Antworten

Eigentlich komisch, dass ich mir diese vielen Fragen zum Freitag ausdenke, aber sie (fast) nie selbst beantworte. Nagut, ganz so komisch eigentlich nicht, da mir die Fragen meistens spontan zwischendurch einfallen und sie dann hier einzubringen nicht mehr viel Zeit kostet.

Da ich gerade etwas Luft habe, will ich mich auch mal wieder an die Beantwortung jener Fragen machen. Ich lese die Antworten so gerne bei euch (vielen lieben Dank an alle, die immer fleißig mitmachen, hallo an alle neu dazugekommenen und traut euch! an die, die noch zögern. Ich beiße nicht. Also selten zumindest.)

1.) Kannst Du Dich anderen gut anvertrauen?


Theoretisch schon. Ich konnte das immer gut und war ehrlich und offen. In letzter Zeit mag ich das aber nicht mehr so gerne. Ich möchte keine Meinungen hören, sondern meinen eigenen Weg gehen. Mitleid ist mir genauso zuwider. Wie die Beziehung läuft, geht auch niemanden außer die Betroffenen was an.

Fremden dagegen kann ich mich komischerweise ganz gut öffnen. Aber wann hat man schon mal gute, tiefe Gespräche mit Fremden? Die Kneipenzeit ist vorerst vorbei.

2.) Führst Du Tagebuch? Warum/ warum nicht?


Ich führe zwei Tagebücher. Eins ist für mich, das habe ich schon seit fast 20 Jahren. Da schreibe ich nur immer mal rein, wenn was im Leben los ist. Letzter Zeit öfter. Wenn man sich mit Tagebüchern beschäftigt (ich schreibe eine Hausarbeit zum Thema), bekommt man selber Lust, eins zu führen. Oder sein eingestaubtes Büchlein fortzuführen.
Das andere Tagebuch ist für Püppi. Dort schreibe ich mindestens einmal im Monat hinein, was wir erleben und was sie neu kann, Anekdoten und Erinnerungen. Auch Papa und Oma haben bereits hinein geschrieben. Das Ganze schreibe ich in Briefform, nur eben alles in ein Buch, klebe Fotos hinein oder Sticker oder zeichne etwas.

3.) Was fandest Du als Kind am Erwachsensein toll, was sich als gar nicht so toll herausstellte?


Fraggle erwähnte das lange Wach bleiben, so geht es mir auch.
xypsilonzett geht es da nicht anders. 😀
In der Antwort, die Tempest gegeben hat, fand ich mich aber auch wieder. Neben dem Heiraten und Kinder kriegen war ich auch der festen Überzeugung, dass man als Erwachsener ganz genau weiß, wie die Welt funktioniert und was man will. Beides weiß ich nicht wirklich, ich mache halt was gerade im jeweiligen Moment das beste ist. Entscheidungen selber treffen zu können, „Bestimmerin“ zu sein, das war ein ganz tolles Ding damals, in meinem kindlichen Kopf. Weil Erwachsene wissen, was zu tun ist und treffen keine falschen Entscheidungen, richtig? So ging es Melanie wohl auch.
Auf’s Arbeiten habe ich mich auch gefreut, weil ich dachte, Erwachsene machen das, weil denen sonst langweilig wird und weil sie so gerne arbeiten. Soll nicht heißen, dass ich keine Lust hätte arbeiten zu gehen. Doch diesen Druck, arbeiten gehen zu MÜSSEN, weil man sich sonst nicht finanzieren kann und vom Jobcenter schikaniert wird, finde ich ganz furchtbar.
Hinzu kommt, dass ich immer dachte, wer studiert wird reich. Das werde ich nie werden. Schon gar nicht mit der Masse an Schulden, die ich für das Studium auf mich geladen habe.
Suprarenina führt noch an, weggehen zu können, ohne zu fragen oder Bescheid zu geben. Das Bescheid geben hat mich nur dann gestört, wenn jemand hätte nein sagen können. Aber fragen zu müssen war für mich ab einem gewissen Zeitpunkt einfach unverständlich. Zu Hause musste ich das ab einem gewissen Alter nicht mehr, warum dann in der Schule? Lasst mich doch machen was ich will, ich weiß besser als ihr, was mir gut tut und ich komme auch wieder. Heute ist mir die Verantwortung natürlich bewusst.

4.) Die Wahl der Qual: Einen Shitstorm auslösen oder völlig von der Internetwelt ignoriert werden?


Einen Shitstorm auszuhalten ist gar nicht so einfach. Wenn man plötzlich von vielen Menschen angefeindet wird, die einen gar nicht kennen, macht das schon etwas mit einem. Es gibt auch nicht wenige dunkle Gestalten, die über alle Grenzen der Menschlichkeit hinaus gehen und bewusst Dinge sagen, die verletzen sollen. Und dann gibt es da noch die absoluten Creeps, die versuchen, einem aufzulauern…

Nicht gehört/ wahrgenommen/ beachtet zu werden ist allerdings etwas, das mich seit meiner Kindheit beschäftigt. Ein Zustand, den ich nicht hinnehmen kann.

Dann lieber den Shitstorm, der geht auch irgendwann wieder vorbei und wer weiß, ein paar mehr Leser bleiben ja dann doch hängen. ;D

CAM03452

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