoch verfestigt sich der Eindruck, den ich beim Lesen der Kurzinfo in der Seitenleiste hatte, nämlich dass dieser Blog konservativ ist – für mich einen Ticken zu weit. Das ist aber in Ordnung, Meinungsvielfalt macht eine Demokratie aus und macht das Leben spannend. Allerdings fehlt mir ebenso die Differenzierung und das führt für mich persönlich zu einem unbefriedigten Gefühl von „nicht zu Ende gedacht.“

Bevor ich aber anfange über die Ironie zu kichern, dass auf einem Blog Massenmedien derart negativ konnotiert werden, gehe ich zum nächsten Blog über.

4.) Brights – Die Natur des Zweifels

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Ich hatte schon Angst, dass ich jetzt in etwas Esotherisches stolpern würde und hier für den Rest des Hürdenlaufs darin gefangen bliebe sowie es eventuellen Mitmachenden aufzuhalsen. Tatsächlich sehen die Überschriften beim Durchscrollen interessant aus.

Dann allerdings fällt mir auf, dass sämtliche Beiträge kopiert sind. Aus verschiedensten Onlinezeitungen, Blogs etc. Unsicher wie ich fortfahren soll, picke ich mir eben einen dieser Beiträge heraus: „Missbrauchs-Anschuldigungen auch im Yoga-Milieu

und ärgere mich erst einmal über das Bild des Dalai Lamas unter dieser Überschrift. Ruhig bleiben. Ommmm.

Ist dann aber okay, da er im Text vorkommt. Frage mich, warum ich darauf direkt so anspringe.

Der Text selbst ist sehr trocken geschrieben, arbeitet sich an Zahlen ab. Was aber für einen solchen Bericht in Ordnung geht. Es geht um Opferzahlen von körperlichem Missbrauch in der Yoga-Szene, besonders ärgere ich mich über Gregorian Bivolaru, bei dem die rumänischen Behörden klar versagt haben. Es ist bedrückend, dass es so viele Missbrauchsfälle gibt und ich behaupte, die gibt es auch außerhalb der Religionen, überall da, wo Menschen meinen, Macht über vermeintlich Schwächere zu haben.

5.) Adopt a Microbe

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Sehr niedlich auf den ersten Blick und vor allem verfügt der Blog über eine Blogroll. Beim Beitrag „Adenoviruses“ bleibe ich hängen. Oho, ein Gedicht! Ein Gedicht! Oder nicht?

Das Adenovirus ist „very busy“, was es nicht alles kann! Informativ und schön aufgearbeitet klärt der Text auf, was das Adenovirus kann. Ja und mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

Da ich jetzt nicht alle ausgrenzen möchte, die kein oder nicht ausreichend Englisch können, hänge ich noch einen deutschen Blog an:

5b) Neue Fragmente eines Ungenannten

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Aphorismus #1019 ist der Beitrag, der mich lockt:

Die Arbeiter sollen sich geehrt fühlen, dass sie das iPhone produzieren dürfen. Das sie sich niemals leisten können und das sie vermutlich auch gar nicht haben wollen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass unter den vorherrschenden Arbeitsbedingungen sich jemand die Arbeit auch mit nach Hause nehmen will.

So eine Aussage berührt mich, da meine Mutter und ihre Arbeitskolleginnen das einmal zu hören bekamen. Sie sollen froh sein, im Betrieb XY arbeiten zu dürfen (zur Hälfte des Standorts in Westdeutschland und zu beschissenen, rechtlich mindestens an der Grauzone rangierenden Bedingungen), jedenfalls, sie sollen froh sein dort arbeiten zu dürfen, der Betrieb könne ja auch nach Asien gehen. JA MACHT DOCH. Das will ich sehen, wie ein Betrieb, der Lebensmittel herstellt, dadurch Gewinne einfährt, dass er sich freiwillig den EU-Zöllen aussetzt. F* You!

So, wurde es zum Schluss nochmal persönlich-politisch.

Zu den Regeln, vom Ideenhaber Zeilensturm kopiert:

Dein Beitrag startet, wo dieser hier endet. Nimm dir die Blogroll/Blogliste des fünften von mir kommentierten Blogs vor. Von dieser Liste klicke eines an. Das ist nun deine Station 1. (Aber nur, falls es selbst eine Blogroll hat, sonst ein anderes Blog der aktuellen Blogroll auswählen! Diese Bedingung gilt logischerweise immer.)

Lese im Blog 1 einen Beitrag, den du auch verlinkst, und schreibe nur drei Zeilen darüber: Lob, Kritik, Erstaunen, Fassungslosigkeit, Dank, whatever.

Nun klicke auf ein Blog der Blogroll von Station 1. Hat dieses seinerseits eine Blogroll? Sehr gut, dann ist es Station 2. Lese einen Beitrag … verlinke … schreibe drei Zeilen …

Und so noch drei Mal. Bis einschließlich Station 5. Deine Arbeit ist fast getan: fünf Reisenotizen zu fünf Blogbeiträgen. Nur noch diese Regeln hier anhängen – fertig!

Nun muss jemand anderes den Staffelstab (und vielleicht sogar mehrere) bei der Blogroll des letzten in deinem Beitrag kommentierten Blogs übernehmen – und fünf weitere kommentieren.

Damit wünsche ich allen, die mitmachen möchten, viel Spaß! Lasst euch ruhig Zeit dafür, es ist eine etwas aufwändigere Arbeit, macht allerdings echt Laune.

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2 Gedanken zu “Blogger-Hürdenlauf

    1. Danke! Das hat mir wirklich auch Spaß gemacht. War mal etwas völlig neues. Der erste Blog ist einer, der auch so zu meinen sonstigen Anlaufstellen passt. Zwischendrin fühlte ich mich aber doch etwas verloren 😀 Andererseits, so als Kind des Internets, gibt es nicht viel, das ich noch nicht gesehen habe. Ich hätte nur wenige Grenzen gehabt, was ich hier auf keinen Fall gezeigt hätte. So weit kam es zum Glück aber nicht.

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